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Überwinterung fehlgeschlagen?


TerraVega

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guten Tag!

ich habe in meiner Karriere als Carnivoren-züchter auch immer wieder Dionaea gehalten, allerdings habe ich genau bei dieser Art jeden Winter große Probleme und somit große Verluste gehabt, bis hin zur völligen Auflösung der Dionaea-Sammlung.

Allerdings finde ich die Art so interessant, dass ich mir immer wieder welche zulege :)

Die damaligen Winter habe ich die Pflanzen auf einem geschützen Balkon gehalten, was sich als naja, semi-erfolgreich raustellte.

Diesen Winter hatte ich alle Pflanzen in einem 10-Liter-Minimoorkübel gehalten. Diesen habe ich kurz vor Wintereinbruch ein den Keller gestellt, in dem in Winter ca 10° herrschen. Da ich leider nicht mehr zuhause wohne, konnte ich den Bottich nicht jede Woche kontrollieren.

Kurz nach Wintereinbruch sahen noch alle gut aus, wuchsen wie erwartet nicht mehr. Ich habe das Substrat angefeuchtet, weil es meiner Meinung zu trocken war und den Tod bedeutet hätte.

Und nun, als ich letzens nachgesehen habe, war von den Pflanzen kaum noch etwas zu sehen. Der größte Teil war unter Schimmel bedeckt und überirdisch so gut wie alles abgestorben, unterirdisch waren die Rhizome noch am leben. Ich habe zwar sofort für noch mehr Luft-bewegung gesorgt, aber ich glaube das war zu spät. Ich hatte den Bottich in eine Tüte mit Löchern gepackt, damit das Substrat nicht zu schnell austrocknet.

Beim letzen Mal bot sich der gleiche Anblick, allerdings wollte ich nicht mehr im Substrat rumwühlen und nach Rhizome suchen.

Was meint ihr haben die Pflanzen noch eine Chance? Was könnte ich besser machen??

Ich bin langsam etwas verweifelt bezüglich der Überwinterung und finde es sehr schade diese Art kaum halten zu können ohne Winterschlaf. Ohne Gewächshaus sehe ich langsam schwarz..

grüße!

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Hallo,

Die VFF ist eigentlich recht einfach zu überwintern. Haben deine Pflanzen im Keller denn genug Licht? Bei 10 grad brauchen die Pflanzen noch viel Licht. Der Schimmel lässt vermuten, dass es nicht genug Licht ist. Die Vff muss bei der Überwinterung nicht so nass stehen. Dass Substrat muss lediglich feucht sein. Ich habe die erfahrung gemacht, dass die Vff bei der Überwinterung auch kurz ausgetrocknetes Substrat übersteht.

Schöne Grüße

Andy

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Hallo,

im Keller bei 10°C und feucht ist wirklich nicht das wahre. Wie sieht es mit Kühlschranküberwinterung aus? Alternativ würde ich mehr auf Sphagnum zur Überwinterung setzen. Durch den hohen Wassergehalt trocknet auch die Pflanze kaum aus und wenn das Sphagnum nicht triefend nass ist wachsen auch keine Pilze. (Ich habe allerdings allein wegen der anderen Pflanzen fast dreitägig mal nen Blick drauf geworfen und etwa alle 10 Tage leicht gegossen.

Falls Du an den Überwinterungsbedingungen nichts verbessern kannst und die Kultur von VFF trotzdem unbedingt willst bleibt noch die chemische Keule. Also mit Fungizid gegen Schimmel vorgehen. Ist zwar nicht die beste Lösung aber besser als Torf-Schimmel-Zucht.

Gruß Stephan

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Diesen Winter hatte ich alle Pflanzen in einem 10-Liter-Minimoorkübel gehalten. Diesen habe ich kurz vor Wintereinbruch ein den Keller gestellt, in dem in Winter ca 10° herrschen. Da ich leider nicht mehr zuhause wohne, konnte ich den Bottich nicht jede Woche kontrollieren.

Ja und, was ist passiert?

Ist vielleicht die künstliche Beleuchtung per automatischer Zeitschaltuhr fehlgeschlagen?

