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Hallo Zusammen,

ich habe Probleme mit einer Drosera Filiformis (siehe Bild).

Alle neu ausgetriebenen Blätter werden von den Spitzen her braun und sterben langsam ab.

Hab' die Pflanze schon mit Fungisan behandelt, weil ich glaubte, dass es evtl. ein Pilz sein könnte.

Hat aber nix gebracht.

Wie kann ich die Pflanze noch retten? Gibt's Ideen

LG und frohe Ostern

Heiko

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  • Danke 1
Gordon Shumway
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Hallo Heiko!

Wie lange hast du denn schon diese Pflanze?

Und wie hast du sie die letzte Zeit über kultiviert?

Der Topf hat keine Abflusslöcher und steht im Anstau, oder?

Sicher bin ich mir nicht, aber für mich sieht die Pflanze so aus, als würde sie zu dunkel und zu nass stehen.

Würde dir emppfehlen, die Pflanze in einen 'gewöhnlichen' Topf mit Löchern unten drin zu pflanzen, möglicherweise sogar in frisches Substrat.

Den Topf stellst du dann in einen Untersetzer. Auf diese Weise kann man leichter bewässern.

Am wichtigsten wäre jedoch, einen VIEL (!) helleren Platz für die Pflanze zu suchen. Südfenster oder draußen auf Fensterbrett / Balkon / Terrasse / Garten.

Aber noch nicht gleich volle Sonne, sondern erst schrittweise, so dass sich die Pflanze daran gewöhnen kann.

Zur Nor wäre auch Kunstlicht eine Option, was bei dem derzeitigen Lichtangebot aber Verschwendung wäre!

MfG,

Gordon

Posted (edited)

Hab' die Pflanze schon mit Fungisan behandelt, weil ich glaubte, dass es evtl. ein Pilz sein könnte.

Hat aber nix gebracht.

Wie kann ich die Pflanze noch retten? Gibt's Ideen

D. filiformis ist eine winterharte Drosera, die im Winterhalbjahr ein Hibernakel bildet.

Deine sieht auf dem Foto aus, als wenn Du sie im Zimmer wie eine Zimmerpflanze hältst.

Hatte Deine Pflanze im Winter ein Hibernakel gebildet? Wie sah das aus?

Eine im Frühjahr austreibende D. filiformis, die im Winter bei ausreichend Kälte ein kräftiges Hibernakel gebildet hat, sieht ungefähr so aus wie auf dem beiliegenden Bild.

Lediglich die recht kleine Variante "D. filiformis all red" ist nicht winterhart und muss dann mit viel Kunstlichtbeleuchtung im Haus frostfrei überwintert werden.

post-1473-0-70570200-1303558181_thumb.jp

Edited by jusch
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Hallo Gordon, Hallo Jusch,

erstmal vielen Dank für die Antworten.

Ich halte die Pflanze im Anstauverfahren in einem Torf-Sand-Gemisch, und sie steht auf einem Fensterbrett mit Richtung Südost, hat also jeden Tag ein paar Stunden (bis Mittags) volle Sonne.

Sie hatte letzten Herbst/Winter ein Hibernakel gebildet, das aber eher bräunlich aussah. Vor ein paar Wochen trieb sie dann wieder aus. Die Überwinterung fand auch auf dem Fensterbrett statt (evtl. war das ein Fehler).

Der Austrieb vor ein paar Wochen sah aber sehr gut aus und das Absterben der Blätter hat erst kürzlich (vor ca. 2 Wochen) eingesetzt ...

Viele Grüsse

Heiko

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Sie hatte letzten Herbst/Winter ein Hibernakel gebildet, das aber eher bräunlich aussah. Vor ein paar Wochen trieb sie dann wieder aus. Die Überwinterung fand auch auf dem Fensterbrett statt (evtl. war das ein Fehler).

Das sieht mir so aus, als wenn Du diese Art bei Dir ungefähr um +20°C zu warm überwintert hast. Da hilft es auch nicht, "Fungisan" oder irgendein anderes Zeugs drüberzusprühen.

Pflanzen wollen entsprechend IHREN Anforderungen gehalten werden und Du tust einer winterharten Pflanze keinen Gefallen, wenn Du sie um 20 Grad zu warm überwinterst.

