Latrodectus Posted August 4, 2011 Posted August 4, 2011 Guten Tag allerseits, ich habe im Februar dieses Jahres Knollen aus Australien importiert. Sie sind (fast) alle schön ausgetrieben und eigentlich würde ich die Pflanzen langsam gerne in die Ruhe schicken, damit sie so ab Dezember (hoffentlich) wieder austreiben und sich so allmählich an unsere Jahreszeiten anpassen. D. zonaria und D. lowriei bekommen seit ein paar Wochen immer weniger Feuchtigkeit. Sie wurden zuvor einigermaßen gut gefüttert (kleine Fliegen). Und jetzt warte ich darauf, dass sie einziehen. Gerade eben entdecke ich eine Tochterpflanze neben der D. lowriei - eigentlich ein Grund zur Freude! :cool: Bedeutet Nachwuchs in der Regel doch einen Kulturerfolg! Nur zeitlich passt mir das gerade nicht in den Kram! Halte ich die Pflanze weiterhin feucht, verzögert sich ihre Umstellung auf unsere Jahreszeiten. Ziehe ich mein Vorhaben, die Pflanze in die Ruhe zu zwingen, durch, verliere ich evtl. die Tochterpflanze! :sad: Nun ist guter Rat teuer. (Oder besser gesagt: hoffentlich nicht! ) Was würden die gestandenen Knollenkultivateure in diesem Fall machen? Weiter gießen oder weiter in die Ruhe zwingen? Danke sehr. Andreas
Daniel D. Posted August 4, 2011 Posted August 4, 2011 Hi Andreas, so ein ähnliches Thema gab es schon mal. Hier der Link: Das müsste deine Frage beantworten :thumbsup: Grüße Daniel
Dieter Posted August 4, 2011 Posted August 4, 2011 Hallo Andreas, auch wenn ich diesen Sommer kaum Pflanzen mit diesem Verhalten habe (lediglich eine D. auriculata), ist mein übliches Vorgehen dieses: Wachsende Pflanze von den ruhenden Knollen trennen. Erstere feucht halten, letztere trocken. Wenn Du sie nicht trennst, können entweder die ruhenden Knollen verschimmeln oder die noch wachsende Pflanze vertrocknen, ohne dass sich eine Knolle bildet. Viele Grüße Dieter
Latrodectus Posted August 4, 2011 Author Posted August 4, 2011 so ein ähnliches Thema gab es schon mal. Hier der Link: http://forum.carnivo...mmeranfang-aus/ Ach verflixt, den Thread kenne ich doch! Ooooh, mein Gedächtnis! Die Alzheimer wird immer schlimmer! :sad: Hallo Dieter, danke dir. Also chirurgische Präzisionswerkzeuge heraus holen und buddeln und trennen...*schwitz* Grüße Andreas
Dieter Posted August 4, 2011 Posted August 4, 2011 Also chirurgische Präzisionswerkzeuge heraus holen und buddeln und trennen...*schwitz* Hm, so liebevoll bin ich da nicht. Ich stürze den ganzen Topf um und grabe mich vorsichtig von der Seite heran. Das Verfahren ist auch für Grobmotoriker wie mich geeignet und macht es möglich, die Pflanze samt Wurzelballen (sofern vorhanden, hängt von der Art ab) zu erwischen. viel Erfolg Dieter
Latrodectus Posted August 4, 2011 Author Posted August 4, 2011 Hi Dieter, ich bin ja auch Grobmotoriker, aber einer, der alles kaputt kriegt, wenn er nicht ganz behutsam vorgeht! Ich habe mich langsam an die Pflanze heran getastet, musste sie letztlich doch ausbuddeln. In Ermangelung einer Digitalkamera bin ich auf die glorreiche Idee gekommen, das Pflänzchen auf meinen Flachbettscanner zu legen (nein, ich habe die Klappe nicht ganz geschlossen und somit auch nicht das Pflänzchen zerquetscht )... Et voilà: Da ist bislang keine Knolle gebildet worden. Nun, die Mutterpflanze steht ja auch noch voll im Saft. Es sieht so aus, als habe die Pflanze meine Futtergaben in die Nebenpflanze investiert statt in eine Knolle. Hm... Ich denke, ich werde mal weiterhin das Substrat feucht halten - zumindest, so lange sich die Mutterpflanze noch nicht oberirdisch zurück gezogen hat. Es wäre natürlich auch eine Option, die Wachstumssaison so weit wie möglich zu verlängern, so dass sich