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Die ultraschnelle Saugfalle von Utricularia


Simon Poppinga

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Simon Poppinga

Liebe Utricularia-Freunde,

meine Kollegen aus Grenoble haben ein Video über unsere gemeinsamen Untersuchungen an der Saugfalle von U. vulgaris, inflata und australis auf YouTube hochgeladen:

Ich denke das könnte recht spannend für Euch sein - auch der französische Akzent ist sehr witzig! ;)

Grüßle, Simon

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Hi Simon,

danke Dir für das schöne Video - Es ist wirklich sehr illustrativ und "very educational" ;-)!

Ich konnte mir die ablaufenden Prozesse von den Darstellungen in Büchern bislang auch nicht so vergegenwärtigen wie es die Kameraaufnahmen (besonders die Simulationen) tun! Ich würde mich zugleich aber auch der Frage von Andreas anschließen, wie das ganze im Erdreich funktioniert?

Ich meine, klar - bei ausreichend Nässe gelten die selben Vorgänge wie im Wasser - aber wenn ich mir meine (eigentlich epiphytische..) U.longifolia im Glasgefäß anschaue, dann hängen da viele Fangblasen scheinbar recht frei in den kleinen Hohlräumen des Substrates. Was heißt das nun: Fängt die Art nur mit komplett untergetauchten Fallen etwas? Oder funktioniert das ganze auch mit Luft (also dieser Unterdruck usw) - was mir aber selbst bei den kleinen Luftvolumina im Substrat als unwahrscheinlich erscheint...?! Habt Ihr also zu den terrestrischen Fallen auch irgendwelche Erkenntnisse??

Viele (neugierige) Grüße

Feldi

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Simon Poppinga

Hallo zusammen,

die nicht-aquatischen Vertreter werden wir in Bälde untersuchen, ich werde ab und an mal Updates posten.

Darauf bin ich auch schon sehr gespannt - meiner Ansicht nach kann die "normale" Utriculariafalle aber nur mit Wasser funktionieren. Wie gesagt, die normale...

Wer sich für den gesamten Artikel, auf den sich das Video bezieht, interessiert, hier das Zitat (geht am 16.02.11 online):

VINCENT, O., WEIßKOPF, C., POPPINGA, S., MASSELTER, T., SPECK, T., JOYEUX, M., QUILLIET, C., MARMOTTANT, P. (2011) Ultra-fast underwater suction traps. Proc. R. Soc. B (in press ). doi:10.1098/rspb.2010.2292

Es werden noch wesentlich mehr Aspekte berücksichtigt, was funktionelle Morphologie, Biomechanik, sowie ein bisschen Ökologie und Evolution angeht. Unsere Grenobler Kollegen haben auch ein mechanisches Modell der Falle publiziert:

M. Joyeux, O. Vincent and P. Marmottant (2011) Mechanical model of the ultra-fast underwater trap of Utricularia. Physical Review E, in press.

Grüßle, Simon

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Siggi_Hartmeyer

Das ist wirklich sehr anschaulich und gelungen, weshalb ich den YouTube-Kanal auch gleich abonniert habe und auf mehr Beiträge hoffe.

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