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rund um den Schimmel


synaptic

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ich hab mir nen Nanocube gekauft und den auch schön bis über die Hälfte gefüllt mit Seramis und mit Torf.

Für die Luftfeuchte hab ich nen Mininebler mit Spritzschutz gedacht, wo der Nebel gar nicht bis ganz gering über den Rand hinaus kommt, es ist also nicht so, dass das Substrat permanent unter Nebel steht.

Der Jahreszeit gemäß gibt es ja nicht viele Händler die noch Fleischies anbieten. Meine Sarraceniae sind in Winterruhe und noch bevor es Richtung Pause ging hatten Läuse meinen Drosera- und Utricula-Bestand kahlgefressen.

Es war in einer relativ kurzen Zeit, in der ich zu viel im Büro war und Abends hatte ich nicht mehr den Kopf die Pflanzen zu begutachten, doch das nur am Rande.

Mein Problem ist, dass sich Schimmel ausbreitet. zum einen auf dem Substrat und zum andern auf den Teilen der Pflanze die welken.

Ich hab hier oft gelesen, dass 11W Energiesparlampe reichen sollten, also hab ich mir eine 17W-lampe geholt.

etwa so eine: http://www.terraristik-expert.de/shop_cfg/terraristik/EZ-Terrasun-SL-20W.jpg (nur eben 17W statt 20W)-

das Leuchtmittel hat eine Kaltlicht- und eine Warmlichtseite.

ich bin auf der suche nach einer anständigen dauerhaften Lösung, denn ich weiß nicht, was ich noch machen soll.

Es gammelt immer mehr vom d.capensis und damit schimmelt auch immer mehr.

Grundlegend habe ich sehr viel Spass und Freude an meinen Fleischies, es muss da doch ne adäquate Möglichkeit geben den Schimmel loszuwerden, ohne die Pflanzen zu schädigen, die Kleinen sollen wachsen und nich sterben -.-

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Guten Morgen,

du hast in diesen Nanocube eine Drosera capensis hinein gepflanzt, sehe ich das richtig? Wo steht dieser Nanocube? Am Fenster oder eher weiter vom Fenster weg? Ist der Raum beheizt?

Ich denke eher, Drosera capensis ist nicht gerade eine Pflanze, die man jetzt in so ein Gefäß pflanzen sollte. Gut, wenn der Sonnentau über einer beheizten Fensterbank stehen sollte, ist die Luftfeuchtigkeit sicher etwas zu niedrig, wenn die Pflanze nicht in einem Glasgefäß steht. Sonst reicht normale Zimmerluftfeuchtigkeit bei 50% rel. LF. Den Nebler kannst du dir beim Kap-Sonnentau sparen. Das wäre zu viel des Guten. Bei nasser Substratoberfläche siedelt sich gerne mal so ein Schimmelbelag auf dem Substrat an. Absterbende Fangblätter werden von diesem Schimmel (viell. ist es auch ein anderer Schimmel, bin da kein Experte) auch unter luftfeuchten Bedingungen gerne angefallen. Eine 11 Watt- oder 20 Watt-ESL halte ich als Beleuchtung für so eine Pflanze für einen schlechten Scherz! Ich kenne die Diskussionen darüber, dass sich Karnivoren auch unter solchen Lampen gut halten lassen sollen. Da müsste man vielleicht einfach noch mehr Fakten über den Standort kennen. Aber vom Lichtstrom (Lumen) her sind solche Lampen eigentlich ziemlich dürftig - und von der Lumenzahl hängt ja auch die Beleuchtungsstärke (Lux) ab, dann spielt das Spektrum bzw. die spektrale Verteilung eine Rolle. Zwei parallel aufgehangene, schnöde 18 Watt LSR T8 mit Alu-Reflektor ist für mich immer noch eine Notlösung, um eine nicht allzu lange Zeitspanne zu überbrücken. Mit zwei Mal 36 Watt T8 und Alu-Reflektor kann man hinkommen als Hauptlichtquelle. D. capensis macht ja eine Menge mit und ich würde behaupten, dass meiner im Moment auch zu dunkel steht. Dafür steht meiner im unbeheizten Dachgeschoss bei 5 - 12°C und auch nicht allzu nass. Um nicht zu sagen, lediglich gut feucht. Die Substratoberfläche ist sogar tagelang komplett trocken, bevor mal wieder etwas nachgegossen wird. Wenn du also die Substratoberfläche etwas trockener halten könntest, ohne dass das Substrat natürlich ganz abtrocknet ;) , dürfte sich das Schimmelproblem verkleinern. Ein paar Stellen auf dem Substrat sind nicht gefährlich. Trockenerer Standort sollte dann aber auch mit tieferen Temperaturen einher gehen. Hast du über 20°C im Zimmer, sollte der Kap-Sonnentau auch gut feucht stehen. Dann aber sollte das Lichtangebot adäquat sein. Und da reicht die kleine ESL bei Weitem nicht! Ein 70 Watt HQI-Strahler* wäre angemessen! ;) (Ist natürlich etwas teuer, nur um eine D. capensis zu beleuchten!) Wenn neuere Blätter gelbfleckig werden und grau-schwarze Flecken dazwischen aufweisen, hast du sehr wahrscheinlich ein Problem mit Botrytis! Dagegen hilft: trockenere Luft und mehr Licht und zwei Sprühbehandlungen im Abstand von 8 Tagen mit Dithane Neotec oder Fungisan oder Ortiva (oder Saprol mit Azoxystrobin als Wirkstoff). Fungizide helfen nur vorübergehend gegen einen akuten Befall. Die Kulturbedingungen müssen verbessert werden, wenn man Pilzprobleme dauerhaft los werden will.

