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HILFE! Miranda in katastrophalen Zustand


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Hallo an alle

Habe heute Abend eine grosse N. miranda von meiner Chefin übernommen, habe sie überredet, sie mir zu geben, bevor sie völlig futsch ist. Allerdings bin ich über den Zustand doch erschrocken!

Die Pflanze wurde ihr im August in bestem Zustand geschenkt, seit ca einem Monat kränkelt sie mehr und mehr. Was ich weiss, ist dass sie eher zu trocken und auch eher zu dunkel gehalten wurde, zeitweise stand sie wohl im Badezimmer. Sie wurde manchmal besprüht.

Die Blätter sehen vertrocknet aus, allerdings fühlen sich die meisten gummig und schlaff an, also richtig "schlabberig". Wie man auf den untenstehenden Bilder sieht, sind auch die neuest Blätter schlaff. Sie hat Ableger, die ebenfalls in diesem Zustand sind. Auffallen tun auch die grösseren und kleineren grauen Flecken auf vielen Blätter.

Wie die Wurzeln aussehen weiss ich noch nicht, werde sie wohl morgen erstmal umtopfen. Schädlinge kann ich von blossem Auge keine erkennen.

Ich will die Pflanze unbedingt retten, aber ist das überhaupt noch möglich?! Und vorallem, was ist los mit ihr, warum diese schlaffen, gummigen Blätter? Was soll ich mit ihr machen?

dsc02665rn.jpg

dsc02669uo.jpg

dsc02670ns.jpg

dsc02671v.jpg

dsc02672o.jpg

Wäre enorm froh, eine mögliche Diagnose und Behandlungsplan zu bekommen.

Ausserdem ebenfalls wichtig, kann ich sie, mit etwas Abstand, trotzdem zu den anderen Pflanzen hängen? Oder besteht Ansteckungsgefahr?

Besorgte Grüsse,

Janine

Posted (edited)

Also ich mit meinem Laienblick würde mal behaupten, dass die Pflanze Wasser braucht.

Sowas ähnliches hatte ich glaube ich mal bei ner N. albomarginata, und die hat sich danach auch erholt. Zumindest wird sie sicher aus dem Boden neu austreiben.

Da gebe ich aber keine Garantie drauf.

Ich hoffe mal, dass sich die besagte Chefin beruflich nicht mit Pflanzen beschäftigt. : P

Schönen Gruß und gute Besserung für die arme Nep. : o

Edited by christian135
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Nee, ich glaube Wasser ist es eben nicht. Sie wurde zwar schon etwas zu trocken gehalten, also Substrat dürfte zwischendurch auch mal kurz ausgetrocknet sein. Aber sie wurde schon gegossen und ich habe es ihr am Montag schon gesagt, dass die Pflanze es gerne feucht mag, da hat sie ihr dann auch mehr Wasser gegeben, Erde ist jetzt feucht.

Zudem fühlen sich die Blätter iwi einfach zu weich und gummig an, das einzig passende Wort dazu ist "schlabberig" (gibts das Wort auf "Hochdeutsch" überhaupt?).

Für mich sieht es auch aus, als ob sie nen Pilz hätte, oder täusche ich mich da?

Meine Chefin beschäftig sich beruflich mit Tieren und Kinder, allerdings ist ihr ganzes Haus voller Pflanzen, denen es gut geht. Sie mochte die Nep einfach nicht, hat sie auch zugegeben :blink:

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Hi Janine,

also frü mich sieht das eindeutig nach Lichtmangel aus. Vielleicht hat sie auch irgend eine Krankheit oder einen Pilz, aber das kann auch von zu wenig Licht ausgelöst werden, wenn sie geschwächt ist.

Ich würde versuchen sie so sonnig wie möglich zu stellen, dann sollte sie wieder kommen.

Gruß, Loui

Posted

Nee, ich glaube Wasser ist es eben nicht. Sie wurde zwar schon etwas zu trocken gehalten, also Substrat dürfte zwischendurch auch mal kurz ausgetrocknet sein. Aber sie wurde schon gegossen und ich habe es ihr am Montag schon gesagt, dass die Pflanze es gerne feucht mag, da hat sie ihr dann auch mehr Wasser gegeben, Erde ist jetzt feucht.

