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Ableger, die keine Wurzeln bilden


Benedikt

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Hi,

ich habe vor ungefähr 1,5 Monaten von den Stämmen meiner Kannenpflanzen (hybride und "black beauty") Ableger abgetrennt. Nun habe ich das Problem, dass diese keine Wurzeln bilden. Ich bin verzweifelt. Was soll ich jetzt machen?:ak:

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Ohne etwas mehr Infos kann dir da keiner weiterhelfen.

Sehen sie noch gesund aus?

Wie sind die Kulturbedingungen im Moment und in welchem Substrat hältst du sie?

Wenn die Ableger nicht anfangen zu verwelken oder sonstwie ungesund aussehen ist noch alles im grünen Bereich.

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Ich hatte das problem auch ... die Stecklinge standen wirklich fast ein halbes Jahr, ohne auch nur gezuckt zu haben. Mach bitte mal ein Foto.

Wenn alles noch grün ist und nichts schlapp wird, ist noch alles okay. Wie viele Blätter waren an dem Steckling? Ich geh jetzt mal von 2-3 Blättern aus.

Halbier sie, damit weniger Wasser verdunstet. Das unterste Blatt schneidest du ganz ab. Dann nimmst du dir ein sehr scharfes Messer und ritzt die Pflanze knapp überhalb der Blattachsen bis maximal zur Hälfte ein - aber nur den Teil, der unter der Erde ist. Das fördert zum einen das Wachstum von Wurzeln als auch das Ausbilden von Seitentrieben.

Welches Substrat hast du und wie feucht ist es? Ich hab alle Kannenpflanzen in totem Sphaghnum-Moos / Blähton (1:1) stehen. Also ein sehr lockeres, aber trotzdem feuchtes Gemisch. Totes Moos kannst du dir in Zoohandlungen kaufen. Da ist es zu je 100g-Ziegeln gepresst und getrocknet. Einfach nur den ganzen Klotz in warmes Wasser legen und innerhalb von Sekunden qillt er auf und du hast so viel Moos, dass du nicht mehr drüber gucken kannst ^^ (ca. 5 L).

Die Stecklinge sollten auch sehr hell stehen (Ost- / Süd- / West-Fenster). Wenn der Topfrand unterhalb der Scheibe aufhört, dann stell ihn etwas höher, damit die Stecklinge mehr Licht bekommen.

Generell kann ich dir aber sagen, dass es bei N. sanuguinea ziemlich lange dauert bis sich die Ableger mal bewegen ... bei mir echt ein halbes Jahr und ich hab ihnen angedroht, dass ich sie in kleine Stücke schneide, wenn sie nicht bald mal wachsen und schwupps hatte ich nen neuen Trieb und die zweite Kanne hatte 10 cm ... Also hab noch 3,5 Monate Gedult ...

Gruß,

Mathias

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Solange nichts verwelkt und noch alles schön knackig grün und gesund ausssieht, würde ich garnichts ändern und schon garnicht an der Pflanze rumschnippeln.

Nepenthes stellen das Wachstum schon mal für ein paar Monate ein, wenn man sie mit Wurzeln umtopft, ein Ableger ohne Wurzel hat es da noch etwas schwerer.

Versuch einfach noch eine Weile Geduld zu haben und widerstehe auch der Versuchung nachzuschauen, ob sich Wurzeln gebildet haben. Dabei kannst du nämlich eine neugebildete Wurzel ganz schnell abreißen.

Bearbeitet von Abaddon
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Ja, genau: bitte nicht immer wieder nachsehen, ob es schon Wurzeln gibt. Das stört nicht nur die Pflanze, sondern kann auch grad gebildete Wurzeln beschädigen oder abreißen. Bei Nepenthes kann es schon mal ein halbes Jahr und länger dauern, bis ein Steckling wurzelt. So lange alles gut und gesund aussieht, einfach abwarten. Eventuell könnte es auch helfen, genau wie bei jedem anderen Pflanzensteckling, den Topf unter gespannter Luft zu halten. Dazu reicht schon eine durchsichtige Kunststofftüte, in die Du ein paar Löcher stichst.