Also dem D. capensis würde ich zu dieser Jahreszeit einen kühleren und trockeneren (Substratfeuchte) und nicht zu luftfeuchten Standort gönnen (50 - 60% rel. LF). Steht er wärmer, sollte er eben auch feuchteres Substrat haben und dann wiederum eine hohe Lichtintensität. Dieses Zusammenspiel Temperatur + Substratfeuchte + Luftfeuchtigkeit + Lichtnagebot muss einfach stimmen, sonst hat man immer Probleme - jedenfalls nach meinen einschlägigen Erfahrungen. Natürlich muss das nicht bei jedem so zutreffen. Bodenschimmel und auch Schimmelbefall an absterbenden, alten Pflanzenteilen kann man mit Chinosol (aus der Apotheke) behandeln - hilft meist für ein paar Tage. ;)

Mehr kann ich dazu nicht sagen!

Viel Erfolg!

Andreas

* viell. reicht da auch ein 35 Watt! ;)

Edited by Latrodectus
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Spielmannsfluch89

HI

Empfehle dir tropische Springschwänze. hab die auch in allen meinen Terrarien drinnen.

Dauerhafte Lösung wo man nichts machen braucht.

Threat dazu hab ich unter Kulturmethoden stehen. ( Grad keine Zeit fürn Link sry)

Dennoch gehören ausreichend Licht und kein klittschnasser "Schlamm"boden auch zur Schimmel vorbeugung.

LG

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Guest Frank M

Hallo,

die Antworten die Du bekommen hast kann ich nicht besser geben,trotzdem vermisse ich etwas.

Es wird leider zu wenig Wert auf die Luftbewegung gelegt.Der luftstrom ist in der Lage die Pflanze vor Sonnenbrand,zuviel Feuchtigkeit,zu wenig Feuchtigkeit und vor Schimmel zu bewahren.In geschlossene,oder halbgeschlossenen Gefässen ist immer mit hohem Feuchtigkeit- und Hitzestau zu rechnen.Leider ist diese Athmosphäre besonders günstig für Pilze (Schimmel)aller Art.Abhilfe tut Not ! Kleiner PC Lüfter schafft herrliche Luftbewegung.Früh und abends eine halbe Stund. :thumbsup:

Gruss und immer ein Lüftchen unterwegs

Frank M

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Von Springschwänzen kann ich generell nur abraten.

