Janine B. Posted October 8, 2011 Posted October 8, 2011 Hallo Ich habe drei kleine Droseras, eine scorpioides, eine madagascariensis und eine venusta. Die drei stehen auf dem Fenstersims draussen gegen SW. Es sind meine ersten Pflanzen dieser Art und ich weiss jetzt nicht, ab wann ich sie rein nehmen soll. Die Temp momentan ist nachts im Minimum 5-6°C und es war auch sehr nass, wobei es die nächste Woche ja wieder etwas wärmer werden soll. Überwintern möchte ich sie am gleichen Fenster, einfach hinter der Scheibe. Der Raum wird wohl so um die 15°C haben, bei gekipptem Fenster im Winter auch weniger. Meine Frage aber ist, wie lange soll ich sie noch draussen stehen lassen? Bis zur ersten Frostwarnung? Jetzt im Oktober wird es ja sicher nochmal ein paar warme, sonnige Tage geben, da gefällt es ihnen draussen bestimmt besser. Und rein nehmen, raus stellen, rein nehmen find ich jetzt auch nicht so ideal. Was ratet ihr mir? Laut der Person, von der ich die Pflanzen habe, kann ich alle drei gleich behandeln. Also was tun? Danke euch, Janine
Latrodectus Posted October 8, 2011 Posted October 8, 2011 Hallo Janine, ich würde die Pflanzen auf jeden Fall rein holen, BEVOR es friert. Solange es über Null ist, können sie draußen bleiben. Ich weiß jetzt nicht, ob diese Arten sogar ganz leichte Fröste vertragen, aber bei getopften Pflanzen würde ich da nichts riskieren wollen. Es kann jedoch sein, dass die Fangblätter bereits Schäden ab einer Temperatur von 2°C bekommen - PLUS, wohl gemerkt. Bei meinen Knollendroseras konnte ich so etwas beobachten. Da brauchte es nicht mal frieren. Die Pflanzen als solches haben das aber überlebt. Tja, ich weiß nicht, ob man sich auf die Wettervorhersagen so wirklich verlassen kann. Angenommen, es wird kein Frost vorausgesagt, örtlich kommt es aber dennoch zu leichtem Bodenfrost...ummm...könnte ärgerlich werden. 5 - 6°C sind nicht problematisch. Ich würde, falls noch tiefere Temperaturen als 5°C angekündigt werden, lieber auf Nummer sicher gehen und die Pflanzen rein holen, dann auch drinnen lassen. Hin und her mag so gut wie keine Pflanze gerne. Und ja, du kannst alle drei Pflanzen gleich behandeln. Die düften alle ausgeprägte Jahreszeiten kennen, wobei ich nicht weiß, woher genau unsere, in Kultur befindlichen D. madagascariensis kommen - die sind ja recht verbreitet im südlichen Afrika (also nicht nur in Madagaskar ). Das Verbreitungsgebiet von D. venusta ist dagegen schon kleiner. Wenn jetzt noch mal eine wärmere Periode kommt, gefällt es ihnen draußen bestimmt. Ich habe schon höchst bemerkenswerte Beobachtungen bei meinen Pflanzen gemacht, wenn im Winter bei Temperaturen unter Null mal kurz gelüftet wird! Man kann nicht mal bei läppischen Minus 4°C das Fenster länger als 10 Minuten offen lassen! :blink: Das nehmen einem so manche Pflanzen übel - darunter auch Zwergdroserae und Knollendroserae. Wobei die jetzt nicht gleich kaputt gehen, aber die Fangblätter sterben schon rasch ab - werden innerhalb weniger Stunden schwarz. Wintertemperaturen von tagsüber 15 - 18 (auch 20°C) °C sind für die drei genannten Arten ganz okay, nachts darf es auch gerne noch kühler werden. Ich hatte bei Tiefstwerten von 4°C auf der Fensterbank noch keine Proteste von den Pflanzen! :-) 10 - 12°C sind aber auch ganz in Ordnung. Der Toleranzbereich ist deutlich größer. Die drei genannten Arten kenne ich als recht tolerant. Es braucht nachts nicht unbedingt ganz so kalt zu sein. Ein paar Grad Unterschied zwischen Tag und Nacht sind aber zu empfehlen. Good growing! Andreas
