Andre S. Posted October 12, 2011 Posted October 12, 2011 Hallo, mich würde mal interessieren was für Fettkräuter denn epiphytisch wachsen. Also sowohl welche rein epiphytisch und welche terrestrisch und auch epiphytisch wachsen. Ganz besonders interessiert mich aber ob es denn auch winterharte Arten gibt die epiphytisch gehalten werden können. So ein Apfelbaum mit Fettkräutern im Garten wäre mal was Schönes . Im Internet findet man leider nur vereinzelte Beispiele. Über Antworten würde ich mich sehr freuen. Schöne Grüße, Andre.
Latrodectus Posted October 12, 2011 Posted October 12, 2011 Hallo, ich kenne zwei epiphytisch wachsende Pinguiculae auf Kuba bzw. Dominikanische Republik: P. lignicola und P. casabitoana. Es wurde wohl schon versucht, diese Arten zu kultivieren, aber es gilt als extrem schwierig! Fettkräuter am und auf´m Apfelbaum - das klingt hübsch. Wird dann wohl im Reich der Fantasie angesiedelt bleiben. Hach, immer diese Spielverderber! Ja, musste deinen Apfelbaum in den Bergregenwald der Dominikanischen Republik pflanzen, vielleicht wird das dann was mit den darauf wachsenden Pings. :-) Grüße Latro
Piesl Posted October 12, 2011 Posted October 12, 2011 Hallo aber sooo träumerisch doof finde ich den Gedanken eigentlich nicht. Andre wohnt in der Oberpfalz laut seinem Eintrag, so wenig regnet es dort nicht unbedingt und so heiß wie bei mir im Rheintal ist es auch nicht. Regelmäßiges Ansprühen und gut feucht halten vorausgesetzt, könnte es doch schon funktionieren. Wenn der Stamm beispielsweise kräftig bemoost ist und z. B. Flechten im Baum wachsen müsste der Grundstock doch schon vorhanden sein? Allerdings würde ich dieses Experiment fürs Erste mal mit einer Baumarkt Massenhybride über die Saison testen und nicht gleich die wertvollen heimischen Arten riskieren. Ein Fulltimejob bliebe es auf jeden Fall. Freiwillige vor, Gruß Piesl!
Marcus Vieweg Posted October 13, 2011 Posted October 13, 2011 Hallo, also naja, prinzipiell ist ja alles möglich, allerdings würde hier wohl ein sehr großer Aufwand und viel Zeit nötig sein. Man bräuchte einen stark bemoosten Baum (mind 1-2cm Moos drauf) und ein paar einheimische Pinguicula. Für mexikanische Pings wäre das nichts, da ein ständiges Umsetzen meiner Meinung nach nicht praktikabel ist. An Bäumen in Mexiko wachsen übrigens meines Wissens noch P. moranensis und P. hemiepiphytica, wobei beide Arten auch nicht rein epiphytisch wachsen... Zurück zum Baum, wenn man einen so stark bemoosten Baum wie oben hätte, könnte man versuchen im Frühjahr ein paar Brutknospen einzusetzen. Allerdings müsste über eine Pumpe etc. eine Bewässerung gegeben sein... Naja machen kann man wie gesagt viel, ob der Aufwand aber am Ende nicht zu groß wird... LG Marcus PS: Was man allerdings probieren könnte, wäre ein Aufbinden einer Moosmatte. Keine Ahnung ob es so etwas gibt, aber das wäre schneller zu machen. Das Bewässerungsproblem bleibt allerdings!
Latrodectus Posted October 13, 2011 Posted October 13, 2011 Hallo, ich habe gelesen, dass P. lignicola und P. casabitoana an nahezu unbemoosten Stellen auf der Rinde wachsen würden und sich mit 1 mm kleinen Saugnäpfen an den fragilen Wurzeln an der Baumrinde festklammern würden. Diese Arten reagierten in Kultur extrem empfindlich auf Gießen. Ich kann mich an einen Ausspruch erinnern, weiß nicht mehr, von wem er stammt: "Ein einziger Tropfen Wasser und die Pflanze ist tot!" Man müsste diese Pflanzen dann wohl über einen Ultraschallvernebler "bewässern". P. moranensis und hemiepiphytica sind da sicher leichtere Versuchskaninchen - der Apfelbaum müsste dazu aber dann wohl besser im Gewächshaus stehen. Gruß Andreas
Andre S. Posted October 13, 2011 Author Posted October 13, 2011 Also erstmal vielen Dank für die vielen Antworten! Sooo viel regnet es aber in der Oberpfalz nun auch nicht. Und "Trockenzeiten" gibt es hier auch. Aber wenn man das Moos immer wieder mal zusätzlich bewässert, sollte das Moos die Feuchtigkeit doch auch einige Zeit lang halten. Moos an einen Baum zu bekommen wird schon nicht so schwer sein. Da überleg ich mir mal noch was. Von P. lignicola und P. casabitoana hab ich auch schon gelesen. Die beiden sind wohl nicht so geeignet. Aber das mit dem Ultraschallzerstäuber ist doch mal ne gute Idee für einen Kultivierungsversuch.:thumbsup: P. moranensis und hemiepiphytica sind da schon interessanter. Ich gehe mal davon aus, dass es keine winterharten Pings gibt, die in der Natur auf Bäumen wachsen. Schade...:sad: Schöne Grüße, Andre
Marcus Vieweg Posted October 13, 2011 Posted October 13, 2011 Hi, Ich gehe mal davon aus, dass es keine winterharten Pings gibt, die in der Natur auf Bäumen wachsen. Schade...:sad: ist doch egal ob die von selbst da wachsen oder nicht. Hat ja keiner gesagt das sie, wenn man sie dort anpflanzt nicht dort wachsen. Also wenn ich mir schon die Arbeit machen würde, dann würde ich winterharte Pings probieren. Ohne eine tägliche Bewässerung sehe ich aber an in einem heißen Sommer schwarz! LG Marcus
Donald7 Posted October 13, 2011 Posted October 13, 2011 Hi, Zumindest für wenige Pflanzen sollte es doch funktionieren, wenn man auf einen Tisch der höher als die Stelle am Baum, an der man die Pflanzen pflanzen möchte ist, einen Eimer stellt und dort irgendeinen gut wasserleitenden Faden als Docht rein tut, dessen niedrig gelegenes Ende auf dem Moos liegt. Gruß
Marcus Vieweg Posted October 13, 2011 Posted October 13, 2011 Hi Donald, wen willst du denn im Sommer damit erschrecken? Das Ding trocknet aus würde ich denken und gut ist es. LG Marcus
Donald7 Posted October 13, 2011 Posted October 13, 2011 Das kommt auf die Dicke des Fadens an, denke ich, wobei Faden allerdings auch recht unglücklich formuliert ist, im Sommer habe ich das mal mit einem 1 cm dicken Faden ( oder wie auch immer man es nennen möchte) ausprobiert, allerdings drinnen und von einem Glas in ein anderes, nach c.a. 10 Stunden hat es zwar nicht mehr funktioniert, was allerdings dadran lag, dass das Glas nicht mehr voll genug war, ich kann mir vorstellen, dass es mit einem Eimer, hohem Wasserstand und entsprechend langem Seil besser funktionieren würde. Für eine bessere Wasserversorgung des Mooses könnte man auch einfach mehrere "Seile" in den Eimer tun. Gruß
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