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Zickende "Rebecca" und gelbe Miranda- was ist los?


Janine B.

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Hallo

Meine N. "Rebecca Soper" macht mir Sorgen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, was ihr nicht passt und warum sie so rumzickt. Möchte euch darum mal Bilder zeigen.

Ich habe die Pflanze seit ca Oktober, da hatte sie Schildläuse. Sie ging in Quarantäne und bekam Ungezieferstäbchen (mit Dünger, allerdings sehr leicht dosiert). Die Läuse verschwanden und ich hängte sie an mein S/SW Fenster. Vermutlich hatte sie es dort etwas zu kühl, da sie nahe am gekippten Fenster hing. Hab sie dann wärmer gehängt, aber sie will trotzdem nicht mehr wachsen. Vorallem die jüngsten Blätter fühlen sich schlaff an und hängen zum Teil, einige, auch ältere, rollen sich nach unten ein. 2-3 der ältesten Blätter haben sich gelb/bräunlich verfärbt. Dieser Zustand ist nun seit Wochen so, unverändert. Sie wächst absolut nicht.

Es sind 2 Pflanzen, die kleinere ist in einem besseren Zustand und wächst wieder ganz langsam. Beide haben je einen Ableger, derjenige der kleineren Pflanze ist kräftiger als der andere. Ungeziefer kann ich nicht entdecken. Sie steht in reinem, toten Spaghnum bei etwa 20°C, RLF zwischen 50 und 70%.

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Kleine Pflanze

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Grosse Pflanze

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Dann noch eine Frage zu meiner N.miranda:

Die Pflanze ist seit Mitte Dez bei mir und hat den Umzug von der Gärtnerei zu mir sehr gut überstanden, sie wächst fleissig weiter. Allerdings haben nun ältere Blätter begonnen, sich von der Blattspitze her stark gelb zu verfärben, bevor die Spitze braun wird und vertrocknet.

So langsam macht mir das Sorgen, was ist da los mit ihr?

Sie wächst unter den gleichen Bedingungen wie oben beschrieben,allerdings wurde sie nicht umgetopft nach dem Kauf, ist also noch im gleichen Substrat. Gegossen wurde sie laut Aussage der Filialleiterin mit dest./Regenwasser, als ich sie kaufte, war die Erde allerdings staubtrocken. Zudem hängtsie nicht direkt am Fenster, sondern ca 30, 40cm entfernt. Auch bei ihr kann ich keine Schädlinge sehen.

009aej.jpg

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Um eure Meinungen, Ideen und Tipps zu diesen beiden Pflanzen wäre ich dankbar. Vorallem an der miranda hänge ich sehr, da möchte ich so früh wie möglich eingreifen könne, falls etwas nicht mit ihr stimmt.

LG Janine

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Nils Schön

Hallo Janine,

nach allem was du schreibst, würde ich behaupten, dass Deine N. "Rebecca Soper" einfach extrem gestresst ist und nun dringend wieder mehr Licht braucht, um sich zu erholen.

Schädlinge, Behandlung gegen Schädlinge, Standortwechsel (mehrmals), evtl leichter Zug am offenen Fenster... da kommt einiges zusammen, was deine Pflanze mitgemacht hat. Dazu dies alles noch in einer Jahreszeit, die ja ohnehin bei den Neps nicht gerade als sonderlich beliebt gilt.

Auch bei Deiner N. miranda würde ich auf Lichtmangel tippen (zusätzlich zum Standortwechsel, den sie im Dezember mitmachen musste), einfach schon daher, weil die Tage momentan einfach einige Stunde zu kurz sind. Auch meine N. miranda verliert über den Winter immer ihre Kannen und dazu noch einige der unteren Blätter, das gelbliche Verfärben der Blätter deutet bei mir in der Regel ein baldiges Absterben des Blattes an. Dabei muss es nicht unbedingt immer das unterste Blatt sein, welches als nächstes abstirbt, die Pflanze hat es da manchmal nicht so mit der Reihenfolge ;)

Meine hängt allerdings direkt am Fenster, auch die 30 - 40 cm weiter im Raum dürfte bei der Lichtintensität schon einen Unterschied machen, diese nimmt mit der Entfernung rapide ab.

