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Suche Empfehlung für Knollenbeleuchtung


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Carnivorced1887
Posted

Hallo Karnivorenfreunde,

Ich habe seit kurzem Planungen in die Kultur von Knollendroseras einzusteigen. Angedacht ist eine Kultur in einen Terraium mit den Maßen 60x40cm und 45cm hoch. Sowas habe ich hier noch rumstehen. Die Kulturmethoden/bedingungen sind mir bekannt.

Da ja diese Droseras viel Licht brauchen, wollte ich fragen, was für Beleuchtungen ihr mir für das Terra empfiehlt. Angedacht war von mir eine LSR Beleuchtung, da diese wohl am kostengünstigen ist.

LG Cedrik!

Posted

Hallo Cedrik,

ich habe bisher nur meine allererste Knollendrosera, eine D. auriculata, in einem Becken kultiviert. Das hat bei der funktioniert, sogar über mehrere Jahre, aber generell halte ich meine Knollen deutlich luftiger. Die Blüten haben übrigens im Becken nie Samen angesetzt, was sie jetzt recht zuverlässig machen.

Im Keller habe ich als Beleuchtung T5-Doppelbalken installiert. Mit denen klappt die Kultur ganz gut und die Pflanzen sind auch gut ausgefärbt. Schwierig wird die Beleuchtung aber bei den kletternden oder rankenden Arten wie D. modesta, D. macrantha etc, weil die den Röhren schon gerne mal sehr nahe kommen.

Viele Grüße

Dieter

Carnivorced1887
Posted

Hallo Cedrik,

ich habe bisher nur meine allererste Knollendrosera, eine D. auriculata, in einem Becken kultiviert. Das hat bei der funktioniert, sogar über mehrere Jahre, aber generell halte ich meine Knollen deutlich luftiger. Die Blüten haben übrigens im Becken nie Samen angesetzt, was sie jetzt recht zuverlässig machen.

Im Keller habe ich als Beleuchtung T5-Doppelbalken installiert. Mit denen klappt die Kultur ganz gut und die Pflanzen sind auch gut ausgefärbt. Schwierig wird die Beleuchtung aber bei den kletternden oder rankenden Arten wie D. modesta, D. macrantha etc, weil die den Röhren schon gerne mal sehr nahe kommen.

Viele Grüße

Dieter

Also machst du eher eine offene Kultur im Regal oder so?

LG Cedrik!

Posted

Ja. Die meisten Pflanzen sind jetzt Wind und Wetter auf dem Balkon ausgesetzt. Nur diejenigen, von denen ich in den nächsten Tagen Samen ernten möchte, stehen noch im Wintergarten. Den Winter über stehen sie im Wintergarten oder eben im Keller, aber jeweils offen.

Viele Grüße

Dieter

Posted (edited)

Hi Cedrik,

ich habe meine Knollis (jetzt) auch draußen, da ich aber keinen Wintergarten oder Gewächshaus habe, läuft bei Nachttemperaturen unter 5 °C alles drinnen in Terrarien unter T5-Röhren.

Dieters Erfahrungen mit den Samen kann ich nur bestätigen. Nun ja, wenn man auf die Samen verzichten kann, geht es aber unter gewissen Voraussetzungen mit der Terrarienkultur unter LSR's ganz gut.

Bei kletternden oder höher wachsenden Arten kann man sich ein hohes Terrarium selber bauen (hört sich weit schwieriger an, als es ist). Meine haben 30x30x60 (BxTxH) und 30x30x30 für kleinerer Arten bzw. wenn die hochwachsenden noch nicht so hoch sind. Die Terrarien sind zwar alle abgedeckt, aber nicht vollkommen (etwa 1 cm Spalt offen).

Zum Licht. Früher habe ich auf 90 cm Breie drei dieser Terrarien mit einer (!) T5-Lampe 20 Watt aus dem Bauhaus belechtet. Die ist fertig montiert. Einzig einen Reflektor habe ich noch dazugekauft. Jetzt werden einige aufschreien, das ist ja viel zu wenig Licht, ist schon richtig, aber es funktionierte.