Zudem fühlen sich die Blätter iwi einfach zu weich und gummig an, das einzig passende Wort dazu ist "schlabberig" (gibts das Wort auf "Hochdeutsch" überhaupt?).

Für mich sieht es auch aus, als ob sie nen Pilz hätte, oder täusche ich mich da?

Meine Chefin beschäftig sich beruflich mit Tieren und Kinder, allerdings ist ihr ganzes Haus voller Pflanzen, denen es gut geht. Sie mochte die Nep einfach nicht, hat sie auch zugegeben :blink:

Mhh... kommt drauf an mit was für ein Wasser sie gegossen wurde...

Die Blätter sind also wabbelig,schlabberig... ich würde sie wahrscheinlich erstmal umtopfen und kräftig gießen.

Dann einen Platz wählen wo erstmal etwas Sonne scheint und dann heißt es nur bangen und abwarten.

Könnte sein, dass die Wurzeln auch verfault sind und deshalb die Pflanze schlaff wird/ist.

Musst mal schauen.

Ich wünsch dir viel,viel Glück! :-)

Gruß Steven

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Hallo,

Wurde die Pflanze mit Regenwasser oder Leitungswasser gegossen?

Wenn du doch weißt das die Pflanze zu trocken und zu dunkel gehalten wurde brauchst du dich doch nicht wundern :blink:

Das liegt meiner Meinung nach eindeutig an schlechten Haltungsbedingungen.

Und so wie die Blätter hängen glaube ich auch an ein Problem mit der Wasserversorgung. Beim umtopfen kannst du die Wurzeln konrollieren.

Allerdings kann es auch Nachteilig sein eine geschwächte Pflanze umzutopfen. Verbesser nun einfach die Faktoren Licht (wichtigster Faktor), Wasser, Luftfeuchtigkeit und gib der Pflanze Zeit sich zu erholen.

Posted

Ich hätte auf einen Kälteschaden getippt. Im Badezimmer bei gekipptem Fenster reicht bei den jetzigen Temperaturen bereits eine kalte Nacht.

Die Monate November/Dezember sind wegen der Tageslänge nicht die beste Jahreszeit, um eine vernachlässigte Pflanze zu retten. Am besten wäre sie mit Kunstlicht zu unterstützen, mit einer Energiesparlampe oder Leuchtstoffröhre, kaltweiss.

a Gruess Jürg

Posted (edited)

Ok, danke schonmal für die ersten Diagnosen und Rettungsideen. Ich lese von euch heraus, dass es wohl an den falschen Haltungsbedingungen liegt und nicht direkt mit einem Pilz/Krankheit zu tun hat.

Habe die Pflanze leider auch erst heute zum erstenmal gesehen, auch wenn ich wusste, dass es ihr nicht gut geht, das war dann doch ein Schock.

Welches Wasser gegossen wurde weiss ich nicht, habe meine Chefin aber, seit sie mir das erste Mal von der Pflanze erzählt hat, mehrmals aufs richtige Wasser hingewiesen.

Im Bad stand sie an einem Fenster, auf Kälteschaden tippe ich aber eher nicht, zumal sie dort wohl nicht lange stand, später dann im Wozi, aber eben leider viel zu weit vom Fenster entfernt.

Leider fürchte ich auch, dass mit den Wurzeln etwas nicht stimmt und sie darum nicht mehr richtig in der Lage ist, Wasser aufzunehmen. Es sind glaub ich zwei Pflanzen, die eine Seite scheint mir kaputter als die andere. Ich werde morgen Spaghnum besorgen und sie umtopfen, auch wenn es für die geschwächte Pflanze nicht ideal ist. Aber ich will die Wurzeln sehen um zu wissen, woran ich bin. Ich schneide jetzt erstmal alles kaputte ab, zusätzlich hänge ich sie ans SW Fenster, falls die Wurzeln noch ok sind, besorg ich auch ne Zusatzbeleuchtung.

Und nochmal meine Frage, die Flecken, ist das Schimmel bez sonst ein Pilz? Ich muss die Pflanze leider ans gleiche Fenster wie die anderen Neps hängen, ich möchte nicht, dass die sich anstecken!

Wem sonst noch was einfällt, ich bin wirklich um jede Idee froh.

Edit: Ich konnte es einfach nicht lassen, ich musste die Pflanze einfach noch schnell aus der Erde ziehen um mir die Wurzeln anzuschauen.