Markus K. Posted October 9, 2011 Posted October 9, 2011 Hallo Janine, ich selber habe auch einige D. madagascariensis, allerdings halte ich meine in einem Terrarium am Südfenster. Als ich mich damals belesen hatte wie diese Art zu halten ist stand, dass es eher eine tropische Art ist und sie warme Temperaturen und eine LF um die 80% mag. Drosera madagascariensis :Eine stammbildende und aufrecht wachsende Art, deren charakteristisches Merkmal ist, daß die absterbenden Blätter nach unten wegklappen hatte ich eine zeitlang bei den Hochlandnepenthes kultiviert. Dort wurden sie aber sehr langstielig und kippten schließlich um (siehe Bild links), was wohl an zuwenig Licht lag. Am sonnigen Fensterbrett starben mir die meisten dann aber während des kalten Winters ab. Momentan habe ich noch die kläglichen Reste im Gewächshaus stehen, wo sie sich mit Müh und Not am Leben halten. Auch hier habe ich es im Winter mal mit Kunstlicht probiert. Unter zwei 23W energiesparlampen wuchs die Pflanze ganz gut und blühte mehrmals (siehe Bild rechts). Es bildeten sich weiterhin einige Seitentriebe aus dem Wurzelstock(?). Vermutlich empfehlenswert wäre ganzjährig hohe Temperaturen (25°C) und sehr viel Licht bei hoher Luftfeuchtigkeit. Allerdings ohne Gewähr. von http://www.drosophyllum.comIch würde sie wärmer stellen Und da auch D. scorpioides eine eher terrestrische Art ist, wunderts mich das sie die kalten Temperaturen draußen vertragen. Grüße Markus
Michi Zehnder Posted October 9, 2011 Posted October 9, 2011 Hallo Markus, Als ich mich damals belesen hatte wie diese Art zu halten ist stand, dass es eher eine tropische Art ist und sie warme Temperaturen und eine LF um die 80% mag. D. madagascariensis ist überhaupt nicht empfindlich. Ich habe den auch schon mit den Zwergen zusammen bei 5°-10° übewintert. Andererseits klappt auch die ganzjährige Kultur im Hochlandterrarium ganz gut. Oder den Sommer über draussen und den Winter im Terrarium. Der Pflanze ist das ziemlich egal. Luftfeuchtigkeit von 80%? Völlig übertrieben meiner Meinung nach. Und da auch D. scorpioides eine eher terrestrische Art ist, wunderts mich das sie die kalten Temperaturen draußen vertragen. Ja ne is klar. Janine: Ich habe dir noch eine Mail geschrieben. Du kannst dich ja auch noch an Andreas' gut forumulierten Antwort orientieren. Die drei Arten sind nicht schwierig zu halten und tolerieren sehr viel. Viele Grüsse, Michi
