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Nepenthes problem


Karnivoren Fan

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Karnivoren Fan

Hallo Zusammen,

Seid neusten habe ich probleme mit meiner N.ephippiata undzwar habe ich sie vor ca 1 Monat mit Milch gedüngt und dann ist sie auch dementsprechend schneller gewachsen, doch jetzt bildet sie 2 neue Blätter die irgendwie braun und matschig werden. Was kann das sein?

Hab sie schon ca 1 Jahr

Sie steht im Terrarium mit demenstsprechender Luftfeuchte (70-90%)

Kunstbeleuchtung jeden Tag ca 10-12 Std

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Bearbeitet von Karnivoren Fan
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Hallo,

Ich würde mal nachsehen was die Milch in dieser Zeit alles so gemacht hat bis heute. Weil Milch dürfte in Kannen ( meines Wissens nach) nach einiger Zeit anfangen zu schimmeln.

Oder sie ist erschöpft vom schnellen wachsen *Spoiler* ;). Was aber durchaus auch noch möglich wäre ist das die Temparaturen nicht stimmen. N. Ephippiata braucht als Hochlandnepenthes eine Nachtabsenkung v. ein paar Grad,sie braucht Tagübers 25 und Nachts schon minimum 19, und je älter die Pflanzen werden desto empfindlicher werden sie.

Mehr fällt mir auch nicht ein.

Mit freundlichen Grüßen,

Nicolay Frank

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Karnivoren Fan

Hallo,

Erstmal danke für die Antwort, naja wenn die Milch anfängt zu Schimmeln dann sind ja bloß die Kannen betroffen in denen Milch war und nicht dort wo noch nichtmal eine Kanne ist.Das es bloß weger der Nachtabsenkung ist kann ich mir eig nicht vorstellen, gibt bestimmt mehrere die den Pflanzen Nachts bloß das offene Fenster anbieten können. Ich würde ja am liebsten die Blätter abschneiden und Zimt drüber streuen gute oder schlecht idee?

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Latrodectus

Ach, du heilige Sch****! Das sieht krass aus! Obwohl ich gerade selber rätsele, was dieses Schadbild ausgelöst haben könnte. Überdüngung mit Milch? Da kenne ich mich allerdings gar nicht mit aus. Ich meine aber, diejenigen, die schon länger mit Milch düngen, spritzen nur ein paar Tropfen in die Kannen. Wenn ich mich weiterhin richtig erinnere, wird die Milch vorher auch noch mit Wasser (destilliertes?) verdünnt. Zu Milchdüngung in Nepentheskannen gibt´s hier sicher Threads von erfahrenen Anwendern. Ob man die so schnell findet, ist dann die Frage.

Blätter abschneiden --> Ganz ganz schlechte Idee

Da bin ich anderer Meinung! Ich würde die betroffenen Blätter dicht am Stamm abschneiden. Die Schnittstellen desinfizieren, ist auch zu empfehlen. Habe mal gelesen, dass Zimt desinfizierend wirken soll. Ich verwende Holzkohlepulver. :-)

Zu warme Temperaturen könnte eine Erklärung sein, aber dann würde die Pflanze insgesamt schlechter wachsen. Zu warm, das wären schätzungsweise über ein paar Wochen mehr als 20°C in der Nacht. Wobei, wenn die Pflanze durch die Milchdüngung einen Wachstumsschub bekommen hat und jetzt seit ein paar Tagen evtl. unter ungünstigeren Temperaturen wächst, kann es vielleicht sein, dass die jungen Blätter plötzlich von den Spitzen her absterben. Denkbar wäre sowas auch, wenn die Pflanze erst längere Zeit dunkler gestanden hat und nun schlagartig direkte Sonne abbekommt. Aber das sind alles so theoretische Überlegungen. Ich habe so ein Schadbild bisher selber noch nicht erlebt. Es sieht für mich aber eher nach einem Kulturfehler als nach Schädlingsbefall aus. Eine adäquate Nachtabsenkung wären so 7 - 8°C kühler als die Tagestemperatur. Ich weiß nicht, wie empfindlich N. ephippiata auf zu warme Nächte reagiert. Bei N. lowii erkennt man in so einer Situation kaum noch Wachstum, alte Kannen sterben relativ schnell ab, die Kannenansätze junger Blätter bilden sich nicht mehr zu einer Kanne aus. Aber N. lowii kann zu warme Bedingungen nach meiner Erfahrung recht lange aushalten. Sie hat in der Zeit halt nur ein paar Blätter. ;-)

Ein Anhaltspunkt fällt mir noch ein: Zu nasses Substrat und gleichzeitig zu warme Temperaturen könnten auch derartige, äußere Erscheinungsbilder hervor rufen.

