Christian Voss Posted May 20, 2011 Posted May 20, 2011 Hallo zusammen, die Sonne lacht und mein Moorbeet gedeiht bestens. Im Gegensatz zu den vielen - zugegeben sehr schönen - naturnahen Moorbeeten, die hier bereits gezeigt wurden, möchte ich mal meine Variante des Moorbeets vorstellen. Zunächst einige Daten: Die Grundfläche ist dreieckig und ca. 3,5m² groß. Die Tiefe beträgt ungefähr 80cm. Am Boden befinden sich 30 Eimer mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 300 Litern. Das Loche ist mit einem Vlies und Teichfolie ausgekleidet und beinhaltet ungefähr 1800 Liter Torf. In die obere Schicht (ca. 20cm) sind 10 Liter Perlite und 25 Kilo Quarzsand (Körnung 2,0 - 3,15cm) eingearbeitet. Angelegt habe ich das Ganze im letzten Herbst, bepflanzt im späten Februar, frühen März. Insgesamt befinden sich um die 100 Arten, Standortvarianten und Hybriden im Beet, die ich hier in Ausschnitten vorstellen möchte. Auf einen Vogelschutz habe ich bis jetzt verzichtet, da sich diese momentan noch im Rest des Gartens austoben. Sollten sich aber Schäden zeigen, werde ich das Ganze per Netz "überdachen". Sonne bekommt das Beet von morgens 8 bis abends 19 Uhr, was den Pflanzen augenscheinlich ausreicht, um eine angemessene Ausfärbung zu erreichen. Nach den spärlichen Regenfällen der letzten Wochen wird das Ganze bis jetzt jede Woche kurz geflutet. Auf die Wasser-Rechnung (das meiste Wasser kommt aus der Osmose-Anlage) freu ich mich schon. Das Beet erhebt, wie schon erwähnt, keinen Anspruch auf Optik oder Naturnähe sondern dient rein der Kultivierung diverser Sarracenien. Genug der Vorrede, hier die Bilder: Zum Anfang zwei Übersichten über das ganze Beet Im Folgenden ein paar Detailansichten der einzelnen Bereiche, in die das Beet gegliedert ist. Angefangen mit der oreophila-Ecke ... gefolgt von der purpurea-Ecke, ... der rubra-Ecke, ... der leucophylla-Ecke, ... und der flava-Ecke. Den größten Anteil (ca. 30) haben aber die Hybriden. Die alata-Ecke, muss ich zu meiner Schande gestehen, habe ich vergessen zu fotografieren. Wie zu erwarten treiben im Moment in erster Linie die flavas, purpureas und oreophilas aus. Der Rest hält sich noch zurück, macht aber auch Fortschritte. Im Folgenden noch ein paar aktuelle Bilder einzelner Pflanzen. Sarracenia flava var. rugelii (MK-F13, Apalachicola National Forest, Florida) Sarracenia flava var. rubricorpora (MK-F66, Apalachicola National Forest, Florida) Sarracenia flava var. rubricorpora (MK-F90, North Carolina) Sarracenia leucophylla (MK-L11, Seminole State Forest, Okaloosa County, Florida) Sarracenia leucophylla (MK-L46A, "Green Form" Ctenium Fields, Perdido, Baldwin County, Alabama) Sarracenia 'Brooks Hybrid' (MK-H7) Sarracenia 'Judith Hindle' (PW-H18) Sarracenia 'Catesbaei' Sarracenia x excellens x leucophylla So, ich hoffe, dass ich niemanden per Bilderflut erschlagen habe und wünsche viel Spaß beim Anschauen. Christian
matthias258 Posted May 20, 2011 Posted May 20, 2011 Wow, dass ist mal ein Moorbeet, das ich so noch nicht gesehen habe. Seiht gut aus. :thumbsup: Hast super Pflanzen. :thumbsu:
carniman Posted May 20, 2011 Posted May 20, 2011 danke. sieht ähnlich vollgepflanzt aus wie bei mir http://www.flickr.com/photos/53681808@N07/
Marco Ebert Posted May 20, 2011 Posted May 20, 2011 Naturnah hin oder her, finds echt schön, so viele Sarras^^
jusch Posted May 20, 2011 Posted May 20, 2011 Auf einen Vogelschutz habe ich bis jetzt verzichtet, ... ... dient rein der Kultivierung diverser Sarracenien. Und was hast Du Dir als Winterschutz zur Überwinterung vorgestellt? An der Mosel gibt es zwar Weinbaugebiete, und Südlagen im Sommer erwärmen sich wohl auch kräftig, aber tüchtige Winter gibt es bei Euch doch auch? Es wäre ja irgendwie schade, wenn nach einem mittelprächtigen Winter von so einem teuer eingerichteten Beet dann nur noch die S. purpurea var. purpurea und die eine oder andere S. flava ganz gut dastehen, und der Rest ist zu gammeliger Rhizom-Matche geworden, oder die Pflanzen überleben durchschnittliche und kältere Winter nur mit Müh und Not und haben im nachfolgenden Jahr kleinere Schläuche als im Jahr vorher.
Christian Voss Posted May 20, 2011 Author Posted May 20, 2011 (edited) Wohl wahr, kalte Winter gibts auch hier, wenn wir auch sonst ganz angenehme Temperaturen gewöhnt sind. Ich werde wohl mit einem Wintervlies übers ganze Beet arbeiten. Außerdem gedenke ich das Beet zu fluten. Zudem sind die meisten der Pflanzen die letzten zwei Jahre in ihren - teilweise sehr kleinen - Töpfen im ungeheizten Gewächshaus überwintert worden. Dort haben sie Temperaturen von bis zu -15°C ertragen und sind brav wieder ausgetrieben. Sprich, die Pflanzen sind schon was gewöhnt. Edited May 20, 2011 by Christian Voss
jusch Posted May 20, 2011 Posted May 20, 2011 Zudem sind die meisten der Pflanzen die letzten zwei Jahre in ihren - teilweise sehr kleinen - Töpfen im ungeheizten Gewächshaus überwintert worden. Dort haben sie Temperaturen von bis zu -15°C ertragen und sind brav wieder ausgetrieben. Sprich, die Pflanzen sind schon was gewöhnt. Unterschätze nicht, was so ein ungeheizter Glaskasten bei der Überwinterung ausmacht! Hier bei mir habe ich den Eindruck, dass ich bereits unter einem simplen Frühbeetkasten alle möglichen Sarracenien weitgehend problemlos überwintern kann, die mir in einem gleichkalten Winter im Freien, nur unter etwas Wintervlies geschützt, glatt eingehen.
Christian Voss Posted May 20, 2011 Author Posted May 20, 2011 Na zumindest hält er (der Glaskasten) schonmal die frostigen Winde draußen. Schon das könnte ein entscheidender Faktor sein. Allerdings liegt das Beet in einem Innenhof, also relativ windgeschützt und S. psittacina sowie S. minor habe ich aus Gründen der Frostgefahr schon ganz rausgelassen. Aber natürlich hast du recht, ein Risiko ist´s auf jeden Fall und ich werd mir wohl auch noch ein paar Gedanken machen müssen. Vielen Dank natürlich auch für die netten Kommentare.
Elkay Posted May 20, 2011 Posted May 20, 2011 Hi, Dein Beet ist schön aber wie gesagt nicht so naturnah ich würde es schöner finden wenn da noch Sphagnum wachsen würde. :-) Gruss Kevin
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