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U. alpina im Terrarium kultivieren?


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Hallo

Ich habe mal eine Frage bezüglich der Kultur von U. alpina. Meine Pflanze auf der Südfensterbank wächst irgendwie nicht gut. Ich habe sie fast 2 Jahre und sie treibt im Jahr im Schnitt 2-3 Blätter, die auch recht bald wieder absterben. Zur Zeit steht sie hier mit 2 Blätter im Topf. Unterirdisch scheint sie ab und an mal zu wachsen, dann sterben wieder Teile ab usw., so dass sie auch kein sonderlich großes Wurzelsystem hat. Sie hat auch letztes Jahr mal ein größeren Topf bekommen aber auch das hat nix gebracht. Kultiviert wird die Gute in einem lockeren Torf-Quarzsandgemisch. Gehalten wird der Topf immer leicht feucht, aber nicht dauerhaft im Anstau. Im Topf befindet sich unten drin Blähton zur Drainage (bis auf Höhe Untersetzerende). So hat selbst bei vollen Untersetzer der Torf keinen Kontakt zum Wasser und wird nicht matschig nass.

Ich habe mir jetzt überlegt, die Pflanze in lebendes Sphagnum zu setzen. So habe ich den Ableger damals bekommen und da wuchs er zumindest. Weil ich mit dem Substrat lebendes Sphagnum auf der Fensterbank dauerhaft keine guten Erfahrungen hatte, überlege ich die Pflanze in's Hochlandterrarium zu setzen. Meine Frage ist jetzt, wie groß dort die Chancen auf Blüherfolg wären?!

Ich lese immer wieder, dass U. alpina zur Blütenindikation kühlere Temperaturen im Winter braucht, was im Terrarium nur begrenzt möglich ist (Temperaturen sind auch im Winter bei ungeheizten Zimmer [wird nur am Wochenende geheizt] wohl um die 20°C). Auf der Homepage von Nicole habe ich gelesen, dass ihre Pflanze auch im Hochlandterrarium steht. Jedoch scheinen dort die Temperaturen im Winter (deutlich?) kühler zu sein.

Auf der Fensterbank möchte ich die Pflanze zumindest winters über nicht stellen. Da veralgt das Sphagnum immer sehr und gammelt so bisschen vor sich hin. Halte ich es trockner, dann trocknet es komplett aus. Und komplett trocken will U. alpina doch auch im Winter nicht stehen, oder?

Alternativ könnte ich den Topf in das Tomatengewächshaus meines Vaters stellen. Dort ist die Luftfeuchte nicht sonderlich hoch und es wird im Sommer ordentlich warm. Zumindest U. eniformis und meine Darlingtonia wachsen dort recht gut. Könnte das auch mit U. alpina funktionieren oder wäre das Terrarium der bessere Ort? Im Winter müsste ich sie dann eben auf der Fensterbank kultivieren und in erneut anderem Substrat pflanzen, weil das Gewächshaus nicht geheizt wird. Im Terrarium könnte sich sie drin lassen und müsste sie nicht umtopfen.

Viele Grüße

Stefan

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Hallo Stefan,

an deiner Stelle würde ich sie ins Hochlandterrarium stellen - da sollte sie zumindest wieder besser wachsen. Als Substrat würde ich eine etwas luftigere Mischung nehmen, mit Perlite, Pinienrinde oder Shagnum, dass das dichte Torf/Sand Gemisch auflockern wird.

Ich denke, das für die Blütenbildung nicht nur die kühlen Temperaturen entscheident sind, sondern auch eine Art "Trocknezeit" nach der die Pflanze dann zu Blühen beginnt.

Grüsse

Marc

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Hallo Marc

Danke für die Informationen. Das mit der Trockenzeit wird im Terrarium wohl etwas schwieriger zu realisieren sein. Aber mal schauen. Pinienrinde habe ich keine da, könnte sie natürlich nächste Woche besorgen. Hatte jedoch gehofft um den Kauf herum zu kommen, weil ich eigentlich für anderen Pflanzen auch keine brauch (Nepenthes wachsen super im Torf-Quarzsandgemisch) und sie daher einfach in's lebendige Sphagnum setzen wollte, aber für die Fensterbank wäre ein Substrat auf Torfbasis sicher besser geeignet. Na mal sehen, wie ich mich entscheide. In's Terrarium wird sie wohl rein kommen und wenn sie dann gut wächst kann ich sie allemal noch teilen und das andere Substrat (Entweder Moos oder eines auf Torf basierend) noch testen. Deswegen werde ich wohl ertsmal lebendiges Sphagnum nutzen...

