Stefan H. Posted September 10, 2011 Posted September 10, 2011 (edited) Hallo Ich habe mir im Juni eine N. glabrata zugelegt und die macht mir von Anfang an Sorgen. Sie hat seit dem Einpflanzen immer mehr Blätter verloren. Die werden einfach schwarz. Weder gelb noch braun ist zu sehen, einfach schwarz. Die werden auch nicht weich oder so sondern sterben einfach ab. Auch so wie die Tendrile die bereits beim Kauf dran war. Kannen hatte sie keine und hat bis jetzt auch keine gebildet. Sie steht bei mir im Terrarium, hat jetzt im Sommer leider etwas zu hohe Temperaturen (so um die 24-28°C am Tag und Nachts um die 19°C). Substrat ist ein frisches lockeres Torf-Quarzsandgemisch. Beleuchtung sollte ausreichend sein. Terrarium wird ordentlich belüftet mit PC-Lüfter. Diese blaßen mehrmals am Tag Frischluft rein bzw. Terraiumluft raus. Kann man Schädlinge ausschließen? Weil dann würde ich mal ein Fungizid (Ein Mittel auf Azoxystrobin Basis habe ich da) spritzen. Anfangs dachte ich eben die Pflanze hat einen gewissen Schock vom Versand und den Kulturumstellungen aber mitlerweile bereitet sie mir doch zunehmend mehr Sorgen, weil die neuen Blattansätze auch nicht mehr so toll aussehen. Was meint ihr dazu? Eventuell sind auch Milben ein Problem? Dann hätte ich auch Kiron noch da. Alle anderen Pflanzen im Terrarium geht es sehr gut. Bis auf eine U. alpina die nicht wachsen will, aber das ist ein anderes Thema. ;-) Die obersten 1-2 Blätter die vollständig ausgebildet sind wurden schon bei mir gebildet... Viele Grüße Stefan Edit: Ich habe mal noch ein Bild der Pflanze angehangen, wie sie nach dem Einpflanzen aussah. Edited September 10, 2011 by Stefan H.
Latrodectus Posted September 10, 2011 Posted September 10, 2011 Ach, du Schei**.... :whistling: Stefan, du musst jetzt ganz tapfer sein! Die Glabrata kannst du wohl weg schmeißen! Ich sage das ungerne, aber ich bin bei dem Anblick der letzten beiden Bilder nicht mehr optimistsich, dass da etwas zu retten ist! :thumbsd: Es handelt sich wohl um einen Pilz im Stamm der Pflanze. So etwas hatte ich auch schon. Da muss man aber bei den ersten Anzeichen reagieren, wobei ich nicht weiß, ob ein heute erhältliches Fungizid gegen diesen Pilz hilft. Ich hatte damals Euparen angewandt. Das gibt´s ja leider nicht mehr. Zusätzlich hatte ich den Stamm mit Holzkohlepulver eingepudert. Es hat geholfen, aber die Pflanze hatte oben noch deutlich mehr gesunde Substanz als dein Exemplar. Ich würde schätzen, dass oben noch 4 cm gesunder Stamm und vier oder fünf gesunde Blätter waren. Ich meine, es hatte eine meiner Rajahs erwischt. Aber bei deiner Glabrata ist der Pilz ja schon oben angekommen. Ich schätze, dass es der Glabrata nachts doch noch zu warm gewesen ist. Auch wenn das Substrat dauerhaft sehr feucht oder nass ist (war bei meiner Rajah so, weil ich die in lebendem Sphagnum gehalten hatte), begünstigt das bei solchen Temperaturen offenbar einen derartigen Pilzbefall. Okay, das mag jetzt bei dir anders gewesen sein. Das kann ich jetzt nicht beurteilen. Vielleicht ist dein Exemplar einfach nicht das stärkste und ist halt bei den Temperaturen für den Pilzbefall am Stamm empfänglich gewesen. Ist natürlich rein hypothetisch, aber Fakt ist wohl, dass die Pflanze in diesem Stadium wohl nicht mehr zu retten ist. Ich kann mich daran erinnern, dass vor ein paar Jahren jemand eine N. talangensis mit den gleichen Symptomen ins Forum gestellt hat. Andreas Wistuba riet damals dazu, einen Kopfsteckling vom gesunden (oberen) Teil der Pflanze zu machen und den zu bewurzeln zu versuchen. Aber bei deiner Pflanze kannst du ja keinen Kopfsteckling mehr machen. Tut mir leid. Meine Glabrata hat letztes Jahr im Sommer das Zeitliche gesegnet, nachdem sie schon 40 cm hoch war und intermediäre oder Hochkannen gebildet hat. Es war in meinem Fall kein Stammpilz, aber die Wurzeln sind alle abgestorben. Die Sonne hatte wohl auf das Substrat geschienen...*grummel!* My condolences Andreas 1
G.A.S. Posted September 11, 2011 Posted September 11, 2011 Hallo Stephan, da kann ich mich Andreas voll anschließen. Hatte auch zwei Glabrata, bei denen schon bei Lieferung der Stamm schwarz war. Danach ging es trotz Azoxystrobin rapide Blatt für Blatt bergab. Zu dieser Zeit hatte ich auch noch zu hohe Temperaturen im Terrarium.
