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Aloah zusammen,

heute will ich euch einmal einen kleinen Einblick in den Technikbereich geben,
genauer gesagt ich will euch ein paar verschiedene Datenlogger vorstellen.
Diese Datenlogger speichern je nach Modell Temperatur, Luftfeuchtigkeit und
vieles mehr.

Warum gerade Datenlogger?

Der Nachteil an herkömmlichen Thermometern und Luftfeuchtigkeitsmessern liegt
meiner Meinung nach darin, dass man die Messwerte nur überwachen kann, wenn man
auch wirklich auf das Gerät schaut. In meinem Fall also einmal Morgens vor der
Arbeit und dann halt nach der Arbeit. So bin ich schnell zu dem Entschluss ge-
kommen, ein Thermometer mit Histogramm zu suchen. Über die Zeit hin hatte ich
nun die Gelegenheit, mehrere verschiedene Datenlogger zu testen.

Eines vorweg …
Ich habe auch etliche Datenlogger nach den Testläufen günstig zu verkaufen
:rolleyes:


Voltcraft DL-100T (Anbieter: Conrad – 54,95 €)

Dieses Modell besitze ich nun seit mehreren Monaten. Hierbei handelt es sich um einen
reinen Temperaturdatenlogger. Die Installation ist absolut problemlos. Nachdem die Soft-
ware installiert wurde, wird der Datenlogger einfach eingesteckt und die individuellen
Einstellungen wie Messpunkte, LED Blinkfolge, Alarm-LED sowie die Temperatur Grenzwerte
können nun eingestellt werden.

Wenn der Datenlogger fertig eingerichtet ist, einfach vor Ort anbringen und bei Bedarf
die aufgezeichneten Daten am PC wieder auslesen.

Technische Daten
- Der Datenlogger wird mit einer 3,6V Batterie betrieben (14250 – ½ AA)
- Die eingelesenen Daten können mit Excel verwaltet werden.
- 32.000 Messpunkte können gespeichert werden.
- Messintervall: 2 sec bis 24 Std
- Messbereich -40° bis +70°

Größe: L = 10,2cm B = 2,3cm H = 2cm

Dieser Datenlogger ist hervorragend für Gewächshäuser, Frühbeete, etc. geeignet,
in denen kein Stromanschluß vorhanden ist.

terassedl100t.jpg

Eigener Einsatzbereich
Dieser Datenlogger ist zu Testzwecken bisher in meinen Dionaea Frühbeeten gewesen.
(Größe L:100 B:60 H:50)


Voltcraft DL-120TH (Anbieter: Conrad – 72,95 €)

Dieses Modell ist identisch mit dem Voltcraft DL-100T, zusätzlich wird hier allerdings
noch die Luftfeuchtigkeit gespeichert. Auch hier ist die Installation absolut problemlos.
Nachdem die Software installiert wurde, wird der Datenlogger einfach eingesteckt und die
individuellen Einstellungen wie Messpunkte, LED Blinkfolge, Alarm-LED sowie die
Temperatur & Luftfeuchtigkeits Grenzwerte können nun eingerichtet werden.

Wenn der Datenlogger fertig eingerichtet ist, einfach vor Ort anbringen und bei Bedarf
die aufgezeichneten Daten am PC wieder auslesen.

Technische Daten
- Der Datenlogger wird mit einer 3,6V Batterie betrieben (14250 – ½ AA)
- Die eingelesenen Daten können mit Excel verwaltet werden.
- 32.000 Messpunkte können gespeichert werden.
- Messintervall: 2 sec bis 24 Std
- Messbereich -40° bis +70°, 0 - 100 rF %

Größe: L = 10,2cm B = 2,3cm H = 2cm

Auch dieser Datenlogger ist hervorragend für Gewächshäuser, Frühbeete, etc. geeignet,
in denen kein Stromanschluß vorhanden ist. Da dieser Datenlogger auch die
Luftfeuchtigkeit aufzeichnet, würde er sich mit Sicherheit auch für Terrarien eignen.

dl120th.jpg

Eigener Einsatzbereich
Auch dieser Datenlogger ist zu Testzwecken bisher in meinen Dionaea Frühbeeten gewesen.
(Größe L:100 B:60 H:50)




Voltcraft DL140TH (Anbieter: Conrad – 95,95 €)

Dieses Modell speichert wie schon der Voltcraft DL-120TH die Temperatur sowie auch die
Luftfeuchtigkeit. Hinzu kommt noch, dass man die aktuellen Werte nun auch direkt auf dem
Display ablesen kann.

