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Trax

Keimlingsterben

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Trax

Hallo,

ich habe vor paar Wochen Drosophyllumsamen in Torf ausgesät, die auch nahezu komplett gekeimt sind. Die Keimlinge habe ich anschließend mit Substrat auf 15er Töpfe verteilt (Sand, Perlite, Torf). Anfangs sind die Keimlinge wunderbar gewachsen. Nur seit ca. 1 Woche hat sich das Wachstum verlangsamt bzw. eingestellt. Außerdem sind schon 6 Keimlinge abgestorben. Die Symptome waren immer die selben: Keimling wuchs kaum noch, der Stengel bis zu den Blatt ansätzen wurde dünner und vertrocknette, kurz darauf war natürlich dann auch der Rest der Pflanze hin. Ich habe gelesen, das Taublätter bei einer größe von 2-5cm öfter scheinbar Grundlos eingehen. Vielleicht habt ihr ähnliches beobachtet und könnt mir Tipps geben was ich evtl bei der Kultur umstellen muss.

Natürlich noch Daten zur Kultur:

Momentan habe ich 2 15er Töpfe mit Sand Perlite Torf (etwa 1:1:1) in denen nurnoch 3 Keimlinge sind. Einen Topf habe ich in einem Wintergarten (10-15°C) Südwestfenster stehen, der andere steht bei ~20°C an einem Südwestfenster und erhält Zusatzlicht. Die Töpfe stehen in einem schwachen anstau, da das Substrat oberflächlich sonst sehr schnell austrocknet und mir dadurch auch schon ein Keimling vertrocknet ist.

Gruß Stephan

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Tim Beier

Hallo Stephan,

ja es kommt durchaus häufig vor das ein Drosophyllum lusitanicum Sämling vom einen auf den anderen Tag eingeht.

Der Verlauf ist genau so wie du es beschrieben hast.

In diesem Frühjahr haben bei mir ca. 50 % der Sämlinge "überlebt". Wenn man nun eine große Anzahl an Samen hat spielt der Verlust von ein paar Sämlingen keine Rolle. Sind es aber nur 10 Samen kann es durchaus sein das man gerade mal 1-2 Pflanzen durchbringt.

Eine Aussaat im Winter halte ich bei Drosophyllum lusitanicum wegen den Lichtverhältnissen für nicht optimal. Drosophyllum lusitanicum benötigt viel Licht. Ich würde daher das Frühjahr empfehlen.

Zur Kultur: Sämlinge können durchaus in leichtem Anstau stehen. Größere Pflanzen sollte man trockener halten, wobei Anstau im Sommer für eine gewisse Zeit auch kein Problem darstellt. Substrat: Ich verwende eine recht grobe Mischung aus Torf, Perlit, feinem und groben Quarzsand. Die Substratbeschaffenheit spielt letztendlich gerade beim bewässern eine große Rolle. Ein Patentrezept gibt es sicherlich nicht. Wenn man sich Bilder vom Naturstandort anschaut wird einem zumindest bewusst das Drosophyllum lusitanicum "relativ" trocken und teilweise in recht grobem Substrat steht.

Ich gehe davon aus dass die Wintertemperaturen am Naturstandort bis an die Frostgrenze gehen können. Deshalb halte ich Drosophyllum auch im Winter entsprechend kühl bis kalt (min.5°C). Dein Wintergarten mit 10-15°C sollte fast schon optimal sein was die Wintertemperatur angeht.

Ich finde es gerade im Winter wichtig für ausreichen Licht zu sorgen.

Wünsche dir viel Erfolg und hoffe du bekommst die 3 Pflänzchen durch.

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Trax

Hi,

Danke schon mal. Ich hatte gelesen, dass das Taublatt mitunter sehr lange zum Keimen benötigt und bin von so 4-8 Wochen ausgegangen. Demnach sollten die Pflanzen dann auch eigentlich erst gegen Mitte Januar wenn die Tage auch länger werden erscheinen. Bei mir waren es wohl Frühstarter - schon nach 3-4 Tagen war der erste Keimling sichtbar.

Gruß Stephan

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Jashi

*Buddel* der Thread ist ja schon etwas älter aber gerade daher interessiert es mich wahnsinnig, ob es diesbezüglich schon neue Erkenntnisse gab in den letzten 6 Jahren. 

Bei mir tritt nämlich gerade exakt das gleiche Phänomen auf. Ich habe mich schon gefreut, als der erste Sämling den Kopf rausstreckte und zu wachsen anfing. 

Aber nach ein paar Tagen hat er über Nacht plötzlich die gesunde grüne Farbe verloren und wirkte schlapp.  Einen Tag später war er komplett hin. Dem zweiten droht jetzt  gerade ein ähnliches Schicksal. Der Stengel bis zu den Blattansätzen wird dünner und vertrocknet - ganz genau wie oben beschrieben. Auch das Pflänzchen wird es vermutlich nicht schaffen. 