Ohne Zusatzbeleuchtung wirst du das wohl in jedem Winter erleben, denn auch das beste Südfester wird die fehlenden Stunden an Tageslicht nicht ausgleichen können.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen

Viele Grüße

Nils

Bearbeitet von Nils Schön
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Hi Janine,

ich habe auch den Eindruck das das Substrat ziemlich trocken aussieht (kann natürlich auf den Bildern auch täuschen).

Dies sollte jedoch immer etwas feucht sein!

Es kann auch sein das ihr der Dünger in den Ungezieferstäbchen zu viel war.

Am besten so nah an das Fenster wie möglich und wenns geht nicht direkt über die Heizung (wenns mit der Heizung nicht anders geht wie es z.B. bei mir der Fall ist dann muss man aufpassen das man immer genug gießt weil viel Wasser verdunstet.) Ansonsten kann man nur abwarten wie sie sich im Frühling entwickeln.

Gruß!

Schubi

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Hallo ihr zwei. Ja, sowas ähnliches hab ich mir irgendwie schon gedacht, zumindest bei der Rebecca. Es war tatsächlich etwas viel, was sie durchmachen musste.

Die Ungezieferstäbchen habe ich ihr MItte Nov. verpasst, die dürften so langsam ihre Wirkung verlieren und somit auch der Dünger. Nepenthes sollen Dünger ja durchaus vertragen können, dennoch stellt sich natürlich die Frage, wie gut eine solche über Wochen währende permanente Düngerversorgung ist. Glaube aber nicht, dass es alleine daran liegt.

Die Pflanze hängt direkt am Fenster, teilweise berührt sie die kalte Fensterscheibe. Die N.ventricosa x alata, die 30cm neben ihr hängt, zeigt allerdings nicht die geringsten Probleme, im Gegenteil, also allzu schlechte Bedingungen kann es dort am kalten Fenster nicht haben. Die Heizung läuft bei mir nie, Temp ist eigentlich aber trotzdem immer so um die 20°C.

Das Substrat war schon noch feucht, gegossen hab ich am Abend nach dem Foto aber doch. Irgendwie hab ich ziemlich Mühe richtig einzuschätzen, wann gegossen werden muss, das Spaghnum ist zwar immer feucht, aber vielleicht müsste es nasser sein. Ersäufen will ich sie aber auch nicht. Denke aber nicht, dass ihre Probleme daher kommen.

Was das Licht betrifft, wie gesagt hängt sie sehr hell S/SW und die Nep nebenan wächst wie verrückt (wobei ich gestehen muss, dass ich irgendwie das Gefühl hab, dass sie leicht vergeilt, bin mir aber nicht sicher. Aber macht nichts, bin sie eh grad am abmoosen). Wenn ihr denkt, dass es der kränkelnden Rebecca helfen könnte, werd ich mich um Zusatzlicht für sie kümmern. Sie soll es ja doch bis in den Frühling hinein schaffen.

Was ihr mir da von der miranda erzählt, gefällt mir nicht wirklich... aber gut, besser als wenns ein Pilz oder sonstwas in der Art wäre. Zu Verfügung stehen hätte ich 2 23W ESL (eine pro Pflanze), ich weiss, nicht die Welt an Zusatzlicht, aber besser als nichts? Und zusammen mit dem Tageslicht sollte das zu verantworten sein, oder?

Leider kann ich sie nicht direkt ans Fenster hängen, dafür ist sie einfach viel zu gross.

Und falls noch mehr Ideen sind, nur her damit.

LG Janine

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Hallo Janine,

labbrige, gewellte Blätter sind gar kein gutes Zeichen. Das deutet (wieder einmal) darauf hin, dass etwas mit den Wurzeln nicht stimmen könnte. Entweder ist dein Substrat einfach nur zu trocken bzw. wird öfter mal zu trocken. Pflanzen dieser Größe mit so langen Blättern saufen schon eine Menge Wasser. Dauerhaft nass schadet jedoch auch. Der Feuchtigkeitsgehalt sollte schon ein wenig schwanken, wenn man gewöhnlich stark gießt, oder man hält das Substrat gleichmäßig feucht, was bei normaler Zimmerkultur ein nicht gerade einfaches Unterfangen ist. Es erfordert ja ein bisschen Fingerspitzengefühl, nicht zu viel und nicht zu wenig zu gießen. Bei mir hat sich das im Laufe der Zeit irgendwie von selbst eingestellt, dass ich weiß, wann ich wie viel gießen muss. Ich hatte allerdings mal ein Problem mit Nepenthes eymae bzw. N. maxima, da meine Pflanze nicht die typische Kannenform einer richtigen N. eymae aufwies. Ich musste die "Eymae" aus dem Terrarium raus schmeißen, weil sie mit 60 cm Durchmesser und 30 cm Stammhöhe einfach zu groß geworden war.

