Jülchen_ Posted October 4, 2011 Posted October 4, 2011 Hallo zusammen, ich pflege momentan Dionaea muscipula, Nepenthes ?, droserat capensis, pinguicula (eine sehr großblättrige Art, vermutlich mexicana) und sarracenia purpurea. Außer Nepenthes halte ich alle Pflanzen von April bis Oktober auf dem Südbalkon in Anstaubewässerung, bisher auch mit gutem Erfolg und intensiver rötlicher Ausfärbung der Pflanzen. Daher habe ich diese vier Arten auch zusammen in einen größeren Behälter gepflanzt. Da im Moment das Wetter schön ist, habe ich die Pflanzen, die alle noch in der Wachstumsphase sind, immer noch draußen stehen. Probleme bereitet mir eher die Überwinterung, da ich mir nicht sicher bin, was das Beste für alle vier Arten ist. Zur Verfügung stehen ein helles Ostfenster im Treppenhaus, das im Winter stark abkühlt, da das Fenster ständig gekippt ist. Die andere, aber weniger kühle Variante ist ein Westfenster in einem unbeheizten Zimmer. Es sind ungefähr beide Fenster gleich hell, da aufgrund eines nahestehenden Hauses und des Dachvorsprungs die Sonne wenn überhaupt nur kurz direkt hineinscheint. Meine Frage ist, welcher Ort der geeignetste für die Pflanzen ist. Kann die kalte Luft, die durch das gekippte Fenster im Treppenhaus ständig Tag und Nacht hereinweht, den Pflanzen schaden? Andererseits erreiche ich so mit Sicherheit die nötigen 5 - 10 Grad. Eine weitere Variante wäre auch, das Fenster nur tagsüber gekippt zu lassen und nachts wegen der deutlichen Temperaturabsenkung zu schließen. Wäre schön, wenn mir jemand einen Rat geben könnte!
Marco S. Posted October 4, 2011 Posted October 4, 2011 Hallo, also meine Pings und die Nephentes hybride kultiviere ich hell und warm durch. Die anderen solltest du problemlos im Treppenhaus überwintern können. Wenn die Pflanzen direkt an dem Fenster stehen, welches gekippt werden soll, musst du im Winter allerdings aufpassen. Da ists mir schon passiert, dass meine D. Capensis nachts gefrostet wurden. Sahen dann zwar schrecklich aus, habens aber überlebt. Für die Sarra und Dionaea ist dies allerdings kein Problem die sind ja Winterhart. Der Luftzug ist an sich sogar gut, denn sonst droht bei der stehenden Luft schnell Schimmel. Ostfenster müsste auch in Ordnung sein, umso kühler es ist, desto weniger Licht brauchen sie. Mit freundlichem Gruß Marco
Trax Posted October 4, 2011 Posted October 4, 2011 Hallo, ich verweise erstmal wie fast immer bei solchen Fragen auf die FAQ. Die Venusfliegenfalle sowie die Sarracenie sind Winterhart, der Capsonnentau und das Fettkraut bedingt und die Nepenthes sollte tropische Bedingungen erhalten. Solange du Frost ausschließen kannst würde ich die zu überwinternden Pflanzen an das Ostfenster stellen. Bezüglich der Zugluft musst du die niedrige Luftfeuchtigkeit berücksichtigen. Gruß Stephan
Janine B. Posted October 6, 2011 Posted October 6, 2011 Hallo Um hier keinen neuen Thread aufmachen zu müssen, schreibe ich meine Überwinterungsfragen einfach mal hier rein. Ich habe nur eine 2Zimmerwohnung und muss nun Lösungen finden, wie ich meine Pflanzen überwintern soll. Nebst den Fleischis (Nepenthes ventricosa, Sarracenien, Drosera (paradoxa, venusta, madagscariensis und scorpioides) und Sämlinge (Dionaea und D.capensis, noch sehr klein)) habe ich auch noch ein paar wenige Sukkulenten, die es kühl im Winter brauchen. Daneben noch zwei "normale" Zimmerpflanzen, die wohl eher warm durch den Winter wollen. Nun stehen aus Platzgründen alle diese Pflanzen im gleichen Zimmer und das wird im Winter zum Problem. Ich überlege mir nun, das Zimmer im Winter unbeheizt zu lassen, was dann wohl so um die 10-15°C sein wird. Meine Fragen nun an euch: - Für die Nepenthes ist das wohl zu kühl (vorallem wenn sie neben dem gekippten Fenster hängt)? - Wie sieht es mit den Sämlingen aus? Wird wohl noch eine Zusatzbeleuchtung angeschafft, aber könnte ich sie im kühlen Zimmer stehen lassen? - Kann ich die Droseras (die paradoxa steht in einer Kugelvase) im kühlen, aber eben nicht wirklich kalten, Zimmer (unter der Beleuchtung) lassen? Oder ist das dann dort doch zu warm? - Für die Sarracenien werde ich eine externe Überwinterung suchen müssen, da ich weder Treppenhaus noch geeigneten Keller habe und die wollens ja wirklich kälter haben. Um eure Hilfe wäre ich sehr dankbar. Die Pflanzen haben sich den Sommer durch so gut entwickelt, dass es sehr schade wäre, wenn sie den Winter nicht überstehen könnten. Danke, Janine