Na ja, musste selber mal überlegen, ob die Pflanze evtl. seit zwei oder mehr Wochen zu warm stehen könnte, ob du evtl. zu viel Milch in die Kannen geschüttet hast. Ich würde zur Not irgendwie auf mechanischem Wege versuchen, die Temperatur nachts in dem Terrarium abzusenken. Man könnte nachts Kühlakkus ins Terrarium stellen, sofern es der Platz zulässt. Ich habe zeitweise eine Aluschale voller Eis nachts auf den Terrariumdeckel gestellt. (Dazu bräuchte man aber ein komplett leeres Eisfach, um die mit Wasser gefüllte Alu-Backform in einen "Kühl-Akku" zu verwandeln. ;-) ) Machte bei dem 100 Liter-Tank zusätzliche 5°C Absenkung aus, so dass ich insgesamt auf etwa 8°C Absenkung gekommen bin. Wenn die N. ephippiata empfindlich ist, wären so 15°C als nächtliches Maximum ratsam.

Nja, das ist jetzt ein Beitrag, wo manch einer denken wird, den hätte man auch ganz lassen können. Aber hin und wieder führen ja ein paar Denkanstöße weiter und sei es, dass dadurch einem anderen Kultivateur etwas Brauchbares einfällt. ;-)

Gute Genesungswünsche für deine N. ephippiata!

Andreas

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Karnivoren Fan

Wow vielen Dank für die ausführliche Antwort,

Also Milch war verdüngt mit Regenwasser, ja dann muss ich Nachts mal wieder für meine Kannenpflanzen Kühlakkus hineinlegen, ca 5 stk müssten reichen oder?

Nasses Substrat kann es eig nicht sein, da ich immer erst wässre, wenn die ober Schicht trocken ist.

Also Blätter abschneiden, mit Holzkohle desinfizieren und dann für kältere Nächte sorgen dann müsste sie sich wieder genesen oder?

Wiso Zimt über die Schnitt stelle streuen ist ganz einfach es desinfiziert genauso wie holzkohle.

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Hallo,

da die zwei jüngsten Blätter betroffen zu sein scheinen, würde ich erstmal mal auf eine Pilzerkrankung tippen, da Ich so etwas ähnliches auch mal an einer Pflanze gehabt habe.

Ich würde hier ca. 1-2cm hinter den schwarzen Stellen das Blattabschneiden. Das geht bei dem oberen Blatt im Bild sicher recht gut,nur bei dem was nach unten zeigt musst Du etwas aufpassen, da hiernoch das nächste Blatt drin steckt. Nicht dass Du das auch noch mitabschneidest. Die Schnittstellen kannst du anschließend mit Holzkohlepulver o. Ähnlichenm versiegeln.

In der nächsten Zeit darauf achten, dass die Luftfeuchte nicht allzu hoch ist, 60% sollten reichen. Die Temperaturen sollten wenn es geht unter 28°C gehalten werden.

Die Pflanze sollte sich dann von selbst wieder erholen sofern die Kulturbedienungen stimmen. Ansonsten muss wohl mal ein Fungizid her.

Mich würde dann noch interessieren was für ein Substrat Du verwendest, evtl. lässt sich da auch noch etwas verbessern.

Was für eine Beleuchtung hast Du und wie Groß ist das Becken?

Pflanzen sollte man nur düngen wenn die Kulturbedingungen auch wirklich richtig gut sind, sonst kann das nach hinten los gehen. Es kann also auch sein, dass dies hier Spätfolgen der Milchdünung sind.

In dem Fall kannst Du aber auch wie oben beschrieben vorgehen und zusätzlich die alten Kannen in denen die Milch ist abschneiden.

Gruß,

Robert

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Karnivoren Fan

Hallo,

Erstmal danke für die Antwort ich werde es sofort abschneiden und mit Kohlepulver versiegeln.

Ist es notwendig sie aus den Terrarium zu stellen weger der Luftfeuchte da noch eine Rajah und lowi im Becken sind. Substrat ist Weißtorf mit Perlite und Quarzsand, ich könnte auch Theoretisch noch Pinienrinde mitreinmischen, hab es jedoch gelassen, weil ich angst hatte die Nepenthes zu verletzten.

Übrigens ich habe nun eine Idee zu Kühlung, werde am Abend mal ein Bild reinstellen. Nun mene frage wie weit muss der Kühlakku weg sein dass sie kein Frostschaden bekommt?

