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Versand von Karnivoren


Andy Böhnke

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Hallo,

der Versand von Karnivoren von Profiverkäufern erfolgt in der Regel getopft. Karnivoren getopft zu versenden ist aber sehr aufwendig und verursacht recht hohe Versandkosten. Möchte man jetzt nur mal ein oder zwei Pflanzen verkaufen, so lohnt es sich der getopfte Versand nicht. Mich würde daher mal interessieren, welche Karnivoren problemlos ungetopft versendet werden können.

Ich habe mal alle Gattungen aufgelistet. Bei denen ich es weiß, habe ich es gleich dazugeschrieben.

Aldrovanda

Byblis

aquatica --> geeignet

filifolia

gigantea

guehoi

lamellata

liniflora --> nicht geeignet

rorida --> nicht geeignet

Cephalotus

nicht geeignet

Darlingtonia

geeignet

Dionaea

geeignet

Drosera

Wurzelempfindliche Arten sind nicht geeignet. Wie z.B. alle Zwer-Drosera. Versand ist über Brutschuppen problemlos möglich.

Kann man hier die vielen Arten in Kategorien zusammenfassen (z.B. nach Sektion?

Drosophyllum

nicht geeignet

Genlisea

?

Heliamphora

alle Arten geeignet

Nepenthes

geeignet

Pinguicula

alle Arten geeignet?

Sarracenia

alle Arten geeignet

Utricularia

biloba --> geeignet

blanchetii --> geeignet

fulva --> geeignet

humboltii --> geeignet

livida --> geeignet

longifolia --> geeignet

reniformis --> geeignet

sandersonii --> geeignet

subulata --> geeignet

Könnt Ihr mir helfen die Übersicht zu vervollständigen?

Ich würde dann den Post regelmäßig aktualisieren.

Schöne Grüße

Andy

Zuletzt am 01.02.2011 aktualisiert.

Edited by Andy Böhnke
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Hi Andy,

gute Idee - diese Übersicht

Ich ergänze mal:

Heliamphora kann man getrost ohne Substrat versenden (aber natürlich mit feucht eingepacktem Wurzelwerk).

Cephalotus "im Prinzip" auch - wenn es eine kräftige Pflanze ist hat man selbst im "schlimmsten" Falle einen brauchbaren Wurzelsteckling usw. Theoretisch kann man sogar einzelne Blätter und Kannen feucht eingepackt versenden - bei der eintägigen Postlaufzeit im Inland werden daraus auch brauchbare Stecklinge...

Bei den Pings finde ich die Winterknospen-Variante für den Versand der entsprechenden Arten "eleganter" aber eigentlich sollte es allgemein gehen.

Sogar einzelne Zwergsonnentaue (namentlich die stämmchenbildenden wie D.scorpioides) sollte man mit einigem Risiko ohne Substrat überlebensfähig versenden können... (jedenfalls hab ich Exemplare der Art bis zu 2x in einem Jahr erfolgreich umgepflanzt :-).

Utricularia: bei "kleinen" terrestrischen/semiaquatischen Arten erübrigt sich das Thema, da sie ja mit ihrem Substrat sozusagen "eines" sind. Bei den größeren Arten (U.longifolia, reniformis usw.) ist der Versand der Stolone ohne Substrat sicher gängig (ich glaube wird auch von kommerziellen Anbietern nur so gehandhabt). Naja, und die aquatischen Arten (halte ich nicht) dürften kurzzeitig auch ohne "Wasser-Substrat" auskommen - oder?

Generell gilt - besonders auch bei Drosera - daß der Versand ohne Substrat für ältere und kräftigere Pflanzen oft besser geeignet ist, während Jungpflanzen mit wenig Wurzeln besser im Substrat versandt werden sollte. Die Regenerationsfähigkeit der meisten mehrjährigen Arten ist ja zum Glück sehr ausgeprägt (siehe Cephalotus).

viele Grüße

Feldi

Edited by Feldenberg
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Hallo Feldi,

vielen Dank für die Ergänzungen.

Ich möchte aber nur die auflisten, die man problemlos ungetopft versenden kann.

Der Zwergkrug mag doch eigentlich nicht ungetopft werden. Daher würde ich ihn nicht ungetopft versenden.

Daher mal eine Frage an alle, wie ihr so den Zwergkrug versendet habt? Kann er wirklich ohne Probleme ungetopft versendet werden?

Schöne Grüße

Andy

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Bei Aldrovanda und aquatischen Utris erübrigt sich das Thema eh^^.

Bei den Droseras sollten eigentlich alle Knollendroseras ungetopft versendbar sein (wenn sie eingezogen sind, wenn sie noch wachsen- keine Erfahrung.

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Nico Hartmann

Hallo Forengemeinde,

ich finde diesen Thread richtig gut, da er vorallem Anfängern auf dem Gebiet des Versandes hilft un ihnen einen Leitfaden zur Verfügung stellt.

Das sei mal vorab gesagt.

Natürlich möchte ich auch selber noch etwas zu deiner 'Datenbank' beisteuern.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das P.agnata, P.agnata x cyclosecta, P.esseriana sowie p. jaumavensis ohne Bedenken ungetopft versendet werden können.

Desweiteren sollte das auch mit dem 'Unkraut' U.sandersonii problemlos klappen.

Ich hoffe mit meinem Informationen dazu beigetragen zu haben die Datenbank ihrer vollkomenheit ein Stückcchen näher gebracht zu haben.

Mit Freundlichen Grüßen

Nico

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Hallo!

