Torian Posted August 12, 2011 Posted August 12, 2011 Hi, ob man will oder nicht bildet sich früher oder später, gerade bei Pflanen, die man draußen hält, wohl überall Moos auf dem Substrat. Ich meine jetzt nicht das liebe begehrte Sphagnum, sondern andere Moosarten. Bei mir verbreitet sich zur Zeit extrem ein Moos, das lange dünne "Stämme" bildet, bei denen ganz oben eine grüne Sporenkapsel sich am Ende befindet (s. Foto). Meine erste Frage: Wie heißt dieses Moos? Weiter würde ich gerne von euch wissen, wie ihr damit verfahrt, wenn es bei euch in den Töpfen / Beeten wächst. Rupft ihr das raus, lasst ihr es drin oder findet es sogar toll? Einerseits kann ich mir vorstellen, dass dadurch die Verdunstung der Feuchtigkeit im Substrat zurückgeht, es es ja einen relativ dichten (versucht mal mit nem Zahnstocher da durchzustechen) und einigermaßen trockenen (im Gegensatz zu nacktem Substrat oder Sphagnum) Teppich bildet. Andererseits werden es wohl Sämlinge (sofern sie überhaupt darauf keimen) sicher schwieriger haben, ihre Wurzeln da durchzudrücken. Was meint ihr?
Boris Posted August 12, 2011 Posted August 12, 2011 Dieses Moos ist schlecht, da die Pflanzen dadurch "ersticken". Eine beschleunigte Verdunstung der Feuchtigkeit aus den Töpfen ist durchaus als positiv zu bewerten. Dadurch wird die Gefahr von Fäulnisprozessen eingedämmt. Daraus ergibt sich auch, dass durch das häufigere Gießen den Pflanzen (wenn auch in geringer Form) häufiger Nährstoffe zugeführt werden und somit ein besseres Wachstum erreicht wird. Das Moos habe ich auch häufig in Samentöpfen was mir dann stundenlange Zupfarbeit mit der Pinzette beschert. Wenn größere Pflanzen davon betroffen sind dann topfe ich in der Regel um und entferne peinlichst genau sämtliches Moos von den Pflanzen.
Piesl Posted August 12, 2011 Posted August 12, 2011 (edited) Dieses Moos ist schlecht Einspruch euer Ehren! So pauschal würde ich das nicht stehen lassen, denn so gesehen ist Sphagnum sogar schlechter. Denn durch dieses können sich nur speziell angepasste oder sehr groß werdende Arten durch kämpfen. Aber je nach Wachstum schafft es beispielsweise nicht mal der bei Bedarf in Etagen hochwachsende D. rotundifolia. Durch richtige Sphagnumpolster ( bei mir im Beet bis ca, 20 cm) schaffen es nur im Voraus eingesetzte Sarracenien und Droseras wie filliformis oder binata. Alles andere, außer Heidekraut hat da keine Chance. Letztlich bilden sich so auch Moore. Wie sehr man nun das hier gezeigte "normale" Moos sich ausbreiten lässt ist meines Erachtens eine persönliche Sache. Ich habe, da sowieso unabwendbar, bei den flachen Droseras, Dionaeen und Pinguicula aus diesem Moos einen natürlich wachsenden Rasen im Beet. Hier sämen die genannten Arten sich ungehindert aus und gedeihen auch gut. Ob da jedoch im Beet statt 100% nur 30% oder 40% der Samen aufgehen ist egal. Werde in den nächsten Tagen mal ein kleines Beetupdate hoch laden, ist eh schon in Vorbereitung. Richtig dick polsterbildende Moosarten fliegen auch bei mir raus, da diese letztlich die gefürchteten Pionierpflanzen sind und unter sich richtigen Humus bilden und damit die Grundlage für ungewollte Nährstoffzuführung sind. Aber wie gesagt, eine persönliche Meinung und in erster Linie auf die Kultur im Beet gesehen. Gruß Piesl Edited August 12, 2011 by Piesl
Boris Posted August 12, 2011 Posted August 12, 2011 (edited) Einspruch euer Ehren! Danke für die Blumen! Richtig dick polsterbildende Moosarten fliegen auch bei mir raus, da diese letztlich die gefürchteten Pionierpflanzen sind und unter sich richtigen Humus bilden und damit die Grundlage für ungewollte Nährstoffzuführung sind. Mit diesem Wissen willst du nun wirklich empfehlen, dass dieses Moos empfehlenswert ist? (edit: ziemlich doppelt gemoppet aber eigentlich treffend Edited August 12, 2011 by Boris 1
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