Edit: 4x 36 Watt Röhren 840 und 865 jeweils 2 stk. Brennen tuen sie ca 13 std.

Meine Nachtabkühlung:

http://file1.npage.de/001554/82/bilder/s3000017.jpg

Kannen werden nicht berührt, passt das so oder zu nah an der pflanze?

Also habs dann doch nimmer so gemacht, habe sie einfach wo draufgelegt wo noch Platz war, ne Abkühlung von 5 C habe ich geschafft.

Bearbeitet von Karnivoren Fan
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Dominik Stadelbauer

Hallo zusammen,

die Pflanze stand definitiv zu warm und zu feucht. Wahrscheinlich kam dann noch ein Pilz am Wurzelwerk dazu, der der geschwächten Pflanze den Rest gegeben hat. Ich habe immer mal wieder im Sommer ähnliche Schwierigkeiten mit Substraten und hohem Torfanteil. Es ist sehr schwer den Torf gleichmäßig feucht zu halten, aber nach dem gießen auch nicht zu nass. Wenn die Pflanze frisch eingetopft ist oder über längere Zeit keine gute Nachtabsenkung hatte, reagieren die Wurzeln sehr empfindlich.

Pflanzen in diesem Zustand sind normalerweise nicht mehr zu retten.

Gruß

Dominik

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Karnivoren Fan

Naja die Pflanze war in den Substrat schon 1 Jahr. Die Blätter mit den Pilz habe ich abgeschnitten und bis jetzt war noch keine Veränderng zu sehen( wuchs nimmer und kein Blatt verfärbte sich mehr) ein neues Blatt war nach den 2 anderen schon im anmarsch. Sollte ich meine anderen Kannenpflanzen im Substrat noch mehr mit Pinienrinde mischen?

Wäre es ratsam der Epp einen aufenthalt im Garten zu gönnen?

Edit: habse jetzt gerade nochmal angeschaut, dass nächste Blatt wächst doch immer weiter raus.

Und ganz wichtig soll ich die Pflanze umtopfen und in Pinien,quarz und Perlite mischung stellen und dann in den Garten stellen?

Achja wäre es evtl. ratsam die Kannenpflanzen mit einen topf ins Aquarium zu stellen und im Sommer sie in Garten zu stellen?

Hab sie heute in Pnienrinde,vertimuculit oder so ähnlich, perlite und Quarzsand mischung umgetopft und in Garten gestellt.

Jetzt hätte ich noch die Chance Abends sie in einer Kühlbox zustellen für die Nachtabkühlung. Ist es ratsam bei einer abgeschwächten Pflanze das zu machen oder eher nicht?

Bitte um schnelle hilfe.

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Karnivoren Fan

Ich habe jetzt eine neue N. epp. kann ich sie auch im alten Substrat Topfen, das jetzt lockerer ist oder soll ich es wechseln? (weger Pilz)

Bearbeitet von Karnivoren Fan
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Karnivoren Fan

ok, dann wechsel ich das Substrat. Was ich gern noch wissen würde ist, wo kann ich Pinienrinde kaufen? kann ich die Pinienrinde kaufen die es im Baumarkt gibt oder auf was muss ich achten? Weils diesmal mach ich ein Substrat aus. Pinienrinde,Vertimuculite,Perlite und Quarzsand (0,7-1,2 mm durchmesser) müsste dann wohl locker genug sein oder?.

Wiso ich mir nochmal eine kaufe ist einfach:

1. Gefällt sie mir sehr gut.

2. Ich glaube nicht, dass die bloß eingegangen ist weger keiner Nachtabkühlung.

3. Habe ich mit Milch gedüngt ist schwachsinnig und hat die Pflanze bestimmt noch geschwächt.

4. Das Substrat war nicht so locker und ich habe ziemlich oft gegossen (jetzt gieß ich 1x pro Woche nur noch)

5. Werde ich jetzt pro Std mein Pc Ventilator 15(oder lieber 30min?) laufen lassen. (Tag und Nacht).

Wurzeln sind wie ich schonmal erwähnt habe schwarz geworden, also zu nass war sie dann oder?

Mich würde es interessieren, ob ihr meint das es diesmal mehr als nur 1 Jahr lang klappt.

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Latrodectus

...Vertimuculite...

Was für´n Zeugs?