Meiner Meinung sehen die gar nicht wirklich schlecht aus:

dsc02676r.jpg

Trennen hat sich ergeben, die hoffenungslos wabbelig schlabberigen Ableger habe ich abgeschnitten, ebenso die schlimmsten Blätter, die sich wohl nicht regeneriert hätten. Jetzt hängen sie am Fenster, die Wurzeln aus Mangel an ausreichendem Substrat erstmal in nassem Spaghnum eingepackt.

dsc02677bv.jpg

Jetzt kann ich wenigstens etwas ruhiger einschlafen, wo ich weiss, dass die Wurzeln ok sind.

Edited by Janine
Guest Florian_J
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servus,

habe vor kurzem auch so ein "missgeschick" bekommen zum aufpäppeln.

Später habe ich erfahren das sie mit Leitungswasser gegossen wurde.

bei der Pflanze waren auch die Blätter, sowie Kannen, gummiartig und schlapp, so wie du es eben auch beschreibst.

Die Pflanze habe ich dann in volles Tageslicht gehängt und mit Regenwasser gegossen.

An Blättern hat man es direkt angesehen das es "Berauf" geht.

Die Kannen waren aber leider schon hinüber.

  • 4 weeks later...
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Tja, nachdem die "gerettete" miranda nun so aussieht :ak: :

kaputtemiranda.jpg

habe ich mir gestern zum Trost und zum Geburtstag eine neue gekauft. Und ich freu mich so über die, dass ich sie euch nicht vorenthalten will:

canvasi.png

Bei der alten N.miranda habe ich alles probiert. Aber ein Blatt nach dem anderen vertrocknete einfach. Beim kürzen sah ich aber, dass die Stämmchen noch genug Leben haben und nun werde ich sie einfach mal mit SuperThrive giessen, zu verlieren gibt es ja nichts. Wer weiss, vielleicht passiert doch noch ein Wunder. Würde euch den Beweis dann hier wieder zeigen.

Bei der neuen begannen die Kannen leider bereits in der Gärtnerei zu vertrockenen. Die LF dort war aber auch fast gleich null, enorm warm und trocken wars dort. Und aus mir unerklärlichen Gründen war das Substrat aller drei dort angebotenen Nepenthes steinhart und staubtrocken. Hab die Verkäuferin darauf hingewiesen, die meinte nur, sie hätte heute noch keine Zeit zum giessen gehabt. Naja, das war wohl schon mehr als nur einmal keine Zeit gehabt... :mad:

Jetzt muss ich für die grosse nur noch einen guten Platz finden. Eigentlich ist mein Fenster schon gut besetzt. Vor dem nächsten Winter brauch ich unbedingt eine grössere Wohnung, sonst hab ich ein Problem :D

Posted

Hallo Janine,

dann viel Erfolg bei der Wohnungssuche und Spaß mit deiner schönen neuen Liebe! :wub:

Und nachträglich alles Gute zum Geburtstag!

Piesl

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Hallo Janine,

auch von mir alles Gute zum Geburtstag nachträglich. :-)

Äääähh....nach dem Verpflanzen sahen deine beiden alten "Mirandas" so aus wie auf dem zweiten Bild in deinem Post vom 18. November (also mit noch reichlich Laub)? Das Wurzelfleisch der Hauptwurzeln sieht auf dem oberen Bild in Ordnung aus, aber die Wurzeln sind dennoch reichlich lädiert, so dass eine Wasserversorgung reichlich eingeschränkt gewesen ist. Das heißt, du hättest eigentlich die Blätter radikal kürzen müssen und nur die neuesten zwei an der Triebspitze übrig lassen müssen. Ich weiß, so ein Kahlschlag treibt einem noch mehr Tränen in die Augen, wäre aber wohl besser gewesen für die Pflanze, sich zu regenerieren. Jetzt kommt mein Beitrag leider ein bisschen spät, aber ich lese nicht regelmäßig im Forum. Eine so große Nepenthes so zu verpflanzen, dass der Wurzelballen komplett auseinander genommen wird, ist schon ein kritischer Eingriff. Ich lasse den inneren Wurzelballen intakt, wenn ich große Neps verpflanze und erneuere nur das Substrat im Außenbereich. Keine Ahnung, wie lange man das so machen kann. Aber wird der Wurzelballen komplett auseinander genommen, um alles altes Substrat zu entfernen, bleibt einem imho nichts Anderes übrig, als die Pflanzen radikal zu kürzen - also eigentlich sogar auch den Stamm auf eine Höhe von 4 oder 5 cm. Die feinen Wurzeln der Pflanzen brechen eh schnell ab, wenn man verpflanzt. Und so kann eine Nepenthes mit derartig lädiertem Wurzelwerk so viele lange Blätter nicht mehr versorgen und geht dann - so meine Vermutung - aus Stress ein. Kann auch noch andere Gründe haben.

