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Cedrik Sikora

Gewächshauskultur

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Cedrik Sikora

Hallo Karnivoren Freunde!

Nach längere Abwesenheit möchte ich mich wieder aktiver ins Forum einbinden und mehr um meine Fleischis kümmern. (Keine Angst, allen meinen Pflanzen geht es super)

Nun häbe ich mir schon im letzten Sommer überlegt, für meine Sarracenien und eventuell andere Winterharte Fleischis ein Gewächshaus anzulegen. Ich habe mit meinen Sarras die Probleme, dass sehr oft die Schläuche von neuen Pflanzen aus der Gewächshauskultur umknicken und zur Folge die Pflanze buschiger wird und die Schläuche deutlich kleiner. Auch Angriffe von Vögeln und co. sind keine seltenheit. Diese Probleme wollte ich mit meinen Gewächshaus vermeiden. Ich sehe immerwieder die schönen Bilder bei Mike Kings Gewächshäusern, wie schön diese Pflanzen in Gewächshauskultur werden können.

Nun zu meinen Problemen. Wo soll ich das Gewächshaus aufstellen? Voll sonnig, halb schattig,.... Habe da mehrere Möglichkeiten.

Und bei der Gewächshaus Bauweise tendiere ich eher zum Stiel eines typischen Baumarktgewächshauses wie sie in fast jeden Garten zu sehen sind. Heizung und so weiter sind nicht geplant, Sarras sind ja winterhart.

Was habt ihr also für Tips und Anregungen? Gibt ja bestimmt ándere hier mit Gewächshauskultur.

LG Cedrik!

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Tim Beier

Hallo Cedrik,

deine Frage kann leicht beantwortet werden: Voll sonnig.

Am besten du suchst dir den sonnigsten Platz aus den du finden kannst. Schattieren kann man zur Not immer noch. Wird bei Sarrachenien aber weniger nötig sein.

Ein Gewächshaus kann sich bei viel Sonnenschein recht schnell aufheizen. Gerade im Sommer sind dann Temperaturen von bis zu 40°C schnell erreicht. Wichtig ist also dass das Gewächshaus über ausreichend Lüftungsmöglichkeiten verfügt. Du solltest dir auch gleich Gedanken über einen entsprechenden Regenwasservorrat in der Nähe des GWH machen.

Wie groß soll den dein GWH werden und wie viel willst du denn ausgeben? Leider sind die relativ günstigen Gewächshäuser aus dem Baumarkt nicht gerade sehr stabil und teilweise lässt auch die Verarbeitung zu wünschen übrig.

Ich rate dir auf jeden Fall lieber etwas mehr auszugeben und auf eine gute Verarbeitung zu achten. Gerade im Winter darf man die Schneelast auf einem Gewächshausdach nicht außer Acht lassen. Und auch bei einem Sturm soll das GWH ja nicht gleich wegfliegen.

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Cedrik Sikora

Danke für die Antwort!

Die schönsten Plätze sind bei mir in der vollen Sonne. Die Größe weiß ich noch nicht, auch abhängig was gerade an Gewächshäusern in Angebot ist. Ich wollte was billiges kaufen um daran selber was stabilisieren zu können. In meiner Region eher gegen den Sturm als vor der Schneelast. Tage mit enorm starken Schneefall sind bei uns selten und wenn, dann haben wir dabei soviel Wind, dass das Dack leergeweht ist.

Wir haben ne große offene Fläche. Gut für die Belüftung wenn Dachluken und Tür geöffnet ist. Aber meistens haben wir auch im Hochsommer immer eine leichte Brise.

Regenwasserprobleme sollte ich nicht bekommen. Einfach eine größere Tonne an die Regenrinne und fertig.

Ich werde mich auf alle Fälle in ruhe umschauen und mir von mehreren Seiten Angebote einholen. Von ebay über Baumarkt bis zum Gewächshaus spezialisten. Das Budget ist aber leider als Azubi begrenzt.

LG Cedrik!

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Eva91

Hi,

wenn man größere Gewächhäuser aufstellt, achtet man normalerweise darauf, das die Gibelseite nach Süden zeigt, da dann morgens und Abends die Sonne voll ausgenutzt wird, die Mittagssonne aber nicht voll auf das Gewächshaus steht und es nicht zu sehr aufheizt. Ob das bei der von dir geplanten Größe allerdings viel ausmacht, kann ich dir nicht sagen!

