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Blattläuse Pfeifen aufs "Gift"


Spielmannsfluch89

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Spielmannsfluch89

Hi allerseits

Habe folgendes Problem:

In meinem Queenslandbecken haben sich ganz langsam Blattläuse auf den Wurzelausläufern der adelea ausgebreitet.. da ich kein Spruzit von Neudorff mehr hatte, habe ich ein anderes Mittel von Neudorff gekauft .. " Neudosan AF Neu Blattlausfrei" Das Mittel soll "weicher" sein als das Spruzi.

Schon nach erstem anwenden fräß das Mittel die Blätter an bzw Dörrtesie aus.

Die Blattläuse SCH&$& auf das Mittel jedoch. Es ist nciht so dass sie wiederkommen, sondern sie bleiben einfach.

Soll ich nochmal das Spruzit versuchen oder hat mir wer ein Mittel wo ich Pflanzensicher anwenden kann?

Mit dem Spruzit hatte ich früher keine schlechten erfahrungen gemacht. Egal was ich mir eingeschleppt hatte war nach MAX! 2x sprühen weg. und keine Schäden an Pflanzen.

Glaube wenn ich nochmal das Neudosan nehmen würde findet ihr ein Inserat bei "gesuche" über Queenslanddroseras :(

Hoffe mir kann jemand helfen.

LG

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Kevin Tonnerre

Wenn es nur ein paar Pflanzen sind, würde ich die Läuse doch einfach mit einer Pinzette absammeln, kostet nichts und schadet nicht.

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Hallo Benjamin,

wenn Deine Blattläuse hartnäckig sind, würde ich Dir ein systemisches Gift empfehlen wie z.B. Lizetan von Bayer. Damit habe ich immer Erfolg gehabt. Systemische Gifte werden von der Pflanze aufgenommen. Die Blattläuse nehmen es denn von der Pflanze auf.

Schöne Grüße

Andy

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Hallo !

Hab kurz mal beide Mittel recherchiert (benutze sie selbst nicht). Das Neudosan AF ist anscheinend nur eine Seifenlösung, da hättest du vermutlich auch verdünntes Spüli verwenden können (gleiche Wirkungsweise, biliger). Damit ertränkst bzw erstickst du die Läuse, aber nur, wenn du sie vollständig damit benetzt. Könnte schwierig sein, damit die Tierchen (event. auch noch auf der Blattunterseite?)bei vermutlich relativ kleinen Pflanzen zu treffen, daher wohl der geringe Erfolg. Vermutlich ist auch der Wirkstoff Seife das Problen, dass deine Pflanzen geschädigt hat, da Seife alkalisch, also ätzend, ist und das vermutlich die "dünnhäutigen" Blätter der Quennsländer nicht vertragen (im Gegesatz zb zu einem Gummibau, der doch recht stabile Blätter mit entsprechen dicker Schutzschicht [Kutikula]hat).

Das Spruzit enthält als einen Wirkstoff Pyrethrum, ein aus Pflanzen gewonnenes (oder zumindest "nachgebautes")Insektizid, dass vermutlich auch wirkt, wenn die Laus nur etwas davon abbekommt (muß vermutlich nicht komplett benetzt werden wie beim Neudosan AF). Daher wohl hier der bessere Erfolg. Wobei Pyrethrum auch nur direkt wirkt, also nur auf die Schädlinge, die du auch mit dem Mittel irgendwie triffst (es sei denn, sie würde es "auflecken", was ich bei Läusen nicht glaube). Bei "unübersichtlichen" Pflanzen (wo man nicht gut erkennt, wo überall Schädlinge sitzen [zb dicht wachsende Drosera]bzw wo Blattunterseite schlecht erreichbar sind [zB Pinguicula])bevorzuge ich systemische Mittel, die von der Pflanze über den Saftstrom in alle Teile transportiert werden und damit alle Schädlinge erwischen.

Nach deiner Beschreibung würde ich dir empfehlen, wieder Spruzit zu vermenden, wenn du damit gute Erfahrungen hast oder ggf. Lizetan zu nutzen (hab ich bisher an verschiedenen Pflanzen erfolgreich verwendet, allerdings noch nicht an Queensländern getestet).

VG und Viel Efolg

Thorsten

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Spielmannsfluch89

Hallo

Vielen lieben dank!

Ja dann werde ich wohl eines der beiden Kaufen oder Gar beide. Welches ich dann benutze wird sich durchs zufallsprinzipp entscheiden denke ich mir mal ;)

Zu den betroffenen stellen.

Soll ich die Blätter abschneiden? Schadet das evtl noch im nachhinein oder ist das Abschneiden ein größeres übel?

Die arme Adelea :( hoffe die 3 Triebe erholen sich noch. Ebenso die Schizandra. Die Prolifera schwächel neh scho seit dem einpflanzen rum :(

;G

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Schon nach erstem anwenden fräß das Mittel die Blätter an bzw Dörrtesie aus.

Äh, sorry für die dumme Frage, aber was ist denn eine Dörrtesie? :huh: Gibt´s davon ein Foto?

Davon ab, es ist bekannt, dass Sonnentau auf viele Spritzmittel empfindlich reagieren. In der Regel bekommen die alten Blätter nach einer Behandlung keine Tautropfen mehr (es gibt auch Ausnahmen) und können keine Insekten mehr fangen. Glücklicherweise bilden die Pflanzen aber meist schon am nächsten Tag oder wenige Tage später wieder ganz normale, mit Fangschleim besetzte Blätter aus. Neudosan AF Blattlausfrei enthält Kaliseife! Ach du heilige Schei**.... Kann mir gut vorstellen, dass Fleisch fressende Pflanzen so etwas nicht gut vertragen. Ich hatte als Anfänger meine "hübschen" Erfahrungen mit Paraffinöl als Schädlingsvernichter an Sarracenien und Nepenthes. Es scheint, dass das Paraffin die Stomata (Spaltöffnungen) verstopft und den Gasaustausch der Pflanzen behindert. Die behandelten Pflanzen wurden fleckig bzw. ist nach ein paar Wochen ein Großteil des Pflanzengewebes der betroffenen Blätter und Schläuche abgestorben. Daher halte ich nix von solchen "Hausmittelchen".

