Guest Vague Posted November 13, 2011 Posted November 13, 2011 Hallo an alle, ich bin zur Zeit in der 12. Klasse, und möchte gerne eine Facharbeit schreiben. Die Facharbeit soll über die Reizaufnahme/ Reizweiterleitung bei der Venusfliegenfalle gehen. Allerdings bräuchte ich noch einen Versuch, den ich dazu machen kann, und hier liegt mein Problem. Ich weiss nicht so recht, was man dazu machen könnte. Eine Idee wäre es vllt. zu vergleichen, wie lange die Fallen brauchen vom Reiz bis zum wieder Öffnen, wenn einmal eine lebende Fliege in die Falle getan wird, einmal mit einer Nadel etc. gereizt wird. Wenn jemandem etwas besseres einfällt wäre ich sehr dankbar. Lg Tobias
Feldenberg Posted November 13, 2011 Posted November 13, 2011 (edited) Hi Tobias, das Setting klingt schonmal nicht schlecht, nur könntest Du den Versuchsaufbau ggf. noch dahingehend verändern, daß man auch die Einwirkung externer Faktoren auf die Reizleitung untersuchen kann: Was passiert wenn man zwei etwa gleich große und gleich gesunde Pflanzen unter unterschiedlichen Bedingungen (Licht, Wärme, Luftfeuchte) diesem Test unterzieht? Die Jahreszeit ist aktuell zwar nicht gerade dazu angetan (meine Dionaea sind z.B. schon in Winterruhe und reagieren nur noch seeehr laaangsam auf überhaupt etwas ) aber mit Kustlicht usw. kann man sicher experimentieren. Problematisch erscheint mir eine gute Lösung fürs Stoppen der Reaktionszeit zu finden. Machst Du da was mit Lichtschranke o.ä? Ich hab kürzlich bei McPherson eine gute Einführung zum Forschungsstand bzgl. Reizweiterleitung bei Dionaea gelesen; diese soll auf molekularer Ebene quasi strukturell identisch wie beim Nerv-Muskel-System der Tiere erfolgen, nur in umgekehrter Kausalfolge: Nicht ein Nervenimpuls wird in mechanische Bewegung / Kontraktion gewandelt, sondern mechanische Bewegung (Impuls auf Sinneshaar/Bereitschaftspotential) wird in einen 'Nervenimpuls' umgesetzt. Wie die Umsetzung in diese plötzliche Schließbewegung im Detail abläuft scheint noch nicht ganz klar. Simon Poppinga (Uni Freiburg) forscht aber zu solchen Themen und hat kürzlich erst zum Vergleich der Schließbewegung bei der Wasserfalle und VFF einen schönen Artikel verlinkt. Vielleicht kontaktierst Du Simon per PN direkt? Er hat sicherlich eine gute Idee dazu. viele Grüße und gutes Gelingen Feldi Edited November 13, 2011 by Feldenberg
Michael. Posted November 13, 2011 Posted November 13, 2011 Hi, wieviel Zeit hast du denn überhaupt für die Anfertigung der ganzen Facharbeit? Einen Versuch mit unterschiedlichen abiotischen Faktoren und mögliche Auswirkungen auf die Fanggeschwindigkeit halte ich für viel zu aufwendig und zeitintensiv. Musst du denn unbedingt einen Versuch bzw. ein Experiment miteinbringen? Und wie lang soll die Arbeit hinterher sein, also wieviel Seiten maximal/minimal. Fachliteratur kannst du z.B. hier finden: http://scholar.google.de/scholar?q=dionaea&hl=de&btnG=Suche&lr= Schau dir mal ein paar der Papers an, vielleicht findest du dann ein paar kleinere Experimente, die möglich wären. Gruß
Sarah Müller Posted November 13, 2011 Posted November 13, 2011 Hallo, ich denke auch, wenn Du wirklich Versuche machen wolltest, wäre es wichtig, mehrere identische Individuen zu haben, um individuelle Unterschiede auszuschließen. Heißt: D müsstest über z.B. Blattstecklinge mehrere genetisch gleiche Individuen unter den exakt gleichen abiotischen Faktoren aufziehen, um belastbare Ergebnisse zu bekommen. Hast Du dafür nicht genug Zeit, dann ab mit all diesen Dingen in die Fehlerbetrachtung! Allerdings denke ich nicht, dass Deine Arbeit auf solch einem Niveau stattfindet?! Also unsere Facharbeiten in der Schule gingen immer in die Richtung umfassende Literaturrecherche mit einigen einfachen, eigenen Experimenten und ziemlich kritischer (ebenfalls recht umfassender) Fehlerbetrachtung... Gruß, Sarah.
Guest Vague Posted November 14, 2011 Posted November 14, 2011 Hallo, danke für die guten Antworten. Leider habe ich nur ein Exemplar der Dionaea. Für die Arbeit habe ich 12 Wochen Zeit, und sie soll auch ca. 12 Seiten lang sein. @Feldenberg Eine Lichtschranke habe ich nicht, so professionell soll das Ganze gar nicht ablaufen. Ich dachte daran, in regelmäßigen Zeitabständen nach der Falle zu gucken, und mir dann zu notieren, was man beobachten kann. Es soll etwa so sein, wie Sarah Müller es beschrieben hat. Lieber ein einfacher guter Versuch und sich dann dazu Gedanken machen. Ein Versuch muss in der Arbeit unbedingt enthalten sein. lg Tobias
Recommended Posts
Create an account or sign in to comment
You need to be a member in order to leave a comment
Create an account
Sign up for a new account in our community. It's easy!
Register a new accountSign in
Already have an account? Sign in here.
Sign In Now