Viele Grüße

Stefan

Andy Landgraf
Posted (edited)

Hallo.

Ich habe eine meiner U.alpina ebenfalls auf dem Fensterbrett. Sie steht in einem Gittertopf mit ausschließlich lebendem Spaghnum, meist ca 1-2cm im Anstau.Lichtangebot hier:kleines Südwestfenster.

Meine zweite steht im Hochlandterrarium, in einfacher Torf-Sandmischung.Lichtangebot hier:13h Kunstlicht.

Beide wachsen gut, die im Terra aber um einiges besser. Beide blühen zur Zeit.

U.alpina ist nicht so wählerisch und das bei Dir die Blätter so schnell absterben wundert mich irgendwie. Kannst Du Schädlinge ausschließen?

Ich würde sie zuerst vollständig vom alten Substrat befreien, genaustens auf Schädlinge und Mehltau untersuchen und dann in einem Gittertopf mit Sphagnum betten. Wenns am Fenster nicht zuuuu warm wird kannste se eigentlich auch dort stehen lassen, im leichten Anstau,1-2 cm,trocknen lassen,1-max.2Tage warten und nachgiessen. So solltets Du auch keine Probleme mit dem Sphagnum bekommen. Wenns doch zu warm wird ist das Terra wohl auch gern genommen.

Trockenzeit ist nach meinen Informationen nicht für die Blüte erforderlich und meine 2 haben auch keine bekommen.

U.alpina im Terrarium post-2587-0-60141200-1307922404_thumb.jp Foto 06.05.2011

U.alpina auf der Fensterbank post-2587-0-93220600-1307922416_thumb.jp Foto 06.06.2011

Gruß Andy

Edited by Andy L.
Posted (edited)

Hallo Andy

Danke für die Infos. Deine Pflanzen sehen super aus. :-)

Wie sieht denn Mehltau genau aus? Ich hatte vor geraumer Zeit mal ein Blatt, was etwas violett verfärbt war, aber ich hätte das auf die stärkere Sonne im Vergleich zum Winter geschoben. Austopfen und die Wurzeln überprüfen werde ich. Da ich immer nur am Wochenende zu Hause bin, kann ich leider nicht alle zwei Tage gießen, weswegen ich wohl auf die Terrarienkultur in lebendigen Sphagnum zurück greifen werde. Einen Gittertopf habe ich zwar noch da, aber der ist wiederum für das Terrarium zu groß. Ich hoffe mal, dass ein geshclossener Topf der nicht im Wasser steht im Terrarium ebenso gute Dienste verrichten wird. Als Substrat werde ich wohl vorerst auch lebendiges Sphagnum nutzen.

Mit was beleuchtest du und wie weit ist die Beleuchtung von U. alpina entfernt? Ich möchte mir nur mal ein Bild davon machen, wie hell ich sie stellen sollte. Denn ich nehme mal nicht an, dass ich sie so hart wie meine Heliamphora bestrahlen muss...:-)

Viele Grüße

Stefan

P.s.: Wenn ich an den letzten beiden Blättern ziehe kommt die ges. Pflanze hinter her. Eventuell schaffe ich es ja, heute ein paar Bilder zu machen...

Edited by Stefan H.
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Hallo Stefan,

bei mir ist Utricularia alpina sehr gut in einer 50:50 Mischung Torf : Perlit in einem Orchideentopf gewachsen der zwischen jedem gießen fast ausgetrocknet ist.

Grüße

Kai

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Hey Kai

Aber in deinem Terrarium nehm ich an, oder? Danke für die Infos dazu, aber Perlite habe ich noch nicht hier. ;-)

Viele Grüße

Stefan

Andy Landgraf
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Wie sieht denn Mehltau genau aus? Ich hatte vor geraumer Zeit mal ein Blatt, was etwas violett verfärbt war, aber ich hätte das auf die stärkere Sonne im Vergleich zum Winter geschoben.

