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Verlust der Flüssigkeit in den Krügen


Abercrombie

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Abercrombie

Hallo Leute!

Ich habe bisher zu meiner Frage keine passende Antwort im Forum gefunden, darum eröffne ich mal dieses Thema.

Ähnlich wie bei Nepenthes bildet auch der Zwergkrug seine eigene Verdauungsflüssigkeit. Bei Nepenthes kann man laut Magdalena Schaaf (Quelle FAQ: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/22512-13-muss-ich-die-kannenschlauche-meiner-grubenfallen-mit-wasser-fullen/ ) zum Beispiel nach einem Transport die Kannen mit etwas Wasser füllen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass dies nur den Prozess des Absterbens verzögert und durch das Wasser die Verdauungsflüssigkeit nicht ersetzt wird.

Bei Cephalotus bin ich im Bezug auf meine Frage auf ein einziges Thema aus dem Jahr 2004 gestoßen: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/13949-geht-mein-cephi-ein/page__hl__fl%C3%BCssigkeit__fromsearch__1

Nun zu meiner Frage:

Sterben die Krüge bei Verlust der Verdauungsflüssigkeit ab oder ersetzt die Pflanze die Verdauungsflüssigkeit in den Krügen innerhalb weniger Tage von alleine, wie ein nicht mehr angemeldeter User behauptete?

Leider wurde das oben genannte Thema nicht weiter geführt. Und ja, ich hätte die Frage dort auch stellen können, aber ich ziehe es dennoch vor, ein neues Thema mit einem passenden Titel zu eröffnen. Damit wird den Leuten, die die Suchfunktion nutzen, das Auffinden bei gleicher Fragestellung erleichtet. Die Titel der Beiträge lassen leider nicht immer sofort auf den Inhalt der Beiträge schließen.

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Hallo Marcel,

meiner Erfahrung nach sterben die Krüge durch den Verlust der Flüssigkeit nicht ab. Sonst hätten meine Pflanzen nie überlebende Krüge gehabt, denn durch Versand oder Transport im Auto (umkippende Töpfe) bleibt kein Krug gefüllt.

Ob sich die Flüssigkeit regeneriert? Keine Ahnung, die Frage habe ich mir nie gestellt. Probier es einfach aus. Spritze und Nadel gezückt, Flüssigkeit abgesaugt und in regelmäßigen Abständen überprüfen. Dazu würde ich, da die Deckel einen direkten Einblick meist verhindern, ebenfalls wieder eine Spritze mit Nadel verwenden.

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Hallo Marcel,

natürlich sterben die Krüge NICHT ab, denn in ihrer Heimat verdunstet die Flüssigkeit auch.

Sie regenerieren die Flüssigkeit auch wieder, denn in ihrer Heimat müssten die Krüge sonst nach ein Par Tagen nicht mehr zu gebrauchen sein.

Purpurea

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Ich glaube, das mit der Verdunstung kann man nicht so pauschal sagen ;) Wenn die Luftfeuchtigkeit zu stark sinkt, macht der Cephalotus einfach die Schotten dicht ^^

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Bei mir macht der die Deckel dicht wenn die Erde trockener wird.Wenn ich dann Wasser nachkippe gehen die wieder auf.Habe meine auch per Post bekommen vorm Winter und es waren auch alle Krüge nachher ohne Flüssigkeit aber bis jetzt ist noch kein Krug abgestorben.

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Abercrombie

Hallo Leute!

Danke erstmal für die Antworten.

@ Torsten:

Der Versand ist der eigentlich springende Punkt, wo sich bei mir die Frage gestellt hat. Es schließt sich ja geradezu von selbst aus, dass die Krüge ihre Flüssigkeiten drin behalten. Ob ich das ausprobiere, überlege ich mir noch. Die Erkenntnis wäre es jedenfalls wert.

@ purpurea:

Ich muss mich da dem Beitrag von Brathirn anschließen. Warum wird der Zwergkrug eine sicher Energie verbrauchende Maßnahme ergreifen, die Flüssigkeit zu schützen, wenn er sie jederzeit erneut produzieren kann? Ich gehe mal davon aus, dass der Zwergkrug einen ähnlich hohen Energieaufwand beim schließen und öffnen der Deckel hat, wie die Venusfliegenfalle.

@ Mike:

Hast Du die Krüge nach Ankunft untersucht? Die Einsicht in die Krüge ist ja beschränkt. Und wenn Du ganz sicher bist, dass sich nach Erhält keine Flüssigkeit mehr in den Krügen war, könntest Du ja jetzt erneut nachsehen, ob wieder Flüssigkeit drin ist.

Gibt es denn bei Nepenthes einen nachgewiesenen kausalen Zusammenhang zwischen Verlust der Flüssigkeit und Absterben der Kannen oder ist es nur eine Annahme? Denn Nepenthes schützt die Flüssigkeit nicht durch Schließen der Kannen.

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Ja habe nach Ankunft mit der Taschenlampe geleuchtet und nix mehr an Flüssigkeit gesehen.Habe jetzt grad auch nochmal nachgeguckt und es ist immer noch nix drin.Ein Krug der neu gewachsen ist hat Flüssigkeit drin die anderen nicht.