Markus K. Posted October 9, 2011 Posted October 9, 2011 Hey Michi, ich hab auch nur lediglich beschrieben, wie ich die Pflanzen bei mir kultiviere. Und ich kann mich nicht beklagen...wenn das nämlich so weitergeht muss ich mir was einfallen lassen damit sie mir nich das ganze Terra zuwuchern Und die Kulturbedingunen hab ich von verschiedenen Internetseiten...und u.a. auch hier aus dem Forum. Ebenfalls hab ich heute Vormittag nochmal kurz nachgesehn was D. scorpioides für eine Art ist, da ich nix falsches schreiben wollte. Und ich hatte noch im hinterkopf das sie ähnlich wie D. madagascariensis kultiviert werden will. Aber wie das mit Droseras nunmal so ist, ob sie nun im Terra stehen oder draußen ist den Pflanzen meiner Meinnung nach egal. Grüße Markus
Latrodectus Posted October 9, 2011 Posted October 9, 2011 (edited) Hallo, 80% Luftfeuchtigkeit ist aber kein Muss für eine D. madagascariensis. Ich hatte sie vor dem Südostfenster, wo in der Nacht auch nicht geheizt wird, und im Winter geht es da nachts durchaus auch mal auf 3 oder 4°C herunter. Bei Frost bleibt das Fenster allerdings geschlossen. Üblich sind dort nachts winters eher um die 10 - 12°C und tagsüber 15 - 22°C. Luftfeuchtigkeit bei etwa 50% - also normale Zimmerluftfeuchtigkeit. Meine Pflanzen hatten immer Tautropfen. Bei höheren Temperaturen und etwas höherer Luftfeuchtigkeit wachsen die Pflanzen sicher besser. Das ist keine Frage. Ich wollte die Fleisch fressenden Pflanzen letztes Jahr im August komplett aufgeben und habe meinen Bestand zum Kauf angeboten. Die D. madagascariensis sind alle weg gegangen. Komplett los geworden bin ich meine Fleischies nicht. Und nun bin ich dabei, mir die Arten teilwese wieder zu beschaffen...peinlich, peinlich! Also, Markus, wenn du ein paar D. madagascariensis los werden willst, wo du so viele hast, ich bin ein dankbarer Abnehmer. Mit zunehmender Höhe teilen sich die Kronen der D. madagascariensis (u. Umst. auch mehrfach) und werden immer schwerer, so dass der Stamm an Stützstäbe gebunden werden muss, um nicht einzuknicken. Ich habe beim Verpflanzen im Januar/Februar immer die Stämmchen bis 2 cm über dem Boden gekappt. Die Stämme treiben seitlich wieder neu aus, zudem erscheinen aus den Wurzeln massig neue Ableger. Also, es ist echt ein Unkraut! Wenn du schreibst, D. scorpioides sei eine terrestrische Drosera - was zweifellos stimmt - , frage ich mal ganz blöd, ob es auch epiphytische Droserae gibt. Oder AQUATISCHE? Okay, manche Bezeichnungen im Artnamen lassen darauf schließen, auf welchem Grund sie wachsen - z. B. Drosera graniticola auf Granit, wobei ich jetzt nicht glaube, dass die Pflanzen auf nacktem Granit wachsen -, aber an sich muss man alle Sonnentau als terrestrisch bezeichnen. Von einer Drosera lignicola oder lapiscola habe ich noch nicht gehört (aber vielleicht wird die noch entdeckt). Pinguicula lignicola gibt es. Die wächst (ich meine, ausschließlich) auf der Rinde von Bäumen. Ich hoffe, Markus meinte jetzt nicht, terrestrisch bedeutet, dass sie im Terrarium zu wachsen hat. Oh nein, ich darf nicht daran denken...