Zeitschaltuhr sabotiert?

Lampe kaputtgegangen?

Sicherung im Keller rausgeflogen und niemand hat sie wieder reingedrückt?

Oder weshalb haben Deine Pflanzuen kein Licht im Keller abbekommen?

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Hallo Terra Vega

Die Ursachen für den Verlust der Pflanze sind einfach erklärt:

1. zu wenig Licht Die Pflanzen brauchen auch im Winter Licht, da sie das Wachstum nicht komplett einstellen. Erst am einer Temperatur von Dauerhaft ca. 5 Grad stellt die pflanze die Photosynthese ein.

2. zu wenig Luftbewegung. Schimmel ist immerwieder ein anzeichen für stehende Luft.

Die Feuchtigkeit ist nicht unbedingt ein Grund für den verlust der Pflanze, aber er begünstigt natürlich auch die Schimmelbildung.

Die Luftfeuchtigkeit sollte im Winter natürlich so gering wie möglich sein, weshalb die Tüte mit Löchern nicht optimal sind.

Ich hoffe das hilft dir ein wenig weiter.

Gruß Thomas

PS.: Nie die Hoffnung aufgeben

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Hallo zusammen,

entgegen aller Unkenrufe sind mir diese Probleme bei ungeschützter Freilandüberwinterung absolut fremd. Im Beet stehen unter den Verhältnissen wie sie eben das Wetter bietet die Normalform à la Baumarkt, dentata, Aka Ryu und red sawtooth. Die letzteren beiden vollroten Sorten habe ich nach einem Tipp vom "VFF Qualzucht-Guru" Mattse ebenfalls draußen belassen. Der einzige Schutz war eine zusätzliche Schaufel Schnee als welcher lag.

Der letzte und der vorherige Winter waren auch hier im Rheintal mit satten Dauerfrösten, "Hochwasser" im Beet (so viel hatte ich noch nie drin) und Schneemassen mehr als streng.

Mein Tipp, wenn du 2011-2012 noch mal testen willst: senke den Kübel im Erdboden oberflächeneben ein und lasse ihn einfach in Ruhe.

Gruß und viel Glück für deine hoffentlich Überlebenden, Peter.

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Gordon Shumway

Ich kann mich Peters Meinung da nur anschließen:

Je mehr man für die Überwinterung macht, desto mehr macht man verkehrt.

Meine Dioneas standen auch ungeschützt im Freien in einem eingelassenen Maurerkübel, ebenfalls in der südlichen Rheinebene.

Sie haben klaglos Temperaturen von -15°C überstanden, ohne dass ich irgendetwas zu ihrem Schutz unternommen hätte.

Es handelt sich dabei aber auch nur um die normale Baumarktform.

Wenn du nicht die Möglichkeit hast, sie in einen größeren Kübel zu Pflanzen, welchen man im Optimalfall noch eingräbt, versuche es mit 'normalen', möglichst großen Töpfen. Diese kannst dzu vielleicht an den Seiten in Styrodur einpacken und nahe an die Hauswand stellen, um so zu starke Temperaturschwankungen zu vermeiden.

Außerdem würde ich sie bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt auch eher nass halten, dass isoliert nochmal zusätzlich.

MfG,

Gordon

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hallo

wie ich sehe hat mein post etwas Verwirrung ausgelöst bzw einige Dinge im Unklaren gelassen.

Ich habe im Keller keine Lampe o.Ä. angebracht, der Pott steht einfach unter einem Kellerfenster. Mir ist klar dass die Pflanze dort kein Licht abbekommt, aber das war auch so geplant.

Ich hatte vor, ähnlich wie jemand im cpuk, den Bottich annähernd lichtdicht zu verschließen und somit die photosynthese einzustellen...hat wohl nur nicht geklappt. Das Substrat war zu feucht, wie schon beschrieben konnte ich es aber nicht trockener lassen weil ich nicht so oft vor ort bin um dies kontrollieren zu können.

Ich hatte damit gerechnet, dass Substrat so trocken haltne zu können, dass sich kein Schimmel bildet.

zur Überwinterund im freien: hatte ich damals so prakiziert, war aber leider auch nicht erfolgreich, selbst auf dem Balkon sind sie mir verfroren.

