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Radiobeitrag über Fleischfressende Pflanzen


Andy Böhnke

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Andy Böhnke

Hallo,

ich habe mir in der ARD-Mediathek gerade einen Radiobeitrag über Fleischfressende Pflanzen angehört.

Naja...wenn man sich den Beitrag anhört, muss man sich über die ein oder andere Frage hier nicht wundern.

In 5 Minuten wurde versucht alles über Karnivoren zu erzählen. Dabei hat man Fettkräuter, Kannenpflanzen, Sonnentau und Venusfliegenfalle in der Kultur über einen Kamm geschert. Durch die Verallgemeinerung wurden Aussagen getroffen, die dem ein oder anderen bestimmt hier schon Mal als Frage über den Weg gelaufen ist.

Folgende Sinngemäße Aussagen gab es in dem Beitrag:

  • Venusfliegenfalle ist einer der schwierigsten Fleischfressenden Pflanzen. Die ist so anspruchsvoll, dass man die kaum über die Runden bekommt
  • brauchem am besten eine Luftfeuchtigkeit von 70-90% - am besten Pflanzen in ein Terrarium
  • nur kalkfreies Wasser, also angewärmtes Regenwasser oder abgekochtes Wasser
  • durch Zufall wird mal eine Spinnmilbe verdaut
  • höchsten einmal im Monat ein ganz winziges Stükchen Käse oder ein winziges Stück Hackfleisch mit der Pinzette geben

Die gesamte Sendung dauert 5 Minuten und 45 Sekunden. Anhören könnt ihr sie euch über den o.a. Link.

Schöne Grüße

Andy

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hallo Andy,

schade dass durch sollche wenig gut informierten Radiobeiträge die leute die sich für Karnivoren interessieren,und darüber nachdenken sich welche zuzulegen gleich mal abgeschreckt werden.Auch frage ich mich wirklich was das für eine Pflanzenexpertin ist,wenn aussagen wie:"einmal im monat ein stück käse oder Hackfleisch auf die Falle) kommen.

Aber trotzdem danke fürs reinstellen.

Mfg

Anton

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:wallbash: Verdammt - und ich wollte doch tatsächlich meine VFFs wie die Jahre zuvor ungekäst im Beet überwintern! Danke für den Beitrag, da werde ich sie doch noch heute Nacht ausgraben und im Terrarium mit 70 - 90 % Hackfleisch in abgekochtem Regenwasser in einer Käsefondue versenken. Hoffentlich bringe ich sie gerade noch so über die Runden :crazy:

Viel Glück euch allen, Piesl!

Bearbeitet von Piesl
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Nein, von Karnivoren hat die Dame wirklich keine Ahnung. Wahrscheinlich sind sie ihr zu anspruchsvoll, weshalb sie selber auch keine hält :lol: Woher sie diese Informationen wohl hat? Vor der Sendung schnell im Net recherchiert und das Erstbeste geglaubt, was sie da gelesen hat?

Ich finde, man sollte zumindest die Pflanzenexpertin freundlich darauf hinweisen, dass da ein paar Punkte "nicht ganz korrekt" waren. Immerhin macht die ja auch Vorträge und so, wer weiss, wievielen potenziellen Karnivorenhalter sie schon Hackfleisch- und Käsediät für zukünftige Pflanzen empfohlen hat.

Aus diesem Grund fände ich es sinnvoll, die Frau aufzuklären, damit sie diese Falschinformationen nicht weiterhin verbreitet.

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Abend,

Aus diesem Grund fände ich es sinnvoll, die Frau aufzuklären, damit sie diese Falschinformationen nicht weiterhin verbreitet.

Hab ich jetzt einfach mal gemacht.Ich stelle das auch jetzt mal hierein,und bitte euch darum mir Fehler mitzuteilen.

Grüße,

Anton

Guten Tag Frau Greiner,

Ich habe heute ihren BR beitrag über Fleischfressende Pflanzen der ARD mediathek gehört,und wollte sie über einige fehler aufklären die Mir als Züchter von Karnivoren aufgefallen sind.

1)Die Venusfliegenfalle reagiert 2 mal auf reitze,erstens wenn die Fühlborsten angeregt werden und die Falle zuschnappt.Zweitens reagiert die Pflanze auch noch auf Reitze wenn die Pflanze zugeschnappt ist.Nur wenn dieser eintritt beginnt die Pflanze mit dem Verdauungsvorgang.Selbiges wird bei stilliegnden Käse und hackfleischstückchen nicht erfolgen.

