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Blattläuse an Nepenthes Sanguinea!?


NepenthoPlant98

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NepenthoPlant98

Hallo,

ich bin zwar erst 13, kultiviere aber schon sehr gerne Karnivoren. Egal. Zum Thema: Meine Nepenthes Sanguinea hat Blattläuse oder so etwas. Sie sind schwarz - weiß gestreift (nein, es sind KEINE Zebras) und fressen mir so kleine widerliche Löcher hinein. Die weißen Eier habe ich erst zwar nur auf Drosera Capensis gesehen, nagen aber nur an meiner Neps. Hab auch noch ein recht deutliches Bild der Löcher. Die fertigen "Läuse" hab ich alle runter gequetscht., deswegen habe ich leider kein Bild machen könen. In der Angst, es könnten wieder welche schlüpfen, bitte ich um Rat.

Der nächste Punkt: die Kelchbildung. Ich hab mein Schätzchen zwar nur auf der Fensterbank gehalten, kein Anstauverfahren, immer schön gesprengt und in den ersten Jahren hat sie noch munter Kelche gemacht. Da hab ich mich aber kaum darum gekümmert. Terrarium hole ich mir jetzt auch bald, aber was hat es mit dem fehlenden Deckel aufsich?? Dann sind da noch die Blätter die so braune Ränder haben.

Das grüne Büschelchen, ist das ein Kindel? HOPE!!!

Ich bitte um Hilfe!!

MfG

Richard

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Sorry, bei Deinen Bildern kann ich leider nicht viel erkennen. Somit ist eine Bestimmung für mich nicht möglich. Allerdings denke ich bei der Beschreibung 'schwarz-weiß gestreift' nicht an Blattläuse, sondern sofort an Thripse. Ein normales Pflanzenschutzmittel, das auch Thripse bekämpft, wär hier meine erste Wahl. Entweder zum Spritzen oder als Zäpfchen fürs Substrat.

Wenn es tatsächlich Thripse sind, auch alle in der Nähe befindlichen Pflanzen mitbehandeln. Diese Viecher können fliegen und befallen daher auch andere Pflanzen im gleichen Raum.

Liebe Grüße

Eve

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Siggi_Hartmeyer

Schwarz-Weiß-gestreift sind Thripse und die mögen leider Nepenthes. Ich habe das Problem vor einigen Jahren mit "Lizetan Combisticks" gut in den Griff bekommen. Die werden einfach ins Substrat gesteckt (Dosierung wie angegeben) und helfen recht schnell und gründlich. Der Vorteil ist, dass man nichts im Raum versprühen muss und die enthaltene Düngermenge wird auch von Nepenthes sehr gut vertragen.

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christian klein

Hi

Deine Pflanze hat eindeutig einen ehemaligen starken Spinnmilbenbefall (Rote Spinne), ziemlich sicher keine Thripse.

Ehemalig deswegen,weil die oberen Blätter sauber sind .Ich weiss nicht ob eine chemische Bekämpfung hier noch sinnvoll ist.

Für mich sieht es so aus als ob der Befall grösstenteils ausgestanden wäre .

Ich würde die braunen Blätter abschneiden und die anderen mit Spüli abwaschen .

Dann die Luftfeuchte erhöhen , das hilft gegen Neubefall und dann klappt#s auch mit den Kannen

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Christian,

kauf dich eine Brille! ;) (Nicht bös´gemeint! Wie könnte ich!) Bild Nr. 6 - in der Vergrößerung...ein paar Zentimeter links der Blattspitze, direkt oberhalb der Mittelrippe. Es ist etwas unscharf. Aber das Ding sieht für mich ganz verdächtig nach Thrips aus! :yes: Vielleicht waren auch mal Spinnmilben am Werk. Das kann ich nun wiederum nicht sagen. Und hier noch mal ein Referenzbild für Richard zum Vergleich: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/5/5c/Pampelmusen-Thrips.jpg/300px-Pampelmusen-Thrips.jpg Und auf Bild eins, in der Blattmitte, wiederum oberhalb der Mittelrippe könnte eine Thrips-Nymphe zu sehen sein. Jahaa....ich habe ADLERAUGEN! Frag Thomas C.! :D

Der Tipp mit der erhöhten Luftfeuchtigkeit ist aber nicht schlecht. Terrarium kommt aber in Kürze, wie ich gelesen habe!