Michi Zehnder Posted September 11, 2011 Posted September 11, 2011 Hallo Stefan, Ich denke auch, dass da nicht mehr viel zu machen ist. So schwarz wie die Pflanze unten schon ist, kannst du die Pflanze wohl abschreiben. N. glabrata ist sehr temperaturempfindlich. Bei zu hohen Temperaturen stellt sie die Kannenbildung und das Wachstum sehr schnell ein. Meine N. glabrata haben ebenfalls sehr gelitten und es ist erschreckend, wenn man die Bilder vom Winter mit denen von heute vergleicht. Für mich ist das eine der schönsten aber auch eine der empfindlichsten Arten. Zu den zum Teil zu hohen Temperaturen in meinem Terrarium ist dann noch ein Milbenbefall dazugekommen, den ich zu spät bemerkt habe. Jetzt, wo die Temperaturen wieder gesunken und die Milben weg sind, wächst die eine und deren Ableger wieder langsam weiter, während die andere im zweiten Topf diese harte Zeit nicht überstanden hat. Wegen Milben müsstest du mal ganz genau mit einer Lupe nachschauen. Ich denke aber auch eher an einen Pilz. Ein typischer Milbenbefall sieht aber bei N. glabrata etwas anders aus. Aber wenn ich mir die Heli hinten rechts so ansehe, dann frage ich mich schon, ob dein Terrarium nicht doch etwas mehr Licht vertragen könnte. Das ist bestimmt nicht die Hauptursache für diesen Wuchs der N. glabrata aber irgendetwas stimmt in deinem Terrarium nicht so ganz. Auch wenn man das Sphagnum betrachtet sieht man, dass in deinem Terri das Gleichgewicht nicht stimmt. Vielleicht täusche ich mich aber auch. Wie wärs mal mit einer Gesamtansicht? Viele Grüsse, Michi
Thilo.K Posted September 11, 2011 Posted September 11, 2011 (edited) Hallo Stefan, Die Glabrata kannst du wohl weg schmeißen Das kann ich nicht bestätigen! Ich hatte anfang dieses Jahres ein ganz ähnliches Problem an meiner N. glabrata. Auch hier trat massiver Blattverlust ein. Die Triebspitze wurde (wie bei deiner Pflanze schon zu erkennen ist) komplett schwarz: Über die Ursache kann ich genau wie bei deiner Pflanze nur spekulieren. Ich vermut jedoch, dass es sich um ein Problem mit den Wurzeln handelt (Wurzelfäulnis o.ä.). Jedenfalls trieb meine, von mir ebenfalls schon totgeglaubte Pflanze nach einigen Wochen aus den Blattachseln gleich mehrfach aus. Insgesamt bildete sich ein Haupttrieb und zwei Nebentriebe: Ein ähnliches Phänomen (Blattverlust, schwarze Triebspitze, mehrfaches Austreiben aus den Blattachseln) konnte ich auch bei N. maxima beobachten. Ich kann dir selbstverständlich keine Garantie geben, dass das Gleiche auch mit deiner Pflanze passiert, aber für komplett tot würde ich sie nicht halten! Viel Glück, Thilo Edited September 11, 2011 by Thilo.K
Latrodectus Posted September 11, 2011 Posted September 11, 2011 (edited) Hallo Thilo, das ist sehr interessant. Da möchte ich noch mal nachhaken. War es bei deiner Pflanze auch so, dass von der Blattbasis her die Blätter schwarz wurden oder von der Blattspitze her? Das ist nämlich ein wichtiger Unterschied! Blätter, die an der Basis am Stamm schwarz werden, weisen auf diesen sehr tückischen Pilzbefall am Stamm der Pflanze hin. Wenn die Blätter von der Spitze her schwarz werden, kann es etwas Anderes sein - ein Wurzelschaden oder sonstiges. Bei Stefan ist es ja so, dass die Blätter von der Basis her schwarz werden, daher meine vernichtende ( ) Diagnose. Also auf deinem ersten Foto vom 7. 3. dieses Jahres sehen die Blattbasen noch intakt aus. Dann scheinen die Blätter von der Spitze her schwarz geworden zu sein. Grüße Andreas Edited September 11, 2011 by Latrodectus
Thilo.K Posted September 11, 2011 Posted September 11, 2011 (edited) Hallo, soweit ich mich erinnern kann wurden die Blätter tatsächlich von der Blattspitze ausgehend schwarz. Ich denke, Stefans Pflanze könnte die gleiche Krankheit wie bei meiner (ehemaligen) N. densiflora (siehe hier) haben. Hier wurden die Blätter von der Blattbasis her schwarz. Die Pflanze war nach wenigen Tagen hin... :sad: Ich habe bei meiner N. glabrata lange mit dem Gedanken gespielt, einen Kopfsteckling zu machen, und so die Pflanze zu retten. Ich habe es sein lassen und wie man sieht war es sicherlich nicht die falsche Entscheidung! Nachdem dasselbe Phänomen an N. maxima aufgetreten ist, konnte ich von der fast komplett schwarzen Triebspitze tatsächlich eine neue Pflanze erhalten! Die Mutterpflanze ist, wie bereits erwähnt mehrfach ausgetrieben (4 neue Triebe!). Ob das bei meiner N. glabrata auch machbar gewesen wäre weiß ich nicht, allerdings könnte diese Option bei Stefan noch eine letzte Rettung sein, auch wenn man bereits braune Stellen an der Triebspitze sieht. Ich würde die Pflanze noch nicht aufgeben! Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder. Grüße, Thilo Edited September 11, 2011 by Thilo.K
G.A.S. Posted September 11, 2011 Posted September 11, 2011 Übrigens, es mag vielleicht seltsam erscheinen, aber meine Glabrata machte beides. Erst wurde sie von der Spitze her schwarz und danach vom Stamm her. Vom letzteren an, ging es ganz schnell bis nichts mehr grün war.
