Guest Tim Beiersdorfer Posted April 12, 2011 Posted April 12, 2011 Hallo zusammen Ich habe mich heute zwecks füllung meiner Regenfässer über den starken Regen gefreut. Es ist auch ordentlich was zsammengekommen an Wasser nur ist es eine gelbe Brühe sprich das Wasser ist stark mit Blütenstaub verunreinigt. Jetzt würde ich gerne wissen ob ich das Wasser trotzdem für meinen Moorkübel verwenden kann oder nicht. Desweiteren würde ich gerne wissen ob ihr euer Wasser schon bevor es in die Tonne gelangt bzw. bevor ihr es dann verwendet irgendwie filtert und wenn ja wie?Evtl. besteht auch die Möglichkeit das bereits gesammelte Wasser zu Filtern? Grüße Tim
Tim Beier Posted April 12, 2011 Posted April 12, 2011 Hallo, ich kann jedes Jahr zur selben Zeit ähnliches bei meinem Regenwasser beobachten. In vielen Schalen ist mit der Zeit ein gelber "Schimmer" durch den Blütenstaub zu sehen. Ich konnte bis dato keinen negativen Einfluss durch den Blütenstaub feststellen. Ich filtere mein Wasser weder vorher noch nachher. Ich gehe grundsätzlich davon aus das die Pollen ein gewisses Potenzial als "Nährstoffe" darstellen, welches zum Beispiel die Algenbildung verstärken könnte, aber eine Gefahr für unsere Karnivoren schließe ich aus. Allgemein gesehen kannst du "Fremdstoffe" (Blütenstaub, normaler Staub, sonstiger Dreck) im Regenwasser reduzieren in dem du das Wasser erst nach einer gewissen Zeit aufsammelst. Der "Dreck" wird also erst vom Dach gespült und dann wird erst in den Behälter (Regenfaß oder ähnliches) geleitet.
Lutz Posted April 13, 2011 Posted April 13, 2011 Hi, ich habe zu bestimmten Zeiten die selben Probleme mit der "Verschutzung" des Regenwassers. Früher habe ich auch über Kaffeefilter filtriert, war mir aber zu langwierig. Dann habe ich ein Küchensieb mit Aquarium-Filterwatte genommen. Das ging ganz gut und schnell, filterte aber nur die groben Bestandteile raus. Jetzt nehme ich einen kleinen, übriggebliebenen Aquariumfilter, der nur mit Aquariumfilterwatte beschickt ist. Rein in die Steckdose und es sprudelt glasklares Wasser in die Gießkanne. Optimale Lösung. Ich habe jetzt von meinen drei Tonnen à 60 l zwei als Auffangtonnen, in denen auch die "sonstigen Dach- und Luftbestandteile" sind und eine Tonne für Klarwasser. Wenn die Klarwassertonne leer ist, dann stelle ich für etwa 20 min die Pumpe an und dann habe ich wieder eine Tonne der Marke Glasklar. Bei e-ba.. kann man solche Filter schon für unter 10 Euronen bekommen. Man muss sich aber darüber im klaren sein, dass diese Methode nicht die gelösten Nährstoffe rauszieht, wobei ich in dieser hinsicht selbst mit Regenwasser, das vor Leben wimmelte, keinerlei Probleme hatte und ich habe fast ausschließlich Terrarien. Im Moorbeet sehe ich da noch weniger Probleme, zumal bei einem Regen die Pollen und was auch immer ja auch auf bzw. im Mooorbeet landen.
jusch Posted April 13, 2011 Posted April 13, 2011 Jetzt würde ich gerne wissen ob ich das Wasser trotzdem für meinen Moorkübel verwenden kann Ja. Desweiteren würde ich gerne wissen ob ihr euer Wasser schon bevor es in die Tonne gelangt bzw. bevor ihr es dann verwendet irgendwie filtert und wenn ja wie? Eingebauter Laubabscheider im Regensammler im Fallrohr. Evtl. besteht auch die Möglichkeit das bereits gesammelte Wasser zu Filtern? Zu welchem Zweck? Regenwasser hat üblicherweise einen sehr geringen Nährstoffgehalt, der auch den Moorbeetpflanzen nicht schadet. Allerdings kann auch ein geringer Nährstoffgehalt zum Algenwuchs führen, und je nach überwiegender Algenart könnten dicke eklige Fadenalgen in der Regentonne wuchern, die das Wasserzapfen behindern, also entweder den Ablasshahn verstopfen (wenn Du die Kanne zum Wasserzapfen unterstellst und einen Hahn aufdrehst) oder mit in die Giesskanne geraten (wenn Du die Giesskanne von oben in die Regentonne tauchst). Oder im Spätherbst das Reinigen der Tonne erschweren, wenn Du sie winterfest machst. Dieses Problem (und andere, wie z.B. die Entwicklung von Mückenlarven im Sommer oder Laubfall in die Tonne im Herbst) sind aber überhaupt kein Thema, wenn Du eine lichtdichte Regentonne mit einem dichtschliessenden Deckel verwendest. Kein Licht, keine Algen. Der Blütenstaub wird auf längere Sicht entweder zu Nährstoffen zersetzt oder sinkt auf den Bodengrund der Tonne, wo er einmal jährlich entfernt wird, wenn Du zum Winter hin vor dem ersten harten Frost die Tonne leerst, reinigst und damit winterfest machst. Also immer schön Deckel auf die Tonne, dann wachsen da auch keine Algen drin, die Dir hinterher was verstopfen könnten und andere potentielle Probleme sind mit dem Deckel gleich mit erledigt.
G.A.S. Posted April 13, 2011 Posted April 13, 2011 Hallo Tim, nachdem ich schon Algen und andere Verunreinigungen im der Regenwassertonne hatte, habe ich mir einen Aquariumfilter (750 l/h) mit UV-Licht zugelegt. Dieses läuft mit eingebauter Pumpe als Umwälzanlage und durch das UV-Licht werden Algen und sonstige Keime abgetötet. Da die beiden Schwammeinsätze ziehmlich grob sind, ziehe ich noch eine Socke darüber. Damit wird auch der Blühtenstaub herausgefiltert. Ob nun das unbehandelte Regenwasser unschädlich ist oder nicht, so freue ich mich jedenfalls über mein sauberes Gießwasser.
Guest OlliK1983 Posted April 13, 2011 Posted April 13, 2011 Hallo! Auch ich konnte keinen negativen Einfluss von Blütenstaub auf meine Pflanzen feststellen... Liebe Grüße Oliver
Brathirn Posted April 14, 2011 Posted April 14, 2011 Ich glaube, ihr übertreibt alle. Im Moor sammeln sich auch Pollen und Co und das hat keinen Einfluss aufs Wachstum. Ich würde das Wasser einfach in die Untersetzer giessen, die eigentlichen Pollen werden eh nicht nach oben gesaugt und ich glaube auch nicht, dass die wirklich nährstoffreich sind, wobei ja schon einige Karnivoren auch Pollen fangen..
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