Du meinst nicht zufällig V e r m i c u l i t? :D

1. Gefällt sie mir sehr gut.

2. Ich glaube nicht, dass die bloß eingegangen ist weger keiner Nachtabkühlung.

3. Habe ich mit Milch gedüngt ist schwachsinnig und hat die Pflanze bestimmt noch geschwächt.

4. Das Substrat war nicht so locker und ich habe ziemlich oft gegossen (jetzt gieß ich 1x pro Woche nur noch)

5. Werde ich jetzt pro Std mein Pc Ventilator 15(oder lieber 30min?) laufen lassen. (Tag und Nacht).

Wurzeln sind wie ich schonmal erwähnt habe schwarz geworden, also zu nass war sie dann oder?

Mich würde es interessieren, ob ihr meint das es diesmal mehr als nur 1 Jahr lang klappt.

zu 1.: So schnell würde ich auch nicht aufgeben. ;)

zu 2.: Oh, die alte N. ephippiata ist nun hinüber? Nicht bloß wegen der fehlenden Nachtabsenkung, aber zu warme Nächte haben wahrscheinlich die Situation noch verkompliziert. Wenn die Wurzeln schwarz und leicht brüchig waren, stand sie zu nass, jawoll! Hast du sie evtl. sogar permanent im Anstau gehalten oder von oben gegossen? Permanent nasse Füße geht bei Nepenthes gar nicht. Von oben mit der Kanne gießen hat oft zur Folge, dass das Substrat aufgrund des Gewichts des Wassers zusammensackt und sich verdichtet. Darum benutze ich ja nun das Druckluftsprühgerät. Und mein Substrat ist sehr durchlässig und locker! [Totes, langfaseriges Neuseeland-Sphagnum, Perlite, Agrofoam, grobe Lavalitbrocken (7 - 10 mm)]

zu 3.: Wenn du nur ein paar Tropfen verdünnte Milch in die Kanne gegeben hast, glaube ich das gar nicht mal. Überfüttert man die Kannen, "kippt" der Kannensaft "um" und die Kanne stirbt relativ rasch ab. Substratdüngungen halte ich für gefährlicher als Düngungen über die Fangorgane. Dass die Milchdüngung einen entscheidenden Ausschlag gegeben hat, glaube ich nicht. Zu nasses Substrat und zu warme Temperaturen - wie Dominik es beschrieben hat - waren die wahrscheinlichere Ursache, möglicherweise in Verbindung mit einem Mikropilz, der die Wurzeln befallen hat. Mit sowas habe ich mich auch schon rumgeschlagen! :(

zu 4.: Ich würde gar nicht mal streng nach vorgegebenen Rhythmus gießen, sondern bei BEDARF, also wenn das Substrat wirklich schon gut abgetrocknet ist, also noch leicht feucht ist. Den Hochlandnepenthes macht es eigentlich nicht so viel aus, wenn sie mal etwas trockener stehen. Komplett austrocknen sollten sie nach Möglichkeit auch nicht, obwohl mir das auch schon gelegentlich passiert ist. Die Pflanzen hat das nicht umgebracht. Nachfolgereaktionen sind dann aber meistens, dass die Kannen von oben ein Stück eintrocknen bzw. absterben. Ein luftdurchlässiges Substrat ist nach meinen Erfahrungen schon sehr wichtig für Nepenthes, daher sollten auch genug gröbere Bestandteile im Substrat sein. Pinienrinde ist eine gute Wahl - allerdings nur bei gut belüfteten Kulturräumen. In meinen Terrarien, die nicht mit einem Luftumwälzer ausgestattet sind, fängt Rinde sehr leicht an zu schimmeln. Daher verwende ich sie nicht mehr. Andreas Wistuba ist übrigens sehr von diesem Agrofoam begeistert und ich bin es nun auch! :-) So 10% von dem Schaumstoff als Zuschlag in der Substratmischung macht sich wirklich gut.

zu 5.: Wenn der PC-Ventilator die Pflanze direkt anpustet, würde ich ihn nur max. 15 min. am Stück laufen lassen. Ich weiß nicht mehr, wer mir das gesagt hat, aber so ein Ventilator sollte nicht ständig die gleiche Stelle "anwedeln", außer die Pflanzen werden indirekt ventiliert. Kann wohl sonst nach einer gewissen Zeit einen Zuglufteffekt haben. Wenn dein Lüfter einen "Schwenkkopf" hat, kann er auch längere Zeit durchgehend laufen. PC-Lüfter haben so etwas nur in der Regel nicht. ;)