Wenn du auch etwas in Bodenkultur pflanzen möchtest und ihr schon mal probleme mit Wühlmäusen habt, kann ich dir sehr empfehlen das Fundament auf kompletter Größe des Gewächshauses auszuschachten und mit Kaninchendraht auszulegen, hab ich zu Hause sehr gute Erfahrungen mit!

Ansonsten ist die Stabilität das wichtigste unser erstes Gewächhaus aus Aluminum und doppelstegplatten hielt nie sehr gut. Die ersten 2 Jahre oder so gingen, danach konnten wir nach jedem Sturm ein Teil der Platten bei unseren Nachbarn wieder einsammeln und nach Kyrill das ganze Gewächshaus in 2km Umkreis! Jetzt haben wir eins aus Stahl und Glas, was besser aussieht und auch hält!

Den Wasserverbrauch solltest du allerdings keinenfals unterschätzen. Wir ziehen dort zwar nur Tomaten und Gurken drin und besonders groß ist es nicht, aber 30l pro Tag gehen da locker bei drauf. Das würden wir mit der Dachfläche nicht zusammen bekommen!

Bevor du dir irgentetwas billiges holst und dich nur ärgerst, würde ich vll eher Frühbeetkästen selber bauen, ist eigentlich ein guter Ersatz zum Gewächhaus!

Lg, Eva

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Kai Becker

Hallo Cedrik,

wenns bei dir oft stürmt solte das GWH auf jeden fall eine voll gefaste Verglasung haben und keine Klemmen da dir sonst ständig die Platten um die Ohren fliegen. Zusätzlich währe noch wichtig wie streng eure Winter sind, eine getopfte Sarracenia oder Dionaea hält ca. 2 Wochen bei Dauerfrost aus, danach hast du im Frühjahr ohne Beheizung nur Matsch und Schimmel. Etwas anders ist es wenn du sie in Mörtelbottigen ab ca. 60l hälst, dann reicht etwas Winterfließ drüber was wohl an dem großen Substratvolumen liegt. Im Sommer ist eine gute Belüftung wichtig da die Temperaturen von im Juli/ August locker mal an die 50°C kommen, im fall einer Hitzewelle ist es auch ratsam ca. 100-200 Liter Regenwasserreserven pro Quatratmeter GWH Fläche vorrätig zu haben.

Das sind im groben so die Erkenntnisse die ich in den letzten Jahren durch Erfahrung angesammelt habe und die mir einige verluste erspart hätten wenn ichs eher gewust hätte :thumbsup: .

@ Eva: Hast du mal ein Bild von eurem Stahl/ Glas GWH und Bezugsquelle? Bei mir wirds bald Zeit für ein neues und da such ich was dauerhaftes :laugh: .

Grüße

Kai

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Tänzer

Also Glas und Stahl würde ich dir eigentlich von abraten.

3 einfache Gründe:

Rost

Bruchgefahr

nahezu keine Isolation

Unser Gewächshaus ist Aluminium mit Doppelstegplatten (mit UV-Filter) Stabilität lässt in keiner Hinsicht zu wünschen übrig.

Bei Sturm ist noch nie irgendwas fliegen gegangen und der Alu-Rahmen ist so stabil, dass ich sogar Pflanzkübel an die Streben hänge um zusätzlichen Platz zu haben. (nicht selten sind das Nepenthes^^ aber auch Gurken und sogar Melonen halten super)

Die Doppelstegplatten isolieren wenigstens ein bisschen, sodass die Temperatur bei fehlender Sonne nicht gleich um 20° absackt.

Das Gewächshaus steht halbschattig und es sind selbst ohne direkte Sonne immer so zwischen 36 und 40 Grad im Sommer. Halte ich für Sarras eigentlich schon für etwas zu viel. Deswegen stehen meine im Sommer auch nicht im Gewächshaus.

Und man darf auch nicht vergessen, bei Doppelstegplatten darf auch ruhig mal was gegen die Scheiben kommen, oder auch mal n Ast drauf fallen. Da geht nichts von kaputt. Das Gewächshaus müsste jetzt im 7. Jahr sein. Und es sind immer noch die ersten Scheiben drin.