erst spät im Herbst eine Knolle bildet. Drosera stricticaulis auf der anderen Seite ist noch lange nicht an ihrem Höhepunkt angekommen - auch bei der wird es vermutlich spät im Herbst sein, bis sie neue Knollen bildet. Es ist das zweite Mal, dass ich eine Stricticaulis direkt aus down under bezogen habe. Die erste wuchs vom Juni 2008 bis Dezember 2008 und hielt dann Ruhezeit bis Juli 2009. Die hat somit innerhalb eines Jahres die Anpassung an unsere Jahreszeiten geschafft. Bei D. ramellosa ist mir das nicht gelungen und die war im Jahr darauf, als sie gerade neu austreiben wollte, offenbar aufgrund der warmen Temperaturen im Frühsommer kaputt gegangen! D. lowriei und D. zonaria habe ich zum ersten Mal. Letztere steht ebenfalls noch voll im Saft, ist allerdings bereits voll ausentwickelt. Bei D. lowriei bilden sich an der Mutterpflanze immer noch neue Fangblätter. Gruß Andreas
Dieter Posted August 4, 2011 Posted August 4, 2011 Hallo Andreas, D. lowriei war bei mir recht unkompliziert in der Umstellung. Bei D. zonaria bin ich mir gar nicht mehr sicher. Bei D. stricticaulis habe ich wenig Erfahrung gesammelt (bzw. bin gerade dabei). Zur Zeit habe ich ein paar Pflanzen von der, die auch noch im Wachstum sind. Demnächst steht auch noch eine Samenernte an... Bei D. ramellosa habe ich bei den meisten Versuchen auch wenig Erfolg gehabt, jetzt habe ich aber mal eine, die sich auch bei mir recht wohl zu fühlen scheint. Ich hatte Dich offensichtlich falsch verstanden, weil ich davon ausging, dass die erste D. lowriei schon weitgehend zurückgezogen hatte und dann der neue Trieb erschien. In diesem Stadium der ersten Pflanze auf dem Bild oben wäre noch nicht zu erwarten, dass eine Knolle halbwegs weit ausgebildet ist. Tut mir leid! Das nächste Mal frage ich genauer nach. Viele Grüße Dieter
Latrodectus Posted August 4, 2011 Author Posted August 4, 2011 Hallo Dieter, hehe...ja, man hätte aus meinen Ausführungen schon denken können, die Mutterpflanze hätte schon eingezogen oder zumindest damit angefangen. Da hätte ich vielleicht gleich dazu schreiben sollen, dass sie noch voll im Wuchs ist. Mit so einer Tochterpflanze habe ich überhaupt nicht gerechnet. Erst recht nicht ohne Vorhandensein einer Knolle! :-S Aber bei den rosettigen Knollendroserae bin ich noch weitgehend Novize. Hatte die Jahre davor höchstens D. whittakeri und D. aberrans. D. aberrans macht ja alles gleichzeitig - neue Knollen und neue Pflänzchen. *lach* Die hochstämmigen Arten sind mitunter sehr ausdauernd, selbst, wenn sie längst ausgewachsen sind. Das wirst du auch kennen. Wenn man im Frühjahr nicht irgendwann anfängt, weniger zu gießen, bleiben sie einem u. Umst. noch bis Juni erhalten, bis Tageslänge und vor allem Nachttemperaturen den Pflanzen anzeigen, dass es langsam Zeit wird, "schlafen" zu gehen! Nee, `ne Knolle hätte ich bei der D. lowriei auch noch nicht erwartet. Dass sie Ablegerpflanzen ohne Knollen bilden, habe ich über die Knollendroserae mit Ausnahme besagter D. aberrans noch nie gehört. Ich hoffe, die Störung nimmt mir die Lowriei nicht zu übel. Ich habe inzwischen neue D. ramellosa-Knollen - die letzten vom Carow Thomas. :-D Die sind wenigstens schon eingewöhnt in die nördlichen Jahreszeiten. :thumbsup: Das ist dann hoffentlich ein gutes Omen! Ah, ja, irgendwie fand ich das mit dem Pflanzen scannen dann doch zu interessant, um nicht ein wenig herum zu spielen. Die Stricticaulis musste dann auch noch hinhalten! Na ja, eine besonders gute Qualität kann man natürlich so nicht erwarten. Die "Stricties" habe ich natürlich auch nicht ausgegraben. *Fingers crossed* Andreas
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