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Sind Läuse winterfest?


j:k

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Hi,

Hab momentan ein großes Problem mit meiner VFF. Im Sommer war sie ein richtiges Prachtexemplar (im Freien gehalten). Einmal kamen dann probleme mit roten winzigen krabelnden Puken und braunen Fallen. Mit Übernacht untertauchen und Milben/Läusegift hat sich die Sache aber wieder beruhigt.

Seit ca. 3 Wochen ist die Pflanze in der Wohnung (wegen Umzug). Als ich jetzt nach dem langen Wochenende wieder in die Wohnung kam sah die Pflanze nicht gut aus. Ich glaube, dass es rote Blattläuse sind, denn die Punkte sind relativ groß (oder können die Milben Ansammlungen bilden?)

Am liebsten wär mir, wenn ich die Pflanze am Wochenende wieder mit nach hause nehme (wird lustig im Zug ;-) und da über Nacht draußen frieren lasse um so die Läuse/Milben zu töten.

Ist das erfolgsversprechend?

MfG

Jürgen

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Hallo Jürgen,

mit roten winzigen krabelnden Puken

hört sich aber mehr nach der "Roten Spinnmilbe" aus. Schaue mal nach, ob Du feines Gespinnst auf deiner Dionaea entdeckst.

Dagegen nehme ich "Spruizit AF" von Neudorf.

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Hallo jürgen,

es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass über den Winter Schädlinge erfrieren. sonst hätten sie weder die letzten und auch nicht die früheren Eiszeiten überstanden. Was schon die Vorgänger der Dinos erdulden mussten wird auch noch unsere Nachfahren quälen. Mit viel Glück wird in einem warmen und TROCKENEM Winter die Brut großteils vertrocknen, mehr aber leider auch nicht, sonst wäre das Zeug schon längst ausgestorben.

Versuche mal ob du ausgasende Mittel bekommen kannst. Pflanze in einem geschlossenen Behälter damit zusammen aufbewahren und vor allem nach ein bis zwei Wochen wiederholen, um nachgeschlüpfte Tiere zu erwischen. Die Methode wird auch bei Milbenbefall in Reptilienterrarien erfolgreich praktiziert. Beispielsweise Blattanex® Fliegenstrip 40 (Achtung andere Insekten, Spinnen etc. in Terras werden auch bekämpft!)

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Hallo jürgen,

es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass über den Winter Schädlinge erfrieren. sonst hätten sie weder die letzten und auch nicht die früheren Eiszeiten überstanden.

:blink:

Was haben Winter und Eiszeit miteinander zu tun?

Mal ganz davon ab, bei Eiszeiten treten nicht global geschlossene Eisdecken oder weltweiter Dauerfrost auf. Die Blattläuse dürften wohl kaum unter dem Gletschereis bzw. in den Gebieten mit Jahrhunderte andauerndem Dauerfrost überlebt haben.

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Pflanze ist inzwischen wieder mit Gift eingespüht am Südfenster der nicht geheizten Garage. In einer Woche gibts noch eine Behandlung und dann wird sie hoffentlich ihren Platz bis März nicht mehr verlassen.

MfG

Jürgen

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Die Pflanze sieht inzwischen wieder den Umständen entsprechend gut aus finde ich. Die Anzahl der neuen schwarz/braunen Blätter ist zurückgegangen. Eine zweite Giftspritze zur Vernichtung der Brut ist auch schon erfolgt.

Es waren übrigens sicher keinen Läuse sondern Milben. Hab die Woche wieder einmal "echte" Blattläuse gesehen. Hatte die irgendwie kleiner in Erinnerung.

Hoffentlich übersteht diese Pflanze den Winter, bei der letzten hat's nicht so funktioniert (Schuld wohl auch auf meiner Seite)

MfG

Jürgen

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  • 1 month later...

Milben sind sehr winterfest!

Die Pflanze steht jetzt bei -5 bis 10°C in der Garage, und die Milben vermehren sich schon wieder =(.

Da muss wohl ein anderes Mittel her. Ist es klug in der Winterruhe Gift zu spritzen?

MfG

Jürgen

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Hallo !

Wenn du jetzt spritzen möchtest, würde ich dir ein direkt wirkendes Mittel empfehlen (bei Läusen ist da was mit Pyrethrum recht gut, obs bei Milben wirkt weiß ich nicht, da ich zum Glück noch keine hatte), ein systemisches wird jetzt wegen der Winterruhe nur sehr langsam und schlecht in der Pflanze verteilt.

Leider kann ich dir kein Mittel nennen, da ich ja bisher von Milben verschont wurde und daher keine eigenen Erfahrungen mit speziell diesen Tieren habe.

Viel Erfolg,

ThorstenW

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Ich empfehle Kanemite. Das Mittel wird gesprüht, was direkt gegen die Milben wirkt. Außerdem wird das Mittel von der Pflanze über die Blätter aufgenommen, sodaß auch eine systemische Wirkung über einige Wochen erzielt wird. Somit wirkt es auch gegen die nachwachsende Brut. Nach vier Wochen eine weitere Besprühung und die Milben sind Geschichte. Hat bei mir sehr gut gewirkt.

Liebe Grüße

Eve

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Da muss wohl ein anderes Mittel her. Ist es klug in der Winterruhe Gift zu spritzen?

Ein grosser Giftspritzmittelhersteller empfiehlt Dir zwei Dinge:

http://www.bayergarten.de/de/es/de/news/archiv/2007/10/08009.asp

Erstens den Topf mit giftigen Kombistäbchen spicken, die über das Substrat wirken.

Zweitens ein Spinnmilben-Gift drübersprühen, möglichst jede Woche.

Bezeichnenderweise kommt bei der Firma allerdings das Wörtchen "Gift" überhaupt nicht vor, es liest sich stattdessen alles so, als würde es um eine Wellness-Kur gehen. Die Rede ist von "machen Sie Ihre Pflanzen winterfest" und "enthaltene Anti-Stress-Formel".

Was wohl die Spinnmilben dazu sagen würden, dass ein gegen sie wirkendes Gift mal locker-flockig-flapsig als "Anti-Stress-Formel" bezeichnet wird?

Aber was dem einen sein Gift ist eben wohl dem anderen seine "Anti-Stress-Formel".

Was haben die ganzen Pflanzen auf dieser Welt eigentlich vor der Erfindung der ganzen giftigen Chemiebrühen gemacht, die sie heute als Anti-Stress-Behandlung drübergesprüht bekommen?

Happy growing!

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