äh, Michi, war es das, woran du gedacht hast...??? Also, der Naturstandort von Drosera scorpioides - Südwestaustralien - kann in Ausnahmefällen schon mal von leichten Frösten heimgesucht werden. So meine ich mich zu erinnern. Im Winter gehen die Temperaturen teilweise schon in die Nähe des Gefrierpunkts herunter. Tagsüber wird es so 15 - 20°C oder leicht darüber warm. Habe mich kürzlich mit Thomas Carow noch darüber unterhalten, wie warm es am Standort von Knollensonnentau im Winter ist, deren Gebiete sich ja oft mit denen von Zwergsonnentau überschneiden, wie uns auch die aktuellen Reiseberichte von Christian Dietz und Nicole Rebbert zeigen. :-) Und Thomas meinte, dass es tagsüber oft noch bis zu 20°C warm würde. Wie warm es nun wintertags in der Kapregion von Südafrika wird, weiß ich allerdings nicht. Ich weiß auch nicht, bis in welche Höhen D. venusta vorkommt. Da ist Christian Dietz mehr der Experte. Zumindest aber gibt´s da recht zünftige Winter und viele südafrikanische Karnivoren sind ja halbwegs frostresistent bzw. sterben zwar oberirdisch ab und treiben wie etwa D. capensis aus der Wurzel wieder aus, wenn es wieder wärmer ist. Drosera madagascariensis ist da aber wohl eher nicht einzuordnen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es die Südafrikaner wie D. capensis, D. aliciae, D. regia im Winter lieber kühl haben. Also die sind sogar richtig "bockig", wenn es im Winter mollig warm ist! D. regia zieht im Winter normalerweise sogar ein. Grüßle Andreas Edited October 9, 2011 by Latrodectus
Michi Zehnder Posted October 9, 2011 Posted October 9, 2011 Hallo Andreas, Ich hoffe, Markus meinte jetzt nicht, terrestrisch bedeutet, dass sie im Terrarium zu wachsen hat. Oh nein, ich darf nicht daran denken...äh, Michi, war es das, woran du gedacht hast...??? Nicht so direkt. Aber der Satz "da auch D. scorpioides eine eher terrestrische Art ist, wunderts mich das sie die kalten Temperaturen draußen vertragen." ergibt einfach keinen Sinn. Gruss, Michi
Janine B. Posted October 9, 2011 Author Posted October 9, 2011 Hallo ihr Danke euch für die interessanten Antworten. Jetzt weiss ich, was ich zu tun habe und das müsste auch machbar sein. Ich habe schon höchst bemerkenswerte Beobachtungen bei meinen Pflanzen gemacht, wenn im Winter bei Temperaturen unter Null mal kurz gelüftet wird! Man kann nicht mal bei läppischen Minus 4°C das Fenster länger als 10 Minuten offen lassen! :blink: Das nehmen einem so manche Pflanzen übel - darunter auch Zwergdroserae und Knollendroserae. Wobei die jetzt nicht gleich kaputt gehen, aber die Fangblätter sterben schon rasch ab - werden innerhalb weniger Stunden schwarz. Danke für diesen Hinweis. Da die Pflanzen bei mir direkt am bez neben dem Kippfenster stehen werden, ist das sehr gut zu wissen. Heute war es wieder wärmer und am Nachmittag gabs sogar kräftig Sonne. In der Nacht wirds wohl wieder regnen, in der neuen Woche sollen die Temps aber wieder im zweistelligen Bereich liegen. Die Pflanzen dürfen also noch etwas an der frischen Luft bleiben. Und wenn ich hier schon am fragen bin: Ab wann benötigen die Pflanzen überhaupt die Beleuchtung? Und wieviele Stunden pro Tag sollten sie beleuchtet werden? Ungefähr. Wahrscheinlich scheiden sich die Geister hierzu auch wieder, aber so ein ungefährer Anhaltspunkt wäre gut. LG Janine @Michi: Danke für die Mail, schreib dir dann noch zurück.
