Alexander N. Posted September 10, 2011 Posted September 10, 2011 Hallo ihr lieben, ich hab seit gut 3 Wochen das Problem das mein Cephi kein Stück mehr weiter wächst, er hat mittlerweile alle Deckel geschlossen und sieht etwas traurig aus. Seither sind mir auch kleine helle "Körner" (sieht aus wie ganz feiner Sand) aufgefallen und 2x hab ich eine einzelne Milbe entdecken können welche ich umgehend entfernt habe. Der gute wird in einem Weißtorf Sand Perlite Substrat kultiviert in dem er auch vor ca. 6 Monaten angeschafft wurde (daher weiß ich das Mischverhältnis leider nicht genau). Er steht am Ostfenster in einem kleinen Terrarium in dem es Tagsüber 24 / 25°C und eine 60-70%ige Luftfeuchte erreicht. Zusätzlich wird er von einer 23W Energiesparlampe (840) Beleuchtet und bekommt Licht von einer 18W T8 Röhre ab (865) welche ihn aber durch blätter einer anderen Pflanze nicht zu 100% erreicht. Nun zu den Fragen: Wie kann ich herausfinden was der gute genau hat, und wenn es sich um einen Milbenbefall handelt wie kann ich herausfinden um welche Milbenart es sich genau handelt und wie kann ich diese dann bekämpfen? Danke schon mal für Antworten Viele Grüße Alex
jusch Posted September 10, 2011 Posted September 10, 2011 ich hab seit gut 3 Wochen das Problem das mein Cephi kein Stück mehr weiter wächst, er hat mittlerweile alle Deckel geschlossen und sieht etwas traurig aus. Seither sind mir auch kleine helle "Körner" (sieht aus wie ganz feiner Sand) aufgefallen Vielleicht echter oder falscher Mehltau (das wäre ein Pilzbefall)? Wenn ein Mehltaubefall erst dann auftritt, nachdem die Pflanze schon vorher deutlich abgebaut hat, wäre allerdings der Mehltau nicht die Ursache, sondern die Folge dessen, dass es der Pflanze schlecht geht. Mehltau befällt besonders gerne geschwächte Pflanzen. und 2x hab ich eine einzelne Milbe entdecken können welche ich umgehend entfernt habe. Von den Milbenarten sind es hauptsächlich Spinnmilben, die viele Pflanzenarten befallen und schädigen können, und auf Blättern teilweise ein ähnliches Schadbild zeigen wie Mehltau. Um das genau zu diagnostizieren, solltest Du versuchen die feinen Gespinste der Spinnmilben sichtbar machen. Das geht z.B., indem Du einen fein zerstäubenden Drucksprüher nimmst (aber nicht direkt auf die Pflanze sprühen), in feinster Zerstäubung in die Luft sprühst und dann gleich den Topf mit der Pflanze durch den Sprühnebel bewegst. Der Sprühnebel bleibt dann an den feinen Gespinsten der Spinnmilben hängen und macht diese so gut sichtbar. Wenn ein solcher Milbenbefall vorliegt, kannst Du ihn mit handelsüblichen Mitteln gegen Milben bekämpfen. Bei einem sehr starken und weit fortgeschrittenen Milbenbefall mit Spinnmilben kann eine Pflanze oberirdisch komplett eingehen. Kräftige Cephalotus-Pflanzen können aber selbst nach einem Absterben aller Blätter und Krüge noch einmal neu ausschlagen. Wenn es keine Spinnmilben sind, würde ich eher mal im Substrat suchen: Ist Dir das Substrat mal komplett ausgetrocknet? Steht es dauernd im Anstau und die Wurzeln können verfault sein? Kann irgendwie größeres Ungeziefer ins Substrat geraten sein, wie z.B. Larven der Wiesenschnake (passiert z.B. bei meinen im Sommer draussen stehenden Pflanzen regelmäßig)? 1