Ganz am Rande: Ich bekämpfe Thrips mit Dimethoat. Das gehört aber nicht in die Hände von Kindern.... :whistling:

Viel Erfolg!

Latro D.

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christian klein

Hi Lactro ,

Ich hab nochmal draufgeschaut, also ich sehe nur einen Fleck der sonstwas sein kann, und sicher nicht so ein massives Schadbild erzeugen kann. (natürlich kanns auch ein Thrips sein )

Ich hab mich wohl bei der Beurteilung leichtsinnig auf meine ca. 30 Jährige Erfahrung als Gärtnermeister verlassen ( dabei sind mir auch schonmal Thripse begegnet, nur das Schadbild sieht halt ganz anders aus ....

Nimms bitte nicht persönlich, ich möchte nur helfen

Chris

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Hallo Chris,

beim Schadbild lassen dich deine 30 Jahre Gärtnermeistererfahrung sicher nicht im Stich. Du schriebst ja auch, dass der Spinnmilbenbefall quasi schon "Schnee von gestern" ist. Aber der Richard hat doch diese schwarz-weiß gestreiften Viecher an seiner Pflanze gesehen und es soll sich nicht um Zebras handeln. (Hat `n feinen Humor, der Junge!) Leider hat er ja die meisten, wie er schreibt, bereits vor dem Fototermin eliminiert. :nono: Sollte man natürlich nicht! Erst Fotos machen, dann töten! :D

Also ich denke mir, ein Spinnmilbenbefall lag evtl. vorher vor, wie du schreibst. (Das hätte ich jetzt nicht so erkannt, gebe ich zu meiner Schande zu.) Und nun haben sich kürzlich auch noch Thripse über die arme Nep hergemacht. Ich kenne wohl das Schadbild von Thripsen. Die haben bei mir schon eine Venusfliegenfalle übel zugerichtet, bevor ich dahinter gekommen bin, was da sein Unwesen treibt. An einer Nepenthes hatte ich auch schon mal Thrips. Da kam auch diese silbrig glänzende Blattunterseite zum Vorschein durch die abgestorbenen Epidermiszellen, die sich dann vom darunter liegenden Blattgewebe ablösen und wo dann wohl Luft die Zwischenräume ausfüllt oder wie dieser Effekt zustande kommt. Und die punktartigen Ausscheidungen der Tierchen, die dann locker das Blatt überziehen. Das Alles sehen wir hier noch nicht, da hast du ja völlig recht. Vielleicht habe ich auf den Bildern auch Gespenster gesehen - das ist ja nicht so leicht, wenn die Fotos ein bisschen undeutlich sind. Alles, was irgendwie irgendwelchem Ungeziefer verdächtig ähnlich sieht, versetzt mich in Alarmbereitschaft. Ich schlage mich hier ja ständig mit Plagegeistern aller Art herum. Aber nehmen wir nun an, Richard hat wirklich Thrips auf seiner Pflanze entdeckt, dann sollte er doch besser was aus der chemischen Trickkiste heraus holen, damit wir nicht in ein oder zwei Wochen wirkliche Schadbilder von Thrips zu sehen bekommen. Na ja, das ist nur meine Meinung. Möchte ja auch nur helfen. ;) Hoffe, du nimmst mir meine Witzchen, die ich hier und da einbaue, nicht übel. ;)

Beste Grüße

Latro

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Vll. sollte Richard versuchen Bilder mit besserer Qualität zu liefern bevor hier ein Streit ausbricht. Grundsätzlich würde ich allen Anraten auf Fachmeinungen wir von Siggi Hartmeyer und Christian Klein zu hören. Ich finde es übrigens bemerkenswert, dass Ihr euch für das Forum Zeit nehmt und versucht zu Helfen. Hut ab.