Wenn man noch Blätter an der Pflanze lassen will und nicht kürzen möchte, wenn man verpflanzt - ich mache das auch so -, dann muss man allerdings für einige Wochen die Luftfeuchtigkeit dauerhaft extrem hoch halten. Nach Möglichkeit über 90% rel. Luftfeuchtigkeit. Ist ohne Terrarium fast nicht machbar. Ich habe meine Neps in Terrarien. Im Tieflandbecken steht eine N. neoguineensis mit über einem Meter langen Trieb, welche ich im letzten Frühjahr verpflanzt habe. Am Boden sind 2 80 Watt-Heizkabel verlegt. Die habe ich für etwa 6 Wochen komplett geflutet - also so, dass die Heizkabel gerade eben mit Wasser bedeckt sind -, nachdem ich verpflanzt habe. So erhalte ich eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit. Das bewirkt, dass die Blätter der Pflanzen erheblich weniger Wasser verdunsten und so eben am Leben erhalten werden, wenn die Wurzeln angeschlagen sind.

Ohne Terrarium und ohne sehr hohe Luftfeuchtigkeit bleibt einem nur, die Blätter zu kürzen. Man könnte natürlich eine Plastiktüte über die Pflanze ziehen, um die LF hoch zu halten. Aber bei einer so großen Pflanze, deren Wurzelwerk auseinander genommen wurde, glaube ich dennoch, dass selbst mit Plastiktüte ein Kürzen der Blätter erforderlich gewesen wäre.

Du schreibst, in den Stämmchen ist noch Saft und sie haben noch weißes Pflanzengewebe? Dann könnten sie in der Tat ganz unten an der Basis wieder austreiben. Ich habe meine N. x 'Miranda' auch schon mal radikal zurück geschnitten. Da kommt nach ein paar Monaten immer ein neuer Trieb zum Vorschein.

Ähm...hast du die Substratoberfläche mit Quarzsand bestreut? WARUM? ;) Frage mich gerade, ob das irgendeinen Sinn hat. Ist jetzt vielleicht nicht unbedingt schädlich, außer der Quarzsand enthält Verunreinigungen.

Ich drück dir die Daumen für das "Wunder der Schweiz"! ;)

Viele Grüße

Andreas

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@Piesl: Du brauchst mir noch nicht nachträglich gratulieren- habe erst am Montag Geburtstag ;)

@Andreas: Deinen Beitrag hätte ich wirklich viel früher gebraucht. Genau auf solche Ratschläge hatte ich gehofft.

Aber trotzdem danke für den interessanten Text, nun weiss ich wenigstens, wo ich nächstes Mal nachschlagen kann.

Nach dem verpflanzen ins neue Substrat (was ich auch tat, um die Wurzeln zu beurteilen, trotz der Gefahr, dass es zuviel Stress für die Pflanze ist. War aber ganz vorsichtig) ging das verwelken/vetrocknen leider fröhlich weiter. Ein Blatt nach dem anderen, auch die ganz neuen Triebe, wobei diese sogar am Stamm teils verfaulten. Ich habe sehr viele Blätter abgeschnitten (nach dem Bild vom 18.Nov), wobei fast täglich ein neues weg kam, weil es auch vertrocknet war.

Ja, in den Stämmchen war zumindest noch Saft und weisses Gewebe, nachdem ich sie vor ca 2 Wochen auf den jetzigen Zustand zurück geschnitten hatte. Da ich es mit Kohlepulver "versiegelt" habe, kann ich das jetzt aber nicht mehr beurteilen, ob das noch immer der Fall ist.