Sie hielt sich aber in offener Zimmerkultur vor dem Fenster recht gut. Bis ich sie verpflanzen musste! Da sind natürlich wieder etliche Wurzeln abgebrochen. Ich hätte der Pflanze eine durchsichtige Plastiktüte überstülpen sollen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen - für die Zeit, in der sie sich erholen musste. Es bestand ferner das Problem, dass die Oberfläche des (toten, langfaserigen Neuseeland-) Sphagnums relativ rasch austrocknete, während sich die Feuchtigkeit in der unteren Hälfte länger hielt. Einmal trockenes Sphagnum bekommt man so schnell nicht wieder feucht. Letztlich habe ich dann wohl doch zu viel gegossen, um die Oberfläche des Sphagnums dauerhaft feucht zu halten! Die Pflanze ist schließlich eingegangen, weil ihre Wurzeln vergammelt sind! :angry:

Seit dem bin ich am Zweifeln, ob Sphagnum als Substratoberfläche bei offener Zimmerkultur wirklich das Wahre ist. Gegenwärtig habe ich keine Nepenthes mehr in offener Zimmerkultur. Man müsste da evtl. noch etwas herum experimentieren - evtl. mit einer dünnen Torfschicht (1,5 cm hoch?) über dem Sphagnum, die verhindert, dass das Sphagnum so schnell oberflächlich abtrocknet. Dann müsste man immer darauf achten, dass die Torfschicht nie austrocknet. Das lässt sich eigentlich nur vernünftig mit einem Drucksprühgerät hinbekommen, mit dem man mit feinem Strahl die Substratoberfläche feucht sprüht, ohne dass so viel Wasser in die tiefere Substratschicht fließt, so dass es tiefer im Substrat dauerhaft zu feucht wird. Letztlich brachte die Sprühmethode bei mir den Durchbruch - zumindest, was ein richtig dosiertes Bewässern anbetrifft. Ich habe heute andere Probleme, Nepenthes erfolgreich zu kultivieren - das sind die expansiven Kosten für eine Kultur nur unter Kunstlicht!!

Du müsstest mal abchecken, wie feucht das Substrat tiefer in dem Topf ist -> Finger hinein bohren ;) , wenn die Oberfläche ausgetrocknet ist. Evtl. geht´s dir ja auch so, dass das Moos oben knochentrocken ist, während es in der unteren Hälfte noch recht feucht ist. Dann hättest du sogar eher überwässert, statt zu wenig zu gießen, wenn du bei trockener Substratoberfläche immer ordentlich nachgewässert hättest. Was die anderen über die Lichtverhältnisse sagen, stimmt natürlich! Meine Neps werden alle zusätzlich künstlich beleuchtet. Im Winter haben wir - vorausgesetzt, die Sonne kommt zwischen den Wolken überhaupt mal zum Vorschein! - 7 - 9 Stunden verwertbares Tageslicht. Der Vergleich mit dem Naturstandort hinkt insofern, als es dort ja auch viel regnet! Aber in den Tropen herrscht das ganze Jahr über eine relativ gleichmäßige Helligkeit. Das Licht ist bei uns im Winter schwächer als im Sommer. Man müsste tropische Pflanzen also im Winter 12 Stunden adäquat beleuchten. Das geht nur mit zusätzlicher Beleuchtung. Dass deine Neps also derzeit so gut wie gar nicht wachsen, wird sicher an der arg reduzierten Tageslänge und Lichtintensität liegen. Bei deiner N. 'Miranda' sehe ich an sich nichts Ungewöhnliches. Ich habe das auch schon erlebt, dass mal ein Blatt weiter oben gelb wird, während welche darunter immer noch total fit sind. Wie gesagt, vom Licht her ist es momentan eine schwierige Zeit für Nepenthes, da können auch mal mehrere, alte Blätter gleichzeitig gelb werden und absterben.