Letztes Jahr habe ich aufgerüstet und selber Leuchtbalken gebaut mit EVG und allem drum und dran, weil die käuflich zu erwerbenden alle nicht so waren, wie ich sie brauchte. Jetzt sind es 2 * 20 Watt T5-Lampen und jetzt sind alle Pflanzen auch sehr gut ausgefärbt. Wenn man das in Regalen am Fenster baut, dann kann man auf die zweite Etage auch wärmeliebende Fleischis wie Sachen aus dem Petiolariskomplex stellen. Die werden dann von oben und unter geheizt, denn jetzt sind wir beim Problem, die Wärme.

Knollis mögen es ja bekanntlich so von 5 bis 15 °C am liebsten, T5-Lampen mögen so 35 °C am liebsten und auf die kommen sie auch. Heißt, dass man, wenn man sie in die Mitte stellt, von oben und unten ne Heizung von 35 °C zu laufen hat. Ich sage nur Dauersommerruhe.

Meine stehen in Winter unten, also nur von oben Wärme und jetzt der Trick ... die Terrarien haben Kontakt zur Außenscheibe des Fensters. Damit komme ich trotz zwei T5-Lampen und EVG letztendlich in Topfhöhe auf maximal 18 °C (tagsüber). Schwankt natürlich mit der Außentemperatur und benötigt auch ein Fenster, was nicht ganz so super isoliert (hier mal ein Dank an meinen Vermieter!).

Unter diesen Bedingungen halte ich mehr als 20 Knolli-Arten recht erfolgreich.

Edited by Lutz
Carnivorced1887
Posted

Hi Cedrik,

ich habe meine Knollis (jetzt) auch draußen, da ich aber keinen Wintergarten oder Gewächshaus habe, läuft bei Nachttemperaturen unter 5 °C alles drinnen in Terrarien unter T5-Röhren.

Dieters Erfahrungen mit den Samen kann ich nur bestätigen. Nun ja, wenn man auf die Samen verzichten kann, geht es aber unter gewissen Voraussetzungen mit der Terrarienkultur unter LSR's ganz gut.

Bei kletternden oder höher wachsenden Arten kann man sich ein hohes Terrarium selber bauen (hört sich weit schwieriger an, als es ist). Meine haben 30x30x60 (BxTxH) und 30x30x30 für kleinerer Arten bzw. wenn die hochwachsenden noch nicht so hoch sind. Die Terrarien sind zwar alle abgedeckt, aber nicht vollkommen (etwa 1 cm Spalt offen).

Zum Licht. Früher habe ich auf 90 cm Breie drei dieser Terrarien mit einer (!) T5-Lampe 20 Watt aus dem Bauhaus belechtet. Die ist fertig montiert. Einzig einen Reflektor habe ich noch dazugekauft. Jetzt werden einige aufschreien, das ist ja viel zu wenig Licht, ist schon richtig, aber es funktionierte.

Letztes Jahr habe ich aufgerüstet und selber Leuchtbalken gebaut mit EVG und allem drum und dran, weil die käuflich zu erwerbenden alle nicht so waren, wie ich sie brauchte. Jetzt sind es 2 * 20 Watt T5-Lampen und jetzt sind alle Pflanzen auch sehr gut ausgefärbt. Wenn man das in Regalen am Fenster baut, dann kann man auf die zweite Etage auch wärmeliebende Fleischis wie Sachen aus dem Petiolariskomplex stellen. Die werden dann von oben und unter geheizt, denn jetzt sind wir beim Problem, die Wärme.

Knollis mögen es ja bekanntlich so von 5 bis 15 °C am liebsten, T5-Lampen mögen so 35 °C am liebsten und auf die kommen sie auch. Heißt, dass man, wenn man sie in die Mitte stellt, von oben und unten ne Heizung von 35 °C zu laufen hat. Ich sage nur Dauersommerruhe.

Meine stehen in Winter unten, also nur von oben Wärme und jetzt der Trick ... die Terrarien haben Kontakt zur Außenscheibe des Fensters. Damit komme ich trotz zwei T5-Lampen und EVG letztendlich in Topfhöhe auf maximal 18 °C (tagsüber). Schwankt natürlich mit der Außentemperatur und benötigt auch ein Fenster, was nicht ganz so super isoliert (hier mal ein Dank an meinen Vermieter!).

Unter diesen Bedingungen halte ich mehr als 20 Knolli-Arten recht erfolgreich.