Jülchen_ Posted October 6, 2011 Author Posted October 6, 2011 (edited) Dankeschön schon mal für die vielen Antworten! Ich habe die FAQ schon gelesen, bevor ich meinen Beitrag postete, aber da bei mir diese vier Pflanzen alle zusammen in einem Behälter sind, war ich mir nicht so sicher, welcher Standort allen gerecht wird, da ja nur Sarracenia und Dionaea Temperaturen um 0 Grad tolerieren. Aber da es Fröste jetzt auch nicht grad sein sollten und auch die Pinguicula und Drosera capensis nicht so kühl stehen wollen, werde ich das Fenster wohl bei tiefen Temperaturen in der Nacht eher schließen, um auf der sicheren Seite zu sein. @ Janine Ich würde die Sarracenien auch von den anderen Pflanzen trennen, da es die "normalen" Zimmerpflanzen sicher nicht so kühl mögen. Im Fachbuch von Thomas Carow hab ich auch gelesen, dass Jungpflanzen von Dionaea bei 20° und Zusatzlicht warm durchkultiviert werden können, genauso wie die subtropische D. Capensis. Nur weiß ich jetzt halt nicht, ob das Zusatzlicht ausreichen würde, auch ohne dass für die entsprechende Temperatur gesorgt ist. Ich hab meine Pflanzen auch noch nie warm durchkultiviert, weil die immer direkt über der warmen Heizung gestanden wären. Am Anfang habe ich mal versucht, meine Nepenthes (vermutlich ventricosa X inermis) mit den anderen Pflanzen im Frühsommer rauszustellen, als die Temperaturen manchmal nachts noch unter 15 Grad abgesunken sind. Aber sie bekam dann auf den Blättern kleine, rostrote Punkte und Flecken, also habe ich sie wieder hereingeholt, und das Problem ist verschwunden. Beim Durchlüften ist sie im Winter nahe der offenen Balkontür gestanden, aber eine solche kurze Zeit hat ihr offenbar nichts ausgemacht. Ich würde sie also auch lieber mit den Zimmerpflanzen, Dionaea und Drosera warm durchkultivieren. Die Temperatur sollte halt auch bei Nepenthes nicht unter 15 Grad fallen. Auch D. paradoxa kann warm durchkultiviert werden. D. madagascariensis reichen auch Temperaturen um 15 Grad. Der Zwergsonnentau D. scorpioides braucht allerdings auch etwas kühlere Temperaturen um 12 Grad. Zu D. venusta kann ich leider nichts sagen. Die letztgenannten Drosera würde ich vorsichtshalber von den anderen Pflanzen trennen und mit den Sukkulenten kühler stellen. Würde aber leider nur gehen, wenn du nur ein Zimmer heizen und das andere kühl belassen kannst. Hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. Edited October 6, 2011 by Jülchen_
Janine B. Posted October 6, 2011 Posted October 6, 2011 Hallo Jülchen Danke für deine Antwort, ja, so ähnlich hab ichs mir gedacht. Nur eben wegen den Sämlingen bin ich mir unsicher, zumal ich sie wohl so oder so im kühlen Zimmer lassen muss, da ich nur dort genug Platz für die vielen Töpfchen habe (vieleicht weiss sonst noch jemand, ob Sämlinge auch bei 10-15°C gezogen werden können oder ob das grundsätzlich zum scheitern verurteilt ist. Das wär dann natürlich auch schade). Die Nep werde ich zusammen mit den Zimmerpflanzen ins warme Zimmer nehmen. Die Droseras lasse ich im kühlen Zimmer, obwohl es dort wohl nicht so kalt wird, wie sie es zur Überwinterung gerne hätten. Aber ich denke, das ist immer noch besser als warm überwintern, auch wenn es theoretisch möglich wäre. Zumal dort dann ja auch das Zusatzlicht steht. Für die Sarras suche ich (immer noch) jemand, der sie mir überwintern kann. Auf meiner Fensterbank (draussen) wo sie den Sommer über standen, würde es ihnen zu kalt, nichtmal der purpurea möchte ich das antuen. Danke dir jedenfalls für deine Hilfe.
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