Den Quarzsand (ausgewaschen) musste ich drauf streuen, weil die Oberfläche des Substrats (Sphagnum) immer wieder einen Schimmelteppich ansetzte. Was mich auch wunderte, denn die anderen Nepenthes, gleicher Standort, gleiches Substrat, haben dieses Problem gar nicht. Aber das tut hier ja nichts zur Sache. Der Sand tut jedenfalls seinen Dienst, Schimmel bleibt weg.

Heute gibts SuperThrive und dann hoffen wir mal ganz fest auf das "Wunder vom Zürichsee" :D

Was denkst du, könnte dieser Schaden von längerer Bewässerung mit Leitungswasser kommen? Ich hab die Pflanze ja schon gummig/vetrocknet übernommen um sie zu retten, umgetopft wurde sie erstmals von mir, Wurzelschäden durch mechanische Manipulation können vorher eigentlich nicht aufgetreten sein. Die Pflanze wurde allerdings über 3,4 Monate zu dunkel und zu trocken gehalten und wenn gegossen wurde, mit Leitungswasser (auch darum musste sie umgetopft werden). Da sie keine Schädlinge hat und es ja auch keinen Welkepilz bei der Nep gibt, kann ich mir eigentlich nur die falsche Haltung als Grund vorstellen.

Hoffen wir mal.

LG Janine

Posted (edited)

Hallo,

Den Quarzsand (ausgewaschen) musste ich drauf streuen, weil die Oberfläche des Substrats (Sphagnum) immer wieder einen Schimmelteppich ansetzte. Was mich auch wunderte, denn die anderen Nepenthes, gleicher Standort, gleiches Substrat, haben dieses Problem gar nicht. Aber das tut hier ja nichts zur Sache. Der Sand tut jedenfalls seinen Dienst, Schimmel bleibt weg.

Ah, *light bulb*, das überzeugt! :D Schimmel auf Sphagnum habe ich zwar noch nie gehabt, was aber immer gut schimmelt, sind Verunreinigungen in trockenem Neuseeland-Sphagnum. Braune Blätter und Stiele von anderen Pflanzen und so Zeugs. Das ist ärgerlich, ja.

Holzkohlepulver desinfiziert sehr gut Wunden bei Pflanzen. So dass über die Schnittstellen keine pilzlichen Erreger eindringen können.

Was denkst du, könnte dieser Schaden von längerer Bewässerung mit Leitungswasser kommen? Ich hab die Pflanze ja schon gummig/vetrocknet übernommen um sie zu retten, umgetopft wurde sie erstmals von mir, Wurzelschäden durch mechanische Manipulation können vorher eigentlich nicht aufgetreten sein. Die Pflanze wurde allerdings über 3,4 Monate zu dunkel und zu trocken gehalten und wenn gegossen wurde, mit Leitungswasser (auch darum musste sie umgetopft werden). Da sie keine Schädlinge hat und es ja auch keinen Welkepilz bei der Nep gibt, kann ich mir eigentlich nur die falsche Haltung als Grund vorstellen.

Hoffen wir mal.

LG Janine

Ich schätze, dass `ne robuste Nepenthes länger Leitungswasser verträgt als beispielsweise eine Venusfliegenfalle oder ein Sonnentau. Kommt natürlich auf den Salzgehalt und den Kalkgehalt im Wasser an. Ich habe da keine Erfahrungen mit langfristigem Gießen mit Leitungswasser. Ich denke, die Kombination, zu dunkel, zeitweise zu trocken (evtl. wechselweise auch wieder zu nass, wenn gegossen wurde) und ungeeignetes Gießwasser, hat den Zustand der Nepenthes verursacht. Dass das Umtopfen nötig wurde, glaube ich auch. Aber dann eben halt mit Rückschnitt und sehr hoher Luftfeuchtigkeit wie oben beschrieben. (Warum ist da außer mir keiner drauf gekommen?) Na ja, den Rückschnitt hat sie ja jetzt. Und alles Weitere bringt die Zeit. In 8 Wochen oder so - evtl. auch früher - wirst du evtl. schon mehr wissen. :) Ich würde da auch noch nicht ganz die Hoffnung aufgeben.

