AR1 Posted November 27, 2011 Posted November 27, 2011 Hallo zusammen, der Sommer ist jetzt um, der Torf hat sich genug gesetzt und die Folie ist nachgerutscht. Bei den Bildern erkennt ihr am unteren Ende eine Wasserfläche, dort möchte ich am Rand die Folie bedecken. Bisher möchte ich die Folie mit grünen Böschungsmatten abdecken, aber irgendwie ist es doch suboptimal (da ziemlich künstlich) Habt ihr noch mögliche Ideen? Beim restlichen Beet habe ich einfach die Folie kurz überm Torf abgeschnitten. Vielen Dank schon mal im Vorraus! Adrian
Gordon Shumway Posted November 27, 2011 Posted November 27, 2011 Hallo! Im Baumarkt gibt es solche etwas dickeren Kokosfasermatten zu Frostschutzzwecken für Pflanzen im Garten. Die könntest du über die Ränder der Folie legen, wo sie nach einiger Zeit mit Moos und anderem Grünzeug bewachsen. Könnte mir gut vorstellen, dass man auf der Matte auch direkt Fleischies aussäen könnte! So habe ich das jedenfalls an einem klitzekleinen Bachlauf im Garten meiner Großeltern gemacht und es sieht gar nicht so übel aus. Zumindest um Welten besser als ein Plastikrand ( : Nachteil ist nur, das du durch die Kappillarwirkung der Fasern eine höhere Verdunstung im Beet herbeiführst und vermutlich etwas häufiger Wasser nachfüllen musst... MfG, Gordon
AR1 Posted November 27, 2011 Author Posted November 27, 2011 Hi Alf äh Gordon, danke für die schnelle Antwort! Bei den Kokosfasern habe ich eigentlich bedenken, dass die sich irgendwann zersetzen und abreissen, aber der Vorteil ist natürlich , dass man entweder direkt bepflanzen kann, oder erstmal Spaghnum ansiedeln kann. Das Nachfüllen dürfte kein Problem sein, da das Gartenhaus über das Moorbeet entwässert wird. Nur Momentan macht es bei dem Wetter Probleme. Hoffen wir, dass es jetzt mal bis zum Frost noch ordentlich schüttet. Gruß Adrian
Gordon Shumway Posted November 27, 2011 Posted November 27, 2011 (edited) Ja, mit dem Zersetzen hast du natürlich Recht. Allerdings hält so eine Matte mindestens 3 Jahre. Und wenn auf ihr mal ein ordentlicher Panzer aus Sphagnum und anderen Pflanzen gewachsen ist, reicht vieleicht sogar der aus, um alles zusammenzuhalten. Edited November 27, 2011 by Gordon Shumway
bernhardh Posted November 27, 2011 Posted November 27, 2011 Also ich würde da jetzt nur reines Sphagnum draufpacken ! Sieht natürlich aus und deckt super ab. Und du hast auch noch natürlichen Zuwachs an Sphagnum !
Marcel Heimann Posted November 27, 2011 Posted November 27, 2011 Hallo, Was ist den das dort für eine Begleitpflanze die da aus dem Wasser ragt? Die steht ja komplett unterwasser. Sieht echt top aus. Freu mich schon zu sehen wie sich das Beet entwickelt. LG Marcel
AR1 Posted November 28, 2011 Author Posted November 28, 2011 Hallo zusammen, mein Vater hat noch vom Teichbau einige Meter Böschungsmatten (leider nicht aus Kokos) und welche mit Pflanztaschen übrig. Die werde ich im Frühjahr dann anbringen (Eine Bahnschwelle ist abgerutscht und mß ich erstmal richten) und versuche, ob ich auf den Matten auch Sphagnum ansiedeln kann. In die Pflanztaschen werde ich dann auch Fieberklee und Sumpfcalla einpflanzen. Das sind auch die Pflanzen, die aus dem Wasser rausragen. Die Pflanzenstiele dieser Arten sind mit Luftkämmerchen gefüllt, welche dadurch immer aufschwimmen. Ziel ist es, dass sich zwischen den Stängeln Sphagnum Fuß fassen kann und ich dann einen Schwimmrasen wie in Natura habe. Nach dem ersten Frost sehen die Pflanzen allerdings ein wenig matschig aus. Mal sehen wie es sich weiterentwickelt. Leider wohnen wir an der Spitze vom Ort und der Wind pfeift immer übers Moorbeet, was das Wasser schnell verdunsten läßt. Durch die Ableitung des Wassers vom Gartenhaus ist es aber meistens schnell wieder gefüllt. Mal sehen wie die Pflanzen es vertragen (gerade im Winter dann auch mit dem eisigen Wind). Werde allerdings die Pflanzen im Winter nicht besonders schützen, wenn ihnen das bei mir nicht gefällt, werde ich sie nicht mit "Gewalt" ansiedeln. Gruß Adrian
bernhardh Posted November 28, 2011 Posted November 28, 2011 Die Begleitpflanze(n) am unteren Rand sehen für mich wie Fieberklee und Hechtkraut oder Calla aus. Bestens geeignet für diesen Bereich !
