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D capensis Selbstaussaat


Piesl

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Hallo, heute Nachmittag habe ich eben mal schnell etwas eingewehtes Laub aus dem Beet entfernt und etwas ungewolltes Moos gezufpt. Da fielen mir unterhalb einer toten Wurzel auf einem inzwischen völlig vermoderten Aststück 5 capensis Sämlinge vom Sommer auf. Von nährstoffarmen Torfubstrat kann da keine Rede sein. Etwas normales Waldmoos hat sich in den Ritzen angesiedelt und schon war genug Platz für die Kleinen. Die ersten Frostnächte haben sie zwar schon hinter sich und ich habe sie jetzt mit etwas Sphagnum locker abgedeckt,aber wie sie es weiter im Winter ertragen werden? Ich will sie jedoch mal im Auge behalten.

Der Torfklecks unten fiel mir übrigens erst beim Auszupen dort hin. Sie hatten also bisher nur Kontakt zu morschem Holz.

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Gruß Piesl

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Hääähä hä, die dinger wachsen echt überall. Und manchmal frag ich mich, WIE sind die da hingekommen? :startle: :blink:

Ich habe eine Nepenthes in eine Glasvase gestellt (Boden des Topfes ist weit vom Boden der Glaswase entfernt).

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Immer wenn ich zu viel gieße sammelt sich das Vasser in der Vase. Ich schütte es nicht raus, weil es a) zu anstrengent währe die Nepenthes rauszuheben und die Vase auszulehren. und B) ich dachte bei sehr heißen, sonnigen Tagen verdunstet das Wasser und die Erde bleibt dadurch feucht.

So sammelte sich in der Vase immer mehr Wasser. Im Frühling diesen Jahres stant eine ausgewachsene Capensis ca. 20 cm. von der Vase entfernt und hat geblüht.

(Zu der Zeit im Frühling hatte ich noch die Heizung an)

Im Sommer merke ich, dass im Wasser sich Algen anfangen zu bilden, da dachte ich: Ok Wasser wechseln. Dann aber sah ich, dass auf den Algen kleine capensis angefangen haben auszutreiben. Da dachte ich: Mal schaun was wirt. Hute sehen sie so aus:

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Meine Theorie, wie die da hingekommen sind. Der Samen hat sich aus der Samenkapsel gelößt, muss mit dem warmen Luftstrom der Heizung erstmal an Höhe gewonnen haben, dammit sie überhaubt auf Nepenthesniveau kommt. Dann hab ich mal vergessen die Nepenthes zu giesen, der Torf hat Risse bekommen, ich gieße einmal und der Samen fließt mit dem Wasser durch die Risse zum "See" in der Vase, landet da auf den Algen und treibt aus. :geek: :ai:

(Sonst war dieses Jahr sehr ereignislos.)

mfG Sonnentau :laughing:

Edited by Robert Severitt
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He, danke Euch für den Hinweis mit dem Holz!! Das eröffnet ja wieder neue Optionen bei der Terrariumsgestaltung - so eine bepflanzte Wurzel schaut ja immer gut aus und die Kapillarwirkung von nassem Holz sorgt ja quasi automatisch für stets hinreichende Feuchtigkeit. Da gilt es einfach nur eine geeignete Wurzel zu finden...

Grüsse

Feldi

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Da gilt es einfach nur eine geeignete Wurzel zu finden...

Ich habe seit einiger Zeit hier eine Mopani-Wurzel rumliegen, weil ich genau so etwas für meine Queensländer plane.

Das Holz ist außen sehr hell und hart, und innen weicher. Der innere Teil zieht sehr gut Wasser, während der äußere trocken bleibt. Die größte Schwierigkeit ist allerdings, so ein Teil in eine Glaskugel einzupassen, es wird nicht umsonst auch Eisenholz genannt...

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Hallo zusammen,

vor ein paar Jahren habe ich hier auch ein paar Fotos aus dem Algonquin Park gezeigt. Dort wuchsen D. intermedia, D. rotundifolia und (auf einem schwimmenden Baumstamm mitten im See) auch U. cornuta auf verrottendem Holz.

Im Herbst hatte ich aber auch bei mir im Garten in einem Kübel einen Sämling der D. capensis gefunden. Feucht genug war es ja, nachdem die relativ kurze Hitzeperiode durch war.

Die großen Pflanzen stehen 2 Stockwerke höher auf dem Balkon. Vermutlich sind die Samen über mehrere Grundstücke verstreut...

Viele Grüße

Dieter

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Vorsicht mit nassem, morschem Holz im Terra!!! Wir reden hier und auch alle Fotos, ausschließlich von Freilandwuchs! Diesen faulen Prügel auf dem bei mir die capensis wachsen möchte ich nicht unter Glas haben. Abgesehen von dem ganzen Viehzeug, das da mit Sicherheit drin rum geistert, will ich nicht wissen was da so alles an Pilzgeflechten dabei ist, Schimmel allen voran! Mit Abbadons Eisenholz könnte das schon leichter funktionieren, vielleicht auch Moorholz fürs Aquarium. Aber das ist ja eigentlich auch unter Wasser gedacht.

Apropos: Abbadon, das mit der Glaskugel ist kein Problem. Nur eine Frage der Gechwindigkeit und schon passt's Holz rein :haha: .

Der Schuh ist echt megacool, wenn er mir allerdings auch nicht ganz natürlich erscheint. So angebunden mit dem Schnürsenkel am Ast ... :huh:

Gruß Piesl

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  • 5 years later...
Ralf Mößle

Hallo,

sehr interessantes Thema. Das eröffnet gerade mir Teichbesitzer ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten. Ich werde im Frühjahr einen Versuch mit einer Korkrinde starten. Etwas Torf aufgetragen in die Zwischenräume, und Samen aussäen.

Holz funktioniert auch sehr gut,denke ich. Vor allem, wenn es schon gut verwittert ist, und die Oberfläche stark zerfurcht, so, das die kleinen Wurzeln ein wenig Halt finden.

Doch Eisenholz? Das Mistzeugs hat Unmengen von Gerbsäure. Ist nicht sehr angenehm, damit zu arbeiten. Da würde mich das Ergebnis brennend interessieren.

Grüße, Ralf

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Korkrinde, das ist ne super Idee, das werd ich auch ausprobieren, und vielleicht klappts auch wenn man in nen Korken Korken ein Loch macht und dann ein bisschen Torf rein tut, paar Samen rauf und fertig. probier ich gleich aus. :)

 

PS: Ich glaub selbst nicht, dass es funktioniert, aber ich versuchs einfach.

 

Grüße Tillmann

Edited by Tillmann
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partisanengärtner

Ich würde erst ein paar Löcher in den Kork bohren und Dochte durchstecken vermutlich ist es sogar dann schwierig. Kork ist ziemlich Wasserabweisend, begrünt sich nur wenig und viel langsamer als Holz. Dafür hält er viel länger

Edited by partisanengärtner
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