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braune Flecken - Kälteschaden?


Torian

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Hi,

ich hab erst vor kurzem meine Nepenthes vom Balkon reingeholt und mir ist aufgefallen, dass sie auf den Blättern extrem viele braune Flecken bekommen hat. Ist das ein Schaden, den sie durch zu Tiefe Temperaturen nachts bekommen hat oder ein Schädling?

img2004gv.th.jpg

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Hmm mir siehts nich aus wie ein Kälteschaden, dann würde der Rest der Pflanze wahrscheinlich auch so aussehen oder schlaff herunterhängen. Vielleicht ist es ein Schädling, oder zu viel Sonne? Meine sahen auch mal so aus, nachdem ich sie zu lange in der prallen Sonne hab hängen lassen. Aber ich würde eher auf Schädlingsbefall tippen.

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Hallo

Frostschaden sieht anders aus. Und ob die Pflanze durch zu kalte Temperaturen (wir sprechen hier wohl noch nicht von Frost also so 0°C-10°C) solche Flecken bekommt würde ich auch stark anzweifeln. Ich hätte auch gedacht, dass das Reaktionen auf zu viel Sonne sind, aber wenn ich mir das so ansehe würde ich das auch zumindest anzweifeln, ich hatte Flecken von Sonnebrand großflächer in Erinnerung. Außerdme sagst du ja selbst, dass es die Sonne nicht gewesen sein kann und deine Begründung klingt auch absolut plausibel.

ne, sonne kanns nicht sein, die hingen den ganzen Sommer draußen.

Sind die Flecke denn erst im Haus aufgetreten oder waren die schon draußen an der Pflanze dran? Hast du mal nach Schädlingen gesucht?

Viele Grüße

Stefan

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Hallo, ein ähnliches sogar stärker ausgeprägtes Schadbild habe ich auch, aber nur an einer N x hookeriana. Die zuerst betroffenen Blätter trocknen nun von der Spitze und den Rändern her vollständig ein. Die jungen an der Triebspitze scheinen bislang nicht bzw. unwesentlich betroffen. Die übrigen Neps sind nicht (ventricosa) / kaum(alata) betroffen. Der Schaden trat erstmals im Spätsommer auf.

Auffälligerweise war ausgerechnet die hookeriana am wärmsten Platz auf dem Balkon, die beiden anderen außerhalb des Dachvorbaues.

Ich vermute mal, dass es artbedingt auftritt und hoffentlich sich wieder legt.

Gruß Piesl

Bearbeitet von Piesl
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Sind die Flecke denn erst im Haus aufgetreten oder waren die schon draußen an der Pflanze dran? Hast du mal nach Schädlingen gesucht?

Sie waren schon draußen da, aber ich habe das gefühl, dass sie sich drinnen noch vergrößert haben. Schädlinge habe ich keine gefunden

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Hast Du die Blattunterseite (besonders entlang der Mittelnerven) mit einer Lupe untersucht? Es gibt auch Schädlinge, die nichtmal 1/4mm groß sind und ähnliche Blattschäden verursachen. Du kannst auch mit einem feuchten Küchentuch die Blätter beidseitig abwischen. Bleibt ein rötlicher Rückstand auf dem Küchentuch zurück, ist es höchstwahrscheinlich Milbenbefall.

Liebe Grüße

Eve

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Also ich sage schon mal "Danke Eve!" Simpler Test und erfolgreich bei mir. Wenn ich daran denke werde ich heute oder morgen noch einmal einen Abstrich machen und die Viecher unter dem Mikroskop fotografieren, samt Schadbild. Ich wäre allerdings froh gewesen wenn sie 1/4 mm hätten, bei mir ist's nicht mal 1/10 mm!

Dann gibt's erst mal eins auf die winzige achtbeinige (Milben-)Kappe! :zoro:

Gruß Piesl

Bearbeitet von Piesl
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Piesl, wär mir lieber gewesen, wenn's bei Dir was anderes gewesen wär. Aber trotzdem gut, wenn man weiß, wer der Feind ist und ihn so besser bekämpfen kann.

