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Hochland Nepenthes - Nachtabsenkung oder auch kühler Standort möglich?


ford prefect

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ford prefect

Hallo liebe Karnivorenfreunde,

Ich will zuerst die Frage im Titel erläutern.

Ich weiß, dass man Hochlandneps und Helis eigentlich mit niedrigeren Nachttemperaturen kultivieren sollte. Meine Frage ist nun, ob man diese Arten auch durchgehend bei niedrigeren Temperaturen halten kann. Interessant wäre auch, warum sie kühlere Temperaturen brauchen.

Freue mich schon auf eure Antworten.

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Spielmannsfluch89

Hallo

Also das "Warum" kann ich beantworten.

Es soll nicht spöttich klingen, bringt es aber denke ich auf den Punkt.

Man kann einem Hund nicht das Fliegen lernen. Man kann ich wenn überhaut, durch Züchtungen dazubringen mit den Armen zu wedeln.

Was ich sagen will:

Wenn man eine Pflanze haben will die am Naturstandort bei bestimmten Temperaturen oder gegebenheiten wächst und womöglich entstanden ist, kann man sie nicht einfach anderst Pflegen oder darauf hin drängen.

Ob, oer unter welchen Einschränkungen die dauerkühle Kultur nun möglich ist, kann ich dir nicht beantworten da melden sich aber noch welche.

LG

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Andreas Melzer

Hi iIhr beiden,

ergänzend anzumerken ist, dass die kühlen Nächte den Stoffwechsel der Pflanze bremsen, und dadurch verhältnismäßig wenige Nährstoffe über Nacht aufgebraucht werden, die tagsüber durch die Photosynthese gebildet wurden.

Kultiviert man eine an einen solchen Zyklus angepasste Pflanze auch nachts recht warm, so braucht sie nachts mehr Nahrung, als sie tagsüber erzeugen kann, und "verhungert" schlicht und einfach mit der Zeit.

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Hallo,

nun; kühle Nächte haben sie deswegen gerne, weil solche Bedingungen am Naturstandort auch herrschen und der Stoffwechsel und die anderen Bedürfnisse der Pflanzen entsprechend angepasst sind - wie Andreas richtig dargestellt hat.

Wie kalt sollen denn deine Temperaturen sein? Man kann Hochlandpflanzen durchaus einige Zeit dauerkühl kultivieren. Im Winter herrschen bei meiner Kellerkultur permanent unter 20°C. Die Pflanzen wachsen dann entsprechend langsam bis gar nicht, machen dafür aber tolle Kannen. Allerdings sollte man bei dauerkalten Temperaturen nicht am Licht sparen, sonst schleichen sich schnell Pilze ein.

Unter 10°C würde ich aber nicht gehen, obwohl einige Helis vermutlich auch das aushalten.

Aufs ganze Jahr gesehen wird es mit der Kultur unter solchen Bedingungen aber schwierig. Zumindest ein paar Monate lang sollten die Tagestemperaturen schon über 20°C liegen.

@ Spielmannsfluch:

Wenn deine Aussage

"Wenn man eine Pflanze haben will die am Naturstandort bei bestimmten Temperaturen oder gegebenheiten wächst und womöglich entstanden ist, kann man sie nicht einfach anderst Pflegen oder darauf hin drängen."

richtig wäre, könnte man in Deutschland keine Orchidee, Bromelie oder sonstige tropische Zimmerpflanze halten. Die haben am Naturstandort völlig andere Bedingungen, als man ihnen in Zimmerkultur bieten kann. Trotzdem klappt die Kultur meistens wunderbar. Auch Carnivoren werden meistens unter anderen Bedingungen kultiviert, als sie am Naturstandort herrschen.

Solche pauschalen (und auch noch falschen) Phrasen bringen niemandem was. Wenn man auf eine (in diesem Fall wie ich finde durchaus interessante) Frage keine Antwort hat, besser einfach schweigen.

Gruß

Thomas.

Edited by Thomas G
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Spielmannsfluch89

Hi

@Thomas

Es ging mir auch rein Gob, um die Nachtabsenkung die nunmal unumgänglich ist.

Und die Orchideen Baumarkt Multihybriden von denen nicht mal der Gärtner weiß, was da drinnen steck, weil oftmals dutzende Hybriden da einfliesen, sind auch keine aussgekräftige art.

Und dass Bromelien im Topf in Erde nicht so gedeihen wie Epiphytisch wissen auch ein paar Leute.

Die stehen auch nur für den Verkauf in so einem Substrat.