Latrodectus Posted October 9, 2011 Posted October 9, 2011 (edited) Hallo, ja, in der Tat scheiden sich die Geister bei Dauer und Umfang der Beleuchtung. Ich werde mich hier allerdings kürzer fassen. Die eine Gruppe an Pflanzen - unter dem Südwestfenster in der Dachschräge haben keine Zusatzbeleuchtung, was in sehr bewölkten und niederschlagsreichen Wintern den Pflanzen schon zu schaffen macht. Die andere Gruppe steht unter einer zweiflammigen T5-Leuchtstofflampe von je 54 Watt der Lichtfarbe 865 sowie einer 36 Watt T8-LSR der Lichtfarbe 865. Dieses Set-Up ist vor einem senkrechten Südostfenster angebracht. Ich passe das Kunstlicht der natürlichen Tageslänge an - d. h. momentan reduziere ich die Beleuchtungsdauer alle 14 Tage um eine halbe Stunde. Im Oktober sind die Lampen von 7 Uhr morgens bis 18:30 bzw. 18 Uhr an. Im November geht es auf 17:30 bzw. 17 Uhr herunter. Im Dezember dann nur noch auf 16:30 Uhr bis Januar. Unter 9,5 Std. beleuchte ich nicht. Ab Januar wird die Zusatzbeleuchtung alle 14 Tage halbstündlich hoch geschraubt. Dies gilt für meine Zwergdroseras und andere Pflanzen mit ausgeprägten Jahreszeiten (Winter - Frühjahr - Sommer - Herbst) wie eben die Südafrikaner. In der warmen Jahreszeit beleuchte ich maximal 14 Std. täglich zusätzlich. Die von mir verwendete Zusatzbeleuchtung empfinde ich als ausreichend. Sicher kann man mehr an Lichtleistung anbieten. Vor allem sind Aluminiumreflektoren gut. :-) Bei Zwergsonnentaupflanzen wie Drosera scorpioides fördert die reduzierte Tageslänge die Bereitschaft Brutschuppen auszubilden, aus denen sich dann wieder eine neue Generation Pflanzen heranziehen lässt. Der Abstand zwischen Leuchtstoffröhren und Pflanzen sollte bei T5-Röhren mindestens 15 cm betragen, bei T8-Röhren etwa 7 - 8 cm. Gemeint sind bei T5-Röhren die "HO" (high output). Ich verwende zudem "high output constant" - da die Lichtleistung der normalen "HO"-Leuchtstoffröhren bei niedrigen Außentemperaturen laut Hersteller (Osram) erheblich schwächer sein kann. Man bräuchte für eine optimale Lichtausbeute eine Umgebungstemperatur von mind. 25°C, heißt es. Das ist ein bisschen zu warm im Winter. Die "Constant"-Ausführung liefert noch bei sehr niedrigen Umgebungstemperaturen die volle Lichtausbeute. Ich habe tagsüber immerhin noch mindestens 15°C in der Bude, eher ein wenig mehr. Im Prinzip ist man mit 2 x 36 Watt T8-Leuchtstoffröhren mit Reflektor gut bedient, wenn man eine Fläche von ca. 110 cm Länge und ca. 25 cm Breite aus maximal 20 cm Entfernung von oben ausleuchten will. Die Mathematiker mögen meine Ausführung auseinander nehmen, ich schreibe von mehrjähriger Erfahrung. Natürlich kann man seine Pflanzen auch mit mehr Licht verwöhnen. Das ist dann eine Kostenfrage. Ich hatte in meiner alten Wohnung Zwergdroserae und Knollendroserae vor einem Nordfenster unter dieser Konstellation von 2 x 36 Watt Lichtfarbe 865. Das ging! Der Abstand zu den Pflanzen betrug jedoch nur 10 cm. Dafür mussten aber nur etwa 20 cm an Breite ausgeleuchtet werden. Die Pflanzen sahen gut aus, die "Zwerge" waren auch gut ausgefärbt, die Knollendroserae indes nur schwach ausgefärbt. Es geht besser, das bestreite ich nicht! Und ich berichte hier ausschließlich aus eigener Erfahrung. Die Leser müssen anhand dieser Informationen halt entscheiden, wie viel sie für ihre Pflanzen investieren wollen. So viel zum Thema "kurz fassen"! Gutes Gelingen! Andreas Noch eine kurze Anmerkung: Die T8-Leuchtbalken mit 36 Watt haben eine Baulänge von ca. 120 cm und eine Breite von 6 cm - mit Reflektor bis zu 15 cm. Zweiröhrige Leuchtbalken (parallel montiert) haben eine Breite von gut 10 cm, mit Reflektor bis zu ca. 20 cm. 