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Pinguicula fiorii x grandiflora ssp. rosea


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Hi,

hier mal ein Bild meiner Pinguicula fiorii x grandiflora ssp. rosea

m_p_fiorii.jpg

...schön zu sehen, dass sich selbst bei den kleinsten Pflänzchen schon die Blattränder nach oben biegen. Die Spezie/Sorte 'rosea' soll ja sogar ohne starkem Sonnenlichteinfall rötlich werden. Da bin ich ja mal gespannt drauf. Ist aber auch nicht so schlimm, wenn sie nicht farbig wird. Bei einem Schattenbeet (ca. 4 Stunden Sonne) muss man eben Abstriche machen.

-volker-

Kevin Tonnerre
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Hallo,

P. grandiflora ssp. rosea ist ein Endemit aus der Gegend um Grenoble. Diese farbliche Mutation bildet keine rötlichen Blätter aus (das wären dann eher die Hybriden mit P. longifolia aus Spanien und Frankreich). Der Name bezieht sich also eher auf die zartrosa Blüten, die fast weiss sind. Die Hibernakel können jedoch eine rötliche Färbung annehmen. ;-)

Falls du auf rötliche temperierte Pinguicula aus bist, kann ich dir vor allem P. poldinii empfehlen.

Posted

soll ja sogar ohne starkem Sonnenlichteinfall rötlich werden. Da bin ich ja mal gespannt drauf.

Die Brutknospen im Spätwinter auch bei Plantarara gekauft?

Anbei mal ein Foto von meinen.

Links zum Vergleich 08/15 P. grandiflora (aus eigener Ernte), rechts die gekauften Pinguicula fiorii x grandiflora ssp. rosea bei mäßiger Sonneneinstrahlung gehalten.

Die bekommen schon recht dunkle Blätter.

Und es ist ja mal wieder typisch: Da hat man Tonnen von selbstgeernteten Brutknospen der einen Art und einige wenige gekaufte einer anderen. Über welchen Topf läuft wohl eine fette Nacktschnecke und frisst die Hälfte weg? Natürlich dort, wo die Hälfte von dem weggefressen wird, von dem man ohnehin kaum was hat!

Im übrigen kann ich bei meinen P. fiorii x grandiflora ssp. rosea noch nicht definitiv sagen, ob es denen wirklich gut geht. So wie ich momentan eigentlich Zweifel bei allen winterharten Pinguicula habe, die in kalkhaltigem Substrat stehen. Dass die so richtig vollfett wuchern wie meine torfständigen Arten (P. macroceras ssp. nortensis und P. grandiflora) kann ich bisher von keiner der Arten und Hybriden in Kalksubstrat so richtig sagen und einige wie P. vallisneriifolia scheinen sogar eher zu kränkeln als zu wuchern.

post-1473-0-59255600-1305486350_thumb.jp

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Hallo jusch

Die Brutknospen im Spätwinter auch bei Plantarara gekauft?

...ich habe sie von karnivorenversand geschenkt bekommen, nachdem ich dort 2x5 Brutzellen von P.vallisneriifolia gekauft habe (habe dort wirklich nicht mehr bestellt - besser geht's nicht!).

Da ich ja wirklich ein Neuling bezüglich Moorpflanzen bin (und erst Recht in Bezug auf kalkliebende Pings) kann ich nur nach 'Hören und Sagen' meine Substrate zusammenstellen. Aber laut Erfahrungen bezüglich P.vallisneriifolia von Marcus -> "Die Pflanze bekommt bei mir ein recht mineralisches Substrat mit ner guten Menge Marmorsplit und ca. 20% Torf." ist Deine Mischung (ohne viel Klimbim) anscheinend doch sehr ähnlich.

Meine Mischung für die P. fiorii ist die Gleiche wie bei meiner P.vallisneriifolia (Substratmischung) - nur mit etwas Weißtorf abgestreut.

Die Größe der kleinen Pflänzchen von P.fiorii (und P.vallisneriifolia) ist gleich meiner kleinen Pflänzchen (auch aus Brutzellen) von P.grandiflora im Moorbeet. Das wiederum finde ich sehr erstaunlich - wachsen doch die beiden Kalk-Pings auf der Fensterbank bei wesentlich höheren Durchschnittstemperaturen.