Liebe Grüße

Andreas

Edited by Latrodectus
Posted
Schimmel auf Sphagnum habe ich zwar noch nie gehabt, was aber immer gut schimmelt, sind Verunreinigungen in trockenem Neuseeland-Sphagnum. Braune Blätter und Stiele von anderen Pflanzen und so Zeugs. Das ist ärgerlich, ja.

Na toll, genau das ist es! Getrocknetes Neuseeland Sphagnum! Hab sonst diese gepressten (Schokoladentafel-grossen) von Trixie gehabt, aber für diese miranda hab ich in der Zoohandlung das getrocknete geholt, weils das andere da nicht gab. Jetzt hab ich noch massig davon, aber kanns ja nicht brauchen, wenn das Zeug schimmelt. Dabei wollt ich irgendwann die neue miranda reinsetzen. Hät ich das mal gewusst...!

Unter dem Quarzsand schimmelt das aber nicht weiter, oder doch? Weil sonst nehm ich sie da sofort wieder raus und setz sie in sauberes Sphagnum, kann für eine geschwächte Pflanze ja nicht förderlich sein, wenn das Substrat auch noch schimmelt.

Kann man das Sphagnum selber nochmal irgendwie behandeln, damit die Schimmelgefahr gebannt ist? Sonst muss ich das weg werfen, was mich in Anbetracht der Menge richtig ärgern würde.

Ich denke, die Kombination, zu dunkel, zeitweise zu trocken (evtl. wechselweise auch wieder zu nass, wenn gegossen wurde) und ungeeignetes Gießwasser, hat den Zustand der Nepenthes verursacht.

Das vermute und hoffe ich auch. Wenns "nur" das ist, besteht ja vielleicht wirklich noch die Chance, dass sie wieder kommt. Ich wär wohl der glücklichste Mensch, wenn da wieder ein Zipfelchen grün raus schauen würde.

Also bitte Daumen drücken :)

Posted

Hallo Janine,

das zu Tafeln gepresste Neuseelandsphagnum ist ja auch getrocknet. Allerdings handelt es dabei um längere, ganze Fasern von Moos. Das ist das Sphagnum, das ich habe. Und auch da sind tote Blätter, Halme, Stiele etc. von anderen Pflanzen drin. Ich mache mir immer die Mühe, mit einer Pinzette diesen Unrat zu entfernen. Der Bodenschimmel ist für die Pflanze meines Erachtens ungefährlich. Aber Schimmel ist natürlich für unsereins nie so angenehm und auch unansehnlich. Du hast dann das gehackte und zu Quadern gepresste Neuseelandsphagnum, nehme ich an.

Schimmel braucht Sauerstoff, um zu gedeihen, wenn ich das richtig sehe - bin leider kein Mykologe! :D Wenn du also da `ne 5 mm hohe Quarzsandschicht drauf streust, dürfte sich kein Schimmel mehr ausbreiten. Die Pflanze jetzt noch mal umzutopfen, würde ich ihr nicht zumuten wollen. ;)

Man kann Schimmel mit Chinosol bekämpfen. Allerdings hilft das immer nur vorübergehend - 5 bis max. 7 Tage, wie ich beobachten konnte. Und ich würde nicht ständig Chinosol auf das Substrat spritzen - wird auf Dauer auch etwas teuer. Was auch noch antiseptisch wirkt, ist natürlich das Holzkohlepulver. Nur das wird beim Gießen natürlich auch wieder ausgeschwemmt. Ich denke, da ist Quarzsand schon die beste Lösung. :thumbsup:

Ich lasse die Substratoberfläche meiner Nepenthes und Heliamphoren regelmäßig abtrocknen, bevor ich nachgieße, daher kann sich Schimmel auch nicht so gut halten. Das Sphagnum selbst schimmelt aber nicht.

Wirklich ärgerlich sind diese schimmelnden Pflanzenrückstände im Sphagnum, wenn man Karnivorensamen auf Sphagnum ausstreut. Der Schimmel kann auf das Saatgut oder die empfindlichen Sämlinge übergreifen. Das wird dann für die Saat gefährlich. Habe da schon Droserasämlinge verloren oder auch Keimlinge aus Brutschuppen. Ventilatoren können da Abhilfe schaffen. Schimmel mag wohl keinen Wind! :D Aber wie gesagt, einer größeren Pflanze kann der Schimmel eigentlich nichts anhaben.

Viele Grüße

Andreas

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