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Welkepilz


Marco S.

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Hallo Leute,

ich habe bisher zu dem Thema noch keine direkten Informationen gefunden, nur dass er bei hoher Temperatur und Feuchtigkeit auftritt. Ist das soweit richtig und kann er auch unter anderen Umständen vorkommen? Desweiteren würde mich noch Interessieren, wie schnell er sich ausbreitet und die Pflanze absterben lässt, das soll ja sehr schnell gehen. (Eine ungefähre Angabe in Tagen wäre schön :))

Denn mir kommt es zurzeit etwas komisch vor, dass meine Dionaea runzelige Blätter bekommt und diese absterben. Kann das möglich sein, dass bei einer Winterruhe von unter 10°C der Pilz auftritt oder ist diese Form des Absterbens normal, bedingt durch Frost den sie auch schon abbekommen hat? Normal werden die Blätter schön langsam schwarz und verschrumpeln nicht so.

Ich hoffe ihr könnt mir wieder mal weiterhelfen. :)

Mit freundlichem Gruß

Marco

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Hallo Marco,

zum Thema gibt es im Forum ausführliche Erfahrungsberichte mit Fachexpertisen dazu (etwa im Thread "die lieben Welkepilze" im vergangenen Sommer).

Konkret hier:

und hier:

Diesen Ausführungen folgend halte ich die Veränderungen an Deiner Pflanze eher für Frostfolgen. Außerdem ist Dionae kein typischer "Kandidat" für diese Pilze. Mir ist im Sommer eine schöne Darlingtonia daran gestorben, es dauerte ca. 1 Woche vom ersten Schlauch bis zum Exitus (den ich mir aber nicht mehr angesehen hab).

Viele Grüße

Feldi

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ich habe bisher zu dem Thema noch keine direkten Informationen gefunden, nur dass er bei hoher Temperatur und Feuchtigkeit auftritt. Ist das soweit richtig und kann er auch unter anderen Umständen vorkommen? Desweiteren würde mich noch Interessieren, wie schnell er sich ausbreitet und die Pflanze absterben lässt, das soll ja sehr schnell gehen. (Eine ungefähre Angabe in Tagen wäre schön :))

Welkepilze sind "gefäßverstopfende Mikropilze", die eine Pflanze vom Boden über die Wurzeln her in den wasserführenden Saftbahnen befällt. Der Befall der Wurzeln erfolgt meist schon lange vor den sichtbaren Auswirkungen, z.B. bei Staunässe und kalter Witterung, und macht sich erst viel später dadurch bemerkbar, dass bei anschliessend wärmerer Witterung (stark ansteigender Wasserverbrauch!) die Pflanze trotz ausreichender Wässerung plötzlich schlagartig verwelkt.

Das Schadbild entwickelt sich innerhalb weniger Stunden von "nichts zu sehen" bis "Pflanze ist total verwelkt". Die Pflanze ist beim Auftreten der Symptome dann praktisch hinüber, eine effektiv wirksame Behandlung gibt es nicht. Bei manchen Pflanzen wie Cephalotus ist es beim rechtzeitigen Erkennen der plötzlichen Welke noch möglich, Blattableger von unverwelkten Pflanzenteilen zu nehmen und für eine Vermehrung zu nutzen.

Die Infektion erfolgt oft über Wurzelverletzungen nach z.B. einem Umtopfen oder Befall mit wurzelknabbernden Insektenlarven, über die der Pilz in die Pflanze eindringen kann. Und wie das so auch bei Viren der Fall ist, die zwar überall in der Luft herumfliegen und von jedem Menschen eingeatmet werden, aber nur einige bekommen eine Krankheit wie Schnupfen oder die Grippe, so befallen die bodenlebenden Welkepilze auch nicht jede Pflanze. Von den fleischfressenden Pflanzen sind offenbar hauptsächlich die kühl zu haltenden Pflanzen betroffen, wie Heliamphora, Cephalotus und Darlingtonia, und diese zeigen oft nur dann die plötzliche Welke, wenn sie vorher entgegen ihrer bevorzugten Temperaturen in der Natur längere Zeit bei zu warmen Durchschnittstemperaturen gehalten wurden und dann nochmals ein Temperaturanstieg auftritt, z.B. bei sehr warmer Witterung im Hochsommer.

Denn mir kommt es zurzeit etwas komisch vor, dass meine Dionaea runzelige Blätter bekommt und diese absterben. Kann das möglich sein, dass bei einer Winterruhe von unter 10°C der Pilz auftritt oder ist diese Form des Absterbens normal, bedingt durch Frost den sie auch schon abbekommen hat? Normal werden die Blätter schön langsam schwarz und verschrumpeln nicht so.

Bei Dionaea kannst Du den Welkepilz vergessen. Das Symptom "runzelige Blätter" ist bei Venusfliegenfallen eher die Folge von beispielsweise

- Blattlausbefall

- Staunässe mit faulenden Wurzeln

- Frosteinwirkung bei vorher nicht kälteakklimatisierten Pflanzen

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Hallo,

bei mir siehts derzeit so aus wie von dir beschrieben, das sind eindeutig Frostschäden. Die Fallen die noch vom Spätsommer/ anfang Herbst vorhanden sind weisen die beschriebenen Schäden vom durchfrieren auf, die deutlich kleineren Winterblätter haben diese Schäden nicht da sie bereits darauf angepast sind und dürften auch bei dir noch gesund aussehen, also kein grund zur Panik :thumbsup: .

Grüße

Kai

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Super vielen Dank für eure Antworten. Das beruihgt mich doch wieder sehr. Bei Jusch' Beitrag hatte ich vor Ende dann doch noch Angst bekommen wegen den Insektenlarven, weil die dionaea heuer auch schon mit Trauermückenlarven zu kämpfen hatte. :laugh: Aber wenn der Pilz die Pflanze dann doch gar so schnell ums Eck bringt, wär sie wohl schon länger nimmer da.

Die beiden Beiträge von dir, Feldenberg, hatte ich schon mal überflogen und da nicht so das Entdeckt wonach ich suchte, aber dank euch kenn ich mich da jetzt besser aus. :P

@Kai Becker: ja die kleinen sehen noch gut aus. :)

Edited by Marco S.
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