2)Abgekochtes Wasser ist für Fleischfressende Pflanzen nicht geeignet.

3)Die Venusfliegenfalle (Dionea muscipula) ist meiner ansicht nach keineswegs eine der Schwierigsten Fleischfressenden Pflanzen,denn erstens ist selbige wenn man die Grundkulturbedingungen einhält (nur Kalkfreies Wasser,viel licht,Winterruhe um 5°C) einhält eine recht einfach zu haltende Pflanze,und zweitens giebt es bei weitem schwierigere Arten (z.b.:Nepenthes Villosa,Drosera Falconeri)

4) Nicht alle Fleischfressende Pflanzen brauchen eine Luftfeuchte zwischen 70 und 90% sondern nur einige Gattungen (z.b.:Heliamphora,Nepenthes,Tropische Drosera).

Mit freundlichen Grüßen,

Anton Kubala

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Hallo Anton,

aus

geht hervor, das die Impulse des Zuschnappen einer Falle innerhalb 20 Sekunden gegeben werden müssen.

Berührt die Fliege nach dem ersten Kontakt erst nach >20 Sekunden diesen Auslösemechanismus passiert nichts.

-volker-

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Danke Volker

Ich habe jetzt auch eine Antwort geckriegt,:

Hallo Herr Kubala,

vielen Dank für Ihre wertvollen Hinweise.

Allerdings habe ich so einige andere Erfahrungen gemacht. Und von denen habe

ich berichtet.

Warum etwa, sollte abgekochtes Wasser für Karnivoren nicht geeignet sein?

Sie beschreiben doch selbst, dass diese Pflanzen kalkfreies Wasser

benötigen.

Schöne Grüße

Karin Greiner

Da kann man echt nur noch kopfschütteln.

Edit:können nicht villeicht alle der Frau mal ne messasge schreiben,mal gucken ob sie reagiert

Bearbeitet von anton
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vielen Dank für Ihre wertvollen Hinweise.

Allerdings habe ich so einige andere Erfahrungen gemacht. Und von denen habe

ich berichtet.

Sie sagt ja selbst, dass man die Venusfliegenfalle nicht über die Runden kriegt ;) Gut, dass sie die Fallen nur einmal im Monat mit Käse reizt :) Hat sie mal jemand gefragt, ob sie Karnivoren daheim hat?

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Andy Böhnke

[...]

Warum etwa, sollte abgekochtes Wasser für Karnivoren nicht geeignet sein?

Sie beschreiben doch selbst, dass diese Pflanzen kalkfreies Wasser

benötigen.

[...]

OK, sie hat also auch keine Ahnung von Chemie und Physik.

Was passiert doch gleich mit dem kalkreichen Wasser, wenn man es erhitzt?? :SOS:

Was war noch mal die Destillation????

Bearbeitet von Andy Böhnke
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Naja...wenn man sich den Beitrag anhört, muss man sich über die ein oder andere Frage hier nicht wundern.

In 5 Minuten wurde versucht alles über Karnivoren zu erzählen.

Mein Gott, wird hier wieder mal abgelästert! Natürlich funktioniert es nicht, in fünf Minuten alles über fleischfressende Pflanzen zu erzählen. Und wenn Nichtfachleute darüber etwas vortragen, schleichen sich trotz Vorbereitung auf das Thema auch in fünf Minuten natürlich einige Ungenauigkeiten, Fehler und jede Menge Auslassungen ein. Es ist ja nun absolut nichts Neues, dass nicht jeder Gärtner mit Moorbeetpflanzen gut klarkommt, wenn er an die mit seinem üblichen gärtnerischen Grundwissen herangeht.

Aber was soll's? Wäre es besser, so eine ausgesprochene Kräuterhexe mit dem Spezialgebiet "einheimische Wildkräuter" referiert jedesmal nur über das, was sie perfekt kennt und läßt andere Pflanzenthemen komplett außen vor, wenn ein Sender sie dazu fragt, auch mal darüber zu sprechen?

Dabei hat man Fettkräuter, Kannenpflanzen, Sonnentau und Venusfliegenfalle in der Kultur über einen Kamm geschert.

Das stimmt doch schon mal gar nicht. Sie hat zum Beispiel für die längerfristige Haltung am Fensterbrett die Venusfliegenfalle als sehr schwierig in der dauerhaften Zimmerhaltung dargestellt und Sonnentau sowie Fettkraut als vergleichsweise einfach.