54 Watt T5-Leuchtbalken haben eine Baulänge von etwa 114 cm und eine Breite von ca. 4 cm, bei zweiröhrigen (zweiflammigen) eine Breite von 6,5 cm. Ich hab´s gerade mal an meinen Leuchten abgemessen. Das kann von Leuchtbalken zu Leuchtbalken variieren. Wenn du nur die drei Sonnentau beleuchten willst, bietet sich eine 24 Watt T5-Leuchtstofflampe "high output constant" mit Alu-Reflektor an (evtl. sind´s auch 21 Watt, habe die genauen Wattzahlen nicht bei allen Modellen im Kopf). Die 18 Watt T8-Leuchten kann ich nicht empfehlen, da sie doch ein wenig schwach sind für Karnivoren. Zum Thema ESL und Metalldampfstrahler dürfen andere sich äußern. damit habe ich keine Erfahrung! Edited October 9, 2011 by Latrodectus
Janine B. Posted October 10, 2011 Author Posted October 10, 2011 Danke Andreas für deine Ausführungen. Ich kann mir leider keine Leuchtstoffröhre leisten, liegt im Moment einfach finanziell nicht drin. Darum muss ich auf eine leicht abgeänderte Schreibtischlampenbeleuchtung zurückgreifen, mit zwei 40W Lampen. Ich weiss, dass das von manchen hier nicht so gern gesehen bez als untauglich bezeichnet wird, aber ich sage mir, lieber so als gar nicht beleuchten. Zumal das Fenster sehr hell ist und an Sonnentagen auch direkte Sonne für mehrere Stunden hat. Eine Zeitschaltuhr muss noch her und dann werd ich mich wohl einfach mal an deine Angaben halten. Und hoffen, dass es klappt. Danke für eure Hilfe, was hab ich früher nur ohne das Internet gemacht? :-) Janine
Latrodectus Posted October 10, 2011 Posted October 10, 2011 Ich hoffe, du meinst mit Schreibtischlampenbeleuchtung und 40 Watt nicht ganz normale Glüh"birnen". Kannst du 16 Schwiezer Fränkli ausgeben? Dann schau mal, ob du eine Philips Tornado Energiesparlampe (resp. zwei davon) mit 23 Watt und daylight 865 besorgen kannst - also sowas hier: http://www.bulbs.ch/product_info.php?cPath=659&products_id=3923&osCsid=87e72d63bad09009e9bf7f39214e9817 Wenn du eine Schreibtischlampe mit einer ganz normalen E27-Fassung hast oder zwei davon hast, kannst du die Philips Tornado da wunderbar rein schrauben. Das dürfte sehr viel effektiver sein als eine normale Glühlampe und zudem sparsamer als eine 40 Watt-Glühlampe. UND sogar noch wesentlich länger haltbar als eine Glühlampe. Wenn das keine Argumente sind, ein wenig mehr Geld auszugeben als 1,50 Fränkli für `ne Glühlampe. Und analoge Zeitschaltuhren bekommt man hier für knapp 3.- EUR, digitale sogar für unter 5.- EUR. :-) (Hornbach Baumarkt for example) Die Energiesparlampen werden allerdings ziemlich warm im Gegensatz zu den lang gezogenen Leuchtstoffröhren. Da solltest du auf jeden Fall 20 cm Abstand zwischen Lampe und den Pflanzen einhalten. Viel Erfolg! Andreas
Janine B. Posted October 11, 2011 Author Posted October 11, 2011 Cool, danke für den super Tipp. Das liegt natürlich drin. Mit finanziell nicht leisten meinte ich all diese Beleuchtungen für über 100Fr. T5 Leuchtstoffröhre, Fassung etc kostet ja dann schnell mal zünftig was. Leider hat meine Lampenfassung eine E14 Fassung, aber vielleicht gibts diese Lampe ja auch mit E14, wenn nicht, kauf ich mir ne andere Lampe (also die Lampe selbst, nicht die "Birne"), die jetzige hat mich 5Fr gekostet und hat Wackelkontakt. Nein, eine normale Glühbirne wär natürlich nicht in Frage gekommen, wobei die doch eh nicht mehr erhältlich sind, meinte ich. Für die Wackelkontaktlampe hätte ich, ohne dein Tipp, wohl zwei 40W Energiesparlampen mit ausreichender Lichtfarbe gekauft. Werd mal schauen, ob ich die Tornado in Migros/Coop o.ä bekomme, sonst kann ich sie ja auch in deinem Link bestellen. Lieben Dank für deine Bemühungen :hug: Das hat mir sehr geholfen.