Generell ist die lichtarme Jahreszeit kein besonders guter Zeitpunkt, um Stecklinge zu machen. Ich hätte auf das Frühjahr gewartet, wo's wesentlich heller ist. Im Winter kannst Du der Wurzelbildung mit Zusatzlicht, erhöhter Luftfeuchtigkeit und Wärme nachhelfen.

Liebe Grüße

Eve

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Also erstmal möchte ich mich für die Antworten bedanken. Teilweise bin ich am Wachstum selbst Schuld, da ich immer wieder nachgeschaut habe, ob Wurzeln kommen. Das werde ich nie wieder machen. So eine Dummheit :wallbash:.

Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit wurde durch Standortwechsel erhöht (nun am SÜDfenster).

Bilder:

black beauty:

dscn0416w.jpg

dscn0415a.jpg

hybride:

dscn0417pc.jpg

dscn0418oj.jpg

Bearbeitet von karnivoren_fan
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Hallo,

als erstes müssen sie mal aus dem Dreck raus, in dem sie momentan stehen. Wenn sie normalerweise so rumstehen, ist die RLF viel zu gering, die Stecklinge müssen zum Bewurzeln unter Glas. Außerdem kontrollieren, ob sie in dem derzeitigen Dreck nicht schon an den Schnittstellen faulen, wenn ja, nachschneiden! Eventuell -hier scheiden sich die Meinungen- Bewurzelungshormon auf die Schnittflächen. Ich nehme für die selteneren Species meist eines. Warm halten, viel Licht geben, feucht, aber nicht nass! Dann wurzelt dieses Hybridenzeugs innerhalb von max. 14 d!

Viele Grüße

Stefan

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Dann nimmst du dir ein sehr scharfes Messer und ritzt die Pflanze knapp überhalb der Blattachsen bis maximal zur Hälfte ein - aber nur den Teil, der unter der Erde ist. Das fördert zum einen das Wachstum von Wurzeln als auch das Ausbilden von Seitentrieben.

Hallo Mathias,

da komme ich nicht ganz mit "Blattachsen" - wo genau sind die denn?

"zur Hälfte" - in die Tiefe, zum Stammmittelpunkt oder längs zum anderen austreibenden Blatt?

gibts dafür ne Bedienungsanleitung mit Bildern? =)

Gruß

Dima

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als erstes müssen sie mal aus dem Dreck raus, in dem sie momentan stehen. Wenn sie normalerweise so rumstehen, ist die RLF viel zu gering, die Stecklinge müssen zum Bewurzeln unter Glas. Außerdem kontrollieren, ob sie in dem derzeitigen Dreck nicht schon an den Schnittstellen faulen, wenn ja, nachschneiden! Eventuell -hier scheiden sich die Meinungen- Bewurzelungshormon auf die Schnittflächen. Ich nehme für die selteneren Species meist eines. Warm halten, viel Licht geben, feucht, aber nicht nass! Dann wurzelt dieses Hybridenzeugs innerhalb von max. 14 d!

Da spricht wohl der eine, einzig wahre Profi :bow: Oh, wie hilfreich wäre es gewesen, wenn du deine Weisheit schon zu Beginn dieses Threads über uns ergossen hättest, dann wäre uns die Peinlichkeit unserer unqualifizierten Beiträge erspart geblieben.

Allerdings solltest du eventuell in Betracht ziehen, dass der "Dreck" womöglich das einzig brauchbare dem Fragesteller zur Verfügung stehende Substrat ist, auch wenn lebendes Sphagnum vielleicht eine geeignetere Wahl gewesen wäre.

Der Vorschlag die Pflanzen schon wieder umzutopfen ist absolut ....unhilfreich..., zumal du mit keinem Wort erwähnst, was ein geeigneteres Substrat wäre.

Zudem ist deine Aussage, dass Stecklinge unter Glas müssen, nicht wirklich korrekt. Eine hohe Luftfeuchtigkeit hilft den Stecklingen zu überleben, weil sie logischerweise wenig bis kein Wasser durch das Wurzelsystem aufnehmen und somit die Verdunstung über die Blätter nicht ausgleichen können.