Und unter Berücksichtigung des üblichen Baumarkt-/Gartencenter Sortiments und der Vorgabe "Haltung am Fensterbrett" kann ich ihr da auch voll zustimmen: Eine Drosera capensis oder eine mexikanische Pinguicula-Hybride sind am Fensterbrett eben viel einfacher dauerhaft in einer Wohnung zu halten als eine Venusfliegenfalle mit der Anforderung einer kühlen Winterruhe.

Venusfliegenfalle ist einer der schwierigsten Fleischfressenden Pflanzen. Die ist so anspruchsvoll, dass man die kaum über die Runden bekommt

Ja, sie hat gesagt daß im Vergleich zu Sonnentau (wohl gemeint handelsübliche Drosera capensis oder Drosera aliciae, obwohl nicht ausdrücklich erwähnt) und Fettkraut (wohl Mexiko-Hybriden wie Pinguicula Weser/Sethos/Tina) die Venusfliegenfalle dauerhaft am Fensterbrett nur sehr schwierig kultivierbar ist.

Wenn ich mal vergleiche, wieviel hier im Forum darüber debattiert wird, Venusfliegenfallen erfolgreich über den Winter zu bringen, und wie vergleichsweise wenig über Drosera capensis oder Pinguicula 'Sethos' und andere Ping-Hybriden, dann scheint da was dran zu sein.

[*]brauchem am besten eine Luftfeuchtigkeit von 70-90% - am besten Pflanzen in ein Terrarium

Ein Terrarium (oder "Pflanzenhäuschen") ist in zentralbeheizten Wohnungen, in denen die Heizkörper unter dem Fenster montiert sind, während der Heizperiode wohl keine schlechte Wahl, im Vergleich zur trockenen und heißen Heizungsluft, in der Pflanzen auf dem Fensterbrett sonst stehen würden, wenn der Heizkörper auf Temperatur ist.

[*]nur kalkfreies Wasser, also angewärmtes Regenwasser oder abgekochtes Wasser

OK, "abgekochtes Wasser" ist ein Kinken.

durch Zufall wird mal eine Spinnmilbe verdaut

Der Zufall war in dem Zusammenhang erwähnt, dass manche Leute sich fleischfressende Pflanzen gezielt zur Bekämpfung von Ungeziefer und tierischen Schädlingen ins Haus holen wollen, damit die Pflanzen die Ungeziefer- und Schädlingsplage beseitigen. Der Moderator hatte deswegen gezielt nachgefragt und es ist völlig korrekt mitgeteilt worden, dass fleischfressende Pflanzen keine Mengen an Ungeziefer und Schädlingen aus der Wohnung wegfangen können, sondern allenfalls aus Zufall mal etwas erwischen.

Fleischfressende Pflanzen sind eben keine Funktionspflanzen, die eine Insektenplage im Haus beseitigen können, meine volle Zustimmung.

höchsten einmal im Monat ein ganz winziges Stükchen Käse oder ein winziges Stück Hackfleisch mit der Pinzette geben

Im Beitrag ist völlig korrekt dargestellt, dass diese Pflanzen nicht gedüngt werden sollen und das mit mit den winzigen Stückchen Käse oder Hackfleisch, mit der Pinzette höchstens einmal im Monat verabreicht, das sind halt Experimente, die man mit den Blättern fleischfressender Pflanzen machen kann.

Also ich kenne Begleitinformationen aus dem Handel mit fleischfressenden Pflanzen, da wird in drei Sätzen mehr Unsinn erzählt als von diesem Kräuterweib in fünf Minuten. Mein Gott, viele Auslassungen, der Beitrag bezogen auf "die am häufigsten im Handel angebotenen Arten" ohne dass diese Einschränkung explizit gemacht wird. Das mit dem abgekochten Wasser falsch dargestellt. Es gibt vermutlich Wichtigeres, über das man sich aufregen könnte, als solche Radiobeiträge auf einem Regionalsender. Ein Vegetarier würde sich vermutlich darüber mokieren, dass in ihrem Vortrag so oft der Vergleich zu fleischfressenden Pflanzen dadurch gezogen wird, wie Kunden von Fleischereien mit angeschlossenem Stehimbiss durch den Duft von frischgebackenem Leberkäse angelockt werden.