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Streit? :huh: Ich werde mich doch nicht mit Christian Klein streiten! ;) Nachher verkauft er mir nix mehr. Das wäre ja ganz blöd! ;)

Tja, aber die Ratschläge von Siggi und Chris widersprechen sich! Und nun? Es stimmt natürlich, dass Christian Klein in der Regel mit seiner Diagnose richtig liegt. Bei Siggi würde ich das Gleiche vermuten. Aber ein Anfänger bin ich mittlerweile, denke ich mal, auch nicht mehr! Kultiviere seit 1996 Karnivoren und habe seit dem auch schon so einiges gesehen. Diese winzigen, aber nichtsdestotrotz recht destruktiven Schädlinge bekommt man nicht so leicht wirklich gut auf´s Foto. Blattläuse und Schildläuse sind ja wegen ihrer Größe noch einigermaßen gut abbildbar, aber Thrips, Spinnmilben oder Weichhautmilben...da braucht man aber `ne verdammt gute Kameraausrüstung.

:-)

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Siggi_Hartmeyer

Christians Kompetenz ist und bleibt unbestritten und das Schadbild spricht tatsächlich nicht für Thripsbefall. Hier handelt es sich wohl eher um eine Art Suchspiel. Also ich sehe auf dem letzten Bild, oberhalb der Mittelrippe des Blattes ein kleines längliches und gestreiftes Insekt, das ich für einen Thrips halte. Da (noch) kein entsprechendes Schadbild vorhanden ist, wahrscheinlich neu zugewandert ... oder der Thrips entpuppt sich noch als harmloser "Zebrafleck" unbekannter Herkunft.

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christian klein

Hi

na zum Streit wird das Thema hier sicher nicht führen .

Ich denke wir haben alle irgendwo teilweise recht.

Wenn mann einen Schädling findet, denkt man immer erst mal man hat die Lösung des Problems .

Oft hat man aber mit einer Kombination von mehreren Problemen zu tun .

Da braucht man auch eine kombinierte Lösung .

Ich versuchs nochmal, letztendlich möchte ich ja, dass Richard weiss was er tun soll .

Also die Spinnmilben,die das Schaubild erzeugt haben sind Geschichte , Bekämpfung sollte nicht mehr notwendig sein .

Wenn da Thripse sind, würde ich die bei einer Pflanze abwaschen und dann im Auge behalten .

Spritzen ist wohl nicht angesagt, und wenn ,dann ist Dimethoat gut und günstig .

Ich denke auch eine Erhöhung der Luftfeuchte löst hier mehrere Probleme gleichzeitig .

Chris

Ps: Lactro : Ich hab ne hohe Reizschwelle, brauchst also keine Angst haben ;-)i

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NepenthoPlant98

Hallo ihr,

danke schon einmal für die Hilfe. Ein paar Fakten:

Das Terrarium habe ich jetzt. Luftfeuchte ist nich das Thema, allerdings habe ich es gebraucht gekauft und bin jetzt noch um drei Landeinsiedlerkrebse reicher.

An Spinnmilben kann ich mich nicht erinnern, aber Thirpse sind momentan die Übeltäter. Auf jeden Fall. Wenn ihr mir sagt, wovon ich noch einmal genauere Fotos machen soll, mache ich das natürlich sofort. Zu den Chemikalien wie Dimethoat, wo bekommt man das her und wie wirds gemacht mit dem Zeug??