Ein Problem ist das aber nur dann, wenn die Blätter anfangen zu vertrocknen. Tun sie das nicht, ist der Flüssigkeitshaushalt der Pflanze völlig in Ordnung und es besteht keinerlei Notwendigkeit, die RLF künstlich zu erhöhen. Man bedenke dabei, dass es hier um Hybriden geht, die mit normaler Zimmerluft vollkommen zufrieden sind.

Auch muss auf Schimmel nun wirklich nicht mehr kontrolliert werden, denn wenn du die Beiträge aufmerksam gelesen hättest, dann wäre dir klar, dass die Stecklinge schon mehrfach ausgebuddelt wurden um nach Wurzeln zu suchen. Ein schmieriger, gammliger Fleck wäre dabei wohl aufgefallen und der Titel dieses Threads wäre sicherlich ein anderer.

Wenn du dir schon die "Mühe" machst, auf Fragen von Anfängern zu antworten, dann ziehe doch bitte Folgendes in Betracht:

Mit einem hingerotzten Beitrag erreichst du nichts weiter, als den Fragesteller zu verunsichern. Es geht hier nicht um einen Profi, sondern um einen Anfänger. Alleine schon dein Hinweis auf ein Bewurzelungshormon ist angesichts der Umstände völlig lächerlich. Du erklärst gar nichts, aber stellst deine Methode als die einzig wahre Weisheit dar, wie genau soll ein Neuling auf dem Gebiet denn so Erfahrungen sammeln?

Ich gehe schwer davon aus, dass du von Nepenthes 1000mal mehr Ahnung hast als ich, und doch glaube ich, dass dein Beitrag dem Fragesteller am wenigsten weiterhilft.

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Also erstmal finde ich es unhilfreich, dass meine Karnivoren-Erde zu "Dreck" degradiert wird.:ak:

Trotzdem habe ich mir mal so einen 100 Gramm Ziegel Sphagnum Moss bestellt (http://www.amazon.de...25664159&sr=8-1).

Sollte ich dann das Sphagnum noch einmal mit Torf mischen?:dntknw:

PS: Was ich noch frage, da es sich meiner Meinung nicht lohnt ein neues Thema zu eröffnen: Ich habe vor 1,5 Wochen 2 Stecklinge gemacht, von denen einer verwelkt ist. Ist er noch zu retten?

Tut mir Leid, aber ich habe sooo viele Fragen.:sad:

Bearbeitet von karnivoren_fan
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Hallo !

Ich habe meine Stecklinge unten (da, wo sie dann ins Substrat kommen) locker mit ein paar langen Sphagnum"fäden" umwickelt und dann ins Substrat eingegraben, das hat recht gut funtioniert. Du kannst Stecklinge, je nach Topfgröße, auch nur in Sphagnum stecken (anstelle von anderem Substat), bei größeren Töpfen brauchst du aber zuviel davon, da empfehle ich die "Wickelmethode", sie ich oben beschrieben hatte.

Für "einfache" Arten (die nicht reines Sphagnum als Substrat "verlangen")kannst du das Sphagnum auch mit Torf mischen und als Substrat verwenden, wenn das deine Frage war.

Wenn ein Steckling verwelkt ist, ist er vermutlich nicht mehr zu retten, aber du kannst ihn noch eine WEile stehen lassen, mit etwas Glück ist er unter der Substratoberfläche noch am Leben und treib neu aus.

Viel Erfolg

Thorsten W

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Nun, da das Sphagnum verwunderlicherweise früh angekommen ist, bin ich gleich zur Tat geschritten. Ich habe die Ableger und Stecklinge, wie es mir beschrieben wurde, mit Sphagnum-Fäden umwickelt. Jetzt lasse ich sie in Ruhe, halte sie feucht und mit etwas Glück habe ich nächstes Jahr tolle Pflanzen. Außerdem habe ich ein Experiment gemacht, bei dem ich einfach einen Ableger samt Topf in ein luftdich verschlossenes Plastikgefäß gelegt, um herauszufinden welcher schneller wächst.:thumbsup:

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