Die Biester sind ziemlich hartnäckig, ekelig und vor allem vermehren sie sich bei feucht-warmen Temperaturen sehr schnell. Bei mir sind's die eher rötlichen Tenuipalpidae bzw. Brevipalpus - bin noch nicht dahinter gekommen, ob es sich hier um die gleiche Spezies handelt. Aussehen ist praktisch zum Verwechseln ähnlich. Verbreitung durch bereits beim Kauf verseuchte Pflanzen, Wind (Balkon, Fensterbrett außen!) oder unsere niedlichen Katzen, die um die Pflanzen herumschleichen und die Viecher so schön gleichmäßig verteilen. Gemein ist, daß man vom Schädlingsbefall erst so spät was erkennt :-( Bei mir sind derzeit gut 300 Pflanzen betroffen bzw. stark verdächtig. Bin grad dabei alle durchzukontrollieren und nicht so wertvolle zu entsorgen. Ist eine breite Palette von Orchideen, Passiflora, Sukkulenten, Hibisken, Hoyas, Strelizien, Ficuse, Karnivoren - praktisch fast die komplette Palette von nicht an jedem Eck erhältlichen Exoten. Ich bin ziemlich sauer.

Liebe Grüße

Eve

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... Wenn ich daran denke werde ich heute oder morgen noch einmal einen Abstrich machen und die Viecher unter dem Mikroskop fotografieren, samt Schadbild. Ich wäre allerdings froh gewesen wenn sie 1/4 mm hätten, bei mir ist's nicht mal 1/10 mm! ...

Gruß Piesl

Moin Piesl,

nachdem ich hier nun schon mehrere Male nachgeschaut habe, - wo sind die Pic´s ? :)

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Hast Du die Blattunterseite (besonders entlang der Mittelnerven) mit einer Lupe untersucht? Es gibt auch Schädlinge, die nichtmal 1/4mm groß sind und ähnliche Blattschäden verursachen. Du kannst auch mit einem feuchten Küchentuch die Blätter beidseitig abwischen. Bleibt ein rötlicher Rückstand auf dem Küchentuch zurück, ist es höchstwahrscheinlich Milbenbefall.

Liebe Grüße

Eve

Tatsache... hab mit nem feuchten Kosmetiktuch mal drübergewischt und es waren wirklich rote Punkte darauf zu sehen. Diese sind aber echt staubfein. Konnte mir bis dahin garnicht vorstellen, dass es SO kleine Viecher an meiner Pflanze geben kann.

Was mach ich jetzt am besten gegen die Dinger? hab nur ein Universalinsektenmittel aus Esbiothrin und Permethrin, was wohl nicht viel nützen wird.

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@ G.A.S.: ein alter Mann ist halt kein D-Zug :huh: . sind aber in Arbeit, doch die Freizeit war wieder zu kurz!

@ Torian: ich habe präventiv mal mit Lizetan gesprüht und die Neps in ein geschlossenens Terra gestellt, um dort richtig aus zu gasen. Evtl. werde ich mit KLEINEN Stückchen Bayer-Schädlingsbekämpfungsstäbchen nachziehen. Diese enthalten zwar auch Düngerzugabe, die geringe Meng sollte aber für eine Nepenthes kein Problem werden.

Erfreulicher weise habe ich aber auch fast nur tote Milben gefunden. Scheinbar kann sich eine Nepenthes gegen diese Quälgeister in gewissem Maße erfolgreich selbst wehren!?

Gruß Piesl

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@ G.A.S.: ein alter Mann ist halt kein D-Zug :huh: . sind aber in Arbeit, doch die Freizeit war wieder zu kurz!

... Scheinbar kann sich eine Nepenthes gegen diese Quälgeister in gewissem Maße erfolgreich selbst wehren!?

Gruß Piesl

Du bist doch jünger als ich und dazu noch ein Foto-Profi !

Ich wäre froh, könnte ich dem zustimmen. Noch nie hatte ich diese Probleme, Schädlinge zu eleminieren.

Die Weichhautmilben bekommst Du auch nur mit einem Akarzid los. Da hatte ich "Kiron -Milben-Ex" und das schweineteure "Vertimec" in der Anwendung. Erst nach fünf Behandlungen war keine Weichhautmilbe mehr zu sehen. Sicher kann ich mir immer noch nicht sein.