Ja und zu Rost muss ich bei Aluminium wohl nichts sagen :thumbsup:

Mit wühlendem Getier brauchste dir auch keine Sorgen zu machen, wenn du ein Fundament für das Gewächshaus gießt.

Unser Gewächshaus steht auf einem 10cm breitem Sims aus Beton, der etwa 80cm in die Erde reicht.

Da wühlt sich nicht drunter durch und das Gewächshaus steht auch wirklich stabil.

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Cedrik Sikora

Hallo,

Ich werde mich genau umschauen bei der Gwächshaussuche. Habe da ja kein Zeitdruck. Ich hoffe, ich kann das Projekt dieses Jahr umsetzen und wenn nicht, dann im nächsten Jahr.

Ich werde die Pflanzen dort auf einen Tisch stellen. Also Topfkultur. Was den Winter angeht, ich hatte bis jetzt alle meine Pflanzen, bis auf Darlingtonia und Dioania dauerhaft draußen stehen. Haben alle immer überlebt. Dauerfrost über mehrere Tage ist bei uns keine seltenheit mehr.

Was Stürme angeht, muss ich wohl auch das stabilste Gewächshaus zusätzlich sichern. Ich wohne zwar nur an der Elbe in Nordseenähe, aber ein kräftiges Orkantief ist nicht ohne. Gewitterstürme sind bei uns eher selten.

Danke für Tipps!

LG Cedrik!

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Eva91

Foto hab ich, ist zwar schon etwas älter, aber groß verändert hat es sich nicht. Es hält sich gut. Wo genau wir es bestellt haben weis ich nicht mehr. Müste ich meine Mutter fragen!

Lg, Eva

post-2229-0-46618000-1298832871_thumb.jp

Edited by Eva91

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jusch

Was den Winter angeht, ich hatte bis jetzt alle meine Pflanzen, bis auf Darlingtonia und Dioania ...

Oh mio Dio!

... dauerhaft draußen stehen. Haben alle immer überlebt.

Kannst Du mir verraten, wo und welche Sarracenien Du gekauft hast?

Bei mir, und so weit weg von Dir wohne ich klimatisch gesehen nicht, sind im Freien im Winter 2009/10 diverse Sarracenien einfach eingegangen.

Irgendwie fehlen mir bei Sarracenienangeboten immer Hinweise darauf, welches die wärmeliebenden Züchtungen aus Florida-Pflanzen sind und welches Züchtungen aus kälteren Gebieten der USA weiter nördlich, die hier einen Winter im Freien gut überstehen.

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TLorenz

Hallo Cedrik

Du hast so ziemlich genau das vor was ich letztes Jahr auch gemacht haben. Ich wollte ein GWH für meine Dionaea, Sarracenien und winterharten Drosera, da die Pflanzen im GWH einen längere Saison haben und auch viel schöner aussehen.

Ich hatte mich für ein 8qm GWH entschieden aus Doppelstegplatten. Das wichtigste am GWH ist die Stärke der Platten und somit die Isolation.

In dem Punkt hatte ich mich durchgerungen viel mehr Geld auszugeben als ich vorher geplant hatte.

Zum kurzen Vergleich: ein 8qm GWH mit 6mm Platten kostet ca. 500€ (+-100€) und ein GWH gleicher Größe mit 16mm Doppelstegplatten hat mich 1400€ gekostet.

Aber viele Leute haben mir dazu geraten dieses Geld auch auszugeben.

Ich habe mein GWH an einen vollsonnigen Platz aufgestellt. Da das GWH auf ein Ringfundament aus Beton der 50cm in den Boden geht festgeschraubt ist, ist ein wegfliegen wohl ausgeschlossen.

Desweiteren habe ich innerhalb vom GWH Gehwegplatten verlegt, da ich meine Pflanzen auf Tischen zu stehen habe.

Mein GWH ist unbeheizt.

Meine Erfahrungen bis jetzt sind folgende:

1. Eine gute Lüftung ist sehr wichtig, weswegen ich 2 Fenster mit automatischen Öffnern habe. Ein zusätzlicher Lüfter wird demnächst dazukommen.

2. Die Doppelstegplatten haben sich bewährt was die Isolation betrifft. Ich wohne zwar im milden Süden, aber wenn draussen -12Grad waren, waren im GWH nur -7Grad. Und das auch nicht auf Dauer, da ein sonniger tag im Winter schon 15 Grad beschert.

