Motzi Posted April 27, 2011 Posted April 27, 2011 Hallo! Schon das zweite Frühjahr muss ich beobachten, dass kleine Nager an den Pflanzen zu Gange sind. Die Frage ist nur, welche und ob man was tun kann. Hauptsächlich werden junge Triebe, bevorzugt Blüten, von den Sarracenien angefressen (auch ältere Blätter). Das ist natürlich ärgerlich. Ich konnte noch kein Tier ausmachen. Schnecken sind es wohl auch nicht. Heute sind mir kleine Regenwürmer aufgefallen. Aber ich nehme mal nicht an, dass diese Blätter anfressen, oder? Hat jemand einen Tipp? Vielen Dank schonmals!! Grüßle Motzi
Feldenberg Posted April 27, 2011 Posted April 27, 2011 Hi, das waren SCHNECKEN!!! Die Art kann ich Dir nicht sagen, aber es waren sicherlich eher größere.. (vergleiche mal die Fraßspuren mit denen, die Du beim Pilzesammeln im Herbst zu sehen bekommst :-). viele Grüße Feldi
Motzi Posted April 28, 2011 Author Posted April 28, 2011 Hallo Feldi, danke für den Tipp! Leider nimmt die Sache überhand. Es ist keine Schnecke oder spuren zu sehen. Ich habe jetzt mal Bierfallen aufgestellt. Hat Du oder sonst wer noch einen tipp, was man tun könnte. Wo sitzen vor allem die Viecher tagsüber. Im Moos? Wäre es vielleicht mal gut dieses auszutauschen? Grüßle Motzi
Andy Böhnke Posted April 28, 2011 Posted April 28, 2011 Hallo Motzi, ich hatte letztes Jahr in meinem Moorkübel eine Schneckenbrutschnecke. Die Schnecke haben sich unter dem Sphagnum versteckt. Es waren etliche kleine Spanische Wegschnecken. Schau also mal unter Deinem Sphagnum nach. Ansonsten kann ich Dir Schneckenkorn empfehlen. Das ist relativ günstig und ergiebig. Schöne Grüße Andy
Ulrich S. Posted April 28, 2011 Posted April 28, 2011 Hallo Motzi, falls du auch unter dem Sphagnum keine Schnecken findest hier mein Tip. Für mich sehen die Frasspuren nach Raupen aus. Dafür könnten auch die fehlenden Schleimspuren sprechen ! viele Grüße Ulrich
Birgit H. Posted April 28, 2011 Posted April 28, 2011 Ich würde auch auf Raupen tippen! Viele Grüße, Birgit
Motzi Posted April 30, 2011 Author Posted April 30, 2011 Hallo! Danke für Eure Tipps! Ich habe jetzt Bierfallen zunächst aufgestellt und damit spanische Wegschnecken gefangen. Heute habe ich mal das ganze Moos entfernt, so kamen noch mehr Schnecken zu Tage. Jetzt habe ich Sägemehl verstreut. Das mögen wohl die Biester nicht. Sieht aus, als ob die Pflanzen auf Urlaub wären. Na ja nach Gebrauch kann ich das ja wieder wegsaugen. Zur Not habe ich noch Schneckenkorn da. Ich bin also gerüstet. Laut einem Mitarbeiter beim Obi hilft wohl auch Hefe gegen Schnecken. Wohl bekomms! Das mit den Raupen ist auch nicht ganz von der Hand zu weißen. Allerdings meinte ein Nachbar, dass man diese noch eher sehen müsste als Schnecken, da diese an den Blättern sitzen. Ich denke die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Gegen die Schnecken werde ich mich nächstes Frühjahr bälder rüsten. Aber es war ja eigentlich trocken in der letzten Zeit. Na und so fühlen die Viecher sich im Moorbeet besonderes wohl. Grüßle Motzi
Feldenberg Posted April 30, 2011 Posted April 30, 2011 Ohne rechthaberisch wirken zu wollen: ich hab kürzlich Wegschnecken beim über-die-Hecken-kriechen beobachtet und sie hinterlassen tatsächlich keine (!) Schleimspur auf den Blättern! ;-) Grüsse Feldi
Miriam_Koetzler Posted August 19, 2011 Posted August 19, 2011 Hallo! Ich habe ein ähnliches Problem. An meiner S. purpurea (an allen anderen Pflanzen nicht) tritt seit einigen Wochen extremer Fraßschaden auf. Dabei werden die Schläuche nicht von der Mitte oder vom Rand her weggefressen, wie man es von Schnecken kennt (außerdem fehlen Schleimspuren). Stattdessen werden die Blätter regelrecht abgeschnitten. Größere Blattstücke liegen überall auf dem Substrat rum. Auf dem zweiten Bild kann man auch sehen, wie die Fraßlinie mitten im Blatt aufhört. Hat jemand eine Idee, welcher Schädling die Blätter kleinschneidet, anstatt sie abzunagen? Und sich außerdem gerne im 4. Stock mitten in der Stadt auf einem Balkon aufhält? Kann es eine Raupe sein? Ich finde aber keine Raupe in der Nähe. Ich habe keine Ahnung, wie ich die schon massiv zerstörte Pflanze vor weiterem Fraß schützen kann. Danke und Grüße, Miriam
Bastian Fröschke Posted August 19, 2011 Posted August 19, 2011 hi, jo das sind raupen kleine graue die hab ich auch -.- @Miriam seh ich das richtig oder steht die pflanze komplett unterwasser? Gruß Basti
Björn Thiesen Posted August 19, 2011 Posted August 19, 2011 jo das sind raupen kleine graue die hab ich auch -.- Also, das waren mit Sicherheit keine Raupen (und auch keine Schnecken). Mit größter Wahrscheinlichkeit war das ein Vogel. Amseln z. B. machen so etwas gern. Aber sicher auch noch die ein oder andere Art.