Latrodectus Posted October 11, 2011 Posted October 11, 2011 Hallo, jetzt hat deine "Wackelkontaktlampe" ausgerechnet auch noch eine E14-Fassung??.... :ohmy: Na ja, dann hoffe ich, dass du dafür geeignete Leuchtmittel bekommst. Noch eine wichtige Information, die ich vorhin von Thomas Carow bekommen habe. Drosera madagascariensis sollte nur kurzfristig sehr niedrigen Temperaturen ausgesetzt werden, sonst ist sie dahin. Dann stand Martin Reiner´s Pflanze wohl dauerhaft recht kühl (was Markus erwähnt hat). Stimmt natürlich, dass die Pflanzen bei mir nur in Ausnahmefällen mal deutlich unter 10°C ausgesetzt waren. Tagsüber hatten sie meistens wenigstens 15°C. Also: Langfristig sollten D. madagascariensis tagsüber wenigstens 15°C haben. Dann würde ich die Pflanze doch recht bald rein holen. :-) Gutes Wachstum! Andreas
Janine B. Posted October 11, 2011 Author Posted October 11, 2011 Hallo Andreas Also, hab die madagascariensis jetzt gleich reingeholt. Tagsüber wärs zwar noch warm genug und auch schön sonnig, aber jetzt um 21.30Uhr sinds "nur" noch 13°C und gegen Morgen wirds ja noch kühler. Das Überwinterungszimmer wird zwar recht kühl sein (soll ja auch), wie gesagt wohl so um die 15°C, je nachdem wie oft ich das Fenster gekippt lasse auch weniger, für die Kakteen ist das wohl leicht zu warm, aber ich muss leider einfach einen Kompromiss finden, für einzelne Pflanzen passts dann halt nicht aufs Grad genau. Wobei ich vermute, dass es unter der Lampe etwas wärmer sein wird. Apropos Lampe, war heute im Baumarkt und habe die von dir empfohlene Lampe auch gefunden. Leider gibt es >23W Lampen nur mit E24 Fassung, E14 Fassungen haben zuwenig Watt. Aber das ist nicht so schlimm, der Lampenschirm hat mich fast nichts gekostet, ich geh einfach nochmal ins Brockenhaus und suche eine Lampe mit E24 Fassung. Was denkst du, soll ich die scorpioides auch schon rein nehmen? Markus schrieb ja, dass beide Pflanzen gleich kultiviert werden wollen. Andereseits braucht die scorpioides ja auch eine Abkühlung, um Brutschuppen zu bilden. Und in meinem Pflanzenzimmer ists eindeutig noch zu warm. Janine
Latrodectus Posted October 11, 2011 Posted October 11, 2011 (edited) Hallo Janine, E24? :startle: Was ist das denn schon wieder? OMG, da kann man ja wirklich anfangen zu verzweifeln! Es sei denn, du hast dich nur verschrieben und meinst E27. Ich bin ja nun auch alles Andere als ein Elektronikfreak, damit auch nicht im Bilde, was es sonst noch für exotische Maße gibt. Bei Drosera scorpioides hätte ich keine Angst, die noch draußen zu lassen. Ich habe mich da bei Thomas Carow noch mal versichert, dass die Temperaturen nachts üblicherweise schon auf 5 - 8°C herunter gehen am Naturstandort. Er sagte aber auch, Pflanzen in Kultur seien nicht mit den abgehärteten Pflanzen in der Wildnis zu vergleichen. Daher reagieren unsere Pflanzen auf Temperaturen ganz nahe am und