3. Zu dem Wasser kann ich noch nichts sagen, da ich noch keine volle Saison mit GWH durch habe, aber ich sammle jeden Tropfen den ich bekomme.

Fazit. Den Kauf habe ich auf keinen Fall bereut.

Gruß Thomas

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Eva91

Hi,

wenn man ein gutes qualitativ hochwertiges Gewächhaus kauft, gibts auch so schnell keinen Rost. Unsers (siehe Bild) steht seit 2007 und bis jetzt keine Spur von Rost. Glas ist auch kein Problem. Bis jetzt ist noch keine Scheibe zu Bruch gegangen! Aber die entscheidung hängt auch davon ab ob kleine Kinder im Haus sind und vor allem von der Verwendung. Wir nutzen es nur im Sommer und so gut wie gar nicht zur Überwinterung und es sollte eben auch gut aussehen und dann muss man eben doch zu Glas greifen!

Das Fundament ist noch nicht mal 1/2 m Tief. Also nicht mal Frostfest gegründet aber fürs Gewächhaus reicht es. Allerdings muss man auch dazu sagen, das in recht geringer Tiefe bei uns der Schiefer anfängt! Unser erstes ist allerdings nicht wegen des Fundamentes weggeflogen, der Sturm hat es praktisch auseinander genommen. Aber bei einem Sturm, der tausende heckter entwurzelte Fichten und zahlreiche abgedeckte Dächer hinterlassen hat, kann das mal passieren!

Nachteil an dem Aluminumhaus war auch, das an den Scheiben immer Algen gewachsen sind.

Aber beide varieanten haben ihre vor und nachteile. Für dich der größte Nachteil an Glas ist wahrscheinlich der Preis. Wenn du dich für die Aluminumvariante entscheidest, würde ich allerdings versuchen einen etwas windgeschützteren Platz zu suchen!

Lg, Eva

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Andy Böhnke

Hallo Cedrik,

die billigen Baumarktgewächshäuser sind sicherlich gut geeignet im Sommer Tomaten anzubauen, aber im Winter bringen sie nicht wirklich viel, weil sie so gut wie nichts isolieren. Ich habe diesen Winter mal in meinem alten einfachen Gewächshaus die Temperatur gemessen und aufgezeichnet. Leider habe ich den richtigen Wintermonat (das war diesen Winter der Dezember) noch nicht mit dabei. Aber die letzten beiden Wochen war es hier jetzt doch nochmal so richtig kalt. Die tiefste Temperatur habe ich am 23.02. mit -9,8°C gemessen. Mein Min-/Max-Thermometer hat für den Tag -10,5°C angezeigt. Einen großen Unterschied zw. Temperatur im Gewächshaus inneren und Außen gibt es also nicht. Lediglich am Tag heizt es sich auf, wenn die Sonne kräftig rauf scheint.

Ich habe mal die Messergebnisse eingefügt. bei dem Gewächshaus handelte es sich um ein 4 oder 6 mm HKP-Gewächshaus.

Noch ein Tipp zum Standort. Die Sonne steht im Gewächshaus ja immer tiefer im Sommer. Daher sollte auch darauf geachtet werden, dass das Gewächshaus auch im Sommer ausreichend Sonne abbekommt.

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Cedrik Sikora

Danke für die Antworten! Ich werde mich auf alle Fälle umschauen und schon das richtige kaufen. Wie dick die Wände sind ist für mich egal. Im Winter kanns dadrin ruhig kalt sein.

LG Cedrik!

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Cedrik Sikora

Hallo,

Da ja sher gute Gewächshäuser ziemlich stark ins Geld gehen, bin ich am überlegen, mir inventuell selber eins zu bauen. Habt jemand schon mit sowas Erfahrungen gesammelt?

Wie gesagt, da ich Winterharte Pflanzen darin stehen haben werde, ist die isolation aus meiner Sicht nicht ganz so wichtig.

LG Cedrik!

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matthias258

Wenn du schon die Möglichkeit hast, würde ich es voll sonnig stellen.

Meine Grossmutter hat auch ein solches Gartenhaus und bei ihr gedeihen die Pflanzen super :thumbsup:

Würde dann gerne mal ein Foto sehen.