Mit vielen dank und Grüßen

Richard Wuttke

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Nanu, waren da nicht mal sechs Fotos? :huh:

Also, wenn du auf deiner Pflanze noch irgendwo einen ausgewachsenen Thrips (oder mehrere) entdeckst, kannst du noch mal versuchen, davon ein möglichst scharfes Foto hinzubekommen. Aber da die Viecher kaum größer als 1 mm sind, ist das halt nicht so einfach ohne entsprechendem Makroobjektiv für die Kamera.

Landeinsiedlerkrebse - wie süüüß! Davon kannst du auch mal Fotos machen (wenn sie sich gerade mal nicht in ihr Kalkhäuschen verkrochen haben ;) ). :thumbsup: Die kommen dann ins Natur-Forum!

Dimethoat ist der Wirkstoff von Dr. Stähler Danadim Progress Universalinsektizid und auch von Compo Bi58. Flüssigkonzentrat zum Ansetzen einer Spritzbrühe (Dosierung wie unter Zierpflanzen angegeben!) Diese Mittelchen könnte OBI oder Hornbach haben, falls es so etwas in deiner Nähe gibt. Vielleicht auch der Praktiker. Evtl. auch Gartencenter. Der Raiffeisenmarkt hat so etwas auf jeden Fall. Wenn örtliche Geschäfte nicht weiter helfen, kann man diese Präparate auch online bestellen - z. B. hier: http://www.schnecken...CFUQm3god434Qmg Der Wirkstoff ist gesundheitsschädlich beim Einatmen und kann auch über die Haut aufgenommen werden (vom Verschlucken will ich gar nicht erst schreiben ;) ). Daher sollte man beim Einsatz die Pflanze a) nach draußen (windgeschützte, trockene Stelle) stellen und B) Schutzkleidung tragen (Atemmaske und Schutzhandschuhe sowie lange Bekleidung). Ich würde dir empfehlen, dass dein Vater die Pflanze einnebelt. Wenn sie an der frischen Luft wieder abgetrocknet ist, kannst du sie wieder ins Terrarium stellen. Dann allerdings solltest du die Einsiedlerkrebse woanders unterbringen. Der Wirkstoff ist auch für andere Lebewesen giftig. Krebse sind nicht explizit erwähnt, aber Fische und Fischnährtiere sowie Bienen. Ich glaube zwar nicht, dass die Krebse deine Nepenthes anknabbern ;) , aber ich weiß nicht, inwiefern die Ausdünstungen der Pflanze noch für Tiere, die in dem Becken leben, gefährlich werden können.

Oder die behandelte Pflanze darf erst mal für zwei Wochen nicht mehr ins Terrarium, wenn die Krebse da drin bleiben.

Dimethoat wirkt relativ schnell. Lizetan Combistäbchen mit Imidacloprid als Wirkstoff brauchen wahrscheinlich etwas länger, um deine Fransenflügler (wie Thripse im Deutschen auch genannt werden) umzubringen. Dafür sind sie für dich und deine Krebse ungefährlicher. ;)

Viel Erfolg!

Andreas

Noch ein Hinweis: Dimethoat stinkt recht übel! :bad:

Bearbeitet von Latrodectus
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Benedikt Schmitt

hi

habe heute auf meiner ventrata wohl dieselben kleinen viecher gefunden...ich hoffe ihr koennt mir anhand der bilder weiter helfen...

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mehr hat mein macro net hergegeben...

Bearbeitet von Smir
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Hallo Smir,

DAS ist jetzt wirklich eindeutig! Wunderbare Bilder! DAS sind Thripse! Hol dir am Besten so schnell wie möglich Dimethoat (Dr. Stähler Danadim oder Compo Bi58). Und dann die betroffenen Pflanzen tropfnass mit dem Insektizid einsprühen. Dosierung wie bei den Zierpflanzen! Bei mir hat eine einmalige Anwednung gereicht, um anschließend nichts mehr von diesen Viechern zu sehen. Sie sind bisher - Gott sei Dank - auch nicht wieder gekommen! :thumbsu:

Grüßle

Andreas

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Benedikt Schmitt

nochmals Hallo,

vielen dank fuer die schnellen Antworten. Werde mich sofort auf den Weg zum Obi machen und mal nachschauern ob die sowas fuer mich haben. Da oben geschrieben steht das die Misstviecher fliegen koennen, sollte ich die umstehenden Pflanzen, auch die im Gewaechshaus, mit behandeln oder nur falls ich auch dort was entdecken kann?