unterhalb des Gefrierpunktes auch empfindlicher als die Wildpflanzen. Ja, das ist verständlich. Für die Brutschuppenproduktion sind extrem niedrige Temperaturen nicht so entscheidend - also zumindest nicht bei D. scorpioides. Hier spielt die abnehmende Tagesdauer eine größere Rolle. Nach meinen Erfahrungen gehört D. scorpioides zu den Arten, die eher später Brutschuppen ausbilden - so Dezember/ Januar. Die ersten "Zwerge" beginnen bei mir schon mit der Brutschuppenproduktion - bei derzeit 11,5 h Beleuchtung. Ja, die Sache mit dem Kompromiss kennen wohl die meisten von uns. Ich kultiviere ja auch noch jede Menge Lithops, die Wintertemperaturen zwischen 5 und 10°C bevorzugen. Dionaea fühlt sich dabei im Winter auch sehr wohl. Für die Knollendroseras ist es wohl schon wieder etwas zu kühl da oben auf dem Dachboden. Und meinen neuen Ascleps sollte ich wenigstens 10°C anbieten - also auch nachts. :-/ Das regele ich dann unter dem schrägen Dachfenster so, dass Dionaea ganz vorne steht und die Ascleps ganz hinten. :-) Innerhalb eines gewissen Spielraums kann man D. madagascariensis, D. venusta und D. scorpioides durchaus gleich behandeln. Dabei würde ich dann mehr Rücksicht auf die D. madagascariensis nehmen, wenn die auf Dauer ganz so niedrige Temperaturen nicht abkönnen. 15 - 20°C am Tag sind für D. venusta und D. scorpioides kein Problem. Dauerhaft ein Temperaturbereich von 4 - 10°C aber offenbar für D. madagascariensis. Laut Thomas Carow also sollte man 2 - 3 Wochen am Stück unterhalb 15°C bei D. madagascariensis vermeiden. Bei mir hat D. madagascariensis über Wochen hinweg nächtliche Temperaturen von deutlich unter 15°C ohne Probleme weggesteckt, wobei es tagsüber aber auch fast immer über 15°C gewesen sind. Viel Glück noch bei der Suche nach der geeigneten ESL oder halt einer preisgünstigen Schreibtischlampe. :thumbsup: Andreas Edited October 11, 2011 by Latrodectus
Janine B. Posted October 15, 2011 Author Posted October 15, 2011 Hallo Andreas Ich meinte natürlich E27 E14 --> E24 waren irgendwie einfach logisch und ich beschäftige mich auch das erste Mal damit, aber natürlich hast du recht. Hast also nichts verpasst bei den Lampen Neuentwicklungen Super deine ausführlichen Antworten, damit kann man wirklich etwas anfangen. Habe heute Abend nun auch die venusta und die scorpioides reingeholt, hab irgendwas von möglichem Frost gehört. War jedenfalls sehr gut, dass ich die madagascariensis auf dein Anraten hin schonmal in die Wärme gestellt habe, die Pflanze sieht ganz leicht angeschlagen aus. Allzu viele so kalte Nächte wären ihr sicher nicht mehr gut bekommen. Ich habe mich schon etwas gewundert wegen den Brutschuppen, da man überall liest, dass die im (Spät)Herbst ausgebildet werden. Meine bildet immer noch fleissig Blätter, von Brutschuppen keine Spur. Wieder was gelernt LG
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