AR1 Posted April 24, 2012 Author Posted April 24, 2012 Hallo zusammen, das Frühjahr ist da. Die abgerutschte Schwelle wurde fixiert, die Teichfolie abgeschnitten und dann die grüne Kuststoffböschungsmatte angebracht. Warum die? Der Wasserstand wechselt ziemlich stark. Hätte ich Sphagnum in eine Kokosmatte gesetzt und das Wasser wäre abgefallen, würde das Moos vertrocknen. Zwar hat die Kokosmatte auch Kapilarwirkung, aber das würde nicht für Sphagnum reichen, welches in der vollen Sonne hängt. Ausserdem ist es schwer ein Sphagnum zu finden, was vollkommene Trockenheit und Überflutung verträgt. So ist es wenigstens ganzjährig grün und ich hoffe es fällt bald nicht mehr so auf. Ich hoffe es gefällt euch trotzdem. Gruß Ari
Nomit Posted April 24, 2012 Posted April 24, 2012 Hallo Ari, mir gefällt die Lösung, die du gefunden hast. Zwar wirken Sphagnum & Co. natürlicher jedoch lässt die Holzumrandung die ganze Anlage moderner erscheinen. Frohes Gelingen und viel Glück weiterhin mit deinen Pflanzen! (null)
Gordon Shumway Posted April 24, 2012 Posted April 24, 2012 (edited) Hallo Ari! Hmmmnjoa, ist natürlich auch ne Lösung, aber grüner wirds alt nicht mehr... Ich glaube immer noch, dass Böschungsmatten mit Pflanztaschen auch bei stark schwankendem Wasserspiegel natürlicher ausgesehen hätten, selbst wenn sie nicht bewachsen wären. Wenn du die Taschen tief genug hängst, sind sie trotzdem immer nass und man könnte ein paar emerse Pflanzen wie Binsen oder Tannenwedel darin pflanzen können, welche den Rand ganz gut kaschiert hätten. Nichtsdestotroz hübsche Anlage, bin richtig neidisch... Finde es immer toll, wenn man so viele, verschiedene Habitate in einem Beet vereinigen kann! Hast du schon winterharte, aquatische Utris eingesetzt? MfG, Gordon Edited April 25, 2012 by Gordon Shumway
AR1 Posted April 25, 2012 Author Posted April 25, 2012 Hi Normit, durch die Bahnschwellen hab ich die Moorbeet-Akzeptanz bei meiner Frau erhalten, ansonsten wäre das ganze Projekt gestorben. Inzwischen finde ich es ganz gut, weil wir am Ortsrand wohnen und das Moorbeet an einer Stelle liegt, die von zwei Seiten vom Feld umgeben ist. So wird der Wind durch die Bahnschwellen wenigstens bodennah ein wenig gebremst und pfeift nicht direkt durchs Moorbeet. Hi Gordon, ich hatte noch Böschungsmatten mit Pflanztaschen liegen, allerdings hatte ich Angst, dass dann das gepflanzte die ganze Wasserfläche einnimmt und dann die Utris verdrängt. Im hinteren Bereich habe ich einen Foliendamm eingeschweißt und den mit einem Holzgestell abgefangen. In dem Bereich stehen die Pflanzen, die es nicht ganz so feucht mögen. Durch die Kapilarwirkung ist es dort immer gleichmäßig feucht. Sollte der erste Bereich nach langen Regenfällen doch mal überlaufen (siehe die oberen Bilder), dann ist im "Trocken"bereich noch ein kleiner Überlauf. Und hier nochmal eine kleine Bestandsliste. Mein Augenmerk liegt auf einheimischen Pflanzen, Sarras und VFF sind zur Deko. karnivor: d. rotundifolia d. anglica d. intermedia p. vulgaris u. bremii u. vulgaris s. flava s. purpurea s. leucophylla s. oreophila d. muscipula nichtkarnivor: Dactylorhiza sphagnicola - Torfmoosknabenkraut Dactylorhiza majalis – Breitblättriges Knabenkraut Epipactis palustris - Sumpf-Stendelwurz Nathecium ossifragum - Moorlilie Lycopodiella inundata – Sumpfbärlapp (schwächelt aber, wäre in Lehm sicher besser aufgehoben) Lycopodium annotinum – Waldbärlapp (auch nichts fürs Moorbeet) Potentilla palustris - Sumpfblutauge Betula nana – Zwergbirke Vaccinium myrtillus – einheimische Heidelbeere Vaccinium oxycoccos – gewöhnliche Moosbeere Eriophorum vaginatum – scheidiges Wollgras Calla palustris – Sumpfcalla Menyanthes trifoliata – Fieberklee Gentiana pneumonanthe – Lungenenzian Andromeda polifolia – Rosmarinheide (leider hab ich ‚Nikko’ falls jemand einheimisches hat, bitte bei mir melden) Erica tetralix – Glockenheide Und natürlich Sphagnum. Gruß Adrian
Piesl Posted April 25, 2012 Posted April 25, 2012 Hallo Adrian, sieht gut aus die Anlage, bleibt noch ... ansonsten wäre das ganze Projekt gestorben. Wen von den beiden meinst du da genau??? Ich würde es dennoch mit grünem Sphagnum probieren, das Zeug ist weit ressistender als geglaubt. Bei mir wächst es sogar aus dem Beet über Steine wie bei dir im Bildhintergrund. Während der heißen Sommermonate überlebt es nur durch gelegentliches Übersprühen, obwohl tagsüber strohtrocken. Wenn du möchtest kannst du von mir Sumpfveilchen haben; wächst immer, vermehrt sich leicht über Samen und Ausläufer und ist ganz nebenbei auch noch gesund (siehe wikipedia). Gruß Piesl
AR1 Posted April 25, 2012 Author Posted April 25, 2012 Ha ha ha Zum Glück hatte ich schon vor der entscheidenen Frage angefangen das Moorbeet zu bauen. Somit hat sie "ja" zu mir UND dem Moorbeet gesagt. Die Sumpfveilchen nehme ich gerne. Ich schicke dir gleich mal auf die PN meine Adresse und du sagst mir, was du dafür bekommst! Gruß Ari
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