Auch hier ist die Installation absolut problemlos. Nachdem die Software installiert wurde,
wird der Datenlogger einfach per USB Kabel anschließen und die individuellen Einstellungen
vornehmen.

Wenn der Datenlogger fertig eingerichtet ist, einfach vor Ort anbringen, aktuelle Messwerte
ablesen und bei Bedarf die aufgezeichneten Daten am PC wieder auslesen.

Technische Daten
- Der Datenlogger wird mit einer 3,6V Batterie betrieben (14250 – ½ AA)
- 32.700 Messpunkte können gespeichert werden.
- Messintervall: 1 sec bis 24 Std
- Messbereich -40° bis +70°, 0 - 100 rF %
- Wet-bulb temperature (WB Werte kennzeichnen die Nasstemperatur)

Größe: L = 9,4cm B = 5cm H = 3,1cm

Auch dieser Datenlogger ist hervorragend für Gewächshäuser, Frühbeete, etc. geeignet, in
denen kein Stromanschluß vorhanden ist.

BILD FOLGT

Eigener Einsatzbereich
Dieser Datenlogger ist zu Testzwecken bisher in meinen Moorbeet auf der Dachterasse gewesen.




Arexx (Anbieter: Völkner – Preis je nach Systemzusammenstellung)

Nun zu einem System, dass ich mir vor ca. einem Jahr gekauft und bereits hier
(http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/29312-funkthermometer-fur-gewachshaus-gesucht/page__p__127932__fromsearch__1#entry127932) im Forum darüber berichtet habe.

Die Installation hierbei verläuft allerdings nicht immer problemlos. Wie auf der Homepage
(Forum) von Arexx zu entnehmen ist, haben doch etliche Käufer Schwierigkeiten mit der
zusätzlichen Sensorerkennung. Auch bei mir waren Anfangs mehrere Anläufe notwendig, um
weitere Sensoren zu erkennen. Doch wenn das System erst einmal richtig läuft, ist es aus
meiner Sicht her unschlagbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sensoren hier mit jeweils
2 AAA Batterien betrieben werden.

BS-500 Basisstation
(wird über USB an den PC angeschlossen und zeichnet die Daten der einzelnen Funksensoren
auf. Eine Aufzeichnung findet auch dann noch statt, wenn der PC ausgeschaltet ist)
An diese Basisstation können bis zu 50 einzelne Sensoren angeschlossen werden

TL-3TSN (Temperatursensor, mit Funkübertragung)
TSN-TH70E (Temperatur und Feuchtigkeitssensor, mit Funkübertragung)

und viele weitere Funk-Sensoren
(erhöhte Reichweite, Co² Sensor, etc.)

Technische Daten
- Die Spannungsversorgung erfolgt bei der Basisstation über USB oder 5 V/DC
- Die Spannungsversorgung der Sensoren erfolgt mit je 2 Micro-Batterien (AAA)
- Laut Hersteller können bis zu 50 Sensoren angeschlossen werden
- Inklusiv Messenger Software um Temperaturmeldungen per Email zu senden.
Mit Email-to-SMS Service, können diese Meldungen ebenfalls per SMS erhalten werden
- Messbereich unterschiedlich je nach Sensor
TL-3TSN: Temperatur: –30 bis +80 Grad Celsius ± 0,5°.
TSN-TH70E: Temperatur: -40 bis +120 °C, Luftfeuchtigkeit: 0 - 100% rF

Größe Basisstation: L = 9cm B = 4,8cm H = 2,9cm
Größe Sensor: L = 5,9cm B = 5,9cm H = 2,4cm



Der aktuelle Preis von 75,00 € für das Set (Basisstation + 2 Temperatursensoren) ist seit
letztem Jahr um glatte 50 % gestiegen. Falls man sich hierfür entscheidet, würde ich fast
empfehlen abzuwarten, bis das Gerät wieder im Angebot ist.

Fazit: Wer für eine lückenlose Überwachung so viel Geld ausgeben will, ist meiner Meinung
nach hiermit sehr gut beraten. Von allen Testgeräten war mir trotz der komplizierten
Installation das hier doch das liebste, da die Daten direkt per Funk an die Basisstation
und somit den PC übertragen werden.

