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Hallo,

habe einen mir bisher unbekannten Schädling an meiner Nepenthes macrophylla festgestellt, erst dachte ich das die Pflanze die geringe Luftfeuchte um die 50% bei mir nicht auf dauer so gut verträgt und daher etwas runzlig wirkt.

Symtome: Nachdehm die Pflanze Monate gut gewachsen ist und auch 3 Kannen gebildet hat wurden die Deckel vor ein Paar Wochen leicht Wellig und auch der Stamm wirkt leicht runzlig, die Blätter sehen von oben saftig grün und gesund aus.

An der Blattunterseite sind viele kleine Erhebungen zu sehen (Schildläuse ?), das älteste Blatt hab ich mal für Fotos abgeschnitten, je jünger die anderen Blätter sind desto weniger Erhebungen an der Blattunterseite sind zu sehen.

Währe schön wenn mir jemand sagen könnte um welchen Schädling es sich genau handelt und ob Vertimec oder Kiron zur Behandlung geeignet sind. Derzeit ist es zum Glück die einzige befallene Pflanze aber zur Sicherheit möchte ich den ganzen Bestand behandeln.

Grüße

Kai

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Christian Voss
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Hallo Kai,

für mich sieht das allerdings nach Schildläusen aus.

Ich habe die vor ca. einem Jahr an meiner N. madagascariensis gehabt, allerdings nicht in so großer Zahl.

Das Schadbild ist allerdings das gleiche. Nach und nach werden die Blätter gelblich, weich und runzlig.

Geholfen hat mir damals Lizetan, wobei ich sagen muss, dass die Viecher ziemlich hartnäckig sind.

Ich habe sie zusätzlich "abgekratzt" und die Behandlung ungefähr 3-4mal wiederholt.

Die Pflanze hats gut verkraftet und wuchs danach normal weiter.

Gutes Gelingen,

Grüße,

Christian

Ach ja, obwohl meine Pflanzen ziemlich dicht in ihren Terrarien stehen, war keine andere Pflanze befallen.

Die Tierchen scheinen eher faul zu sein. (meine Beobachtung, natürlich keine Garantie)

Dirk Buechner
Posted (edited)

Hallo,

dies sind tatsächlich Schildläuse. Sehr schwierig zu bekämpfen und äußerst hartknäckig. Systemischen Pestiziden ist hier der Vorzug geben und die Behandlung 2x zu wiederholen, danach sollte man nach möglichkeit das Mittel bzw. den Wirkstoff wechseln. Man sollte Schildläuse nicht unterschätzen, sie mögen Geruhsam sein, können aber über längere Zeit schwere Schäden verursachen und sind sind ziemlich schwer zu bekämpfen. Abkratzen hilft da nicht viel auf Dauer, denn sie kommen immer wieder. Zusätzlich dazu, das das Saugen die Pflanze schwächt können noch diverse Pilze kommen, die auf den Ausscheidungen der Läuse leben. Die Pilze bedecken die Blätter und verhindern damit die Photosynthese. Umliegende Pflanzen sollte man einfach mal mitspritzen, zur Vorbeugung. Schildläuse sind manchmal schlecht zu erkennen, sitzen an versteckten Stellen und können so die Kolonie neu aufbauen.

Vertimec oder Kiron sind nicht wirklich geeignet zur Bekämpfung, diese Mittel haben aber eine gute Wirkung bei Spinnmilben und ähnlichen Schädlingen. Was du brauchst ist ein Insekt.- oder Pestizid wie zb. Roxion D oder Mittel auf Rapsölbasis (decken die Tiere mit einem Ölfilm ab und ersticken diese).

Schildlaus (Coccidae)

Schadbild: An grünen und holzigen Pflanzenteilen rundliche, schildförmige Höcker mit brauner Haut in unterschiedlichen Größen bis 6mm. Sie schädigen durch saugen sowie einige Arten durch das Ausscheiden von Honigtau auf dem sich schwarzer Russtau bildet der nur schwer abzuwischen ist. Schlechtes Wachstum der Pflanze .

Ursache: Es gibt verschiedene Schildlausarten wie die Deckelschildlaus, Schalen.- oder Napfschildlaus. Sie vermehren sich durch Eier und junge Tiere schlüpfen direkt mit festen Schilden aus. Die Jungtiere sind noch beweglich und bewegen sich über die Pflanze. Das saugen erfolgt an den Blattunterseiten an den Hauptnerven entlang.

Vorbeugung: Frühes erkennen und Einsatz von Spritzmitteln ist wichtig. Abwaschen großer Blätter mit einem Spiritus getränktem Lappen möglich. Kleinen Befall auf keinen Fall ignorieren sondern direkt Maßnahmen ergreifen.

Bekämpfung: Abwischen der Befallen Pflanzenteile, systemische Spritzmittel und der Einsatz von Mitteln auf Ölbasis um die Tiere zu ersticken. Als Nützlinge kommen bestimmte Marienkäferarten infrage sowie Schlupfwespen und andere.

Spritzmittel: Roxion D hat sich bei mir als sehr wirksam erwiesen. Sowie alle Mittel auf Rapsölbasis, dann aber wiederholtes Spritzen.