Danke für die Ratschläge.

Also da ich keinen Keller habe und meine Zimmerfenster relativ neue sind, habe ich mir unseren Vorratsraum ausgesucht. Da ist es im Winter meisten um 5 Grad, aber auf alle Fälle nie über 10 Grad.

Die Zucht von Samen ist mir persöhnlich nicht so wichtig. Hauptsache die Pflanzen sind kräfitg und gesund. Über Knollen kann man die ja auch vermehren. Wie ich das Terrarium beleuchte, weiß ich noch nicht ganz. Auf alle was mit LSRs. 2-3 werden wohl reichen. Als Elektriker kann ich mir da ja was zusammenbasteln:) Und den Abstand zu den Pflanzen muss ich halt austesten, wegen der Temperatur. Aber eigentlich ist genug Zirkulation vorhanden, da ich eine Kultur mit einen offenen Terraium anstrebe.

LG Cedrik!

Posted

Nochmal ... Hi Cedrik

auf jeden Fall T5-Röhren (viel Licht für wenig(er) Geld) und Reflektoren (Erhöhung der Lichtausbeute) einsetzen.

Hier mal die Sachen, die ich genommen habe:

Osram T5 FH 21W/865 HE High Efficiency LUMILUX Daylight G5

Osram Vorschaltgerät QTP5 2x14-35 Quicktronic Professional

Beim EVG muss man bei der Verkabelung auf die Ausrichtung des EVG zu den Lampen und den Abstand der

Lampen zu den Kabeln achten. Sehr gute Beschreibung hier: Osram T5-Fiebel

Vossloh IP67 G5 T5 Fassung Spritzwassergeschützt mit Schraubfuß

Es gibt Fassungen zum Anschrauben und zum Einstecken. Da ich die LSR’s auf ein Brett montiert habe

(Fußbodenheizung für das darauf stehende Aquarium) sind Schraubfassungen natürlich besser.

AQUA LIGHT Alu-Reflektor für T5 - 24 Watt / 16mm-Röhren

Es gibt viele Reflektoren und eigentlich keine genauen Messungen, welcher denn der beste ist. Früher

hatte ich eher preiswerte, jetzt habe ich eher bessere!

Lutz

Posted
Über Knollen kann man die ja auch vermehren.

Hallo Cedrik,

das stimmt für viele, aber nicht für alle Arten/Varianten. Letztlich ist das aber bei Deiner aktuellen Planung unerheblich.

viele Grüße

Dieter

Carnivorced1887
Posted (edited)

Danke für eure Beitrage!

Ranken eigentlich viele Knollenarten hoch? Wie hoch?

Und mit welcher Topfgröße hast du die besten Erfolge? Habe gelesen, dass tiefe zum Vorteil sind.

LG Cedrik!

Edited by Cedrik Sikora
Posted (edited)

Meine D. auriculata hat gerade die 50 cm geschafft und treibt immer noch fleißig. Die Cracks des Genre werden mich aber bestimmt massiv überbieten können. Siggi hat gerade ein schönes Bild von blühenden Drosera menziesii(im Drosera-Forum) reingestellt.

Wenn ich mal nachdenke, fallen mir bei den Arten, die man vielleicht einen Anfänger empfehlen könnte, nur welche ein, die eher in die Höhe gehen, wobei auch etliche nur 10 - 30 cm hoch werden, was aber auch vom Alter der Pflanze bzw. der Größe der Knolle abhängt. Solche Arten sind auch gut als Samen zu bekommen (z.B. D. peltata und D. auriculata).

Die eher rosettig bleibenden Knollendrosera-Arten sind, wenn man schon entsprechende Erfahrungen gesammelt hat, meistens auch nicht schwerer in der Haltung, haben aber einen entscheidenen Nachteil. Es ist schwer an sie ranzukommen. Bestellungen in Australien sind an der Tagesordnung und "preiswert" kann man sie nur insofern bezeichnen, dass sie den PREIS wert sind, wobei ich Preis mit Absicht kapital geschrieben habe. Es lohnt sich aber. Such mal nach einem Bild von Drosera erythrorhiza Squamosa!