Vielen Dank im Voraus.

liebe Grüsse

Matt

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Cedrik Sikora

Wenn du schon die Möglichkeit hast, würde ich es voll sonnig stellen.

Meine Grossmutter hat auch ein solches Gartenhaus und bei ihr gedeihen die Pflanzen super :thumbsup:

Würde dann gerne mal ein Foto sehen.

Vielen Dank im Voraus.

liebe Grüsse

Matt

Das beantwortet aber leider nicht meine Frage die ich gestern gestellt habe. Trotzdem danke.

LG Cedrik!

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jusch

Das beantwortet aber leider nicht meine Frage die ich gestern gestellt habe. Trotzdem danke.

Hast Du Dir im Baumarkt schon mal Preise für Einzelteile angesehen?

Egal was Du baust: Üblicherweise kommst Du bei komplexeren Vorhaben mit "selberkonstruieren und Einzelteile kaufen" im Baumarkt immer auf den doppelten bis dreifachen Preis als wenn Du einen fertigen Bausatz kaufst und zusammensetzt.

Erstens sind sowohl Kleinteile (Schrauben, Muttern etc.) als auch Spezialteile mit extrem hohen Handelsspannen kalkuliert, dass Du Dich alleine daran dumm und dösig bezahlst. Zweitens gibt es Kleinteile ("Murphys Law") garantiert nie in der benötigten Menge zu kaufen, also wenn Du 25 Schrauben einer bestimmten Grösse benötigst, gibt es im Sortiment garantiert nur 20er und 100er Packungen zu kaufen, und Du zahlst bei Verschnitt und Packungsgrössenresten auch nochmal drauf, im Vergleich zu einem Bausatz mit optimierten Einzelteilen, die sich ohne Rest und Verschnitt zu einem Ganzen zusammensetzen lassen.

Selbst nach eigener Vorlage und einzeln gekauften Teilen bauen lohnt sich nur, wenn Du was ganz aussergewöhnliches möchtest, das es so als Bausatz überhaupt nicht im Handel gibt. Und das ist bei Gewächshäusern nun kaum der Fall, da das ein Markt mit vielen verschiedenen Anbietern (und Angeboten) ist und der Markt funktioniert, also die Preise angemessen kalkuliert sind (wenn man vielleicht vom Luxussegment mal absieht).

Von den billigen Sonderangebots-Gewächshäusern, die bei 11 Windstärken das Fliegen lernen und unter 40 cm Schneelast zusammenkrachen bis zu hochwertigen ganzjahresgeeeigneten Gewächshäusern gibt es so viele Angebote und Konkurrenz auf dem Markt, dass Du meiner Meinung nach in keiner "normalen" Preiskategorie etwas qualitativ vergleichbares mit Einzelteilen für weniger Geld als mit einem Bausatz auf die Beine gestellt bekommst.

Wenn das Geld knapp ist und nicht für ein gutes Gewächshaus reicht, und Du andererseits gerne etwas mehr heimwerkst als es zum Zusammenbau eines Bausatzes aus hunderten von Teilen notwendig ist, würde ich mir überlegen, mir einen Billigbausatz zu holen und den mit zusätzlichem Material verstärken und verbessern. Also ggf. zusätzliche (über die im Bauplan vorgesehenen) verbesserte Bodenverankerungen und ggf. Apspannungen gegen Sturm und ggf. im Dach zusätzlich befestigte Verstärkungsleisten, die bei hoher Schneelast ein Durchbiegen und Rausknallen der Deckenverglasung verhindern.

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Tim Beier

Hallo Cedrik,

Ich kenne jemanden der sich ein relativ großes Gewächshaus selbst gebaut hat.

Dieses Gewächshaus wurde aus Holzbalken und "alten" großen Fenstern gebaut.

Das Dach besteht aus stabieler Folie (relativ teuer) wie sie auch für gute Foliengewächshauser verwendet wird. Die Grundkonstruktion wurde auf einem betonierten Streifenfundament errichtet. Dieses Gewächshaus ist qualitativ besser als jedes "Billig-Gewächshaus" das ich bisher gesehen habe!