Meint ihr dass es eine Überlebenschance bei einer kompletten oberflächlichen Schimmelattacke gibt?

grüße!

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Hallo,

stell doch mal ein Foto rein, damit wir uns ein Bild machen können.

Hast Du einen Link für die Überwinterung die im CPUK beschrieben ist? Das dürfte eigentlich erst ab einer Temepratur von ca. unter 4°C funktionieren und ist das vermutlich ähnlich der Kühlschranküberwinterung. Mit einer Beluchtung hätte die Überwinterung bestimmt in dem Keller funktioniert. Ich habe meine VFF auch alle im feuchten Keller.

Schöne Grüße

Andy

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ja es kann echt gut sein dass es einfach noch zu warm ist im Keller bzw die Temperaturen ga rnicht so weit sinken wie ich gedacht hätte. Dieses Falschdenken hat auch jemand hier in einem anderen Thread geschildert.

Fotos vom Bottich habe ich hier keine, also keine zur aktuellen Zeit, nur vom Sommer, aber man würde auch nur Torf erkennen die Pflanzen sieht man eben nicht mehr...

grüße!

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Also dann sieht es meiner Meinung nach sehr schlecht aus. Gut über den Winter gekommene VFF sehen nicht anders aus als im Herbst, sie bleiben einfach nur im Wuchs komplett stehen und die Fallen sind unbeweglich.

Wirst wohl leider einen neuen Versuch starten müssen, versuche es am Besten auf mehrere Arten. So wirst du am Schnellsten die für deinen Wohnort funktionierende Methode finden.

Gruß Peter

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Also ich hatte mal einen Topf mit Venusfliegenfallen unter ähnlich ungünstigen Bedingungen überwintert (1. Mal ^^) und oberirdisch war auch nichts zu sehen. Dann hatte ich den Topf weiterhin für Aussaaten verwendet (die 3,5 LiterPackungen Spezialerde waren halt sehr teuer) und siehe da, nach zwei Wochen in der Wärme hat sich doch noch ein kleiner Trieb gebildet, die Pflanze war zwar sichtlich geschwächt hat aber überlebt. Warum gräbst du nicht mal ein Rhizom aus? Sollte es noch weiss sein würde ich es jetzt aus dem Winterschlaf holen..

LG

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Hallo!

Ich weiß nicht, inwiefern meine Erfahrung weiterhilft, aber ich überwintere gerade alle meine Venusfliegenfallen und Sarracenia unter ähnlichen Bedingungen (ziemlich konstant neun Grad und recht wenig Licht). Die Pflanzen stehen in einzelnen Töpfen in einem Kellerschacht, der in den Wintergarten führt. Allerdings ist er mit einem hölzernen Rost abgedeckt, wodurch nur diffuses Licht nach unten kommt.

Ganz am Anfang hatte ich auch Probleme mit Schimmel, aber durch weniger Gießen und akribischem Absammeln und -schneiden von toten Pflanzenteilen und Insektenresten hab ich das recht schnell in den Griff gekriegt und hatte den Rest vom Winter Ruhe.

Die Fliegenfallen haben brav zu wachsen aufgehört und haben vor ein, zwei Wochen angefangen wieder auszutreiben, deshalb werd ich sie vermutlich demnächst nach oben holen. (Die Sarracenia auch, die wollen blühen....)

Mein Vorschlag wäre eben auch trockener halten.

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Hallo zusammen, ich war heute mal am Beet und habe euch den aktuellen Zustand von Normalform, red sawtooth und Akai Ryu fotografiert. Als Überraschung entdeckte ich zufällig noch eine Selbstaussat von S. red flava oder rubra. Welche es ist muss sich erst zeigen, die Purpurea daneben war nur im Spätherbst dorthin verbannt, wurde zu groß. Fazit für mich Dionaea ist in Freilandhaltung voll winterhart. Lediglich der Sawtooth ist etwas die Röte ausgegangen, liegt wohl an ihrem Nachbarn D binata.

Gruß Peter

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