Vor allem wenn die Kulturbedingungen nicht optimal sind, würde ich mir nicht freiwillig auch noch Ungeziefer in das Terrarium holen. Du solltest nicht versuchen Symptome zu bekämpfen, sondern die Ursache beseitigen.

Das wichtigste ist, wie meine Vorredner schon sagten, die richtige Kombination aus Licht + Luft + Feuchtigkeit.

Deine Pflanze schimmelt, weil

a) es zu dunkel ist

B) es ihr bei der stehenden Luft einfach zu feucht ist

c) sich das Wasser vermutlich am Boden sammelt und anfängt zu gammeln

Die Frage ist nun, was du tun möchtest.

Du kannst versuchen, die Pflanze in dem Nanocube zu lassen und die Bedingungen anzupassen.

Dann würde ich erstmal vorsichtig das alte Wasser abgießen und eine Geruchsprobe machen. Wenn es stinkt (wovon ich ausgehe) solltest du das Substrat entweder gut durchspülen oder gleich komplett tauschen. Danach solltest du sehr viel weniger gießen, in so einem geschlossenen Gefäß bleibt das Substrat ewig feucht, und mehr braucht eine D. capensis nicht. Um neuem Bodenschimmel vorzubeugen, solltest du auch Sphagnum einsetzen, das erzeugt ein saures Milieu, das Schimmel nicht gut verträgt.

Eine 17W ESL halte ich an sich für ausreichend, wenn eine nicht allzu große Fläche beleuchtet werden soll, dh der Abstand von Lampe zu Substrat entsprechend klein ist.

Allerdings ist so ein Nanocube ist für Drosera capensis denkbar ungeeignet, und vor allem eben auch unnötig.

Eine sehr viel bessere Wahl wäre zB Drosera schizandra, unter Umständen auch Drosera prolifera, wobei die meiner Meinung nach mehr Licht und Luftbewegung möchte, und es nicht gar so luftfeucht braucht.

Nachtrag:

Meine D. schizandra steht am Rande des Lichtscheins meiner anderen Pflanzen und bekommt ca einmal pro Monat 2cm Wasser in die Kugel gefüllt, die mit Plastikfolie abgedeckt ist. Durch das Sphagnum am Boden habe ich keine Probleme mit Schimmel, trotz 100% RLF und dunklem Standort.

post-2176-0-35812600-1294236288_thumb.jp

Edited by Abaddon
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Danke für die Antworten.

also ich werde mal die Randbedingungen ändern.

Ich hatte die Idee eine Brunnenpumpe zu nehmen und einen kleinen Wasserlauf zu errichten.

In der Tat ist das ganze system etwas muffig, wenn die Pumpe läuft riecht es schwefelig und angegammelt, das fing aber auch recht fix an, obwohl ich Torf wie auch Seramis einer sehr intensiven Spülung unterzogen hatte.

Über den Tag hinweg werde ich morgen mal Temperatur und Luftfeuchte messen.

Das mit der Lichtstärke is ja schon irgendwie verflixt, hab leider nicht da, um diese zu messen, aber ich werd mal den Abstand von Unterkante Reflektor zum Torf messen.

Fotos sind da ja nich so aussagekräftig, weils ja auch was mit Belichtung etc. zu tun hat und da könnte das Bild zu dunkel/hell werden.

Sphagnum hab ich auf dem Balkon in einer Tüte, wenns der Winter net gekillt hat, kann ich damit mal mein glück versuchen.

Dann mal abschliessend noch eine Hand voll Fragen:

Wie sieht intaktes, lebendes Sphagnum aus?

Welche Drosera-Arten sind denn sonst noch "Aquarium-geeignet"?

Sollte ich dann ggf. einen Lüfter vom PC anbringen, um für Luftzirkulation zu sorgen? Oder einfach nur keinen Deckel drauf machen?