Deine Pflanzen sind schon viel größer - ich denke das liegt an der Outdoorhaltung. Wird auch Zeit das ich meine Pflanzen raus setze.

PS: So richtig nach Kümmerwuchs sehen Deine Pflanzen aber auch nicht aus. Gut, P.grandiflora wächst wie blöd, weil sie einfach besser in unser Klima passt (Vermutung) und unsere P.fiorii ist eben nicht so eine 'Unkrautpflanze' und wuchert deshalb nicht.

-volker-

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Marmorsplit und ca. 20% Torf." ist Deine Mischung (ohne viel Klimbim) anscheinend doch sehr ähnlich.

Ne, hier bei mir ist mehr Torf und mehr Klimbim für die Pings drin als bei Marcus.

Deine Pflanzen sind schon viel größer - ich denke das liegt an der Outdoorhaltung. Wird auch Zeit das ich meine Pflanzen raus setze.

Vorsicht bei Indoor vorgetriebenen winterharten Pings, dass Dir die bei der Umstellung auf Outdoor nicht umfallen. Deine Indoor gehaltenen Pings sehen für mich so aus, als wenn die Outdoor sehr schnell Probleme bekommen könnten.

Schön laaangsam und vooorsichtig an die Outdoor-Bedingungen gewöhnen. Keine pralle Sonne, keine zu kalten Nachttemperaturen, Vorsicht mit niedriger Luftfeuchte, mit starkem Wind, mit Schlagregen, mit allem. Wenn ich Pings indoor vortreibe, wachsen die immer extrem schnell, und wenn ich bei der Gewöhnung an Outdoor nicht vorsichtig genug bin, fallen die innerhalb kürzester Zeit um und trocknen in sich zusammen bis zum Tod, wenn sie nach draussen gestellt werden, besonders direkte Sonne scheint denen zuzusetzen, aber auch niedrige Luftfeuchte im Schatten mit Wind an sehr sonnigen, trockenen Tagen.

Die Indoor vorgetriebenen und dann auf Outdoor umgestellten Ping-Brutknospen funktionieren bei mir nur manchmal gut. Und manchmal auch sehr schlecht, bzw. schlechter als Brutknospen, die gleich Outdoor gepflanzt wurden. Vorhersagbar und vorhersehbar ist das für mich nicht in jedem Falle.

PS: So richtig nach Kümmerwuchs sehen Deine Pflanzen aber auch nicht aus.

Ich vergleiche nur immer meine in Kalksubstrat wachsenden Fettkräuter mit den in Torfsubstrat wachsenden Fettunkräutern (z.B. P. grandiflora), und da schneiden die in Kalk wachsenden Arten und Hybriden bei mir bisher vergleichsweise schlecht ab. Mehr Verluste insgesamt bei den auf kalkhaltigem Substrat austreibenden Brutknospen. Na ja, mal weiter schauen was wird.

Kevin Tonnerre
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Mit dieser Kulturhybride kenne ich mich zwar nicht aus, jedoch werden eigentlich beide Elternpflanzen nicht rot. Die natürliche Kreuzung zwischen P. grandiflora und P. longifolia wird aber eigentlich auch rötlicher als ihre Eltern.

Ich empfehle auch eine ganzjährige Haltung draussen, das gibt robustere Pflanzen.

Ich würde das Substrat wirklich nicht überbewerten, zumindest nicht wenn es darum geht, ob es Kalk enthält oder nicht.

Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, dass diese Kreuzung sowohl in Torf, als auch rein mineralisch gut wächst. Schliesslich wächst P. fiorii am Naturstandort eher in Moospolstern und P. grandiflora eher auf verschiedenen organischen Substraten, können beide aber auch auf dem Felsen wachsen.

Vielleicht wäre aber wichtig zu beachten, was die Töpfe für eine Tiefe haben (zu hoch wäre eher ein Nachteil) und wie oft gegossen wird. Die temperierten Arten stehen im Gegensatz zu den mexikanischen Arten während der Wachstumsperiode bei mir immer im Anstau. Gerade Sämlinge (denen ich praktisch keine direkte Sonne gönne) und kleinere austreibende Brutzwiebelchen benötigen ein sehr feuchtes Substrat. Wegen dem schlechteren Wasserhaushalt bei den mineralischen Substraten vielleicht öfter giessen? Das gibt den Pilzen im Frühjahr auch weniger Chancen, ist zumindest mein Eindruck. Vielleicht liegt ja hier die Lösung.