Du willst (oder hast) die neue N. ephippiata schon gleich verpflanzen? Wo kommt die her und in was für ein Substrat ist sie gepflanzt? Also, wenn sie von Thomas Carow kommt, würde ich sie nicht gleich verpflanzen, weil Sommer einfach für Hochlandnepenthes nicht die geeignete Zeit zum Verpflanzen ist - es sei denn, es bleibt jetzt erst mal vier bis sechs Wochen eher kühl. Aber darauf kann man sich wohl nicht verlassen. Und in Thomas´ Substrat kannst du sie trotz des Torfanteils erst mal lassen. Du musst halt aufpassen, dass du sie nicht zu oft gießt. Bei zu nassem Substrat ist es im Prinzip egal, worin du die Nepenthes gepflanzt hast! Das machen die Neps in der Regel unabhängig von der Substratzusammensetzung nicht allzu lange mit.

Sommer ist sowieso bei uns eine für Hochlandpflanzen stressige Zeit. (Wenn es tags und nachts sehr warm ist!) Nach meiner Erfahrung wachsen die Hochlandpflanzen schlechter bzw. langsamer. Manche meiner nach meinem Totalverkauf letztes Jahr übrig gebliebenen Hochlandpflanzen bilden zwischen Juni und September keine Kannen mehr aus. Da macht es eigentlich wenig Sinn zu düngen. Ich verpflanze Hochlandnepenthes - und N. ephippiata gehört ja dazu - nur zwischen November und März. Und dann gebe ich ein paar Osmocote-Langzeitdüngeperlen ins Substrat und vielleicht alle zwei Monate mal eine Perle in eine Kanne - will sagen: in eine von allen verfügbaren Kannen, welche die Pflanze dann gerade hat. Also wenn man düngt, sollte die Regel sein: Weniger ist "mehr" (bzw. besser für die Pflanze). ;)

Glücklich schätze sich, wer wie ein Jeremiah Harris auf über 1000 Meter über dem Meeresspiegel wohnt! Welch ein Klima für Hochlandkarnies!

Na ja, dann also viel Glück mit deiner neuen Sattelkannenpflanze!

Latro

Bearbeitet von Latrodectus
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Karnivoren Fan

Erstmal danke für den informativen Post.

Ja die Nepenthes stammt von Thomas Carrow und ich verpflanze sie noch nicht, da es jetzt schon stressig genug für die Pflanze war. Ich werde sie erst eintopfen wenn sie eine neue Kanne gebildet hat.

Das die Pinienrinde wegschimmelt, auf die Idee bin ich nicht gekommen. lowii,rajah und gymnaphora stehen momentan in den Gemisch von oben, glaube jetzt nicht das es so schlimm ist, bloß nochmal rausnehmen und Substrat wechseln nehmen sie mir bestimmt übel.

Agrofoam hört sich interessant an, wie lange benützt du es den schon? kann mir nämlich eigentlich nicht vorstellen das so Schaumstoff(?) im Substrat gut sein soll.

@ Latrodectus:

Du hast auch eine N. epp?

Bei dir wird sie doch immer Sommer warscheinlich auch keine Nachtabkühlung haben oder?

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Latrodectus

Buenasera!

Es war nicht Pinienrinde, die vergammelt. Ich glaube eher, ihr verwechselt grade Rindenmulch mit Pinienrinde.

Garantiert nicht, mein Freund. :-) Ich habe zuletzt bei Kakteen Haage Pinienrinde bestellt und das war eigentlich sehr gutes Zeugs (im Gegensatz zu dem, was ich Jahre davor mal von Manfred Meyer bekommen habe). In meinen Terrarien habe ich eine konstant sehr hohe Luftfeuchtigkeit und das Substrat wird demzufolge auch nicht gerade schnell trocken. Die Rinde hat schon nach wenigen Wochen zu schimmeln angefangen. Zudem wucherten dort so punktförmige, weißlich-bräunliche Rottpilze. :startle: Auch tiefer im Substrat. Ironischerweise habe ich so etwas mit Kiefernborke nicht erlebt. Letztere habe ich ziemlich zu Anfang meiner "Karriere" als Karnivorenkultivateur eingesetzt. Dann hieß es aber, Kiefernborke verrotte zu schnell. Pinienrinde sei beständiger. :-S Christian Klein sagte mir, ohne Pinienrinde käme er im Gewächshaus bei Nepenthes nicht zurecht. Andreas Wistuba benutzt sie jetzt wohl auch als Substratbeigabe. Fast alle, die sie verwenden, sind davon begeistert, nur bei mir klappt das mal wieder nicht! :-( Rindenmulch käme bei mir erst gar nicht zum Einsatz, das wäre mir zu weich und wahrscheinlich gammelt das noch schneller. *lach* K. A., vielleicht auch nicht, aber ich habe das Experimentieren satt und bleibe nun bei dem, womit ich zurecht komme.

glaube jetzt nicht das es so schlimm ist, bloß nochmal rausnehmen und Substrat wechseln nehmen sie mir bestimmt übel.