Mit der Aussage will ich sagen, dass du niemals Eine Heli in einem Amazonasterrarium mit durchgehen27 Grad halten werden wirst. Da kann man noch so viel Kreuzen, denn man kann nicht so einfach die gene einer Pflanze manipulieren.

Vill gibt es in 50 Jahren arten die eine Normale absenkung von 3-4 Grad auf Nacht-Zimmertemperatur tollerieren, aber zu mehr wird es meiner ansicht nicht kommen.

Somit finde ich meine Aussage durchaus richtig, WENN AUCH, zugegeben, sie sehr vereinfacht und womöglich nicht genug erläutert ist.

Gruß

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@Thomas

Es ging mir auch rein Gob, um die Nachtabsenkung die nunmal unumgänglich ist.

Und die Orchideen Baumarkt Multihybriden von denen nicht mal der Gärtner weiß, was da drinnen steck, weil oftmals dutzende Hybriden da einfliesen, sind auch keine aussgekräftige art.

? "rein Gob" was isn das? ich hab hier reinrassige Dendrobiums, Bulbos, Stanhopeas ... die kommen ohne nachtabsenkung klar. ... was ist denn dann eine aussagekräftige Art?

Und dass Bromelien im Topf in Erde nicht so gedeihen wie Epiphytisch wissen auch ein paar Leute.

Die stehen auch nur für den Verkauf in so einem Substrat.

was soll das jetzt sagen? Dass grundsätzlich Bromelien falsch gehalten werden oder grundsätzlich alle Epiphyten?

Mit der Aussage will ich sagen, dass du niemals Eine Heli in einem Amazonasterrarium mit durchgehen27 Grad halten werden wirst. Da kann man noch so viel Kreuzen, denn man kann nicht so einfach die gene einer Pflanze manipulieren.

vor nicht allzu langer Zeit hast Du genau das in einem thread empfohlen. Also worauf soll man sich jetzt bei Deinen Beiträgen nun verlassen?

Vill gibt es in 50 Jahren arten die eine Normale absenkung von 3-4 Grad auf Nacht-Zimmertemperatur tollerieren, aber zu mehr wird es meiner ansicht nicht kommen.

von welchen Gattungen schreibst Du denn jetzt. Nepenthes, Heliamphora ... oder evtl doch Drosera. Ist eigentlich auch ziemlich egal, da es irgendwie alles nicht so richtig danach klingt, als ob Du hier wirklich eigene Erfahrungen widergibst.

Somit finde ich meine Aussage durchaus richtig, WENN AUCH, zugegeben, sie sehr vereinfacht und womöglich nicht genug erläutert ist.

naja ... das möchte ich jetzt einfach mal infrage stellen!

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Michi Zehnder

Hallo,

Um nochmals auf die ursprüngliche Frage einzugehen...

Ich habe notfallmässig alle meine Hochländer einige Monate an einem etwas kühlerem Standort gehalten. Die Temperaturen betrugen bei Tag 13-17°, bei Nacht 9-13°. Beleuchtet habe ich da mit 2x80 Watt t5 LSRs. Den Pflanzen hat das überhaupt nicht geschadet. Im Gegenteil, einige (z. B. N. jacquelineae) haben bei diesen Temperaturen endlich Kannen gebildet und D. intermedia vom Roraima hat richtige Wachstumsschübe gehabt und mehrmals geblüht. Ob es auf längere Dauer auch funktioniert kann ich nicht sicher sagen aber kurzzeitig funktioniert das prima. Zudem haben einige Utris ( z.B. U. longifolia und noch ein paar kleinere Arten) den Übergang zu den wieder wärmeren Temperaturen anscheinend als Zeichen fürs Blühen aufgefasst. :):

Ein Versuch kannst du doch mal starten. Gleichbleibende tiefe Temperaturen wären aber wirklich nicht ideal. In der Nacht sollte es schon ein paar Grad runtergehen. Viel Licht ist auf jeden Fall wichtig!

Viele Grüsse,

Michi

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Hallo,

die Temperaturen bei mir dürften ungefähr im Bereich derer von Miachael liegen.

Ich denke, bei einem solchen Setup ist die Nachtabsenkung nicht entscheidend - kalt genug ist es allemal. Viel wichtiger ist, daß die Temperatur am Tag RAUF geht :-).

Allerdings wird der Temperaturanstieg am Tag und die entsprechend folgende Nachtabsenkung automatisch durch die Beleuchtung erledigt.

Gruß

Thomas.

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Hallo ford,

bist Du noch da, man hört gar nichts mehr von dir.

An welche Temperaturen hast Du bei deiner Frage eigentlich gedacht ?

Ich selbst, habe es zu gut mit den Hochländern gemeint, so um die 25-28°C.

Grüße, Günter

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