Posted

Ich empfehle auch eine ganzjährige Haltung draussen, das gibt robustere Pflanzen.

Yep, genau das versuche ich. Wobei aber wohl auch "winterharte Pinguicula" angeboten werden (bzw. als "winterhart" in Artenlisten stehen), die es im Freien in deutschem Klima nicht mitmachen. Leider kann man (auch hier im Forum) oft nicht erkennen, welche Arten im Freien in Deutschland kultivierbar sind, und welche "winterhart" eher in Süditalien und Südfrankreich sind und in Deutschland eher im ungeheizten Gewächshaus gehalten werden sollten.

Ich würde das Substrat wirklich nicht überbewerten, zumindest nicht wenn es darum geht, ob es Kalk enthält oder nicht.

Das muss wohl so sein, denn bei einem Franzosen habe ich mal in einem anderen Forum gelesen, dass er für seine temperierten Pinguicula ein 100% mineralisches Substrat ohne Kalk bevorzugt:

80% Katzenstreu plus 20% Sand oder so.

Keine Ahnung, ob es in Deutschland eine Katzenstreu auf derselben Basis gibt wie er sie verwendet, denn außer "nicht klumpend" hat er zur von ihm verwendeten Katzenstreu keine weiteren Angaben gemacht, und das kann ja alles mögliche bedeuten.

Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, dass diese Kreuzung sowohl in Torf, als auch rein mineralisch gut wächst.

Wenn ich nicht so geizig und faul wäre, würde ich mir zwei Portionen besorgt haben, eine in sauren Torf und eine in kalkhaltiges Substrat zwecks Vergleichsstudie. Aber so systematisch gehe ich oft nicht vor.

Wegen dem schlechteren Wasserhaushalt bei den mineralischen Substraten vielleicht öfter giessen?

Bei vorwiegend mineralischen Substraten hängt es auch ganz von der Kapillarität des Substrats ab, wie gut und wie hoch Feuchtigkeit aus dem Anstau nach oben gefördert wird. Ich mische ja eher Torf bei, damit auch ein sehr mineralisches Substrat seine Kapillarkräfte entfaltet. Aber manche Anhänger von rein mineralischen Substraten stellen die Kapillarität rein durch die Beimischung von Sand ein: Den richtigen Anteil Sand zum Füllen der Lücken zwischen den gröberen Brocken und vor allem auch Sand der richtigen Korngröße. Mir fehlt es dazu ehrlich gesagt an Erfahrung, Zeit, Muße und Sand verschiedener Körnungen, um mir ein Substrat zu mixen, in dem die Feuchtigkeit dann auch eine ausreichende Steighöhe über Anstau erreicht, um die Pflanzen ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Vielleicht experimentieren manche Forenteilnehmer ja mit kalkfreiem und trotzdem 100% mineralischem Substrat auf Katzenstreu-Basis auch in diesem Forum, gelesen habe ich hier dazu aber noch nichts. Würde mich aber interessieren, mehr darüber zu erfahren, z.B. geeignete Marken der ztu verwendenden Katzenstreu.

Posted (edited)

Hallo Jürgen,

leider habe ich den Artikel mit dem Katzenstreu nicht abgespeichert. Sehr wichtig war aber auch ein Streu zu nehmen OHNE Parfüm-Geruchsstoffe.

Das mit der Kapilarwirkung bei mineralischen Mischungen ist eigentlich nur Korngrößenabhängig. Je kleiner das Korn, desto höher steigt die Wassersäule. Ist oberflächenspannungsabhängig <- gibt es das Wort überhaupt :) ...naja mach ich lieber einen ganzen Satz draus -> ist Abhängig von der Oberflächenspannung des Wassers.

Ich versuche aber bei meiner Kalk-Mineralien-Brücke mittels 10er GFK-Bewässerungsdocht die Bewässerung zu unterstützen.

PS: Hier mal einen Link einer Substratzusammensetzung eines Katzenstreus.

-volker-

Edited by Volker S

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