Wenn du sie gerade erst in das Gemisch reingesetzt hast, dann lass sie um Himmels Willen bloß da drin! Zu häufiges Rausrupfen aus dem Substrat ist erst recht schädlich für die Pflanzen. Dann würde ich lieber für eine bessere Belüftung oder Luftumwälzung im Terrarium sorgen. Solltest du Schimmel oder Rottpilze auf der Rinde entdecken, hilft einerseits, die Luftfeuchtigkeit zu senken - Robert hat ja 60% rel. LF empfohlen, und akut das Substrat mit Chinosol nass zu sprühen (Chinosol ist ein Antiseptikum in Tablettenform aus der Apotheke, wird in Wasser aufgelöst). Auf Dauer ist ein Antiseptikum natürlich nicht die Lösung.

Über Aktivkohle streiten sich die Geister! Ich hatte es auch schon als Substratbeigabe. Es hat sich heraus gestellt, dass die verschiedenen Nepenthesarten unterschiedlich darauf reagieren. Bei den einen kommt es zur Wachstumshemmung und den anderen macht es offenbar nichts aus. Ich lasse sie inzwischen weg, da ich auch nicht gerade behaupten kann, Holzkohlestücke hätten einen sichtbar positiven Effekt. Bei den Arten, die sie vertragen, ist es offenbar egal, ob sie im Substrat drin ist oder nicht.

Agrofoam hört sich interessant an, wie lange benützt du es den schon?kann mir nämlich eigentlich nicht vorstellen das so Schaumstoff(?) imSubstrat gut sein soll.

Seit etwa zwei Jahren als Substratbeigabe bei Heliamphora, Nepenthes, "epiphytischen" Utricularien und Lecanopteris. Agrofoam ist sehr "luftiges" Polyurethan und verbessert die Luftzufuhr für die Wurzeln. Wird bei Orchideen viel verwendet, wie ich kürzlich gelesen habe. Ich hab´s natürlich mal wieder ausprobiert, weil Andreas Wistuba davon geschwärmt hat. :-) Ja, also zumindest hat es keine negativen Auswirkungen auf die Pflanzen! Und die Pflanzen, bei denen ich das Zeugs verwende, haben ein sehr gut ausgebildetes und gesundes Wurzelwerk! *strike!*

Ich kann euch sagen, man lernt nie aus! Vor ein paar Tagen lese ich im CPUK Forum, dass man Styroporflocken nicht als Substratbeigabe verwenden sollte. Habe ich früher bei Nepenthes, Sarracenia und Heliamphora auch gemacht. Hat den Pflanzen aber nach meiner Einschätzung nichts ausgemacht. Stephen Morley berichtet, dass bei Anstaubewässerung offenbar aus dem Styropor ausgeschwemmte Giftstoffe (?) den Pflanzen geschadet hätten. Sie sind schlechter gewachsen, bildeten teilweise verkümmerte Fallen. :blink: Häh! Da guckstu! Zumindest Sarracenia habe ich im Anstau gehalten. Die anderen beiden bewässere ich von oben. Ich bin halt irgendwann dazu übergegangen, die Produkte zu verwenden, die speziell für den Gartenbau hergestellt werden - Agrarperlite (Agriperl), Lavalit und nun halt Agrofoam. Na ja, damit bin ich ganz gut gefahren.

Meine Bezugsquelle für Agrofoam ist Götz Pflanzenzubehör.

Zu guter Letzt: Nein, ich habe keine N. ephippiata, auch nie gehabt. Ich mache zurzeit nicht mehr viel mit Hochlandarten, da ich sie nur unter Kunstlicht erfolgreich kultivieren könnte und das kann ich mir nicht mehr leisten bei den Strompreisen heute! :-(

Ich habe lediglich noch eine Heliamphora ionasii, eine Nepenthes talangensis, eine N. tentaculata (Sulawesi), eine N. ramispina x macfarlanei, eine N. platychila und zwei kleine N. muluensis. Wenn es in Sommernächten extrem warm ist, stelle ich die Pflanzen halt in einen timergesteuerten Kühlschrank. Das wird spätestens vorbei sein, wenn die Pflanzen zu groß für diese Art der Unterbringung sind. Und dann muss ich auch die verkaufen... :ak:

Bye bye

Andreas

Edited: Nanu, da sind aber zwei Absätze miteinander verrutscht. B-( Edited again: Spinnt der Editor heute? *grrr!*

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Karnivoren Fan

Erstmal wieder danke für den langen und Hilfreichen Beitrag(sowie deine anderen beiträge hier). :thumbsup:

Nachdem ich mir das Substrat sowiso noch bestellen muss (hat ja Zeit atm kommt sie noch nicht ins Aquarium)

Muss ich mir eben noch überlegen was ich nehme, alternative wäre ja auch noch Korkgranulat oder?

Gut dann werde ich mir mal das Agrofoam ausprobieren, wenn es so gut ist. :-)

Substrat stell ich mir momentan so vor:

(Korkgranulat)

Agrofoam (http://www.goetzpflanzenzubehoer.de/shop/show_product.php?cPath=98_99_152&products_id=374)

Weißtorf

Perlite

Vermiculite (3-8 mm)

Quarzkies (2-3mm)

würde das so passe oder den Kies und Vermiculite mit kleineren Durchmesser nehmen?

Zum Thema Chinosol (manche tauchen ihr Samen darin, weil es ja Bakterien tötet) wäre es nicht möglich einmal im Monat die Karnivoren damit zu gießen, denn wenn sie Pilz haben könnte man ihn ja so abtöten oder ist das eine schlechte Idee?

Meine "halbtote" Eppi habe ich immer noch, momentan steht sie im Garten schattiert.

Styroporflocken für Karnivoren hätte ich sowiso nie genommen, ist mir einbisschen zu suspekt Styropor ins Substrat zu mischen.

Heute werde ich in der Nacht mein Fenster mal ganz öffnen, wie ich es halboffen hatte habe ich schon eine Temperatur von 23 herbekommen.

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Karnivoren Fan

Und jetzt noch am besten ein 3.(am besten noch ein kenner) ob Pinienrinde jetzt schimmelt oder vergammelt. :thumbsup:

Bearbeitet von Karnivoren Fan
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Latrodectus

@Andreas: Man differenziere schimmeln und vergammeln, pardon.

Hach, immer diese Schwaben mit ihrer Kleinkariertheit! :laughing: Äh...ach, verdammt, der Marco ist ja gar kein Schwabe...ups, sry! ;-P Bei zu viel Feuchtigkeit bzw. dauerhafter Feuchtigkeit passiert wahrscheinlich beides: Schimmeln und gammeln!

Karnivoren Fan - hastu eig. auch einen richtigen Vornamen? -, lass die Finger von Korkgranulat! Damit habe ich mir auch schön die Finger verbrannt! Bei Korkgranulat handelt es sich oftmals um gesammelte (und gebrauchte) Weinkorken. Ich habe zwar keine Ahnung, wieso und weshalb, aber irgendetwas ist in diesen Korken, was Nepenthes gar nicht vertragen! Kork wäre ein hervorragender Pflanzstoff, wenn es sich um - ich nenne das mal: naturbelassene - Korkrinde handelt. Ich weiß aber nicht, ob es auch Korkgranulat aus "frischer" Korkrinde gibt. Kork ist an sich ein sehr beständiges und verrottungsfestes Material und wahrscheinlich erste Sahne als Nepenthespflanzstoff, ich schätze nur, das Korkgranulat müsste man sich aus großen Korkrindestücken selbst schnetzeln. Stelle ich mir sehr mühsam vor! ;)

Vermiculite ist leicht alkalisch (pH-Wert 8), ich weiß nicht, ob das für alle Nepenthes so ratsam ist. Peter D´Amato ("The Savage Garden"/California Carnivores) hat allerdings immer einen Schuss davon in sein Nepenthes-Luxussubstrat, wie er es nennt, gemixt. Auf jeden Fall bei Quarzkies und Vermiculite keine feinere Körnung nehmen, das verdichtet das Substrat nur. Und wir wollen ja ein möglichst lockeres Substrat. ;) Beim Nepenthessubstrat sind eine ganze Reihe von Mischungen verwendbar. Thomas Carow mixt für Nepenthes sein Karnivorenspezialsubstrat (das u. a. auch noch Kokosfasern als Bestandteil hat) mit 50% Perlite - macht auch ein lockeres Substrat, allerdings auch eines, das lange Zeit Feuchtigkeit speichert. Das wollte bei mir nicht hinhauen. Lag vielleicht daran, dass ich anfangs noch aus der Schnabeltasse gegossen habe. Wenn man mit Sprühstrahl (Gartenschlauch oder Druckluftsprühgerät) bewässert, verdichtet sich das Substrat auch nicht so leicht, das Wasser sickert langsamer und gleichmäßiger ins Substrat.