Für die Haltung im Zimmer auf dem Fensterbrett würden sich einige Sonnentauarten aus Südafrika eignen, z.B. D. capensis, D. aliciae oder D. nidiformis. Die brauchen keine besonders tiefen Temperaturen im Winter, bilden kein Hibernakel, und wenn das Licht im Winter tatsächlich zu wenig ist, dass die Pflanze oberirdisch nahezu eingeht, haben sie fast immer genügend Kraft, um aus den Wurzeln neu auszuschlagen.

Die kleinere und nicht winterharte D. filiformis all red würde sich auch für das Fensterbrett eignen - wenn Du die Pflanzen im Winter mit zusätzlich Kunstlicht beleuchtest (ohne Kunstlicht kommt auch die wärmeliebende all red Variante der D. filiformis im Zimmer kaum über den Winter).

  • 1 month later...
S. Steinebach
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Hallo ich misch mich da nochmal ein (wenns denn noch nicht zu spät ist)

Hatte meine D. filiformis im Winter draussen, habe sie aber schon Mitte Januar reingeholt (mach ich mit den meisten, damit die schon schön und kräftig sind wenn ich sie mit den übrigen Überwinteren nach den Eisheiligen raussetze)

Naja, bei allen hat das (wie immer) auch gut funktioniert, außer bei D. filiformis, von 20 Stück starben im ersten Monat gleich 5 an Schimmel, das ist normalerweise kein Problem, D. filiformis ist bei mir allgemein ein Pflegling mit Sonderwünschen (nicht zu nass, nicht zu trocken, blos kein Anstau, am besten Sand, aber da wachs ich dann doch nicht drin) die sie bei mir nicht bekommen nach dem Motto: Nur die harten kommen in den Garten.

Aber dann starben nochmal 5 und nochmal 3 größten Teils nach dem gleichen Muster wie deine, erst wurden die noch eingerollten Blätter gelb, dann braun und Ende.

Der Grund (wie sich rausstellte) waren Trauermücken.... Das Hibernakel hat noch keine Wurzeln und sobald diese austreiben wollten haben die Larven die schon abgefressen oder gelich die ganze Pflanze von unten durchlöchert.

Habe jetzt ne Pnguicula-Massenproduktion gesatertet, Nematoden gekauft und ausgebracht und auch schon diverse Töpfe mehrere Tage komplett unter Wasser gesetzt um die Larven zu ertränken...

Bis jetzt hat mich noch nichts davon überzeugt, ich werde wohl doch auf die chemische Keule zurückgreifen....

Schau einfach mal ob am Boden des gestauchten Sprosses (also da wo die neuen Wurzeln rauswachsen) kleine weiße Würmer ihr Unwesen treiben.... wenn nicht dann liegts wirklich an den Haltungsbedingungen...

Gruß S.

Feldenberg
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Hallo zusammen,

nur kurz meine 50ct: Folgenden D. filiformis hab ich letztes Jahr freundlicherweise von Jusch erhalten (anbei aktuelles Bild von soeben):

Die Pflanze wächst bei mir genau unter den vom Anfrager geschilderten Bedingungen und wurde auch "im Zimmer" überwintert, d.h. mit Temperaturen zwischen 17-22°C am Ostfenster. Bei der Hibernakelbildung hab ich nun zwei interessante Dinge beobachtet (hatte zwei Pflanzen in unterschiedlichen Töpfen ausgepflanzt):

Ein Hibernakel auf unbedeckter Carnivorenerde formte sich früh uns sehr kompakt - es sah bald sehr braunfäulig und verkrüppelt aus - Daher habe ich es im März ohne Wurzeln ins Spaghnum meines Moorkübels geworfen - hatte es quasi abgeschrieben - doch trieb dann zu der oben abgebildeten Pflanze aus! Also kein Thema.

Das andere Pflänzchen hatte ich gleich im lebenden Sphagnum der "Moorschale" überwintert und es sah im Moos genau so aus wie das von Jusch oben abgebildete. Nun im Frühjahr hat sich diese Pflanze zig mal geteilt, wobei die Einzelpflanzen ein wenig schwächer wirken als die aus dem "krüppel-Hibernakel" hervorgegangene.

Fazit: D. filiformis KANN drinnen erfolgreich überwintert werden, wobei tatsächlich Staunässe unerwünscht ist und ich kommenden Winter ausschließlich im lebenden Sphagnum überwinternt werde.

viele Grüße

Feldi

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