Mit viel Glück findest du irgendwo große alte Fenster für kleines Geld oder sogar umsonst. Wenn du dann noch einen Schreiner oder Zimmermann kennst der dich etwas unterstützen kann ist es durchaus möglich ein gutes und stabieles Gewächshaus selbst zu bauen und mit den Kosten im Rahmen zu bleiben.

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Cedrik Sikora

Hast Du Dir im Baumarkt schon mal Preise für Einzelteile angesehen?

Egal was Du baust: Üblicherweise kommst Du bei komplexeren Vorhaben mit "selberkonstruieren und Einzelteile kaufen" im Baumarkt immer auf den doppelten bis dreifachen Preis als wenn Du einen fertigen Bausatz kaufst und zusammensetzt.

Erstens sind sowohl Kleinteile (Schrauben, Muttern etc.) als auch Spezialteile mit extrem hohen Handelsspannen kalkuliert, dass Du Dich alleine daran dumm und dösig bezahlst. Zweitens gibt es Kleinteile ("Murphys Law") garantiert nie in der benötigten Menge zu kaufen, also wenn Du 25 Schrauben einer bestimmten Grösse benötigst, gibt es im Sortiment garantiert nur 20er und 100er Packungen zu kaufen, und Du zahlst bei Verschnitt und Packungsgrössenresten auch nochmal drauf, im Vergleich zu einem Bausatz mit optimierten Einzelteilen, die sich ohne Rest und Verschnitt zu einem Ganzen zusammensetzen lassen.

Selbst nach eigener Vorlage und einzeln gekauften Teilen bauen lohnt sich nur, wenn Du was ganz aussergewöhnliches möchtest, das es so als Bausatz überhaupt nicht im Handel gibt. Und das ist bei Gewächshäusern nun kaum der Fall, da das ein Markt mit vielen verschiedenen Anbietern (und Angeboten) ist und der Markt funktioniert, also die Preise angemessen kalkuliert sind (wenn man vielleicht vom Luxussegment mal absieht).

Von den billigen Sonderangebots-Gewächshäusern, die bei 11 Windstärken das Fliegen lernen und unter 40 cm Schneelast zusammenkrachen bis zu hochwertigen ganzjahresgeeeigneten Gewächshäusern gibt es so viele Angebote und Konkurrenz auf dem Markt, dass Du meiner Meinung nach in keiner "normalen" Preiskategorie etwas qualitativ vergleichbares mit Einzelteilen für weniger Geld als mit einem Bausatz auf die Beine gestellt bekommst.

Wenn das Geld knapp ist und nicht für ein gutes Gewächshaus reicht, und Du andererseits gerne etwas mehr heimwerkst als es zum Zusammenbau eines Bausatzes aus hunderten von Teilen notwendig ist, würde ich mir überlegen, mir einen Billigbausatz zu holen und den mit zusätzlichem Material verstärken und verbessern. Also ggf. zusätzliche (über die im Bauplan vorgesehenen) verbesserte Bodenverankerungen und ggf. Apspannungen gegen Sturm und ggf. im Dach zusätzlich befestigte Verstärkungsleisten, die bei hoher Schneelast ein Durchbiegen und Rausknallen der Deckenverglasung verhindern.

Wenn ich mir das so mal überlege, könntest du recht haben bezüglich der Preise für die ganzen Teile.

Aber ein billig Gewächshaus mit wenig mühen selber zu verstärken finde ich persöhnlich eine gute Idee. Und an Handwerklichen Geschick mangelst bei mir und im Freundeskreis zum Glück nicht.

LG Cedrik!

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Cedrik Sikora

Hallo Cedrik

Du hast so ziemlich genau das vor was ich letztes Jahr auch gemacht haben. Ich wollte ein GWH für meine Dionaea, Sarracenien und winterharten Drosera, da die Pflanzen im GWH einen längere Saison haben und auch viel schöner aussehen.

Ich hatte mich für ein 8qm GWH entschieden aus Doppelstegplatten. Das wichtigste am GWH ist die Stärke der Platten und somit die Isolation.

In dem Punkt hatte ich mich durchgerungen viel mehr Geld auszugeben als ich vorher geplant hatte.

Zum kurzen Vergleich: ein 8qm GWH mit 6mm Platten kostet ca. 500€ (+-100€) und ein GWH gleicher Größe mit 16mm Doppelstegplatten hat mich 1400€ gekostet.