Dieser Datenlogger ist vor allem für den Häuslichen Bereich geeignet. Egal ob Wintergarten,
Terrarium oder Gewächshaus im Garten am Haus. Grob gesagt überall dort, wo die Reichweite
der Sensoren ausreicht.

arrexxth2.jpg

Eigener Einsatzbereich
In der Wohnung sowie für meine Anzuchtbeete auf der Dachterasse.





Hygrometer TFA PROFI (Dostmann) (Anbieter: Völkner – Preis je nach Systemzusammenstellung)

Bericht: Philipp H.


Klimalogger (35,62-€)
Anbieter

1x Funksender für Temp. und Feuchte (12,90 €):
auf der gleichen Seite unter "Zubehör", leider ohne Bild
Bild vom Sender:
hier

Software für private Nutzung (30,- €):
hier


Also, mein Set besteht aus:

  • 1 x Klimalogger von TFA (Dostmann) als Hauptgerät (batteriebetrieben, hängt im Wohnzimmer, ich kann also alle Daten jederzeit gemütlich kontrollieren)
  • 4 x Sender mit Funk (theoretisch gehen aber bis zu 5 Sender, batteriebetrieben)
  • Software WsWin von Werner Krenn zur Auswertung und grafischen Darstellung am PC

Also, das Hauptgerät zeichnet automatisch seine eigenen Meßdaten (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) und zusätzlich alle Daten der Funksender auf (Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit, je nachdem, welche Sender man benutzt). Die Zeitintervalle sind einstellbar von 1 min bis zu 24 h.

http://forum.carnivoren.org/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=post&attach_id=38036

Bild 1: Hauptgerät


Dabei kann das Gerät bis zu 3000 Datensätze speichern. Die Funk-Sender können einzeln kalibriert werden und haben jedes ein eigenes Display:

http://forum.carnivoren.org/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=post&attach_id=38037

Bild 2: Sender im Terrarium (links, das weiße Dingelings)



Es ist möglich, Alarmwerte einzustellen, z.B. bei zu hoher Temperatur im Terrarium gibts Alarm am Hauptgerät (habe ich glücklicherweise noch nicht gehört!). Beim Kauf des Klimaloggers ist eine Software dabei, die einem ermöglicht, die Daten via RS-232-Kabel an eine serielle COM-Schnittstelle des Computers zu übertragen. (Cave: die Schnittstelle muß evtl. erst eingebaut werden, viele neuere Computer haben ja nur noch USB). Diese Daten können dann aber leider nur tabellarisch exportiert und dargestellt werden bzw. als Textfileformat mit z.B. Excel weiter bearbeitet werden.

http://forum.carnivoren.org/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=post&attach_id=38038

Bild 3: Daten als Tabelle



Damit war ich natürlich nicht zufrieden und ich habe mir damals noch ein Programm gekauft, mit dem ich die Daten super grafisch darstellen kann, nämlich WsWin von Werner Krenn. Theoretisch ist es möglich, das Hauptgerät ständig am PC angeschlossen zu lassen und das WsWin-Programm liest ständig automatisch die Daten ein (natürlich auch nur dann, wenn der Computer an ist). Diese aktuellen Daten könnten dann z.B. auch auf einer Hompage integriert werden. Ich mache es so, daß ich in regelmäßigen Abständen die Daten „von Hand“ auf den Computer einspiele.
Meiner Meinung nach ist es schon interessant, die Daten als Kurve zu sehen, auf folgendem Bild sind alle meine Daten der KW 46 dargestellt.

http://forum.carnivoren.org/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=post&attach_id=38039

Bild 4: Grafik aller Daten



Ich speichere die Daten alle 30 min:

  • Temperatur und Feuchte Wohnzimmer
  • Temperatur und Feuchte Terrarium (steht im Wohnzimmer)
  • Temperatur und Feuchte draußen (= "Schuppen", Temperaturen des Moorbeets)
  • Temperatur Keller (Überwinterung der Moorkübel)
  • Temperatur Zimmer oben (Knollendrosera)

Die gestrichelten Linien sind immer die Luftfeuchtigkeitskurven.
Man sieht z.B. sehr schön, daß die Temperatur im Terrarium fast identisch mit der Wohnzimmertemperatur ist, man also über die Wohnzimmertemperatur die Temperatur im Terrarium steuern könnte.
Nun kann man natürlich rumspielen und sich verschieden Kurven anzeigen lassen um die Daten zu vergleichen, hier mal nur die Daten vom Terrarium:

http://forum.carnivoren.org/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=post&attach_id=38040

