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Wandelnde Geige


helmutpre

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Hallo Leute,

heute möchte ich Euch ein ungewöhnliches Tierchen aus meinem Kuschelzoo vorstellen, nämlich eine

Gongylus gongylodes, die Wandelnde Geige. Es handelt sich- wie man auf den Bildern erkennt, um eine Gottesanbeterin. Ihre ungewöhnliche Form- insbesondere das ausgesprochen lange und dünne Brustsegment- haben ihr zu dem deutschen Namen verholfen.

Augenblicklich pflege ich nur ein einziges Tier - ein Weibchen- davon.

Das Männchen ist vor einigen Wochen auf wundersame Weise verschwunden- das Weibchen zeigte unmittelbar darauf einen auffallenden Körperumfang- so kommt man natürlich nie zu einem eigenen Orchester....

Dieser bei Mantiden eigentlich verbreitete Sexualkanibalismus ist bei den Wandelnden Geigen

eher die Ausnahme- die Art gilt als wenig aggressiv, so dass problemlos mehrere Tiere in einem Terrarium gepflegt werden können.

Gestern hatte ich eine Oothek im Terrarium entdeckt. Ich hoffe, dass es tatsächlich zu einer Paarung gekommen ist und sich befruchtete Eier darin befinden. In einigen Wochen werde ich es wohl wissen.

Die unten gezeigten Bilder von den Tieren sind übrigen alle um 180 Grad gedreht- normalerweise hängen die Wandelnden Geigen mit dem Kopf nach unten und warten auf Fluginsekten. Kriechende Insekten werden so gut wie nie erbeutet.

Viele Grüße

Helmut

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Hallo,

hübsche Lady die du da hast! Meine ist leider noch nicht adult, aber ich denke mal sie ist im letzten Larvenstadium und wird sich bald häuten. Leider habe ich keinen Mann dazu bekommen, also wirds auch nix mit dem Nachwuchs. Vom Aussehen her ist die Wandelnde Geige Klasse, aber vom Verhalten her mehr als langweilig. Ich habe mal gelesen, das Gruppenhaltung Futterneid hervorruft und die Tiere dann aktiver werden. Meine nimmt nur fliegende Beute und lässt alles andere links liegen. Richtig Action gibt es im Terrarium nur dann, wenn ein Falter oder Motte sich hinein verirrt, dann kommt Bewegung in die ganze Sache. :devil:

Bearbeitet von Dirk Buechner
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Hallo Helmut,

ein sehr schönes Tierchen hast Du da! :thumbsu: Ich möchte mir im Frühjahr auch eine (oder auch mehrere) Mantide(n) zulegen: Dafür muss ich allerdings erst meine T5-Beleuchtung installiert haben . . . Danach möchte ich darunter meine Nepenthes kultivieren und dazwischen ein kleines Terra betreiben. Ich möchte mir eine Indische Riesenmantis zulegen. Du hast im Frühjahr nicht zufällig Nachwuchs zu erwarten oder? ;)

Viele Grüße

Chrissi

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Ein sehr hübsches Tier.

:wub:

Ich hätte auch gerne eine, aber momentan habe ich glaube ich nicht die idealsten Bedingungen, von demher warte ich da mal noch ab.

P.S.:

Hättest du mal ein paar Bilder von deiner Gesamtanlage in der die Geige lebt?

Bearbeitet von KeyD
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Hallo zusammen,

freut mich, dass Euch das Tierchen gefällt!

@ Michi: Hab´ mal Photos von Deiner Phaenopharos im Netzt gesucht- die sind aber auch nicht über- insbesondere die winzigen, knallroten Flügel sind schon ziemlich ungewöhnlich. Ich vermute, dass sie damit nicht wirklich fliegen können, stimmt´s ?

@ Andreas: Nein, Musik gibt´s keine. Anders als häufig vermutet sind Gottesanbeterinnen eher mit Schaben als mit Heuschrecken verwand, ansonsten könnten sie vielleicht wenigstens Zirpen.

@ Chrissi: Falls Du Mantiden mit Nepenthes vergesellschaften willst: Das könnte gut klappen, sofern die Tiere groß genug sind, um nicht in die Kannen zu fallen. Fraßschäden an den Nepenthes sind wohl nicht zu befürchten. Allerdings muss es klimatisch passen: Ein Nepenthes-Becken ist für die Wandelnde Geige wahrscheinlich viel zu feucht. Die Riesenmantis (Hierodula membranacea) könnte aber gut geeignet sein, die mag es ja war und feucht.

@ KeyD: Weiter unten hab ich zwei Bilder angehängt, die zeigen, wie das Tier untergebracht ist.

Als Terrarium hab ich ein handelsübliches Plastikterrarium mit den ungefähren Maßen 23*35*20 (Länge*Breite*Höhe) verwendet. Für viele Tiere sind solche Becken eigentlich ungeeignet, besser wäre es, wenn sie schmaler und dafür höher wären. Außerdem ist es problematisch, wenn Terrarien nur von oben zugänglich sind, das kann die Tiere beim Öffnen sehr stören.

Aus diesem Grund hab´ich das Becken etwas umgebaut: In den Boden hab ich ein 4 cm Loch gebohrt und Gaze draufgeklebt (= Lüftung). Dort, wo zuvor der Deckel war, hab ich eine Glasscheibe (ca. 1/3 der Öffnung)

mit Silikon eingeklebt, darauf von außen noch eine Aluleiste. Das ganze auf die kleinere Seitenfläche gestellt ergibt ein einfaches Hochkant- Terrarium. Weil die Frontfläche nun schrägt steht, kann hier eine Glasscheibe angelehnt werden (sie steht auf der eingeklebten Scheibe)- zur Not lässt sie sich noch oben mit einer Mauly- Klammer (Wäscheklammern tun´s auch) sichern. Die Aluleiste verhindert, dass die Scheibe nach vorne wegrutscht. Oben ist mit einem kleinen angeschraubten Alustreifen eine Halogenlampe (12Volt, 20 Watt) befestigt. Sie beleuchtet und beheizt das Becken. Der Trick mit der angelehnten Frontscheibe hat eine ganze entscheidende Vorteile: Sie ist zu öffnen, ohne dass die Tiere es bemerken, und wenn das Becken mal besprüht werden muss, wird sie abgenommen- folglich gibt es keine Kalkablagerungen- die Scheibe ist immer super sauber. Der untere Teil des Beckens ist sogar wasserdicht- es wäre also auch als

Feuchtterrarium nutzbar. Wenn das Material bereit liegt, erfordert der Umbau ca. 1/2 Stunde Arbeit.

Obwohl die Wandelnde Geige gelegentlich als schwer haltbar bezeichnet wird, scheint sie im meinem einfachen Terrarium doch ganz gut zu gedeihen.

So, genug der Worte, hier die angekündigten Bilder vom Terrarium.

Viele Grüße

Helmut

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Hallo Helmut,

ich möchte die Nepenthes nicht in das Terra stellen, sondern bei Zimmerklima unter Kunstlicht kultivieren. Das Terra möchte ich einfach dazwischen stellen. An Bepflanzung bin ich mir noch nicht sicher, da ich die Größe des Terras noch nicht weiß.

Viele Grüße

Chrissi

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