Auf dem Bild sieht man ein Teil meiner Sammlung, unschwer zu erkennen die Ventrata oben drauf, an der Seite 2 Rebecca Soper und unten das kleine Haeusschen mit Hookeriana, Rebecca Soper, 3 Hybriden und eine kleine Nepenthes jacquelineae. Ich will vor allem die kleinen im Haeusschen nicht unnoetig belasten...

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Bearbeitet von Smir
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Siggi_Hartmeyer

Einsprühen und trocknen lassen sollte man die Pflanze unbedingt im Freien (Dimethoat ist recht giftig) was bei den derzeitigen Temperaturen mit Nepenthes nicht unbedingt empfehlenswert ist. Mit Lizetan Combisticks, die einfach ins Substrat gesteckt werden, bleibt die Raumluft sauber. Die Pflanzen zusätzlich mit Wasser gründlich abspülen, die Sticks wirken dann innerhalb weniger Tage.

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Benedikt Schmitt

War nun unterwegs...beim Obi um die Ecke dort wurde mir gesagt das man Dimethoat nicht einfach so mir nichts dir nichts im Laden kaufen kann, es ist nur in geschlossenen Gewaechshaeusern ab einer gewissen groesse zugelassen und darf an Privatverbraucher, soll heissen Hobbygaertner, nicht verkauft werden...

Da ja aber auch erwaehnt wurde das diese "Lizetan Combisticks" auch funktionieren habe ich eben Lizetan Plus Spray gekauft, da dies der gleiche wirkstoff ohne Duenger ist. Nun wird das ganze getestet und ich werde hoffentlich nicht vergessen euch das Ergebniss zu posten...

MfG und noch einen schoenen Abend

Smir

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War nun unterwegs...beim Obi um die Ecke dort wurde mir gesagt das man Dimethoat nicht einfach so mir nichts dir nichts im Laden kaufen kann, es ist nur in geschlossenen Gewaechshaeusern ab einer gewissen groesse zugelassen und darf an Privatverbraucher, soll heissen Hobbygaertner, nicht verkauft werden...

Waaas? Da macht OBI immer Werbung à la "wie, wo, was, weiß Obi!" und dann erzählen die ihren Kunden so einen Schei*!!! :mad: Ich bekomme in Gartencentern und auch im Raiffeisenmarkt problemlos Dr. Stähler Danadim oder Bi58 in 20 oder 40 ml-Packungen. Größere Verpackungen dürfen an Privatpersonen nicht abgegeben werden. Die Anwednung ist zulässig unter Glas und im Freiland unter Berücksichtigung der Mindestabstände zu Gewässern und Gewässerschutzgebieten. Ich weiß schon, warum ich wegen solcher Mittelchen prinzipiell NICHT zu Baumärkten fahre! ;)

Du hast jetzt also das Aerosol von Lizetan? Schätze, dass du das mehrfach anwenden musst. Aber es soll ja auch gegen Thrips helfen. Ich würde mal sicherheitshalber nach einer Woche das Einsprühen noch mal wiederholen. Und geh nicht zu nah ran an die Pflanze, die Treibgase können auf den Blättern Unterkühlungen auslösen. Die Blätter sind dann am nächsten Tag mit braunen Punkten besprenkelt. Hatte das mal bei einer Heliamphora. Obwohl ich aus den vorgeschriebenen 30 cm Entfernung gesprüht hatte.

Viel Erfolg!