Bild 5: Grafik vom Terrarium



Sehr schön sieht man, wie die Temperatur nachts sinkt und daher auch die Luftfeuchtigkeit steigt. Außerdem kann man anhand der Luftfeuchtigkeitskurve erkennen, wie ich tagsüber gesprüht oder den Nebler aktiviert habe. Die Kurven können alle für unterschiedliche Zeiträume dargestellt oder gedruckt werden, z.B. Stunden,- Tages,- Wochen,- Monats oder Jahresdarstellungen. Natürlich kann man sich auch die Min. und Max. - Werte oder Durchschnittwerte anzeigen lassen, außerdem Berechnungen des Taupunktes usw.
Wichtig zu erwähnen: Der Standort des Senders muß gut gewählt werden, z.B. nicht in die Sonne hängen! Auch die Luftfeuchtigkeitswerte ändern sich enorm, je nachdem wie hoch der Sender über dem feuchten Torf und Moos hängt.

Insgesamt bin ich der Meinung, wer sich eine Datenaufzeichnung leisten will, wäre mit dem System, gut bedient. Die Funkübertragung funktioniert sehr gut (auch aus dem Betonkeller und auch bei nebligem Wetter von draußen her). Nachteilig zu erwähnen wäre nur, daß die Tastenbedienung am Hauptgerät manchmal schwer geht und dasselbe nicht nur mit Batterien, sondern auch mit Strom betreibbar sein sollte.







Als nächstes werde ich über folgendes Modell berichten:

EXTECH ExChart RH520




Falls nun jemand noch weitere Datenlogger nutzt, wäre es sehr schön wenn ihr mir
hierfür Berichte mit euren Erfahrunge zukommen lassen könntet. So kann dieser
Beitrag immer ergänzt werden.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick in die interessante
Welt der „Überwachung“ geben und hoffe euch vielleicht die Entscheidung für das ein
oder andere Gerät erleichtert zu haben.

Viele Grüße
Ulrich

Edited by Redstav
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Eike Matthias Wacker
Posted

Und wofür genau braucht man jetzt diese Daten?

Posted (edited)

Man "braucht" diese Daten genausowenig, wie man ein Thermometer

"braucht" oder ein Messgerät um den Leitwert des Wassers zu ermitteln :rolleyes:

Darum geht es aber auch nicht primär, sondern es sind technische Mittel

die vorhanden sind und die ich mir erlaubt habe vorzustellen.

Inwiefern man selbst auf solchen Technischen SchnickSchnack zurückgreift,

bleibt jedem selbst überlassen. Dem einen reicht ein Corsa um von Punkt

A nach Punkt B zu kommen, der andere könnte ohne seinen Ferrari nicht

mehr leben.

Viele Grüße

Ulrich

PS: Man könnte auch anders Fragen :) Wozu "braucht" man Carnivoren? :rolleyes:

Edited by Redstav
Posted

Finde die Zusammenfassung super.

Da man ja immer wieder Fragen wie "wie warm / kalt wird es im Winter in meiner Garage / auf meinem Dachboden / in meinem Hausflur?" hört, kommen hier sicherlich einige Lösungen zum Vorschein. Auch wenn man sich wohl fragen müsste, ob man sich ein Gerät für über 50€ besorgen möchte, um die Kulturbedingungen von einer Venusfliegenfalle, einem Fettkraut und einer Schlauchpflanze zu überwachen. Wie du schon richtig geschrieben hast - im Endeffekt bleibt es jedem selber überlassen, welchen Aufwand er betreiben möchte.

Mich würde an dieser Stelle noch interessieren, ob du schon Erfahrungen sammeln konntest, was die Reichweite angeht (vor allem beim Arrex System), also auch in wiefern Wände, Decken usw die Übertragung stören oder vermindern?

Vielen Dank aber schonmal für deine Berichte :thumbsup:

Grüße Nils

Posted

Hallo !

Ein sehr guter Erfahrungsbericht, wie ich finde.

Was mich persönlich noch interssieren würde (könnte ich aber sicher auch beim jeweiligen Anbieter nachlesen...) wäre die Größe der Sensoren/Logger. Damit können potentielle Interessenten besser abschätzen, ob das Gerät auch ins Frühbeet/Terrarium/wo-auch-immer passt.