Alexander N. Posted September 10, 2011 Author Posted September 10, 2011 (edited) Hallo jusch, danke für die schnelle Antwort. Vielleicht echter oder falscher Mehltau (das wäre ein Pilzbefall)? Wenn ein Mehltaubefall erst dann auftritt, nachdem die Pflanze schon vorher deutlich abgebaut hat, wäre allerdings der Mehltau nicht die Ursache, sondern die Folge dessen, dass es der Pflanze schlecht geht. Mehltau befällt besonders gerne geschwächte Pflanzen. Das kann leider durchaus sein das es nur die folgen davon sind. Leider kann ich das nicht ausschließen da ich die eigentliche Ursache ja noch nicht gefunden habe Von den Milbenarten sind es hauptsächlich Spinnmilben, die viele Pflanzenarten befallen und schädigen können, und auf Blättern teilweise ein ähnliches Schadbild zeigen wie Mehltau. Um das genau zu diagnostizieren, solltest Du versuchen die feinen Gespinste der Spinnmilben sichtbar machen. Das geht z.B., indem Du einen fein zerstäubenden Drucksprüher nimmst (aber nicht direkt auf die Pflanze sprühen), in feinster Zerstäubung in die Luft sprühst und dann gleich den Topf mit der Pflanze durch den Sprühnebel bewegst. Der Sprühnebel bleibt dann an den feinen Gespinsten der Spinnmilben hängen und macht diese so gut sichtbar. Wenn ein solcher Milbenbefall vorliegt, kannst Du ihn mit handelsüblichen Mitteln gegen Milben bekämpfen. Bei einem sehr starken und weit fortgeschrittenen Milbenbefall mit Spinnmilben kann eine Pflanze oberirdisch komplett eingehen. Kräftige Cephalotus-Pflanzen können aber selbst nach einem Absterben aller Blätter und Krüge noch einmal neu ausschlagen. Wenn es keine Spinnmilben sind, würde ich eher mal im Substrat suchen: Ist Dir das Substrat mal komplett ausgetrocknet? Steht es dauernd im Anstau und die Wurzeln können verfault sein? Kann irgendwie größeres Ungeziefer ins Substrat geraten sein, wie z.B. Larven der Wiesenschnake (passiert z.B. bei meinen im Sommer draussen stehenden Pflanzen regelmäßig)? Das mit dem durch Sprühnebel führen ist eine gute Idee, werde ich dann gleich mal testen. Wie sehen diese Gespinste denn aus? Wie Spinnenweben in klein? Im Substrat suchen ist etwas was ich mich gerade beim Cephi nun nicht so wirklich getraut habe. Wie mach ich das denn am geschicktesten um die Wurzeln nicht zu beschädigen? Das Substrat ist noch nie komplett trocken oder im Anstau gewesen. Es wird 1-2x die Woche (nach Temperatur und austrocknen des Substrates) mit einem Untersetzer gewässert. Das Wasser bleibt dann 15 Minuten im Untersetzer und was bis dahin nicht aufgenommen wurde wird abgeschüttet. Ich hab das gute Stück in diesem Topf und Substrat gekauft und weiß daher nicht ob oder was ich mitbekommen haben könnte. Bei mir steht er innen auf der Fensterbank wie gesagt unter Kunstlicht und Ostfenster, daher ist es unwahrscheinlich das sich hier zu Hause etwas eingenistet hat. Viele Grüße Alex Edited September 10, 2011 by AZRAEL
jusch Posted September 10, 2011 Posted September 10, 2011 Das mit dem durch Sprühnebel führen ist eine gute Idee, werde ich dann gleich mal testen. Wie sehen diese Gespinste denn aus? Wie Spinnenweben in klein? Im Prinzip ja, da gibt es je nach Milbenart aber unterschiedliche Ausprägungen. So auffällig wie hier sieht es bei Zierpflanzen meistens eher nicht aus und wenn, dann sieht man die Gespinste auch ganz klar ohne Sprühnebel: http://www.bonsai-info.net/pflanzenschutz/spinn-milben.htm Je nach Milbenart können ggf. auch nur die Blattunterseiten mit unauffälligen Gespinsten befallen werden. Oder auch von den Blättern knapp über Substratoberfläche bis runter zur Substratoberfläche, dann sind die feinen Gespinste oft nur mit Sprühnebel erkennbar. Im Substrat suchen ist etwas was ich mich gerade beim Cephi nun