Ich glaub, wenn das nicht klappt, werd ich abwarten bis wir das Wunschhaus gekauft haben und nen Moorbeet anlegen, dann brauch ich mir um Luft und Licht keinen Kopf mehr machen, das macht dann Muddi Natur.

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Das mit der Lichtstärke is ja schon irgendwie verflixt, hab leider nicht da, um diese zu messen, aber ich werd mal den Abstand von Unterkante Reflektor zum Torf messen.

Fotos sind da ja nich so aussagekräftig, weils ja auch was mit Belichtung etc. zu tun hat und da könnte das Bild zu dunkel/hell werden.

Wenn Du Deine Beleuchtung in einer dunklen Bude im Winter anschaust, schätzt Du die Beleuchtungsstärke zu hoch. Wenn Du Deine Beleuchtung mit der Sonne im Sommer am Strand vergleichst, bist Du eher auf dem Weg, um das Licht für sonnenhungrige Pflanzen zu beurteilen.

Im Prinzip kannst Du die Beleuchtung mit jeder Consumer-Digitalkamera wenigstens grob auf die erzielte Beleuchtungsstärke beurteilen, die JPG-Bilder mit EXIF-Informationen in der Datei einfügt (also praktisch alle billigen Kameras, einschliesslich Foto-Handys): Einfach ein flach aufliegendes, reinweisses Blatt Druckerpapier (reinweiss, nicht leicht graues Öko-Papier) unter maximaler Beleuchtung (keine Belichtungskorrektur) fotografieren, das weisse Blatt in Topfhöhe oder Blatthöhe der Pflanzen, und dann mal in einer Tabelle nachschlagen.

Wenn Du keine Tabelle für die Beleuchtungsstärke hast oder Du mit Angaben wie ISO-100, f3.9 oder 1/125 oder wie auch immer in den EXIF-Daten nix anfangen kannst oder Du noch nichtmal weisst, wie Du solche Daten aus dem JPG-Bild herauslesen kannst, mach so ein Bild poste es hier (wenn Du es mit Windows-Paint verkleinerst, bleiben die relevanten EXIF-Daten in der Datei erhalten, Du kannst es also zumindest mit diesem Programm auch stark verkleinert posten), ich schaue dann mal nach, wieviel Lux das ungefähr entspricht.

Fotografiert werden müßte ein reinweisses Blatt Druckerpapier, so dass nur das Druckerpapier im Bild zu sehen ist (die Belichtungsautomatik macht dann aufgrund der Regelung ein schmutziggraues Papier draus, aber das macht nichts), möglichst ohne Abschattungen und direkt aus derselben Richtung aufgenommen, aus der das Licht kommt, also wenn die Lampe von oben leuchtet, dann auch von oben fotografiert. Da kann man dann schon was rauslesen, wie das Licht bei der Aufnahme war.

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soo ich nochmal..

also die Temperatur liegt bei 19,6°C in der nacht bis zu 23°(maximal) am Tage(Wohnungsheizung und Licht am Cube eingeschaltet)

die Luftfeuchte beträgt 69% bei geöffneter Balkontür und im Regelfall liegt sie aber bei 78% bis 89%, das varieirt auch so über den Tag bis dann das Licht nach 12 Stunden aus geht.

Wenn ich den Nebler aktiviere hab ich 88% bis 95%

alle derzeitigen Werte sind bei offenem Cube gemessen.

Das bild für die EXIF-werte muss noch etwas Geduld aufbringen, denn ich hab grad die cam eingeschaltet, da kam die Akkuwarnung und *wupps* war des Ding leer *grummel*

naja ich lade jetzt die Akkus auf und hoff die nächsten Tage mal dazu zu kommen, dass ich das angesprochene Bild mal machen kann, denn mich interessiert sehr wohl, was dabei rumkommt.