 

Kann ich irgendetwas tun, damit es den anderen besser ergeht?  

Der erste ist im Zimmergewächshaus bei ca. 25°C / 60% LF gekeimt und dann eingegangen. Als der zweite dann rauskam, habe ich den Topf nach draußen unter das Vordach gestellt. Mehr Licht, geringere LF. Aber an der Art des Sämling-Sterbens ändert sich nichts.  :'(

 

Gilt weiterhin, dass man das so hinnehmen muss, oder gibt es vielleicht inzwischen irgendwelche neuen Ansätze und Lösungen für dieses Problem? 

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partisanengärtner

Ich gieße meine jungen jeden Tag von oben. Die adulten nicht so oft stehen aber nie trocken. Sie stehen alle im Daueranstau. Das scheint für alle Stadien eine aussichtsreiche Kulturweise zu sein. Durch eine Urlaubspflege die sich nicht an die Anweisungen hielt und die wochenlang 2x täglich von oben goss, bin ich drauf gekommen. Die sind damals förmlich explodiert.

Ich bin also durch Zufall drauf gekommen. Wang hat dafür länger experimentiert.

Wenn Du des Englischen mächtig bist,

http://sarracenia.proboards.com/thread/608/drosophyllum-lusitanicum-dewy-pine

 

So sind die unkomplziert wie  normale Drosera capensis.

 

Edited by partisanengärtner

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Jashi

Hnm..also ich hatte sie jetzt bis zur Keimung der Samen im Daueranstau. Hatte überlegt, wann wohl der richtige Zeitpunkt wäre, sie trockener zu setzen. 

wenn einige Samen bereits gekeimt haben und die anderen eben noch nicht. Denke ich werde es ab jetzt einfach mal insgesamt etwas trockener versuchen. 

Vielleicht liegt es ja daran, dass das Substrat zu nass war :dntknw:

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partisanengärtner

Das glaube ich eher nicht. Ich habe hier welche seit dem Frühling im hohen Anstau in einem großen Eimer stehen. Da ist noch keiner gestorben. Da keimen immer noch neue. Auch einer in einem Drosogefäß der den ganzen Winter nass bis zum Stehkragen stand ist zwar wenig gewachsen, aber nach dem  Umpflanzen in den großen Topf ist der dann richtig losgegangen. Der wurde nach dem Umtopfen wenigstens einmal täglich tüchtig von oben gegossen.

Mein Substrat ist sandiger Oberboden aus eine sauren Kiefernwald. Mehr Sand als irgendwas anderes. Alle natürlichen Korngrößen. Frauenhaarmoos oder was sehr ähnliches ist auch drin.

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Jashi

Ich habe ein recht lockeres Torf-Sand-Kies- Gemisch. Wobei Torf schon überwiegt.. hab mich nicht so recht getraut, es allzu sandig zu machen... also jedenfalls nicht für die 

Anzucht. Hatte einfach Sorge, dass mir Substrat mit zu hohem Sandanteil zu schnell zu trocken wird. 

Und gekeimt haben sie ja auch. Anscheinend gibt es bei einer Größe von ca. 1 cm. so einen kritischen Punkt, den ich bisher noch nicht überwinden konnte. 

Irgendwo weiter oben steht mal, wenn die so ca. 3-4 cm. erreicht haben, dann haben sie gute Chancen zu überleben - nur da muss man wohl erstmal hinkommen. :bb:

 

 

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partisanengärtner

Das kenn ich noch nicht. Wenn sie keimen bleiben sie bei mir. Allerdings war das mit dem keimen anfangs ziemlich unbefriedigenden. Das Abraspeln hat geholfen.

Das nächst mal probiere ich es mal im Zip lock beutel mit lebendem Sphagnum.

Ich habe ja noch reichlich Samen über und die nächsten rollen auch bald an.

Wenn Du also noch welche brauchst schick ich Dir was.

 

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stefan barth

Am Besten funktioniert bei mir die Aussat im Freien. Ich sähe direkt in die Töpfe in denen sie später stehen. Als Substrat nehm ich Torf, Perlite und Seramis in etwa zu gleichen Teilen. Bis zur Keimung halte ich den Topf im hohen Anstau, etwa 6-8 Wochen nach der keimung reduziere ich auf flache Schalen. Im Übrigen scheint es unerheblich zu sein, ob von oben der unten gegossen wird. Ich gieße immer von unten, einfach weil es praktischer ist. Von oben wäscht es das Substrat immer aus, kleine Sämlinge schwemmt es dann weg, das ist lästig. Der Regen allerdings kommt natürlich immer von oben :-)...

Ansonsten stehen meine Drosos in der vollen Sonne, von April bis Oktober draussen  - leichten Frost halten sie ja aus, -6° warenletzten Herbst dann doch etwas viel, da sind sie oberirdisch abgestorben, haben dann aber aus den Wurzeln wieder nachgetrieben.

