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Kleinere Töpfe überwintern


Dennis75

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Moin,

ich mache mir gerade gedanken ob meine Idee klappen könnte.

Wie folgt....

Ich besitze einige kleinere Töpfe (Ø10-18cm) mit Dionaea und auch Sarracenien (leucophylla und minor).

Diese standen das komplette Jahr über auf meinem Balkon und sollen jetzt langsam in die Winterruhe gehen.

Da ich die Töpfe nicht der klirrenden Kälte aussetzen möchte da dies wohl doch ein wenig zu hart ist, ist mir die Idee gekommen eine ca. 50-60l Styroporbox mit diesem Knauf Perlite zu füllen welches ich noch zu mass hier stehen habe und dort dann bis zum Rand die Töpfe drin zu versenken.

Das Perlite wird ja unter anderem auch zur Wärmeisolierung verwendet.

Klar haben die Töpfe nun unten keine Schale mehr, aber im Winter trocknen die ja eh nicht so schnell aus und ich denke wenn ich gelegentlich von oben Sprühe sollte das für die Feuchtigkeit reichen sofern das überhaupt nötig sein sollte.

Das gante steht dann offen auf dem Balkon damit noch genügend Licht vorhanden ist. Der Balkon ist im 3 Stock also sollte schonmal das Thema Frost nicht mehr sooo heikel sein zusammen mit der Isolierung.

Hat damit schonmal jemand Erfahrung gemacht oder hat schon jetzt irgendwelche Einwände was nicht optimal ist oder klappen könnte?

Gruß

Dennis

Edited by Dennis75
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Hallo Andreas,

danke erstmal für deine Antwort.

Ich habe bei dem ganzen in der Box nach oben soviel Luft gelassen das ich die Box auch kompett schliessen kann.

Das scheint mir dann doch die sicherste Methode zu sein wenn es wirklich hart wird was die Temperaturen angeht.

Bin malgespannt ob das ganze so klappt wie ich mir das vorstelle.

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Mein Moorbalkonkasten ist letzten Winter durchgefroren und komplett abgestorben (inkl. Dionea). Die VFF im Kühlschrank haben schön überlebt. Die Schläuche standen im Kellerflur (minimal +8°C) und haben sich im Frührjahr sofort toll entwickelt.

Bei der Isolationsgeschichte darf man nicht vergessen, daß keine Wärmequelle im Topf vorhanden ist -> wird also trotzdem die Außentemperaturen annehmen, wenn auch etwas langsamer, durchfrieren und absterben.....

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Hallo,

mein Experiment, die Karnivoren im Balkon-Moorbeet über den Winter zu bringen, sieht folgendermaßen aus:

in der Wanne liegt ein 80Watt Heizkabel mit ca. 8m Länge, auf dem Boden verteilt. Dieses wird mit einer digit. Temperatursteuerung und Thermosensor überwacht und gerade so frostfrei gehalten.

Das Moorbeet steht in einem 1Meter großen Aquarium auf einer 20mm Sterodurplatte und ist seitlich mit Kokoschips isoliert und dieses steht wiederum auf einer nun 40mm Sterodurunterlage.

Bei Bedarf kann das Ganze noch isolierend mit Luftpolsterfolie umwickelt und mit einer Steropurplatte abgedeckt werden.

Über einen Erfolg kann ich hoffentlich im Frühjahr berichten. :thumbsup:

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Das schaut sehr gut aus. Skeptisch bin ich allerdings bezüglich des Glaskastens und ob der bei sehr tiefem Frost bersten oder die Silikonversiegelung wegbröseln könnte.

Ich habe meine winterharten Karnivoren das ganze Jahr über in Balkonkästen draußen vor den Fenstern und ohne Winterschutz. Der Frost war (bis auf die Venusfliegenfalle, die mir bei mehreren Wochen Frost bis -20 Grad weggefroren ist und nicht mehr ausgetrieben hat) kein Problem. Die tatsächlichen Probleme begannen dann, als die Pflanzen und das Substrat im Frühjahr auftauten. Durch die Feuchte in den Kästen entsteht sehr leicht Grauschimmel. Und der ist fast nicht wegzubekommen. Meine Sarracenien-Hybriden haben dadurch dann das Zeitliche gesegnet. Überlebt haben S. purpurea sowie alle winterharten Sonnentaue. Möglicherweise hätte ich keine Probleme gehabt, wenn der Winter nicht so überaus frostig und lang gewesen wäre. Mal sehen, wie es nach dem kommenden Winter aussehen wird.

Liebe Grüße

Eve

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  • 4 months later...

Ich habe das ganze doch anders gestaltet da ich nicht ständig den Deckel der Box auf und zu machen wollte (wird garantiert mal vergessen).

Zudem haben die ersten Temperaturmessungen im Inneren letztendlich doch so gut wie keine Abweichungen zur Aussentemperatur gehabt.

Ich habe meinen Balkonkasten und alle Töpfe in eine selbstgebastelte Styrobox gestellt welche oben und an einer Seite nur mit Luftpolsterfolie abgespannt gewesen ist.

Ich habe nun gestern mal nachgeschaut wie der Stand der Dinge ist.

Der Balkonkasten scheint es komplett überlebt zu haben. Alle Saracenien (x.flava; x.leucophyla; purpurea) und Dionaea sehen oberirdisch gut aus (grün) und haben optisch gesunde Rizome. Die einheimischen Drosera´s werden es wohl eh überlebt haben.

Ein kleiner einzelner 8cm Topf mit Dionaea sieht dagegen nicht mehr ganz so gut aus. Habe die Pflanze mal ausgegraben und das Rhizom ist komplett braun. Ich denke die dürfe es gehimmelt haben.

Eine weitere Dionaea in einem 15er Topf welche letztes Jahr nur im Wohnzimmer stand und zu testzwecken auf den Balkon im Winter gekommen ist, ist oberirdisch komplett abgestorben aber die Rhizome sind noch frisch und daher bin ich guter Dinge das sie auch wiederkommt.

Die anderen Topfe mit Saracenia x minor habe ich nicht genauer angeschaut. Oberirdisch sehen die aber auch noch ok aus (nicht komplett abgestorben).

Genaueres wird man aber wohl eh erst sehen/wissen wenn es wärmer wird. zzt. ist es noch sehr kalt hier und Nachts rutschen die Temperaturen noch gelegentlich ins Minus.

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