Wieso werden eigentlich Leuchtmittel verkauft, die nicht geeignet sind für Pflanzen?

kann ich an der stelle vermuten, dass die Lampe wohl für tiere ausreichend wäre, für Pflanzen aber nicht?

Das is doch so ein Exztrading mit Kalt~ und Warmlicht.

Die olle Glühbirne hat 20€ gekostet.

Edited by synaptic
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so huhu nochmal :) mir wär zwar lieber, dass ich etwas mehr Zeit hätte, aber Mitose is nich ganz mein Ding und klonen kann ich mich auch net :devil:

Ich hab grad mal geguckt und ich kann mit meiner Bildbearbeitungssoftware nur die EXIF-Daten auslesen, nicht aber irgendwie anständig kopieren.

Welche Informationen aus den EXIF-Daten sind denn jetzt genau interessant?

Aber ich schreib mal auf, was ich bisher hab...:

Verschluss: 1/85s

Blitz: Nein

Blende(APEX): 3.0

Helligkeit(APEX): 2.8

Belichtungs-Bias: 0.0

Farbrauminformation: sRGB

ISO: 400

Brennweite: 7.5mm

EXIF Version: 2.2

Belichtungsmodus, Weißabgleich, Schärfe und Objektabstand-Reichweite sind alle auf 0

und hier das bild: post-2467-0-85355000-1295387903_thumb.jp

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Welche Informationen aus den EXIF-Daten sind denn jetzt genau interessant?

Verschlusszeit, Blende und ISO-Wert.

Verschluss: 1/85s

Blende(APEX): 3.0

ISO: 400

Mit dem, was Du da hast, habe ich beim Rechnen leider zwei Probleme:

Es fängt damit an, dass Du auf dem Bild nicht nur das weisse Papier (und nichts anderes als weisses Papier) abgelichtet hast, sondern dass da noch schwarzer Hintergrund drauf ist. Eigentlich dürfte nur das weisse Papier auf dem Bild drauf sein, sonst nichts, damit ich das Bild für die Berechnung der Beleuchtungsstärke verwenden kann. Also beispielsweise auf die am hellsten reflektierende Stelle des Papiers draufzoomen, und zwar mit "optischem Zoom".

Und das zweite Problem ist für mich der Apex-Blendenwert in Deinen EXIF-Daten, von dem ich mir nicht ganz sicher bin, wie der Apex-Blendenwert in einen "echten Blendenwert" umgerechnet wird. Eine andere Kamera hast Du nicht zufällig, die bei der Blendenwertangabe in den EXIF-Daten keinen "APEX" Zusatz bei der Blendenangabe hat?

Anyway, ich habe mal gerechnet und auch wenn ich für den schwarzen Rand am Bild nochmal 15% draufschlage komme ich dabei drauf, dass Du eine Beleuchtungsstärke von vielleicht ca. 500 Lux hast.

Das wäre zum Züchten von Schimmel ausreichend, aber nicht für fleischfressende Pflanzen.

Kannst Du nochmal ein Bild machen, mit optischem Zoom (nicht elektronischem Zoom) auf die am hellsten reflektierende Stelle des Papiers, möglichst mit einer anderen Kamera, die echte Blendenwerte (nicht Apex-Werte) in die Exif-Daten schreibt, und dann nochmal die Werte für Verschlusszeit, "echte" Blende und ISO-Wert angeben?

Irgendwas kann da nicht stimmen, wenn Du mit einer 20-Watt Energiesparlampe und einem vernünftigen Reflektor die Fläche eines DIN-A4 Blatts (so gross schätze ich mal Dein Becken ein) vernünftig ausleuchtest, sollten da immer "ein paar tausend Lux" drin sein.

Entweder der Reflektor taugt für die Lampe nichts, oder Du hast die Lampe ganz ohne Reflektor oder zu hoch aufgehängt. Oder die von mir verwendeten Rechenformeln taugen plötzlich nichts mehr.

Mit nur 500 Lux Beleuchtungsstärke kannst Du jedenfalls keine fleischfressenden Pflanzen längere Zeit halten.