VG

ThorstenW

Posted (edited)

Was mich persönlich noch interssieren würde (könnte ich aber sicher auch

beim jeweiligen Anbieter nachlesen...) wäre die Größe der Sensoren/Logger.

Vielen Dank für den Hinweis, werde ich gleich nachtragen :)

Edited by Redstav
Posted

Hey cool^^

Naja mir ist das ein wenig zu teuer und obendrein zu langweilig ;)

Ich hab zwar jetzt erst mit meinen Pflänzchen angefangen aber schon einige Sachen vorbereitet um ähnliche Werte zu bekommen.

Ich benutze dafür ein Arduino-board, Fotowiederstand, Temperatursensor, Lüfter und ein Sensor für die Luftfeuchtigkeit.

Geplant ist nun ein kleines Aquarium damit auszustatten und das ganze dann mit dem PC zu überwachen, Daten zu sammeln und auch bei einer Veränderung

der Werte automatisch die entsprechende Maßnahmen einzuleiten wie halt z.b.: bei zu hoher Temperatur die Lüftung stärker zu stellen.

Werde dieses Projekt dokumentieren und auch hier einstellen x)

aber im mom fehlt mir leider noch ein wenig die zeit weil man ja auch noch arbeiten muss.

Posted

Zur Grafik des Voltcraft DL-120TH :

Wurde diese Grafik vom Hersteller vorgegeben?

Der Eintrag des Taupunkts ist nämlich ziemlich willkürlich und ohne Achsenbeschriftung vorgenommen.

Der Taupunkt liegt immer bei 100% relativer Luftfeuchte und wird in Masse / Volumen ausgedrückt.

Hier mein Vorschlag:

Die rechte Achse mit g/m³ beschriften, um Phi_max (also den Taupunkt) und Phi_a (die absolute Luftfeuchte)einzutragen.

Phi_r (relative Luftfeuchte) = Phi_a / Phi_max. D.h.je weiter Phi_a an Phi_max heranreicht, desto höher Phi_r (relative Luftfeuchte).

Auf diese Weise sind dann alle Kurven ordentlich eingetragen.

Christian Janke
Posted

Moin moin,

danke für den Test. Ich selber verwende den Voltcraft DL-120TH zum Loggen meiner Daten. Mit diesem logger konnte ich das erste Mal sehen, wie sich die Temperatur in meinem Hochlandterrarium verhält. Der Logger ist im übrigen auch sehr interessant, wenn man die restliche Technik "steuern" will, da man von der Temperaturkurve Regeln für das Steuern ableiten kann.

Birgit: Die Graphen wurden von der beigelegten Software erstellt. Die Software ist auch dazu in der Lage Textdaten zu schreiben, sodass man die Daten dannach beliebig weiterverarbeiten kann.

Beste Grüße,

Christian.

Posted

Hallo Redstav/Ulrich,

vielen Dank für deinen Bericht, sehr gut gemacht. Wenn du fertig bist, solltest du darüber nachdenken ihn beim Taublatt einzureichen.

Der Themenbereich >Datenlogger< war bis zu deinem Bericht mehr oder weniger meiner Aufmerksamkeit entgangen, obwohl ich mich immer geärgert habe, dass mein Digitalthermometer nur die aktuellen Werte und die Min.-/Max.-temperatur seit der letzten Löschung anzeigen kann.

Für jemanden mit 3-4 Pflanzen, zumal wenn diese zu den einacheren Arten gehören, ist ein Datenlogger sicherlich uninteressant, für Leute mit größeren Sammlungen und anspruchsvolleren Pflanzen finde ich es durchaus interessant. Man braucht solch ein System sicher nicht, man könnte darüber aber eine Menge relevante Daten sammeln und die Kulturbedingungen optimieren.

Posted

Der Eintrag des Taupunkts ist nämlich ziemlich willkürlich und ohne Achsenbeschriftung vorgenommen.

Der Taupunkt liegt immer bei 100% relativer Luftfeuchte und wird in Masse / Volumen ausgedrückt.

Wenn es der Originalposter des Beitrags nicht richtigstellen möchte, was da von Birgit verzapft wurde: Die Taupunktkurve des Voltcraft DL-120TH ist natürlich nicht "ziemlich willkürlich und ohne Achsenbeschriftung vorgenommen" worden, sondern entspricht in der Darstellung absolut dem gängigen Standard. Der "Taupunkt" bzw. die "Taupunkttemperatur" ist eine Temperaturangabe, daher gilt für den Taupunkt dieselbe Temperaturskala wie für die gemessene Lufttemperatur.