Im übrigen: Wenn die Frau jetzt tatsächlich in fünf Minuten fehlerfrei über fleischfressende Pflanzen referiert hätte, dann hätte es ja hier überhaupt nichts zum Ablästern gegeben. Und dann hätte man ja glatt die Daseinsberechtigung dieses Forums im Frage stellen müssen, wenn jeder, der in seinem Garten erfolgreich Brennnessel und Löwenzahn kultivieren kann, gleichzeitig auch alle Arten fleischfressender Pflanzen langfristig auf dem Fensterbrett halten könnte.

Also erstmal entsteht eine gelbe Schwefelwolke und dann sagt man laut "hex hex" und durch die anschließende Verpuffung löst sich dann der Kalk in Wohlgefallen auf Ich glaube so ungefähr hat sie das gemeint

Das hat sie mit Sicherheit nicht gemeint. Wenn Du Wasser kochst, setzt sich ein Teil des im Wasser enthaltenen Kalks als sogenannter "Kesselstein" im Kochgefäß ab. Jeder, der einen Wasserkocher oder Wasserkessel jahrelang im Gebrauch hat, kennt den Effekt, dass sich im Kessel bzw. der Heizröhren beim Kochen eine Kalkschicht aufbaut. Auch Kaffeemaschinen "verkalken" beim Gebrauch. Und dieser abgesetzte Kalk wird dem Wasser dabei entzogen. Das Problem an dem Verfahren "Abkochen" ist eher, dass damit nur ein Teil der Hydrogenkarbonate ("Kalk") aus dem Wasser entfernt werden kann und absolut null vom übrigen Mineraliengehalt (z.B. Sulfate), und dass so aufbereitetes Wasser daher nur ein wenig besser, aber nicht wirklich geeignet für das Gießen von fleischfressenden Pflanzen wird.

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@Jusch

Mein Gott, wird hier wieder mal abgelästert! Natürlich funktioniert es nicht, in fünf Minuten alles über fleischfressende Pflanzen zu erzählen. Und wenn Nichtfachleute darüber etwas vortragen, schleichen sich trotz Vorbereitung auf das Thema auch in fünf Minuten natürlich einige Ungenauigkeiten, Fehler und jede Menge Auslassungen ein. Es ist ja nun absolut nichts Neues, dass nicht jeder Gärtner mit Moorbeetpflanzen gut klarkommt, wenn er an die mit seinem üblichen gärtnerischen Grundwissen herangeht.

sicher richtig,aber bevor man einen vortrag im Radio (ARD/BR) wo millionen von Deutschen,Österreichern und schweizern zuhören,sollte man sich doch ein bisschen informaieren bevor man seinen Senf zu einem Thema verabreicht.

Ja, sie hat gesagt daß im Vergleich zu Sonnentau (wohl gemeint handelsübliche Drosera capensis oder Drosera aliciae, obwohl nicht ausdrücklich erwähnt) und Fettkraut (wohl Mexiko-Hybriden wie Pinguicula Weser/Sethos/Tina) die Venusfliegenfalle dauerhaft am Fensterbrett nur sehr schwierig kultivierbar ist.

Wenn ich mal vergleiche, wieviel hier im Forum darüber debattiert wird, Venusfliegenfallen erfolgreich über den Winter zu bringen, und wie vergleichsweise wenig über Drosera capensis oder Pinguicula 'Sethos' und andere Ping-Hybriden, dann scheint da was dran zu sein.

ansichtssache was schwierig ist,und meiner ansicht nach gehört dionea bestimmt nicht zu den: "schwierigsten Fleischfressenden Pflanzen überhaupt" mit solchen aussage3n werden ech nmur Garteninteressierte leute Abgeschreckt die eigentlich an solchen Pflanzen interessiert wären.Ich höre das ständig von verwandten/bekannten:"Was,Du hälst Fleischfressende Pflanzen? Die sind doch übelst kompliziert,und mann muss doch jeden tag nach denen schauen."

Ein Terrarium (oder "Pflanzenhäuschen") ist in zentralbeheizten Wohnungen, in denen die Heizkörper unter dem Fenster montiert sind, während der Heizperiode wohl keine schlechte Wahl, im Vergleich zur trockenen und heißen Heizungsluft, in der Pflanzen auf dem Fensterbrett sonst stehen würden, wenn der Heizkörper auf Temperatur ist.

1)Ist die Dionea von ihrem Naturstandort in den USA her nicht an hohe LF gebunden.

2)Ich weiß ja nicht wann du heitzt,ich nur im Winter,wenn sie sowieso eine Winterruhe um 5°C.