Thomas_Fr Posted August 19, 2011 Posted August 19, 2011 Hi Miriam, auf den ersten Blick hätte ich sofort auf einen Sturmschaden getippt. Hat es bei dir in letzter Zeit Unwetter oder Hagel gegeben? So zerstört sahen meine damals auch nach einen Unwetter aus. Da du aber geschrieben hast dass es schon seit mehren Wochen so geht, könnte es auch eine Erd-/Sandbiene gewesen sein die die Blätter für den Bau der Höhle benötigt. Externer Videolink Grüße Thomas
Piesl Posted August 19, 2011 Posted August 19, 2011 Hallo, schon mal nach kleinen grünen Heuschrecken geschaut? Beispiel Wenn bei mir im Beet oder Balkon (2.Etage) solche Schäden auftreten sind die Schwertschrecken häufig zu finden. Direkt erwischt habe ich sie aber nicht beim Fressen. Aber nicht verwechseln mit dem großen grünen Heupferd, das ist ein reiner Räuber wie Mantiden. Piesl
Björn Thiesen Posted August 19, 2011 Posted August 19, 2011 Das sind keine Bienen und auch keine Heuschrecken, die diese Schäden verursacht haben. In beiden Fällen - sollten diese Insekten tatsächlich mal an Sarracinien rangehen (was ich stark bezweifle) - wären die Ränder viel ordentlicher. Das Schadbild passt hingegen hervorragend zu von Vögeln verursachten Schäden. An einigen Schläuchen kann man gut mehr oder wenige dreieckige Einkerbungen erkennen, wie sie durch Schnäbel entstehen. Außerdem wurde noch geschrieben: "Größere Blattstücke liegen überall auf dem Substrat rum" Das spricht ebenfalls sehr gegen Erd-/Sandbienen oder Heuschrecken (und alle anderen Arthropoden oder Mollusken). Also, falls diese Schäden nicht durch einen oder mehrer Vögel entstanden sind, fresse ich einen Besen.
Lukas Volkmer Posted August 19, 2011 Posted August 19, 2011 Guten Abend ich hatte das letztes Jahr auch mit meiner S. purpurea. Bei mir waren es Amseln ich habe es nämlich einmal gesehen wie diese kleine Amsel an dem Topf saß. Die Spuren bei dir sehen vgl. mit meinen nahezu gleich aus. Ich tippe also ebenfalls auch auf Vögel. Gruß nj
MatthiasF Posted August 20, 2011 Posted August 20, 2011 Hallo allerseits, Meine S. purpurea sah auch so aus nachdem ein Spatz (Sperling) sich die Reste der Insekten aus den Schläuchen holte... Von daher habe ich ebenfalls eher auf Vögel im Verdacht. mfg Matthias
Miriam_Koetzler Posted August 20, 2011 Posted August 20, 2011 Vielen Dank euch allen für die schnelle und zahlreiche Hilfe! Insbesondere an Lepidopterix, ich deine Erklärung kommt am ehesten mit dem hin, was ich beobachtet habe. Vogel (Amsel) kann sehr gut sein, die sieht man auch häufiger bei uns. Außerdem sehen die Blätter wirklich wie abgerissen aus. Ich wäre nur nicht drauf gekommen, weil meine Pflanzen in all den Jahren im Moorbeet im Garten nie so zugerichtet wurden, obwohl da auch Amseln waren und die Pflanzen sogar besser zugänglich. Heuschrecken würde ich ausschließen, wie gesagt 4. Stock mitten in der Stadt - ich habe da noch nie Heuschrecken gesehen. Sturmschaden auch, bei uns stürmt es zwar häufiger (Norddeutschland halt), aber nie haben meine Pflanzen davon schaden genommen. Dann werde ich mal ein Netz über den Kasten spannen und dann werden wir sehen, ob da noch geknabbert wird. :thumbsup: . Danke nochmal!
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