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Jashi

Ich hatte sie in hohen Vierkant-Plastik-Töpfen. Irgendwie ein ziemlich halbherziger Kompromiss aus Sämlings-Schale und End-Gefäß. 

Irgendwie konnte ich mich zu beidem nicht wirklich entschließen, dann ist's der Vierkant-Topf geworden... eigentlich total unlogisch jetzt so im nachhinein betrachtet.. aber nunja :):biggrin:

Insgesamt habe ich den verdacht dass ich einfach nicht mutig genug war. Weder mit dem Substrat noch mit dem Topf. Würde es echt gerne noch mal versuchen :-) 

* zu Axel schiel* darf ich auf Dein Angebot zurückkommen?  Würde mich freuen :aw:

 

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partisanengärtner

Mach ich doch.

Nur die Adresse fehlt mir. Einen gepolsterten Umschlag hab ich auch noch.

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partisanengärtner

Ich habe gerade 50 Körnchen abgezählt. Bis die nächste Ernte in ein paar Wochen reif ist, wird das erst mal alles sein.

Die umgetopften Pflanzen in einem Topf gebe ich an den Botanischen Garten hier ab, wenn sie denn mögen. Wächst und blüht ja ohne Probleme.

LG Axel

  • Like 1

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partisanengärtner

Ach ja gegen das Abschwemmen habe ich Moos in den Aussaatgefäßen. Sieht wie halbhohes Frauenhaarmoos aus und wächst in der Sandgrube wo ich das Substrat her habe. Die Drosos wachsen da einfach durch. Wenn sie zu dicht werden, geht das Moos teilweise ein. Das dauert aber Jahre.

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Jashi

Hallo zusammen, 

will mal kurz noch eine Erfolgsmeldung verkünden :biggrin: Ich freu mich wie Bolle. 

Der erste Samen hat wirklich fix gekeimt, ohne dass mir die Pflanze noch unter 1 cm. Wuchshöhe wieder weggestorben ist.  So wie es aussieht, wird das diesmal was. Weitere Keimlinge Folgen inzwischen. Das Bild ist jetzt ca. 3 Tage alt..Inzwischen hat sich schon wieder einiges getanB)

 

Also vielen Dank an alle für die hilfreichen Tipps und ganz besonders an Dich, Axel für die Samen und Tipps :)

Drosophyllum_07_2017.jpg

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Beautytube

Hallo,

 

das Substrat sieht sehr feucht aus.

 

Hast Du die im hohen Anstau?

 

Peter

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Jashi

Bis zur Keimung hatte ich sie im Anstau. Jetzt halte ich es so, dass ich ca. 2x am Tag etwas Wasser in die Schale gebe. Das zieht dann nach wenigen Minuten weg. 

Was auf dem Bild nicht zu erkennen ist, ist, dass das Substrat einen relativ hohen Sand-Anteil hat. Hab' nämlich geschichtet: Erst gewaschenen Blähton, dann 

Kakteenerde (Mischung aus Perlite, Sand und Weißtorf), dann das Torf / Kies Gemisch, das auf dem Bild zu sehen ist.

Dachte mir, mit dem Torf oben drauf ist es leichter, bis zur Keimung die Feuchtigkeit hoch zu halten. Und wenn sie dann größer sind und tiefer wurzeln, dann haben sie dort, mit dem hohen Perlite/ Sand-Anteil, das etwas durchlässigere Substrat. 

 

 

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Stefan M.

Habe das erste mal Taublattsamen im Herbst gesät(Fensterbrett). Gekeimt sind recht viele, aber abgestorben leider auch. Hatte sie nie im Anstau, aber habe häufig gegossen (alle 2-3 Tage). Als Substrat habe ich Torf, Perlit, Seramis, Sand alles ca in gleichen Anteilen.

Will den Enthusiasmus nicht dämpfen, aber meine Keimlinge waren sogar etwas größer und sind noch weggestorben. Nur die Größten haben überlebt.

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Jashi

Mal abwarten. Bis jetzt kann ich Ihnen regelrecht beim Wachsen zuschauen - sehr ungewohnt.. da könnten sich meine Nepenthes direkt mal ein Beispiel dran nehmen :biggrin:

Dazu haben meine Droso-Samen die Erb- Anlagen der @partisanengärtner - Super-Pflanzen mitbekommen. Was soll da noch schief gehen B)

 

Ne im Ernst:  Bei meinem letzten Versuch sind mir reihenweise die Pflanzen - immer im gleichen Entwicklungsstadium - abgestorben. Das war regelrecht unheimlich. 

Mit diesen neuen Samen scheint zumindest mal der "Fluch" gebrochen zu sein... ich deute das jetzt mal als Fortschritt und hoffe, dass irgendwann dann mal ein paar große, fitte Pflanzen habe. 

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