Der Zufall war in dem Zusammenhang erwähnt, dass manche Leute sich fleischfressende Pflanzen gezielt zur Bekämpfung von Ungeziefer und tierischen Schädlingen ins Haus holen wollen, damit die Pflanzen die Ungeziefer- und Schädlingsplage beseitigen. Der Moderator hatte deswegen gezielt nachgefragt und es ist völlig korrekt mitgeteilt worden, dass fleischfressende Pflanzen keine Mengen an Ungeziefer und Schädlingen aus der Wohnung wegfangen können, sondern allenfalls aus Zufall mal etwas erwischen.

Fleischfressende Pflanzen sind eben keine Funktionspflanzen, die eine Insektenplage im Haus beseitigen können, meine volle Zustimmung.

Sicher sind Karnivoren nicht für den Kampf gegen eine Schädlingsplage geeignet,aber allein von einem zufall zu sprechen,das mal was gefangen wird ,halte ich für weit hergeholt.Ebenfalls in dem Beitrag genannt waren nämlich auch die Manigfaltigen anlock einrichtungen der Pflanze.Außerdem überlässt kein Lebewesen sein überleben dem zufall.

Im Beitrag ist völlig korrekt dargestellt, dass diese Pflanzen nicht gedüngt werden sollen und das mit mit den winzigen Stückchen Käse oder Hackfleisch, mit der Pinzette höchstens einmal im Monat verabreicht, das sind halt Experimente, die man mit den Blättern fleischfressender Pflanzen machen kann.

1) Im Beitrag wird explizit gesagt,das man ein stk.Käse oder Hackfleisch in die Falle schmeißen kann,und das dieses Später weg sei.Was schlicht und ergreifend falsch ist.

Also ich kenne Begleitinformationen aus dem Handel mit fleischfressenden Pflanzen, da wird in drei Sätzen mehr Unsinn erzählt als von diesem Kräuterweib in fünf Minuten. Mein Gott, viele Auslassungen, der Beitrag bezogen auf "die am häufigsten im Handel angebotenen Arten" ohne dass diese Einschränkung explizit gemacht wird. Das mit dem abgekochten Wasser falsch dargestellt. Es gibt vermutlich Wichtigeres, über das man sich aufregen könnte, als solche Radiobeiträge auf einem Regionalsender. Ein Vegetarier würde sich vermutlich darüber mokieren, dass in ihrem Vortrag so oft der Vergleich zu fleischfressenden Pflanzen dadurch gezogen wird, wie Kunden von Fleischereien mit angeschlossenem Stehimbiss durch den Duft von frischgebackenem Leberkäse angelockt werden.

Hat auch keiner bestritten,aber es sind nun mal gravierende Fehler vorhanden,die man durch einen Kurtzen blick ins Internet (z.b.Foren FAQ) auch hätte vermeiden können.

Im übrigen: Wenn die Frau jetzt tatsächlich in fünf Minuten fehlerfrei über fleischfressende Pflanzen referiert hätte, dann hätte es ja hier überhaupt nichts zum Ablästern gegeben. Und dann hätte man ja glatt die Daseinsberechtigung dieses Forums im Frage stellen müssen, wenn jeder, der in seinem Garten erfolgreich Brennnessel und Löwenzahn kultivieren kann, gleichzeitig auch alle Arten fleischfressender Pflanzen langfristig auf dem Fensterbrett halten könnte.

Ist doch an den Haaren herbeigezogen,hier wurde nicht gesagt das man alle Pflanzen kultivieren kann.Aber ich denke, 90% der Leute hier im Forum hätten 5 min fehlerfrei referieren können,und hätte sie fehlerfrei die sache gemacht,gäbe es auch nichts zu mosern,sondern ich hätte mir einfach einen Beitrag über FFPs angehört.

Anton

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Wirklich schade, dass diese Person so Beratungsresistent ist! Selbst als Diplom-Biologin sollte man sich doch eingestehen können, dass man "die Wahrheit nicht mit dem Löffel gefressen" hat und Fehler zugeben können. Es wertet einem ja nicht grundsätzlich ab, wenn man gerade von solch speziellen Pflanzen wie Karnivoren wenig Ahnung hat. Viel tragischer finde ich dann aber solch pappige Antworten, wenn man auf Fehler hingewiesen wird. Das sagt doch auch einiges über die Persönlichkeit aus.