Ich verwende 50% langfaseriges Chile- (oder Neuseeland-) Sphagnum sowie 20% Perlite, 20% grobes Lavalit und 10% Agrofoam. Damit erziele ich bei Nepenthes, Heliamphora, Lecanopteris*, Solanopteris* und großblütige Utricularien (alpina, humboldtii, quelchii, asplundii, reniformis...) die besten Kulturergebnisse. Das muss aber nicht bei jedem so sein!

Quarzkies und Vermiculite würde ich gar nicht verwenden. Einen Grund, vehement von Quarzkies und Vermiculite abzuraten, gibt es aber aus meiner Sicht auch nicht.

Ich habe im Endeffekt 10 Jahre am Substrat herumgedoktert, bis ich meine ideale Mischung gefunden habe. Ich tendiere mittlerweile dazu, eher weniger verschiedene Bestandteile zu verwenden, anstelle ein Substrat aus 20 verschiedenen Ingredienzen (Torf, Perlite, Vermiculite, Lavalit, Agrofoam, Steinwolle, Holzkohlestücke, Pinienrinde, Bimsstein, Korkgranulat , Kokosfasern, Osmundafasern und weiß der Geier) zu mixen. Das Meiste von dem eben Aufgezählten habe ich schon in meiner jeweiligen Nepenthessubstratmischung verwurstet.

Ich habe keine Ahnung, wie Fleisch fressende Pflanzen darauf reagieren, wenn sie dauerhaft mit Chinosol in Berührung kommen. Das müsstest du auf eigenes Risiko ausprobieren. Ich habe Chinosol nur zum Desinfizieren meines Lithopssubstrates verwendet, um Lithopssamen auszusäen, was sich im Nachhinein als unnötig erwiesen hat! :icon4:

Zur Nachtabsenkung des Kulturraumes von Hochlandnepenthes und Heliamphora kann ich nur raten, die Pflanzen lediglich in Ausnahmefällen über 20°C auszusetzen. Man sollte, wie auch immer das technisch realisiert wird, 18°C als Höchstwert anstreben. Noch besser wäre, wenn die Nachttemperatur sich in den meisten Fällen bei 12 - 15°C einpendeln würde.

Viel Erfolg!

Andreas

Ach so, ja: * = Ameisenfarne

Bearbeitet von Latrodectus
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Karnivoren Fan

Also von Spaghnum lass ich auf jeden fall die Finger von, hab bei den Zeug ein schlechtes Gefühl.

kork nehme ich dann auch lieber nicht, wenn das so schlecht ist. Pinienrinde werde ich mal beobachten ob sie anfängt zu schimmeln, wenn nicht dann nehm ich wieder davon was.

Lavalit, ich weiß ja nicht, als Substrat beimischung Lavalit habe ich eig. noch nicht gehört(was nicht heißt das es schlecht ist).

Gut Vermiculit habe ich nochwas Zuhause, hab ich auch beim Substrat bei rajah,lowii und gymnaphora untergemischt (hoffe es war net zuviel^^)

Was mir vorhin ins Auge gefallen ist, war kokoschips wie sieht es damit aus hört sich eigentlich gut an. (http://www.goetzpflanzenzubehoer.de/shop/show_product.php?cPath=98_99_163&products_id=405)

Und ein bisschen Kokosfaser würde bestimmt auch nicht stören, könnte man da auch das Kokohum von Neudorf nehmen?

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Hallo,

Pinienrinde schimmelt bei mir nicht, weil Dank zweier 120er Pc-Lüfter sowieso gar nichts schimmelt oder gammelt. Diese laufen am Tage im Rhythmus, 30 Min. an, dann wieder 30 Min. aus. Nachts laufen die Lüfter von 22 - 5 Uhr wegen des Kühlradiators durch.

Cocoschips sind bei mir ein auslaufendes Objekt, da sie sich zu stark mit Wasser vollsaugen.

Bei Andreas Wistuba habe ich dieses "Agrofoam" kennengelernt. Dieses mag wohl sehr gut für unsere Nepenthes geeignet sein, aber leider kann ich mich damit nicht anfreunden. Das ist schon fast eine Abneigung dagegen. :)

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