[Edit]

Anbei nochmal ein heute geschossenes Beispielfoto von mir, Papier flach ausgelegt, Lampe im Beleuchtungsabstand darübergehalten, Kamera daneben auf dreifach optischen Zoom und Klick (am Lichtabfall zum rechten Bildrand hin kann man erkennen, dass sich die Lichtquelle bei der Aufnahme links von der Kamera befunden hat).

So sollte es aussehen: Nur das ausgelegte, reinweisse Papier abgelichtet, sonst nichts, bei Anwendung von entweder "kein Zoom" oder "ausschließlich optischer Zoom" (kein elektronischer Zoom). Belichtungsabstand der Lampe wie es bei der Pflanzenbeleuchtung sein soll. Abstand der Kamera kann bei Einsatz eines optischen Zooms gleichgross oder auch größer als der Beleuchtungsabstand sein, darauf kommt es nicht an, nur dichter rangehen sollte man bei der Aufnahme nicht, sonst verschattet die Kamera oder die eigene Hand das Licht bereits. Dann stellt die Kamera Belichtungswerte für Belichtungszeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit ein, die nur von der Beleuchtungsstärke abhängig sind und für eine grobe Berechnung genutzt werden können.

Meine Werte (1 Watt Power LED mit ca. 10 cm LED-Abstand):

Blende: f/5.1

Belichtungszeit: 1/400 sec

ISO-400 (habe ich für diese Aufnahme mal fest eingestellt, weil Dein Bild diesen Wert hat)

Damit rechne ich ca. 2100 Lux als Beleuchtungsstärke aus, und damit kann man bei kühleren Temperaturen (in meinem Fall 17°C im Keller) und 12-stündiger Photoperiode bereits einige lichttechnisch weniger anspruchsvolle Arten überwintern.

post-1473-0-18036400-1295432280_thumb.jp

Edited by jusch
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falls du keine Lösung findest, die billig ist, würde ich dir dazu raten die capensis einfach im topf + untersetzer auf der Fensterbank zu halten. Sie hat sogar bei mir bei Heizungsluft und trockener Erde also ohne Anstau noch Tröpfchen, da sie einfach sehr robust ist.

Wenn du einen geschlossenen Behälter nehmen willst, versuch mal eine Kugelvase oder eine, die halb geöffnet ist, da kommt mehr Luft ran als im Cube.

Für geschlossene Behältnisse aber immer genug Liht haben sonst schimmelt alles hoffnungslos weg im Winter, da kannste soviel lüften wie du willst.

grüße

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Ich hab leider keine andere Kamera, ich kann aber gerne probieren das Bild nochmal neu zu machen.

Das Teil hat nur autofokus, deswegen war die erde an der Kante, nur so konnte ich das Bild scharf hinbekommen.

Werde mein Bestes geben, jedoch heute net mehr, hab grad erst Feierabend und bin in frühestens einer Stunde daheim.

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Ich hab leider keine andere Kamera, ich kann aber gerne probieren das Bild nochmal neu zu machen.

Das Teil hat nur autofokus, deswegen war die erde an der Kante, nur so konnte ich das Bild scharf hinbekommen.

Werde mein Bestes geben, jedoch heute net mehr, hab grad erst Feierabend und bin in frühestens einer Stunde daheim.

Blockiert Deine Kamera das Auslösen, wenn sie die Schärfe nicht gefunden hat?

Kein Auslösen ohne Schärfeindikator und das ist auch nicht abschaltbar?

Auf die Schärfe kommt es in keiner Weise an! Nur den Auslöser durchdrücken, fotografiert wird nur eine weisse Fläche, was soll da scharf sein? Es kommt nur auf die Belichtungsdaten (Belichtungszeit, Blende, ISO) an, um damit zu Rechnen und am Ende der Rechnung einen Lux-Wert als Rückschluss auf die Beleuchtungsstärke zu bekommen, mit der das weisse Blatt Papier fotografiert wurde.

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