nicht so wirklich getraut habe. Wie mach ich das denn am geschicktesten um die Wurzeln nicht zu beschädigen? In manchen Fällen kann man direkt an kleinen, aufgeworfenen, losen Substrathäufchen auf der Substratoberfläche erkennen, dass irgendwas im Untergrund am Buddeln ist. Getopfte Pflanzen könnte man einmal vorsichtig mit Topfballen aus dem Topf herausklopfen und dann im Wurzelbereich nachsehen, ob etwas zu erkennen ist (größere Würmer oder Insektenlarven oder deren Fraßgänge) und mal prüfen, ob das Substrat faulig riecht. Dazu fällt mir aber auch nicht viel ein. Ansonsten fällt mir nur auf, dass Du Deinen Cephi recht warm hältst. Vergleiche mal die Jahrestemperaturkurve laut Klimatabelle von Albany am Naturstandort: http://www.wwis.dwd.de/185/c00356.htm#climate Bei zu warmen Haltungsbedingungen können Cephis ganz schön zickig und anfällig für alles mögliche werden. 1
Alexander N. Posted September 13, 2011 Author Posted September 13, 2011 Im Prinzip ja, da gibt es je nach Milbenart aber unterschiedliche Ausprägungen. So auffällig wie hier sieht es bei Zierpflanzen meistens eher nicht aus und wenn, dann sieht man die Gespinste auch ganz klar ohne Sprühnebel: http://www.bonsai-info.net/pflanzenschutz/spinn-milben.htm Je nach Milbenart können ggf. auch nur die Blattunterseiten mit unauffälligen Gespinsten befallen werden. Oder auch von den Blättern knapp über Substratoberfläche bis runter zur Substratoberfläche, dann sind die feinen Gespinste oft nur mit Sprühnebel erkennbar. Also besprüht hab ich nun ganz vorsichtig. Entdeckt habe ich dabei nicht, keine Gespinste und keine flüchtenden Tierchen. Auch hab ich die Krüge mal vorsichtig angehoben und keine Gespinste oder Tierchen mehr entdeckt. Es sind nur noch diese kleinen weißen Pünktchen auf den Krügen zu erkennen (auf den normale n Blättern kann ich diese nicht erkennen bzw. finden.). Daer bin ich mir nicht sicher ob ich in der Milben sparte überhaupt richtig bin. In manchen Fällen kann man direkt an kleinen, aufgeworfenen, losen Substrathäufchen auf der Substratoberfläche erkennen, dass irgendwas im Untergrund am Buddeln ist. Getopfte Pflanzen könnte man einmal vorsichtig mit Topfballen aus dem Topf herausklopfen und dann im Wurzelbereich nachsehen, ob etwas zu erkennen ist (größere Würmer oder Insektenlarven oder deren Fraßgänge) und mal prüfen, ob das Substrat faulig riecht. Dazu fällt mir aber auch nicht viel ein. Ansonsten fällt mir nur auf, dass Du Deinen Cephi recht warm hältst. Vergleiche mal die Jahrestemperaturkurve laut Klimatabelle von Albany am Naturstandort: http://www.wwis.dwd.de/185/c00356.htm#climate Bei zu warmen Haltungsbedingungen können Cephis ganz schön zickig und anfällig für alles mögliche werden. Aufgeworfene Erde kann ich nirgens erkennen, ich hab nun mal begonnen ganz vorsichtig das Moos zu entfernen und werde das heut Abend noch zu ende machen und mal schaun ob ich dabei was erkennen kann. Auch hab ich den guten nun mal vors Fenster gestellt, da muss er nun leider ohne Kunstlicht auskommen allerdings ist es da mit 14-18°C doch ein Stück kühler und den Temperaturen am Naturstandort wesentlich näher. Aus dem Topf nehmen kan nic hihn leider nicht da das Substrat bewusst sehr locker ist und vermutlich komplett zerfallen würde. Ich glaube aber auch ausschließen zu können das ich da was finden würde. Gibt es denn einen anderen Schädling der auf die Beschreibung passen könnte? Viele Grüße Alex
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