Anbei noch ein Foto meiner N.-burbidgea mit 2 WHM in der Blattachsel.

post-2447-0-63968700-1320248091_thumb.jp

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Hallo,

dachte, das passt auch zu diesem Thema:

Ich habe vor Jahren meine Nepenthes ventricosa X inermis auch Ende April mit den anderen Pflanzen auf den Südbalkon rausgestellt. Da waren es tagsüber auch schon sommerliche Temperaturen, nachts wurde es manchmal aber immer noch deutlich unter 15 Grad.

Eines Tages habe ich dann auf der Nepenthes (war noch nicht Hochsommer) auch z. Teil fingernagelgroße, rostrote Flecken auf den meisten alten Blättern entdeckt, die sich nicht abstreifen ließen. Sah so aus, als ob sich die Blätter an diesen Stellen verfärbt hätten. Ich hab dann die Pflanze reingeholt, weil ich erst dachte, sie hätte sich von der kalten Nachttemperatur etwas geholt.

Überraschenderweise haben sich die Flecken nicht weiter ausgebreitet und auch die neu gebildeten Blätter haben die Flecken nicht mehr bekommen, so dass ich die befallenen Blätter irgendwann abschneiden konnte. Seitdem halte ich die Neptenthes immer drinnen, und sie hatte über die ganzen Jahre nie wieder was.

Hab es dann bei wärmeren Nacht-Temperaturen später noch mit einer weiteren Nepenthes - Tiefland-Art probiert - aber nach kurzer Zeit hatte auch sie diese rostroten Verfärbungen an den Blättern.

Komischerweise hatten Sarracenia, Drosera und Dionaea, die alle zur gleichen Zeit rausgestellt worden waren, nie solche Probleme.

Könnte es sein, dass sich die Pflanze im April (Temperaturen waren damals annähernd 30 Grad) schon einen Sonnenbrand geholt hat?

Denn wenn es Milben wären, hätten die sich doch sicherlich weiter ausgebreitet oder man hätte sie abstreifen können?

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Hallo. hier nun endlich die Fotos der am heftigsten betroffenen Nepenthes. Leider ist die Milbe bei meinem "Hightechmikroskop" nicht usper zu erkennen (2oox Vergößerung). Der Ausschnitt der blattunterseite ist mit 60x Vergößerung enstanden, die schwarzen Punkte sind kein Schadbild.

Durch die Fotos werde ich nun prüfen ob der scheinbare Stillstand der Schädigung stabil bleibt.

post-1426-0-49415200-1320353956_thumb.jp

tote Milbe

post-1426-0-83551800-1320354170_thumb.jp

Blattunterseite braune Flecken

post-1426-0-60094100-1320354220_thumb.jp

stark geschädigtes Blatt Unterseite

post-1426-0-00820100-1320354281_thumb.jp

Blätter sterben teilweise oder ganz ab

Bearbeitet von Piesl
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Moin Piesl,

das sieht ja schon richtig heftig aus.

Diese Milbe ist mir noch nicht untergekommen seit ich ein Mikroskop habe. Dürfte wohl eine Spinnmilbe sein und diesen ist es im Terrarium zu feucht.

Auf der Blattunterseite sieht man Spinnweben, aber sind da nicht auch Pilze dabei ?

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Hallo Günther, ja sieht übel aus. Um richtige Spinnmilben scheint es sich jedoch nicht zu handeln, dazu fehlen die typischen deutlich mit bloßem Auge zu erkennenden Gespinnste, vor allem in den Blattachseln. Der größte Teil de Gefussels unter den blättern ist allerdings eine natürliche Blattbehaarung. Welches Zeichen definierst du als zusätzlichen Pilzbefall (ggf. ein wirksames Gegenmittel bekannt?).

Gruß Piesl

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Moin Peter,

auf deinem 2. Foto z.B. links unter dem roten Punkt in der Mitte, könnten solche Pilz-Fäden sein. Sehe ich aber nicht als kritisch an. Ein Mittel wäre, auch vorbeugend, Saprol mit dem Wirkstoff Azoxystrobin.

Wichtiger ist deine Milben zu bekämpfen. Dafür würde ich ein systemisches Mittel mit dem Wirkstoff Dimethoat empfehlen und dieses nach 7 Tagen ein zweites Mal anwenden.

Viel Erfolg

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