Nicht zuletzt leidet ja auch die Qualität dieser Sendung durch solch unqualifizierte und falsche Aussagen. Ein Zuhörer, dem die (teils wirklich heftigen) Fehler im Beitrag über Karnivoren aufgefallen sind, kann sich bei zukünftigen Sendungen ja auch nicht mehr sicher sein, ob das nun wirklich richtig ist, was diese Frau erzählt, oder vielleicht doch auch so falsch wie damals im Beitrag über Fleischis.

Damit schneidet sich dann die Frau Diplom-Biologin wie auch der Sender ins eigene Fleisch, weil die Glaubwürdigkeit nicht mehr gegeben ist.

Mal sehen, vielleicht weise ich den Sender noch darauf hin. Deren Antwort würde mich mal interessieren.

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Andreas, Du schreibst mir aus der Seele.

Immerhin ist die Frau Diplom-Biologin und hat für diese Sendung sicher auch gutes Geld bekommen. Da kann man als Radio-Konsument durchaus erwarten, daß man richtige Informationen erhält und bei berechtigten Reklamationen nicht einfach abgekanzelt wird. Der einzelne wird, wie man ja aus den Reaktionen der Frau sieht, nicht viel ausrichten können. Die GFP möglicherweise aber sehr viel.

Liebe Grüße

Eve

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Ich geh jetzt mal in die Küche zu meinen Sonnentauen und gucke mir das ganze Getier da mal an. Soviel Zufälle auf einen Haufen...tztztz....

Meine Sarraceniaschläuche waren wie jedes Jahr bis zum Rand voll. Merkwürdig, dass sowas anscheinend nur bei FFP-Freaks passiert....

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Ich sehe da ein ganz anderes Problem! Die Dame ist Diplom-Biologin, sie veranstaltet Seminare, sie schreibt Bücher, sie hält Vorträge und ich kann mir vorstellen, dass es Gebiete gibt, auf denen sie auch eine sehr hohe Fachkompetenz hat! Das bedeutet, dass sie auf Grund ihrer Qualifikation und ihrer gesellschaftlichen Stellung relativ unbestritten ist - so unbestritten, dass der BR auf jede Gegenrecherche verzichtet. Kurzum die Frau kann erzählen, was sie will - es wird ihr geglaubt!

Dass diese Frau aber mit 5 Minuten Radiogesülze viele Stunden Aufklärungsarbeit der GFP zerstören kann, in denen Enthusiasten sich in ihrer Freizeit an irgendwelchen Holzständen den Mund fusselig reden und mit diesen Vorurteilen aufräumen wollen, hat hier wohl auch noch niemand bedacht! Warum redet denn da eine Kräuter-Tante über Karnivoren? Gibt es vielleicht gar keinen "Presse-Mann/Frau" bei der GFP und wen doch, ist er/sie bekannt bei TV und Radio?

Also ich sag's frei herraus, ich bin kein GFP-Mitglied - ganz sicher nicht und ich werde vielleicht auch keines werden, weil ich nicht für jedes meiner Hobbys in einen Verein eintreten muss und vor allem deshalb nicht, weil ich nicht glaube den Verein in irgeneiner Form bereichern zu können/müssen/sollen.

Aber auch das sag ich: Ich würde doch als Verein für fleischfressende Pflanzen im deutschsprachigem Raum sowohl Kräuter-Elli, als auch den BR sowas von penetrant mit Infomaterial und Belehrungen auf die Nerven gehen, dass denen Hören und Sehen vergeht.

Wer hat denn etwas über fleischfressende Pflanzen zu erzählen, in diesem Land? Ist das Kräuter-Elli, oder ist das die GFP? Entschuldigt bitte, aber was ich hier sehe ist nichts!

Genau das ahbe ich mir auch gedacht, und meien meinung in einem anderen Forum niedergeschrieben.

Doch ein User meinte, das alles richtig ist, was sie sagt, da sie ja schließlich studiert hat, und Autorin ist.

Schade nur, dass man bei einem Studium nicht alles behandelt... und sie somit kein spezifisches Fachwissen hat.

Merkwürdig nur, dass sie mit einem Diplom nichtmal fachgerecht recherchieren kann... Ich weiß zwar nicht wie es bei euch ist, aber wenn ich bei Google "FFP Pflege" eingebe, weiß ich nach nichtmal 30 sec, das man die nicht füttern soll, die nicht so eine hohe Lustfeuchte brauchen und und und.

Und nach 5 min, das die Venus definitiv nicht die am schwierigsten zu haltende Pflanze ist.

Schade nur, dass es viele leute gibt, die ihr glauben, da sie ja schließlich studiert hat und von den öffentlich rechtlichen ist...!

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