Der Taupunkt wird nämlich mitnichten "in Masse / Volumen ausgedrückt", sondern stellt zu einem gegebenen Luftvolumen mit gegebener Luftfeuchtigkeit genau diejenige Temperatur dar, auf die man die Luft abkühlen kann, bis Kondensation einsetzt (100% Luftfeuchte durch Abkühlung erreicht ist).

Posted (edited)

Hallo zusammen,

sehr schöne und interessante Berichte, vielen Dank. Nun möchte ich auch gerne meinen Senf dazugeben, da ich auch schon lange Zeit einen sog. Klimalogger benutze. Zuerst möchte ich anmerken, daß ich mir die Geräte nicht extra für die Fleischies zugelegt habe, sondern seinerzeit für unsere Landschildkröten angeschafft habe. Leider sind die nun alle gestorben (Herpes-Virus) und ich benutze nun die Meßgeräte halt für meine Pflanzen.

Also, mein Set besteht aus:

  • 1 x Klimalogger von TFA (Dostmann) als Hauptgerät (batteriebetrieben, hängt im Wohnzimmer, ich kann also alle Daten jederzeit gemütlich kontrollieren)
  • 4 x Sender mit Funk (theoretisch gehen aber bis zu 5 Sender, batteriebetrieben)

  • Software WsWin von Werner Krenn zur Auswertung und grafischen Darstellung am PC

Also, das Hauptgerät zeichnet automatisch seine eigenen Meßdaten (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) und zusätzlich alle Daten der Funksender auf (Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit, je nachdem, welche Sender man benutzt). Die Zeitintervalle sind einstellbar von 1 min bis zu 24 h.
post-2957-0-88223000-1322399555_thumb.jp
Bild 1: Hauptgerät
Dabei kann das Gerät bis zu 3000 Datensätze speichern. Die Funk-Sender können einzeln kalibriert werden und haben jedes ein eigenes Display:
post-2957-0-26164800-1322399607_thumb.jp

Bild 2: Sender im Terrarium (links, das weiße Dingelings)
Es ist möglich, Alarmwerte einzustellen, z.B. bei zu hoher Temperatur im Terrarium gibts Alarm am Hauptgerät (habe ich glücklicherweise noch nicht gehört!). Beim Kauf des Klimaloggers ist eine Software dabei, die einem ermöglicht, die Daten via RS-232-Kabel an eine serielle COM-Schnittstelle des Computers zu übertragen. (Cave: die Schnittstelle muß evtl. erst eingebaut werden, viele neuere Computer haben ja nur noch USB). Diese Daten können dann aber leider nur tabellarisch exportiert und dargestellt werden bzw. als Textfileformat mit z.B. Excel weiter bearbeitet werden.
post-2957-0-44222100-1322399710_thumb.jp

Bild 3: Daten als Tabelle
Damit war ich natürlich nicht zufrieden und ich habe mir damals noch ein Programm gekauft, mit dem ich die Daten super grafisch darstellen kann, nämlich WsWin von Werner Krenn. Theoretisch ist es möglich, das Hauptgerät ständig am PC angeschlossen zu lassen und das WsWin-Programm liest ständig automatisch die Daten ein (natürlich auch nur dann, wenn der Computer an ist). Diese aktuellen Daten könnten dann z.B. auch auf einer Hompage integriert werden. Ich mache es so, daß ich in regelmäßigen Abständen die Daten „von Hand“ auf den Computer einspiele.
Meiner Meinung nach ist es schon interessant, die Daten als Kurve zu sehen, auf folgendem Bild sind alle meine Daten der KW 46 dargestellt.
post-2957-0-20373900-1322399800_thumb.jp

Bild 4: Grafik aller Daten
Ich speichere die Daten alle 30 min:
  • Temperatur und Feuchte Wohnzimmer

  • Temperatur und Feuchte Terrarium (steht im Wohnzimmer)
  • Temperatur und Feuchte draußen (= "Schuppen", Temperaturen des Moorbeets)

  • Temperatur Keller (Überwinterung der Moorkübel)
  • Temperatur Zimmer oben (Knollendrosera)

Die gestrichelten Linien sind immer die Luftfeuchtigkeitskurven.