Andreas

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Benedikt Schmitt

hi

ich sag mal so, der nette Mann mir gegenueber hatte auch nicht den kompetentesten Eindruck hinterlassen, wie auch immer, sie haetten es sowieso nicht da gehabt, auch nicht in geringen mengen. Das Aerosol habe ich natuerlich mit genuegend Abstand aufgesprueht, hatte vorher die Hinweise auf der Flasche gelesen. Allerdings stand da auch etwas war dir widerspricht, zwecks nachbehandlung. Es ist ein Hinweiss daruf das man das Mittel nur anwenden soll wenn es wirklich noetig ist, da sich son eine gewisse Resistenz bilden kann, Nachbehandlung nach 10-14 Tagen, allerdings nur 2 mal im Jahr mit diesem Mittel.

Ich werde nun mal eine Woche abwarten, dann die Pflanze ordentlich abduschen und hoffentlich ist es dann ueberstanden.

EDIT: So langsam entwickel ich eine nicht geringe Abneigung gegen die Tierchen...habe jetzt auch noch auf den 2en Rebecca Soper welche entdeckt...die beiden hatte ich am ende der Saison bei Hornbach vor dem sicheren Tot gerettet...dementsprechend sind sie sowieso schon angeschlagen...

Bearbeitet von Smir
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Hallo Smir,

ja, wegen der Resistenzbildung gegen den Wirkstoff darf man das Mittelchen nur recht begrenzt innerhalb eines Zeitraums anwenden. Ich halte mich nicht immer genau an die Hinweise des Herstellers, wobei ich maximal drei Anwendungen in Folge im Jahr vornehme. Leider habe ich bei den "harmloseren" Mittelchen öfter das Pech gehabt, dass eine Anwendung nicht ausgereicht hat. Bei Thrips bin ich gnadenlos und pfeffere Dimethoat drauf. Da reicht eine Anwendung! Lizetan-Spray habe ich nicht mehr, dafür habe ich bis vor Kurzem noch Provado als Pulver zum Ansetzen einer Spritzflüssigkeit gehabt. Ist der selbe Wirkstoff. Da steht, dass ein bestimmungsgemäßer Gebrauch - z. B. gegen hartnäckige Schädlinge wie Schildläuse - evtl. nicht ausreicht; sprich: eine einmalige Anwendung! :mad: Man müsste dann auch noch ein zweites Präparat zur Hand haben oder eben eine Wiederholungsanwendung mit dem selben vornehmen. Ich habe hier im Laufe der Jahre ein ganzes, chemisches Arsenal an Kampfstoffen gegen alle möglichen Plagegeister angesammelt. Compo Axoris (Wirkstoff Thiametoxam - vergleichbar mit Thiacloprid in Calypso), Dr. Stähler Danadim Progress, Kiron und Kanemite gegen Milben aller Art, dazu drei verschiedene Fungizide. Na, eins ist aufgebraucht und nicht mehr erhältlich: Euparen. :-( Aber ich muss sagen, alles in Allem hält es sich in Grenzen, dass ich zu den Mittelchen greifen muss.

Bei mir war es fast immer so, dass sich die Tierchen nur auf eine Pflanze gestürzt haben! Das ist natürlich irgendwo NETT von den Viechern, dass sie mir nicht gleich alles zunichte machen wollen! ;) Leider kann man schlecht einen Achtelliter Anwendungsbrühe ansetzen, der für eine Pflanze reichen würde. So bleibt immer fast die doppelte Menge an Spritzmittel übrig, die dann in Kanistern gelagert und zur Schadstoffsammelstelle gebracht werden muss. Aber man sollte doch alle Pflanzen in der Umgebung der infizierten Pflanze auf Schädlinge absuchen. Wie man bei dir sieht, beschränken sich die Schädlinge nicht immer auf nur eine Lieblingsspeise! :D

Ich drücke dir die Daumen, dass es wirklich mit einer Anwendung getan ist! :thumbsu:

Viele Grüße

Andreas

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  • 3 Wochen später...
NepenthoPlant98

Hallo, da bin ich wieder!