Mit was beleuchtest du und wie weit ist die Beleuchtung von U. alpina entfernt? Ich möchte mir nur mal ein Bild davon machen, wie hell ich sie stellen sollte. Denn ich nehme mal nicht an, dass ich sie so hart wie meine Heliamphora bestrahlen muss...:-)

Violette Färbung könnte schon Mehltau sein, wäre dann aber wohl eher fleckig.Betrachte die Blätter genauer und wenn ein leichter grauer Schimmer auch noch zu sehen ist,dann ists wohl Mehltau. Das könnte dann so aussehen: http://www.utricularien.de/karnivoren/lexikon/mehltau2.jpg

Sollte die Färbung eher flächig und gleichmäßig sein, siehts dann schon wieder eher nach Färbung aus.

Nee, alpina mags gar nicht soo hell. Die im Wohnzimmer bekommt gar kein Zusatzlicht, nur das was durchs kleine Südwestfenster kommt. Im Terra gibts 13h 140W HQI, U.alpina steht dort in einer etwas dunkleren Ecke. Der Abstand von Strahler und Pflanzen beträgt ca 80cm.

Edited by Andy L.
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Hi

Nein, so fleckig sah das nicht aus, zum Glück.

Viele Grüße

Stefan

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Moin moin allerseits

Hier sind mal ein paar Bilder Pflanze. Schädlinge konnte ich glücklicherweise keine finden. Überrascht war ich, dass doch noch ein paar Wurzeln dran waren, die verzweigten sich auch an verschiedenen Stellen. Was ihr trotzdem nicht gefällt weis ich nicht. Ich habe sie jetzt in lebendes Sphagnum gesetzt und hoffe, dass sie bald wieder besser wächst und mehr Blätter bildet.

Viele Grüße

Stefan

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Posted (edited)

Hallo Stefan,

ich würde dir raten die U. alpina in 100% lebendes Sphagnum zu pflanzen. Diese Art soll wohl oft epiphytisch vorkommen.

Bei mir steht sie an einem Ostfenster. Zuerst hatte ich sie in einen Topf mit lebendes Spahgnum gesetzt so hat die Pflanze innerhalb vom 5 Monaten ihre Blattanzahl von 3 auf über 10 erhöht. Dabei habe ich sie immer ordentlich gegossen. Danach habe ich das Substrat knochentrocken werden lassen.

Aus optischen Gründen wächst sie bei mir jetzt in einer Vase. Zuerst habe ich 5cm groben Quarzkies eingefüllt. Darauf folgten dann 10cm frisches Sphagnum. Darin wächst sie nun seit 2 Monaten. Sie trägt jetzt mehr als 13 Blätter.

Eine Blüte durfte ich leider noch nicht bestaunen. Ich kann nur sagen, dass mit dem Sphagnum machste in meinen Augen richtig

LG Marcel

Edited by Marcel Heimann
Posted

Hi Marcel

Danke für die Info. Wie lange hast du die denn dann knochentrocken gehalten? Und was heißt das? Garnicht gießen? Oder einmal aller 2 Wochen? Oder...? Ich habe immer Angst, dass die Pflanze dann eingeht, wenn ich sie 3 Monate nicht gieße...treibt das Sphagnum dann auch wieder aus wenn es so lange so trocken ist?

Die Vase hat natürlich auch noch die Vorteile, dass auch an die unteren Sphagnumbereiche Licht ran kommt. Im schwarzen Plastetopf geht das ja nicht. Aber im Terrarium wo der Topf im Torf versenkt wird ist das eh egal.

Viele Grüße

Stefan

Posted (edited)

Hallo,

naja ich muss dazu sagen, dass ich die Pflanze des öfteren mal "vergessen" habe.

In der offenen Kultur (Fensterbrett) verdunstet recht viel Wasser.

Ich nehme mir vor jeden Sonntag meine Pflanzen zu gießen. Wenn ich Spahgnum, bei offener Kultur,

7 Tage nicht gieße ist das sowieso schon trocken. Als ich dann mal gegossen hatte waren es auf mal gut erst nach 10-max.12 Tagen. Das Susbtrat war bereits kakteennartig trocken. Ich glaube das Sphagnum wird dann nicht mehr so richtig grün.

Ich weiß nicht ob ihr das gefällt, zumindest hat ein austrockenen bei mir nicht wirklich geschadet. (ist best. gut gegen Fäulnis)

LG Marcel

Edited by Marcel Heimann

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