Auch von mir eine Liste zum Vervollständigen der obigen Übersicht:

Utricularia subulata, U. blanchetii, U. livida, U. fulva, U. biloba, U. humboltii

Die habe ich alle selbst ungetopft erhalten, als kleine "Klümpchen" Substrat mit Stolonen in Plastiktütchen. Ich habe sie zwar persönlich vom Züchter bekommen (außer U. fulva, die war per Post), aber der Versand sollte im Umschlag mit etwas stabiler Pappe/Luftpolster als Druckschutz gut gehen, da ich sie so einen Tag lang "rumgefahren" habe.

Beim Versand von Pflanzen sind aber, gerade jetzt, entsprechende Außentemperaturen zu beachten (also tropische Tiefländer am Besten bei > 15°C Tagestiefsttemp.)

VG

Thorsten

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Ich versuche mal mein Glück. Ganz allgemein gilt aber, dass vieles von der Art der Verpackung abhängt. Soll heißen, je nach Situation muss ausreichend Schutz vor Kälte, Hitze, Austrocknen, Schimmel, Zerquetschen etc. geboten sein. Klingt banal, ist aber nicht immer einfach.

So allgemein, wie es oben steht, stimmt es meines Wissens nach nicht: ich kenne den einen oder anderen kommerziellen Anbieter, der die Pflanzen ungetopft verschickt.

Meine Antworten unten sind aber immer noch ausgesprochen allgemein. Wer Interesse hat, kann z. B. einen Blick auf Kamils Angebotsliste werfen. Der verschickt seine Pflanzen ungetopft.

Aldrovanda

Macht in diesem Zusammenhang keinen Sinn

Bei den Pings finde ich die Winterknospen-Variante für den Versand der entsprechenden Arten "eleganter" aber eigentlich sollte es allgemein gehen.

Hier sollten die Mexikaner und die temperierten Arten getrennt diskutiert werden. Erstere verschicke ich bevorzugt ungetopft und - ebenfalls bevorzugt - in der Winterrosette, weil die deutlich kompakter ist und die Blätter stabiler sind. Mein Substrat ist sehr locker. Bei einem getopften Versand ist es nicht leicht zu verhindern, dass sich das Substrat überall hin verteilt. Die meisten europäischen Arten würde ich bevorzugt im Winter als Winterknospe verschicken. Mit Nordamerikanischen Arten habe ich wenig Erfahrung gesammelt.

Sogar einzelne Zwergsonnentaue (namentlich die stämmchenbildenden wie D.scorpioides) sollte man mit einigem Risiko ohne Substrat überlebensfähig versenden können... (jedenfalls hab ich Exemplare der Art bis zu 2x in einem Jahr erfolgreich umgepflanzt :-).

D. pulchella dürfte auch gehen, aber ich würde dennoch auf die Brutschuppensaison warten. Soviel Geduld ist von großem Vorteil.

Utricularia: bei "kleinen" terrestrischen/semiaquatischen Arten erübrigt sich das Thema, da sie ja mit ihrem Substrat sozusagen "eines" sind. Bei den größeren Arten (U.longifolia, reniformis usw.) ist der Versand der Stolone ohne Substrat sicher gängig (ich glaube wird auch von kommerziellen Anbietern nur so gehandhabt). Naja, und die aquatischen Arten (halte ich nicht) dürften kurzzeitig auch ohne "Wasser-Substrat" auskommen - oder?

Es gibt einige Arten, die sehr empfindlich darauf reagieren, wenn man sie zerrupft. Für viele der kleinblättrigen Arten gilt aber, dass man sie gut im Substratklumpen verschicken kann.

Großblättrige Arten verpacke ich gerne z. B. in Sphagnum.

Generell gilt - besonders auch bei Drosera - daß der Versand ohne Substrat für ältere und kräftigere Pflanzen oft besser geeignet ist, während Jungpflanzen mit wenig Wurzeln besser im Substrat versandt werden sollte. Die Regenerationsfähigkeit der meisten mehrjährigen Arten ist ja zum Glück sehr ausgeprägt (siehe Cephalotus).

Das sehe ich nicht so, aber vermutlich beginnt es mit der Frage, über was für Jungpflanzen für sprechen. Kleine Jungpflanzen im frischen Substrat wird der Empfänger nicht wiederfinden. Wenn Pflanzen getopft verschicken, dann eher die etablierten, größeren. Bei vielen Afrikanern ist aber genauso ein ungetopfter Versand möglich.

Bei den Droseras sollten eigentlich alle Knollendroseras ungetopft versendbar sein (wenn sie eingezogen sind, wenn sie noch wachsen- keine Erfahrung.

Knollendrosera in der Ruhephase würde ich ausschließlich ungetopft verschicken. In der Wachstumsphase lassen sie sich zwar auch verschicken, werden aber sehr leicht verletzt. Das könnte die Freude schon schnell trüben. Andererseits ist es bei den aufrecht wachsenden Arten nicht leicht, diese unbeschädigt getopft zu verschicken. Da verweise ich glatt auf meinen Kommentar mit der Geduld weiter oben.

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Vielen Dank für die Ergänzungen. Ich habe einige bereits eingefügt.

Über die Kategorisierung der Pings und Droseras mache ich mir noch ein paar Gedanken und werde den Thread für die beiden Gattungen etwas ausführlicher beschreiben. Da komme ich aber erst Ende der Woche zu, da ich zur Zeit unterwegs bin. Ich würde es nämlich schon recht detailiert machen wollen. Wichtig finde ich auch, dass nur bei den Arten geeignet steht, bei denen wirklich kein Risiko besteht. Arten die mit etwas Risiko ungetopft verwendet werden können, würde ich dann lieber dazuschreiben, dass der Versand mit einem gewissen Risiko verbunden ist.

Außerdem bin ich gerade dabei Bildmaterial zu erstellen bzw. zu sammeln, um die Versandmöglichkeiten zu beschreiben, so dass der Leser eine kleine Anleitung zum Versenden hat.

Schöne Grüße

Andy

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