Tim Beier Posted August 15, 2011 Posted August 15, 2011 Hallo Miteinander, mich würden die Erfahrungen zur Aussaat von Drosera regia interessieren. Im Frühjahr diesen Jahres habe ich eine kleine Portion Drosera regia Samen ausgesät. Es sind leider nur 2 Samen gekeimt. Der erste Keimling ist nach kurzer Zeit umgekippt, der zweite hielt etwas länger durch, hat es aber leider auch nicht gepackt. Den Topf habe ich dennoch stehen lassen da es erfahrungsgemäß ja immer wieder Nachzügler gibt. Vor ein paar Tagen habe ich dann festgestellt dass noch ein paar Samen gekeimt sind. In anderen Beiträgen zum Thema wurde unter anderem die Überlegung angestellt die Samen im Winter zu säen. Wenn ich mir nun den Wachstumsverlauf von Drosera regia unter Gewächshausbedingungen betrachte, wäre meiner Meinung die Beste Zeit die Samen zum keimen zu bringen in der Zeit in der die Pflanzen anfangen durchzutreiben. Eine Aussaat gegen Ende des Winters ( Dezember/ Januar ) könnte bestimmt gut funktionieren?! Ich hatte dieses Jahr das Glück einige Samenportionen ernten zu können. Was ist denn eurer Meinung nach die Beste Zeit, damit die Keimlinge durchkommen? Ich sehe dabei nicht das Problem die Samen zum keimen zu bringen, sondern die Keimlinge durchzubekommen. Vieleicht ist ja auch eine Fütterung nötig? Ich würde mich freuen wenn ihr eure Erfahrungen schildern würdet.
Kai Becker Posted August 15, 2011 Posted August 15, 2011 Hallo Tim, habe im Herbst 2009 frische regia Samen ausgesäht, die haben damals zu 90% gekeimt und wurden unter T5 LSR den Winter über durchkultiviert. Ausfälle hatte ich nur sehr wenige während dieser Phase, leider weiß ich nicht wies bei den Sämlingen weiter ging da ich sie zur JHV 2010 am GFP Stand alle losgeworden bin , kann mir aber vorstellen das es Sinnvoll währe sie durch zu kultivieren bis sich ein kräftiges Wurzelwerk entwickelt hat. Hier noch ein Foto nach der Kunstlichtaufzucht, Sämlinge ca. 6 Monate. Grüße Kai
Tim Beier Posted August 19, 2011 Author Posted August 19, 2011 (edited) Hallo Kai, danke für deine Antwort. Bei 6 Monaten und der Größe der Sämlinge (auf deinem Bild) kann man ja schon davon ausgehen dass die "übern Berg" sind. Ein gut entwickeltes Wurzelwerk ist wohl sehr wichtig für Drosera regia. Durchkultivieren der Sämlinge könnte also der richtige Weg sein. Aber was tun wenn die Pflänzchen einfach schwarz werden und sich somit nicht durchkultivieren lassen? Vieleicht liegt es bei mir auch noch am Substrat, und die Sämlinge würden auf anderm Substrat besser wachsen? Wenn ich mir dein Bild anschaue, scheint es sich bei dir aber auch um eine "normale" Substrat Mischung zu handeln?! Irgendwie scheint Drosera regia einfach manchmal zickig zu sein. Mir passiert es schon relativ oft dass bei kleineren Pflanzen (Wurzelstecklingen) alle Blätter schwarz werden und diese oberirdisch absterben. Nach gewisser Zeit treiben sie aber im Normalfall wieder aus. Jüngere bzw. kleinere Pflanzen scheinen dabei häufiger betroffen zu sein als große. Ich kann mir gut vorstellen das bei Sämlingen gerade die Ausprägung der Wurzel über Leben und Tot entscheidet. Kann mir noch jemand sagen wann Drosera regia in der Natur blüht? Schade dass sonst keiner seine Erfahrungen zum Aussaatzeitpunkt und Verlauf schildert. Nun bleibt mir wohl nur; eigene Versuche zu machen....... Edited August 19, 2011 by Tim Beier
jusch Posted August 19, 2011 Posted August 19, 2011 (edited) Schade dass sonst keiner seine Erfahrungen zum Aussaatzeitpunkt und Verlauf schildert. Nun bleibt mir wohl nur; eigene Versuche zu machen....... Also ich habe hier im Thread über meine Erfahrungen ausführlich geschrieben: Außer dass inzwischen nun auch der allerletzte Sämling verstorben ist und somit 33 tote Sämlinge von 33 gekeimten Samen zu vermelden sind, hat sich daran nichts geändert. Bei mir keimen frische D. regia Samen mit praktisch 100% Keimrate und ab dem 4. bis 7. Fangblatt fängt das Absterben an, das sich über einen längeren Zeitraum hinzieht, bis nichts mehr von den Sämlingen übrig ist. Manche schreiben wohl, dass eine künstliche Ernährung für D. regia Sämlinge sehr wichtig sein soll, aber meine Vermutung geht eher in die Richtung, dass den Jungpflanzen in typischen Karnivorensubstraten aus Torf und Quarzsand irgendwelche essentiellen Bestandteile im Substrat fehlen. Ich habe allerdings keine Idee, was das wohl sein könnte (Eisen? Lehm? Ton? Kalk? Magnesiumsilikate? Stickstoff? Kali? Phosphor? Schwefel?), so dass ich überhaupt keinen Ansatz dafür habe, womit man mal als Substratzusatz für Sämlinge mit D. regia experimentieren könnte. Edited August 19, 2011 by jusch
Christian Dietz Posted August 21, 2011 Posted August 21, 2011 Hallo, ich habe bisher immer im Frühjahr ausgesät. Frischer Samen keimt wie Drosera capensis, also völlig problemlos. Die kleinen Pflanzen haben mir im ersten Sommer nie Probleme gemacht, los ging es immer erst gegen Winter bzw. im Winter. Ich denke, sie standen bei mir nicht kalt genug bzw. haben wohl auch zu wenig Licht bekommen. Mir haben aber auch große Pflanzen Probleme gemacht, daher hat das vielleicht nicht unbedingt was mit Sämlingen zu tun. Meine letzte Aussaat ist nun knapp 3 Jahre her. Damals habe ich auch im Frühjahr ausgesät und die Pflanzen direkt umgetopft. Diesmal habe ich sehr hohe Töpfe gewählt, als Substrat Torf/Sand. Seit dem wachsen die Pflanzen bei mir langsam aber vollkommen problemlos. Der große Topf steht bei mir immer ein paar cm. im Anstau. Vielleicht ist der Trick einfach, sie so früh wie möglich in so groß wie mögliche Töpfe zu setzen? Ich glaube nicht, dass das Substrat entscheidenden Einfluss hat. Vielleicht kann man mit etwas Futtergabe, das ganz beschleunigen, das weiss ich aber nicht. Das Substrat am Standort ist eine dunkelbraune/schwarze sehr feuchte Masse (soweit ich das noch im Kopf habe). Aus was es besteht, kann ich leider nicht sagen. Christian
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