Wenn man die Pflanzen schonen will, empfiehlt sich vielleicht ein Präparat, das sich zum Gießen des Substrates eignet - z. B. Bayer Calypso Gießmittel gegen Schädlinge oder Compo Axoris. Das Spritzmittel wird über das Substrat gegossen und über die Wurzeln der Pflanzen aufgenommen. Die Schädlinge wie Blattläuse oder Schildläuse nehmen das Gift über den Pflanzensaft auf und krepieren dann daraufhin. :devil: Es ist ebenso als Spritzmittel anwendbar. Aber als Gießmittel ruiniert man eben nicht die Fangblätter der mit Fangschleim "arbeitenden" Karnivoren. Wenn bspw. Fettkräuter von Schädlingen betroffen sind, können sie einem nach ausgiebigem Spritzen von oben von der Rosettenmitte her faulen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich Gießmittel bisher nie bei Fangschleim bildenden Karnivoren eingesetzt habe. Ich kann da nix zu der Verträglichkeit sagen, wenn man das Substrat abgießt. Nepenthes, Sarracenia und Heliamphora vertragen die Gießbehandlung problemlos (wenn man sich an die Herstellerdosierung für Zierpflanzen hält). Sie ist zudem für eine Langzeitwirkung offensichtlich effektiver als eine reine Spritzbehandlung. Zum Beispiel bin ich Schildläuse im Tiefland-Nepenthesbecken nie mit Provado (gleicher Wirkstoff wie in Lizetan und Confidor [imidacloprid]) los geworden, wohl aber DAUERHAFT mit Compo Axoris (Thiametoxam) sowohl als Gieß- als auch als Spritzmittel angewandt. Ich würde Calypso oder Axoris mal probeweise an einer Pflanze ausprobieren, um die Verträglichkeit zu prüfen.

Viel Erfolg!

Andreas

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Thomas Straubmüller

Ich sag nur eins:

Gegen Blattläuse Bi58

Gruß Thomas

Edited by Thomas Straubmüller
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Spielmannsfluch89

Hallo

Sry da fehlt ein leerzeichen. Ich meinte es Dörrt sie aus. Aber es war schon so wie du beschrieben hast. Fleckig und Taulos.

Danke für die Hilfe. Das Calypso klingt gut . Ohne Tau ist der Sonnentau ja auch irgendwie langweilig ;D

LG

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Der Tommy schießt gleich mit Kanonen auf Spatzen! :laughing:

Ich meine, Dimethoat ist schon ein Hammerzeugs! Das würde ich NIEMALS als Gießmittel verwenden! Poah...

Ja, habe es mir schon gedacht, dass da ein Leerzeichen fehlt. Aber "Dörrtesie" klingt mit Betonung auf das erste "e" doch schon wieder wie ein Pflanzenname - eine Pflanze benannt nach einer gewissen Dörrte (auch wenn man Dörte gewöhnlich mit einem "r" schreibt). ;)

Gruß,

Andy

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  • 2 weeks later...
Christian Dietz

Hallo,

Der Tommy schießt gleich mit Kanonen auf Spatzen! :laughing:

Das sehe ich ganz anders ;) Ich werde nie verstehen, warum immer wieder diese homöopathischen Mittelchen wie z.B. von Neudorff verwendet werden! Ich hatte mit sowas nie Glück. BI58 verwende ich allerdings auch nicht, da es furchtbar stinkt! Für mich hat sich über die Jahre Provado (ist dasselbe wie Lizetan nur als Granulat) bewährt. Das hat bei mir bisher immer sicher geholfen.

Gruß,

Christian

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Aber Christian,

ich verwende doch keine homöopathischen Mittelchen. :laugh: Aber wegen des üblen Geruchs verwende ich Dimethoat (Danadim, Dr. Stähler) auch wirklich nur dann, wenn andere Mittelchen vom Format "Provado" nicht helfen sollten. Statt Provado habe ich derzeit Axoris (Compo) in der Giftküche stehen - ist mit Imidacloprid verwandt. ;) Ich habe tatsächlich schon mal Dimethoat als Gießmittel angewandt! Es hat zwar geholfen, aber das Substrat sah danach aus wie mit Tapetenkleister vermanscht! :blink: Vom Geruch mal ganz zu schweigen. Ich habe die Pflanze zwei Wochen später in frisches Substrat gepflanzt. Ich glaube, es war eine mit Thripsen verseuchte Venusfliegenfalle.

Gruß,

Andreas

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Das ein Mittel stinkt ist immer ein ziemlich eindeutige Zeichen, das ein Mittel gesundheitsschädlich ist, was auch bei Bi58 und Dimethoat zutrift. Deshalb würde ich immer ausreichende Schutzkleidung empfehlen ggf. mit Atemschutz! Wie weit die noch für den Kleingartenbereich zugelassen sind, bin ich mir auch nicht sicher.

Aber man muss ja auch nicht immer gleich mit der größten Chemischen Keule drauf, die man zu Auswahl hat. Ich nutze Spruzid Schädlingsfrei von Neudorf und bin bis jetzt zufrieden damit, auch wenn ich mir als Gärtnerin auch alle anderen in Deutschland zugelassenen Mittel kaufen könnte...

Lg, Eva

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