Ich habe es mal mit "Celaflor Schädlingsfrei Careo Combi-Stäbchen" gegen Schildlaus, Blattlaus, Weiße Fliege, Wolllaus, Zikade und THRIPS versucht, (3 oder 4 Stäbchen auf 17cm Topfdurchmesser; Anwendungsdatum leider nicht vermerkt :thumbsd: aber auf jedenfall vor über zwei Wochen). Noch keine sichtbaren Erfolge :ak: .Im Gegenteil, ich habe sogar mehr Thripse und Jungtiere/Eier an einem Blatt gesehen, wie noch nie!!! (Sagen wir mal so 5-6 Stück an einem Blatt (nur an einem Blatt der zum GLück). Verglichen mit "normlerweise" sind das sehr viele. Immer nur 1-2 Stück. Und dann noch die Jungtiere/Eier , mindestens 8. Ich bin grade erst aus dem Urlaub gekommen und hatte keinen Nerv das zu Fotographieren, da ich echt fertig bin :rasp: :sleep: :hocky: .) Jetzt werde ich es mit härterem versuchen.

Gruß Richard

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War nun unterwegs...beim Obi um die Ecke dort wurde mir gesagt das man Dimethoat nicht einfach so mir nichts dir nichts im Laden kaufen kann, es ist nur in geschlossenen Gewaechshaeusern ab einer gewissen groesse zugelassen und darf an Privatverbraucher, soll heissen Hobbygaertner, nicht verkauft werden...

Hehe, da bist Du ja einem schönen Märchenonkel aufgesessen!

War das das Fachpersonal vom Gifttresen mit den Pflanzenschutzmitteln bei OBI?

Oder ist der ahnungslose Onkel so durch den Laden gelaufen und hat Märchen erzählt?

Welche Mittel auch an Privatpersonen frei verkäuflich sind, kannst Du in der Pflanzenschutzmitteldatenbank des Bundes leicht selbst abfragen:

https://portal.bvl.bund.de/psm/jsp/

Gibt mal ein:

Wirkstoff: Dimethoat

HuK/Alle : Haus und Kleingarten

Da kommt eine ellenlange Liste raus, und alle Mittel mit einer Zulassung für "Haus und Kleingarten" sind an Privatpersonen frei verkäuflich. Von Fachpersonal an Kunden, die die Mittel sachgerecht einsetzen möchten.

Natürlich nicht "mir nichts dir nichts im Laden", sondern nur in Läden, die diese Mittel im Laden unter Verschluß aufbewahren: Der Verkauf darf nicht per Selbstbedienung erfolgen, sondern die Ware lagert abgeschlossen in einem Gifttresen und sie darf nur mit fachlicher Beratung von einem Mitarbeiter mit Sachkundenachweis an den Kunden herausgegeben werden.

Und der Kunde darf bei der Beratung nichts falsches erzählen. Wenn Du da in der Fachberatung z.B. vorträgst, daß Du so viele Bienen im Garten hast und Dich das nervige Gebrumm stört und Du Angst hast Deine barfuß auf dem Rasen laufenden Kinder könnten von den auf den Gänseblümchen sitzenden Bienen gestochen werden und Du deshalb mal vorsorglich den Bienen in Deinem Garten den Garaus machen möchtest, dann darf Dir das Fachpersonal kein Mittel dafür verkaufen. Bienen sind keine Schädlinge, sondern Nützlinge.

Aber Deine Berechtigungsnachweise zum Einkauf als Landwirt oder Profi-Gärtner und den eigenen Sachkundenachweis für Pflanzenschutzmittel brauchst Du nur zum Einkauf solcher Mittel vorlegen, die keine Zulassung für "Haus und Kleingarten" nach §18 Pflanzenschutzgesetz haben, wenn Du Schadinsekten bekämpfen möchtest. Alles andere ist frei verkäuflich - am abgeschlossenen Gifttresen von Fachpersonal mit Sachkunde.

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