Man sieht z.B. sehr schön, daß die Temperatur im Terrarium fast identisch mit der Wohnzimmertemperatur ist, man also über die Wohnzimmertemperatur die Temperatur im Terrarium steuern könnte.

Nun kann man natürlich rumspielen und sich verschieden Kurven anzeigen lassen um die Daten zu vergleichen, hier mal nur die Daten vom Terrarium:

post-2957-0-02919200-1322399875_thumb.jp

Bild 5: Grafik vom Terrarium

Sehr schön sieht man, wie die Temperatur nachts sinkt und daher auch die Luftfeuchtigkeit steigt. Außerdem kann man anhand der Luftfeuchtigkeitskurve erkennen, wie ich tagsüber gesprüht oder den Nebler aktiviert habe. Die Kurven können alle für unterschiedliche Zeiträume dargestellt oder gedruckt werden, z.B. Stunden,- Tages,- Wochen,- Monats oder Jahresdarstellungen. Natürlich kann man sich auch die Min. und Max. - Werte oder Durchschnittwerte anzeigen lassen, außerdem Berechnungen des Taupunktes usw.

Wichtig zu erwähnen: Der Standort des Senders muß gut gewählt werden, z.B. nicht in die Sonne hängen! Auch die Luftfeuchtigkeitswerte ändern sich enorm, je nachdem wie hoch der Sender über dem feuchten Torf und Moos hängt.

Insgesamt bin ich der Meinung, wer sich eine Datenaufzeichnung leisten will, wäre mit dem System, gut bedient. Die Funkübertragung funktioniert sehr gut (auch aus dem Betonkeller und auch bei nebligem Wetter von draußen her). Nachteilig zu erwähnen wäre nur, daß die Tastenbedienung am Hauptgerät manchmal schwer geht und dasselbe nicht nur mit Batterien, sondern auch mit Strom betreibbar sein sollte.

Edited by Philipp H.
Posted

Der "Taupunkt" bzw. die "Taupunkttemperatur" ist eine Temperaturangabe, daher gilt für den Taupunkt dieselbe Temperaturskala wie für die gemessene Lufttemperatur.

OK, ich habe nochmal recherchiert. Es ist richtig, was Jusch sagt. Bei uns an der Uni allerdings handhaben wir den Begriff Taupunkt als Synonym für Phi_max, siehe Diagramm.

post-2696-0-57463700-1322402976_thumb.jp

Posted (edited)

Hallo zusammen,

entschuldigung erst einmal, dass ich mich so spät erst wieder einschalte.

@ Marcel86

das mag vielleicht sein, jedoch sind diese Datenlogger ja auch für Leute

geeignet, die Gärten haben in denen kein Stromanschluß für den PC, etc.

vorhanden ist. Allerdings muss ich dir auch vollkommen Recht geben was

die Möglichkeiten mit einer ordentlichen Stromversorgung betrifft. Hier

sind einem dann schlichtweg auch was eine Steuerung betrifft kaum Grenzen

gesetzt.

Ich denke ich spreche auch für alle hier im Forum, dass wir uns sehr freuen

würden, wenn du über dein Projekt dann auch ausführlich berichtest :thumbsup:

@ Jusch,

Ich dachte Christian Janke hätte das schon richtig gestellt

Die Graphen wurden von der beigelegten Software erstellt. Die Software

ist auch dazu in der Lage Textdaten zu schreiben, sodass man die Daten

dannach beliebig weiterverarbeiten kann.

Vielen Dank an dieser Stelle jedoch auch für die ausführliche

Richtigstellung deinerseits. :thumbsup:

Was den Taupunkt betrifft muss ich zugeben, dass mich Birgit mit den Phi_r,

Phi_a, Phi_max, etc. erst einmal ordentlich verwirrt hat. Da ich bis zu jenem

Zeitpunkt von der Richtigkeit der Darstellung in der Software des Herstellers

ausgegangen bin und mich zu dem Thema "Taupunkt" auch erst einmal längere

Zeit einlesen musste.

Zugegeben, hätte ich jetzt meine Antwort aber nicht in einem so kurzen

Absatz so verständlich rübergebracht. Also vielen Dank nochmals an

dieser Stelle.

@ Phillip H.

Ein Klasse Bericht, vielen Herzlichen Dank an dieser Stelle auch in deine

Richtung. (PN folgt)

und auch an alle anderen vielen Dank für das rege Interesse an diesem Beitrag

Viele Grüße

Ulrich

Edited by Redstav

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