Aber viele Leute haben mir dazu geraten dieses Geld auch auszugeben.

Ich habe mein GWH an einen vollsonnigen Platz aufgestellt. Da das GWH auf ein Ringfundament aus Beton der 50cm in den Boden geht festgeschraubt ist, ist ein wegfliegen wohl ausgeschlossen.

Desweiteren habe ich innerhalb vom GWH Gehwegplatten verlegt, da ich meine Pflanzen auf Tischen zu stehen habe.

Mein GWH ist unbeheizt.

Meine Erfahrungen bis jetzt sind folgende:

1. Eine gute Lüftung ist sehr wichtig, weswegen ich 2 Fenster mit automatischen Öffnern habe. Ein zusätzlicher Lüfter wird demnächst dazukommen.

2. Die Doppelstegplatten haben sich bewährt was die Isolation betrifft. Ich wohne zwar im milden Süden, aber wenn draussen -12Grad waren, waren im GWH nur -7Grad. Und das auch nicht auf Dauer, da ein sonniger tag im Winter schon 15 Grad beschert.

3. Zu dem Wasser kann ich noch nichts sagen, da ich noch keine volle Saison mit GWH durch habe, aber ich sammle jeden Tropfen den ich bekomme.

Fazit. Den Kauf habe ich auf keinen Fall bereut.

Gruß Thomas

 

Ich möchte mein altes Thema gerne nochmal aufgreifen. Bis heute ist leider kein Gewächshaus bei zu stande gekommen, aber der Wunsch is bis heute vorhanden.

 

Nun zu Thomas seiner Lösung. Ist es nicht zum Nachteil, wenn die Platten zu dick sind bezüglich des Winters? Klar, wenn kräftiger Frost ist, wird dieser dadurch abgeschwächt, aber in unseren Wintern gibt es auch immer wieder gerne warme Perioden, wo in solch einen Gewächshaus bei einen 10 Grad sonnigen Wintertag sich das Gewächshaus gerne auf 20 Grad aufheizen kann. Heißt, die Pflanzen denken es wird Frühling, und die Pflanzen beginnen auszutreiben. Nun folgt auf eine warme Woche plötzlich ein scharfer Kälteeinbruch, und viele Pflanzen sterben ab, weil diese bereits ausgetrieben sind. Heißt für mich, dünerre Platten sind besser. Man öffnet und schattiert das Gewächshaus bei warmen Winterwetter, damit es nicht so sehr aufheizt und bei Frostperioden, vorallem kräftige und trockene Kahlfröste isoliert man lieber mit Pinienrinde, Tannenzweige, Styropur oder Luftpolsterfolie die Pflanzen/das Gewächshaus.? Denn solche Wetterkapriolen ziwschen extrem mild und extrem kalt hatten wir die letzten Winter ja mehr als oft gehabt.

 

Heißt ich tendiere immer noch, zu günstigen Baumarktgewächshausern, mit eher dünnen doppelsteg Platten.

 

Gibt es vielleicht schon neue Erfahrungsberichte aus letzter Zeit?

 

LG Cedrik!

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Miguel K.-W.

Hallo Cedrik,

 

schade, dass das mit dem geplanten Gewächshaus noch immer nichts geworden ist. Mit den dünnen Platten liegst du aber falsch, denn ich kann dir nur empfehlen, das Gewächshaus im Winter frostfrei zu halten. Du wirst den Unterschied in gigantischen Ausmaßen merken! Die letzten Winter gab es einfach keine wirklich extremen Kaltlufteinbrüche mit extrem niedrigen Temperaturen. Damit meine ich Temperaturen von -25 Grad und kälter. Sowas ist auch in Schleswig-Holstein möglich. Aber besonders bei mir, im Westerwald in einem Tal, kann es im absoluten Extremfall bis zu -35 Grad!!! geben, da ich in einem Kälteloch lebe, in dem sich die kalte Luft schön ansammeln kann. Sowas hält dann fast keine Sarracenia aus, außer vielleicht S. purpurea ssp. purpurea.

Mal angenommen du sammelst und kultivierst jahrzehntelang Sarracenien, welche dann dementsprechend alt und groß sind und diese erfrieren dann plötzlich bei so einer extremen Wetterlage. Allein der wirtschaftliche Schaden wäre exorbitant!