Ich frage mich nur gerade, wie du im Zimmer bis zu 70% rel. Luftfeuchtigkeit hinbekommst? ;) Offenes Fenster, draußen strömender Regen und keine Heizung an - okay, das könnte vorübergehend die LF auch im Zimmer deutlich anheben. 70% Raum-LF ist langfristig gar nicht gesund - fördert das Wachstum von Penicilleum- und Aspergillus-Pilzen (an Wänden, auf Teppichen etc.). :D Okay, ich bin kein Fachmann für Mikropilze, vielleicht sind es nicht gerade Aspergillus- und Penicilleum-Arten. ;)

Bei deiner "Rebecca Soper" ist momentan guter Rat teuer! Das mit der Substratfeuchtigkeit müsste geklärt werden - oben zu trocken, unten zu feucht? Die Pflanzen hast du wahrscheinlich vor nicht allzu langer Zeit erst in das gehackte Sphagnum verpflanzt, nehme ich an. Daher würde ich die lieber nicht wieder aus dem Substrat heraus rupfen. Verschlechtert sich ihr Zustand weiterhin, kann ich dir nur eine sehr unpopuläre Maßnahme empfehlen: Alle unteren Blätter (bis auf die obersten 4 - 5) direkt am Stamm abschneiden! Ich weiß, wie das aussehen wird, ja! ;) Du müsstest dann irgendwie versuchen, eine gleichmäßige Feuchtigkeit des Substrates hinzubekommen - also von der Substratoberfläche bis zum Boden des Topfes. Gut feucht, aber zu keinem Zeitpunkt richtig nass. So müssten sich die Wurzeln wieder erholen können. Ich kann dir die Anschaffung eines Drucksprühgerätes nur empfehlen, mit dem du die Pflanze bewässerst - das macht die Dosierung einfacher, wenngleich das Gießen mühseliger wird. Aus einer Gießkanne lässt sich die Bewässerung nicht so fein dosieren. Wenn sich unten im Untersetzer der Hängeampel nach dem Gießen Wasser ansammelt, würde ich das spätestens nach einer Stunde weg gießen.

Ja und zu guter Letzt: Sphagnum enthält so gut wie keine Nährstoffe! Da kommt man bei solchen Pflanzen wie Nepenthes gar nicht um das Düngen herum! Zumindest, wenn man mit sehr nährstoffarmem Wasser gießt. Ich habe mit Osmocote-Perlen im Substrat gute Erfahrungen gemacht. Andere benutzen Wuxal - da gibt es auch wieder spezielle Kombinationen von Nährstoffen und die Geister scheiden sich, was da das Beste ist! Wenn man düngt, sollten auch die Lichtverhätlnisse entsprechend gut sein, sonst vergeilen die Triebe, wie man das so schön nennt. Wenn man im Winter nur natürliches Licht zur Verfügung hat, sollte man besser nicht düngen! ;) Dann wird das Wachstum halt stark verlangsamt. Ich verfahre nach der "Pi-mal-Daumen"-Methode und da eher nach dem Motto: Weniger ist mehr! Flüssigdünger hat sich bei mir nicht bewährt! Langzeitdünger in Form von Perlen im Substrat dagegen schon. Ich würde unter meinen Bedingungen etwa 7 Perlen gleichmäßig im Substrat verteilt auf eine Pflanze in der Größe und auch bei der Topfgröße geben. Das ist nicht besonders viel! Aber wie gesagt, eine höhere Düngergabe ist nur bei optimalen Lichtverhältnissen zu empfehlen und auch in Abhängigkeit vom verwendeten Gießwasser. Stichwort: Konduktometer! Ermittlung des Leitwerts im Gießwasser....

Ja, das ist jetzt das, was ich zu dem Thema sagen kann. Ich finde eine Ferndignose immer schwierig, daher liste ich im Bedarfsfall alles auf, was mir so in den Sinn kommt. Vielleicht ist ja was Brauchbares dabei. :-)

Viel Erfolg! Andreas

Bearbeitet von Latrodectus
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