Gibt einen netten Artikel zum Pflanzenschutz

ZIPPP

Edited by Dirk Buechner
Posted

Hallo,

danke für die Antworten, habe noch B58 Konzentrat da, das müste ja geeignet sein um den Viechern den Gar aus zu machen.

Grüße

Kai

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Jup, das Zeug tötet nach meinen Erfahrungen alles, auch die fiesen Schildläuse.

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Hallo,

danke für die Antworten, habe noch B58 Konzentrat da, das müste ja geeignet sein um den Viechern den Gar aus zu machen.

Grüße

Kai

Richtig, B58 hat den gleichen Wirkstoff (Dimethoat) wie Roxion.

Leider stinkt Dimethoat bestialisch, aber Hauptsache es hilft. :-)

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Er meint bestimmt Bi58! :D Einmal Dimethoat volles Rohr auf die Schildläuse sollte eigentlich schon reichen. Bei anderen Mittelchen kann es schon eher sein, dass mehrmalige Behandlungen notwendig sind. Ich würde nach einer Woche trotzdem noch mal kontrollieren. Muss ja nicht immer so sein, dass EINE Behandlung reicht.

Good killing!

Andy

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Ja, Schildläuse sind wirklich sehr hartnäckig. Wenn man gar nicht mehr dran denkt, schwupps - sind sie wieder da :(

Sehr gute Erfahrungen machte ich mit dem Mittel Celaflor schädlingsfrei Careo. Wirkstoff Acetamiprid. Das Mittel ist sowohl Kontakt- wie auch Systemgift und wird als Konzentrat mit Wasser aufgefüllt und dann gesprüht. Hab's zwar nicht an Karnivoren, sondern an Orchideen und Passionsblumen ausprobiert. Dies sind ebenfalls Pflanzen, die sehr empfindlich auf diverse Pflanzenschutzmittel reagieren und sie haben das Mittel sehr gut vertragen. Einige Orchideen blühen sogar wieder. Und die Passionsblumen sowieso.

Liebe Grüße

Eve

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Bei meinem Roxion (Dimethoat) ist das Mischungsverhältnis nur 1 ml/Liter, also 0,2 ml auf 200 ml Wasser. Diese 0,2 ml messe ich übrigens sehr exakt mit einer 1 ml Spritze vom Arzt ab.

Dieser Gestank hat über die ca. 15 Jahre, seit ich diese Flasche habe, schon stark nachgelassen. Eventuell wird aber auch der Wirkstoff schwächer.

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Heute war ideales Spritzwetter also ging der gesamte Terrarienbestand zur Kontrolle raus und wurde gründlich eingenebelt. Das erstaunliche war das wirklich nur die macrophylla befallen war, an den restlichen Pflanzen war nicht eine Schildlaus zu sehen, behandelt wurde aber vorsoglich alles. Jetzt stehen die Pflanzen erstmal zum Lüften im GWH unterm Tisch, den Fehler solche Mittelchen in der Wohnung anzuwenden hab ich nur 1x mit Celaflor Pilzfrei gemacht und kann wirklich nur davon abraten. Werd dann später nochmal berichten wie die Pflanzen das Bi58 vertragen haben und kann mich nur nochmal für eure Hilfe bedanken.

Grüße

Kai

  • 1 month later...
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Hallo Kai

Mich würde aus aktuellem Anlass mal interessieren, wie die Geschichte mit den Schildläusen und dem Bi58 ausgegangen ist? Berichte doch mal kurz, wie die Pflanze es vertragen und vorallem auch, wies genützt hat?

Habe hier einen Mitleidskauf in Quarantäne sitzen (N. "Rebecca Soper"), die ebenfalls von diesen Mistviechern befallen ist. Lies mich schon die halbe Nacht durch, was ich dagegen am besten unternehmen soll. Darum würde mich auch deine aktuelle Erfahrung mit Bi58 sehr interessieren.

LG Janine

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Hallo Janine,

den Pflanzen geht es glücklicherweise allen gut und es war definitiv nur die macrophylla befallen. Das gute an der Sache war das Schildläuse anscheinend sehr träge sind und ihrem Wirt treu bleiben, mit etwas Abstand zu anderen Pflanzen ohne Kontackt scheinen die sich nicht zu verbreiten. Das Bi 58 ist meiner jetzigen Erfahrung nach schon recht hartes Zeug, die Schildläuse blättern etwa 1-2 Tage nach der Behandlung ab, erneutes Spritzen nach ca. 3 Wochen ist aber denke ich wegen verbleibender Eier zu empfehlen. etwa 1 Woche nach der Spritzung fingen recht viele Kannen an abzusterben und ältere Blätter sahen bei 2 von 10 Pflanzen aus wie Sonnenbrand, ob das mit dem Bi 58 zusammen hing weis ich leider nicht. Das Wachstum wird auch erst mal stark verlangsamt, nach etwa 3-4 Wochen wachsen die Pflanzen aber wieder normal weiter.Vom Preis her (ca. 7,00€ 30ml) ist Bi 58 vergleichsweise Billig und sehr wirksam aber man merkt das die Pflanzen Kurzzeitig negativ darauf reagieren. Im großen und ganzen kann ich es aber bei Befall nur weiter empfehlen da die Vorteile die Nachteile überwiegen.

Grüße

Kai

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