 

Und wegen der Wintersonne musst du dir keine wirklichen Gedanken machen, denn diese ist so schwach, dass sie das Gewächshaus kaum aufheizt, selbst wenn es geschlossen ist. Aber du kannst ja bei so einem Wetter ohne Probleme alles öffnen und lüften, damit es sich nicht weiter aufheizt. Wenn du Tür und Fenster weit öffnest, wird es nur marginale Unterschiede zwischen Außen- und Innentemperatur geben. Außerdem darf es auch mitten im Winter für wenige Stunden am Tag auch gerne über 15 Grad warm werden, das macht den Sarras überhaupt nichts aus und sie werden auch nicht austreiben, garantiert! Die Pflanzen orientieren sich natürlich auch an der lichten Tageslänge und wenn im Winter nur acht Stunden Tageslicht zur Verfügung stehen, reicht es für den Neuaustrieb noch nicht aus.

 

Fazit: Du kannst unbekümmert ein Gewächshaus aus dem Baumarkt kaufen, aber dann mit möglichst dicken Polycarbonat-Platten. Viele Gewächshäuser werden mit bis zu 10 mm starken Platten angeboten. Solche Stärken sind ausreichend, um das Gewächshaus bei starkem Frost auf mindestens 0 Grad zu heizen. Besser sind aber Stegdreifachplatten mit 16 mm um ganz einfach die Heizkosten zu senken und Geld zu sparen.

 

Viele Grüße,

Miguel

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Cedrik Sikora

Hallo Cedrik,

 

schade, dass das mit dem geplanten Gewächshaus noch immer nichts geworden ist. Mit den dünnen Platten liegst du aber falsch, denn ich kann dir nur empfehlen, das Gewächshaus im Winter frostfrei zu halten. Du wirst den Unterschied in gigantischen Ausmaßen merken! Die letzten Winter gab es einfach keine wirklich extremen Kaltlufteinbrüche mit extrem niedrigen Temperaturen. Damit meine ich Temperaturen von -25 Grad und kälter. Sowas ist auch in Schleswig-Holstein möglich. Aber besonders bei mir, im Westerwald in einem Tal, kann es im absoluten Extremfall bis zu -35 Grad!!! geben, da ich in einem Kälteloch lebe, in dem sich die kalte Luft schön ansammeln kann. Sowas hält dann fast keine Sarracenia aus, außer vielleicht S. purpurea ssp. purpurea.

Mal angenommen du sammelst und kultivierst jahrzehntelang Sarracenien, welche dann dementsprechend alt und groß sind und diese erfrieren dann plötzlich bei so einer extremen Wetterlage. Allein der wirtschaftliche Schaden wäre exorbitant!

 

Und wegen der Wintersonne musst du dir keine wirklichen Gedanken machen, denn diese ist so schwach, dass sie das Gewächshaus kaum aufheizt, selbst wenn es geschlossen ist. Aber du kannst ja bei so einem Wetter ohne Probleme alles öffnen und lüften, damit es sich nicht weiter aufheizt. Wenn du Tür und Fenster weit öffnest, wird es nur marginale Unterschiede zwischen Außen- und Innentemperatur geben. Außerdem darf es auch mitten im Winter für wenige Stunden am Tag auch gerne über 15 Grad warm werden, das macht den Sarras überhaupt nichts aus und sie werden auch nicht austreiben, garantiert! Die Pflanzen orientieren sich natürlich auch an der lichten Tageslänge und wenn im Winter nur acht Stunden Tageslicht zur Verfügung stehen, reicht es für den Neuaustrieb noch nicht aus.

 

Fazit: Du kannst unbekümmert ein Gewächshaus aus dem Baumarkt kaufen, aber dann mit möglichst dicken Polycarbonat-Platten. Viele Gewächshäuser werden mit bis zu 10 mm starken Platten angeboten. Solche Stärken sind ausreichend, um das Gewächshaus bei starkem Frost auf mindestens 0 Grad zu heizen. Besser sind aber Stegdreifachplatten mit 16 mm um ganz einfach die Heizkosten zu senken und Geld zu sparen.

 

Viele Grüße,

Miguel

 

Danke für dein Erfahrungsbericht. Deine Erklärung klingt plausibel. Ich werde dies in meiner Auswahl berücksichtigen.

 

LG!

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