Stefan H. Posted September 11, 2011 Author Posted September 11, 2011 (edited) Hi Leute Erstmal danke für eure Hilfe. Ich habe die Pfanze ertsmal mit einem Fungizid und mit einem Holzkohkepulver behandelt. Mal sehen was wird. Ich hoffe das Beste! :-) Die Heli die dort zu sehen ist, steht erst seit 2-3 Wochen im Terrarium. Die stand bisher draußen im Gewächshaus, aber wie man ja leicht sieht, scheint es dort zu dunkel gewesen zu sein. Bis sie dann wieder ordentliche Schläuche macht, dauert es eben trotz ordentliches Lichtangebots eine Weile. Was die U. alpina hat weis ich nicht, die stand lange Zeit auf der Fensterbank, kam kurz vor der Heli in das Terrarium und wächst nach wie vor nicht. Die P. emarginata steht auch noch nicht lange drin, kam mit der U. alpina zusammen rein und stand vorher auch auf der Fensterbank. Die ESL taucht auch alles in einen gelblichen Farbton. Warum die U. calycifia aus dem Topf rechts verschwundne ist weis ich jedoch auch nicht. Die wächst nun noch zwischen dne Töpfen... Das Sphagnum habe ich, als auch die U. alpina in mein Terrarium kam (ja, damals habe ich das Terrarium mal wieder neu gestaltet) aus meinem Moorbeet entnommen. Es hatte damals schon die schwarzen Spitzen und ohne Beregnungsanlage bekomme ich das offensichtlich nicht weg. Ich werde es wohl mal verschneiden müssen. Durch das Gießwasser (Regenwasser aus Plastetonnen sowie Schnee im Winter) lagern sich immer gewisse Ausscheidungsstoffe auf den Sphagnumspitzen ab, damit kämpfe ich schon viele Jahre. Vielleicht ist das Regenwasser auch zu Nährstoffreich, keine Ahnung, aber die Pflanzen wachsen damit zumindest recht gut. Bilder habe ich mal angehangen. Die Kannen zeigen N. ovata und N. sibuyanensis. Die Helis haben im Winter dann jedoch eine deutlich bessere Färbung... Auch die rötlich gefärbte D. adelae zeigt mir, dass das Lichtangebot ausreicht. Und jetzt mal noch eine Frage: Sehen die Pflanzen im Terrarium so schlecht aus? Ich meine klar, die Helis könnten besser gefärbt sein aber die Deckelchen sehen gut gefärbt und geformt aus. Die Farben auf den Bildern werden leider etwas verfälscht. Die Blütenstengel von 2 der 3 blühenden Helis kommen leider immer zu nah an die warme ESL heran und verbrennen. Die N. gymnamphora habe ich auch erst neu (mit der glabrata zam gekauft), die sieht noch grün aus, ich weis, aber der Verkäufer der Pflanze meinte, dass die sich erst eingewöhnen muss und sich dann noch ausfärbt, weil sie bei ihm wohl etwas zu dunkel stand. Die Blätter werdne auch bei mir schon deutlich kleiner. Viele Grüße Stefan Edited September 11, 2011 by Stefan H.
Michi Zehnder Posted September 11, 2011 Posted September 11, 2011 Hallo Stefan, Und jetzt mal noch eine Frage: Sehen die Pflanzen im Terrarium so schlecht aus? Ach was. Die Pflanzen sind wirklich toll! Nur der Bodengrund sieht meiner Meinung nach etwas ungesund aus. Aber wenn die Pflanzen gut wachsen (die N. glabrata mal weggelassen ), dann ist doch alles im grünen Bereich. Licht hast du auch genug. Das ist bei den Bilder, die du gerade gezeigt hast klar ersichtlich. @Thilo: Deiner N. glabrata hätte ich jetzt eindeutig mehr Überlebenschancen zugesprochen. Aber wenn der Stamm bis fast in die Spitze der Pflanze komplett schwarz ist, dann sieht es schon recht schlecht aus. Bei deiner N. glabrata ist der Stamm noch kräftig rot und gesund. Aber hoffen wir das Beste für Stefans Pflanze! Viele Grüsse, Michi
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