Ich habe meine alle in 11 cm tiefen Quadrattöpfen. Bisher habe ich noch nie Tochterknollen am Boden des Topfes gefunden. Wenn man höhere Töpfe nimmt ist das aber bestimmt nicht von Nachteil.

Edited by Lutz
Carnivorced1887
Posted

Meine D. auriculata hat gerade die 50 cm geschafft und treibt immer noch fleißig. Die Cracks des Genre werden mich aber bestimmt massiv überbieten können. Siggi hat gerade ein schönes Bild von blühenden Drosera menziesii(im Drosera-Forum) reingestellt.

Wenn ich mal nachdenke, fallen mir bei den Arten, die man vielleicht einen Anfänger empfehlen könnte, nur welche ein, die eher in die Höhe gehen, wobei auch etliche nur 10 - 30 cm hoch werden, was aber auch vom Alter der Pflanze bzw. der Größe der Knolle abhängt. Solche Arten sind auch gut als Samen zu bekommen (z.B. D. peltata und D. auriculata).

Die eher rosettig bleibenden Knollendrosera-Arten sind, wenn man schon entsprechende Erfahrungen gesammelt hat, meistens auch nicht schwerer in der Haltung, haben aber einen entscheidenen Nachteil. Es ist schwer an sie ranzukommen. Bestellungen in Australien sind an der Tagesordnung und "preiswert" kann man sie nur insofern bezeichnen, dass sie den PREIS wert sind, wobei ich Preis mit Absicht kapital geschrieben habe. Es lohnt sich aber. Such mal nach einem Bild von Drosera erythrorhiza Squamosa!

Ich habe meine alle in 11 cm tiefen Quadrattöpfen. Bisher habe ich noch nie Tochterknollen am Boden des Topfes gefunden. Wenn man höhere Töpfe nimmt ist das aber bestimmt nicht von Nachteil.

Danke Lutz! Das wird bei mir schon klappen, denke ich.

Deine genannte Drosera sieht übrigens hammer aus! Mann könnte denken, wenn man die Finger in die Mitte hält, schnappt diese Schlagartig zu:)

LG Cedrik!

Posted

Bei mir ist es eher so, dass die Pflanzen kleiner bleiben als bei anderen. Ein Beispiel ist die D. menziesii mit einer etwas rötlicheren Blüte, die ich mal aus Samen gezogen habe. Im BG Bonn werden die Pflanzen ca. 50 % höher. Das schiebe ich auf die Lichtbedingungen, die dort ggf. zum stärkeren Höhenwachstum anregen (wobei ich nicht Lichtmangel meine, die Pflanzen dort sind definitiv gut mit Licht versorgt). Allerdings können andere Faktoren wie die Temperatur sicher auch eine Rolle spielen.

Bei den Rosetten-bildenden Arten ist es sicher nicht ganz so leicht, an Knollen heranzukommen, wobei das nicht für alle gilt. Es gibt aber zahlreiche Beispiele, die nur wenige oder gar keine Tochterknollen bilden und zur Bestäubung zwei genetisch unterschiedliche Pflanzen benötigen. Bei denen bleibt im Wesentlichen nur die Nachzucht aus Samen, wobei dann die Samenverfügbarkeit erst einmal die große Frage ist.

Zur Tiefe der Töpfe ein Kommentar: bei 11 cm tiefen Töpfen gibt es bei mir immer wieder Arten (bzw. einzelne Klone davon), die ihre Knollen auf den Boden des Topfes legen oder - viel schlimmer - unten aus dem Topf herauswachsen wollen, was bei mir oft bedeutet, dass dieser Trieb beschädigt wird, weil der Topf gelegentlich bewegt wird. Das Spektrum zieht sich quer durch die Artenliste, so dass eine Aufzählung eher schwierig ist. Wenn es häufiger passiert, setze ich die Knollen für die nächste Saison in tiefere Töpfe. Kandidaten dafür sind vor allem Arten wie D. porrecta, D. rupicola oder P. gigantea. Die meisten anderen müssen mit den 11 cm Höhe oder gar weniger auskommen und scheinen sich darüber nicht zu beklagen.

Viele Grüße

Dieter

Carnivorced1887
Posted

Danke Dieter!

Ich fange erstmal mit 11cm an. Wenn es für einige Arten zu klein ist, kann ggf. noch größere Töpfe verwenden.

LG Cedrik!

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