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Guest Karl H.

Hallo

Ich habe mich in der Vergangenheit auch einmal mit der Frage beschäftigt ob sich die Flüssigkeit regeneriert.

Also hab ich mal mit einer Pipette Flüssigkeit abgesaugt ......gewartet...... und siehe da nach 6 Tagen wieder voll.

Allerdings starb der Krug nach 6 maligen wiederhohlen dieses Prozesses ab. :sad: Da habe ich es wohl übertrieben.

Grüße Karl

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Abercrombie

Hallo Mike und Karl (und allen anderen Lesern natürlich auch ein nettes Hallo!),

Ihr habt zwei sehr interessante Beiträge geschrieben. Ich versuche das mal zusammenzufassen (ist natürlich immer noch als Einzelfall anzusehen, da zwei Pflanzen auch mal unterschiedlich reagieren können.

Möglicherweise hat der Verlust der Flüssigkeit nur bedingt etwas mit dem Absterben der Krüge zu tun. Während in den Krügen von Mike bereits seit Monaten keine Flüssigkeit ist, sind die Krüge dennoch am Leben und es hat sich keine neue Flüssigkeit gebildet. Bei Karl hat sich nach dem Abzapfen der Flüssigkeit nach 6 Tagen neue gebildet. Allerdings starb der Krug nach 6 Versuchen ab.

Mein Gedanke im Bezug auf meine Frage sieht jetzt so aus:

Die Krüge sind in der Lage, Flüssigkeiten zu regenerieren, dies aber nur in einem beschränkten Maß. Das Absterben der Krüge hängt nicht direkt mit dem Verlust der Flüssigkeit zusammen. Ich nehme an, dass der Versuch von Karl dem Krug zu viel Energie gekostet hat, innerhalb kürzester Zeit immer wieder neue Flüssigkeite bilden zu müssen und der Krug deshalb abstarb. Denn offensichtlich können Krüge wesentlich längere Zeit ohne Flüssigkeit überleben. Der Versuch von Karl würde auch erklären (können), weshalb der Krug mit Schließen des Deckels die Flüssigkeit schützt, er will so lange wie möglich mit der (bereits produzierten) Flüssigkeit auskommen. Der Beitrag von Mike hingegen lässt mich vermuten, dass die Krüge nur bis zu einem bestimmten Alter in der Lage sind, Flüssigkeit zu produzieren. Und wenn sie altersbedingt keine Flüssigkeit mehr regenerieren können, kostet es ja auch keine Energie - warum sollte der Krug also absterben? Denn (so wie ich gelesen habe) benötigt der Zwergkrug die tierische Beute weitestgehend für die Blüte und die Produktion von Samen. Die Krüge selbst wachsen ja bekanntlich auch in Kultur ohne dass die Pflanze gefüttert wird.

Das sind jetzt nur meine Gedanken dazu...ist also nix verbindliches.

Hat noch jemand irgendwelche Gedanken, Ideen zum Thema???

Edited by Abercrombie
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Ja meine Krüge sind schon älter gewesen und als ich sie bekommen habe ging sie direkt bei mir im Keller zur überwinterung.Sie ist jetzt noch dran Winterblätter zu bilden aber es kommt jetzt auch schon ein neuer Krug.Werde das auf jedenfall weiter beobachten.

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Hallo !

@ Abercrombie:

"Ich muss mich da dem Beitrag von Brathirn anschließen. Warum wird der Zwergkrug eine sicher Energie verbrauchende Maßnahme ergreifen, die Flüssigkeit zu schützen, wenn er sie jederzeit erneut produzieren kann? Ich gehe mal davon aus, dass der Zwergkrug einen ähnlich hohen Energieaufwand beim schließen und öffnen der Deckel hat, wie die Venusfliegenfalle."

Ich würde eher vermuten, dass das Schließen der Krüge wenig bis keine Energie verbraucht, da es einfach über den nachlassenden Zellinnendruck bei Trockenheit geschiet. Die Zellen, die sonst den Deckel "oben halten" (natürlich nicht nur diese) verlieren an Innendruck und dadurch senkt sich der Deckel, das ist in etwa wie das Erschlaffen von zu wenig gegossenen Topfpflanzen, die dann die Blätter hängen lassen. Wenn wieder Wasser geliefert wird (feuchter Boden nach Regen oder giessen) steigt der Druck (Turgor) wieder an und der Deckel öffnet sich wieder (bzw "normale" Topfpflanzen richten sich wieder auf).

Ist nur eine Vermutung von mir, aber wie ich finde eine schlüssige. Ich weiß nicht, obs da schon Studien dazu gibt wie bei den Venusfliegenfallen. Energie verbraucht der Cepahlotus vermutlich für die Produktion der Flüssigkeit, das ist sicherlich richtig.

VG

Thorsten W

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  • 2 months later...

hi leute!

bin ich froh, dass sich noch andere daran den kopf zerbrechen.

grübel auch schon seit einiger zeit über diesem thema. da möchte ich es doch gleich mal um den gedanken an nepenthes erweitern.

die pauschale aussage, dass neues wasser die kannenflüssigkeit nicht ersetzen kann, ist mir etwas zu wenig. hinweise auf beweise durch studien würden mich da eher überzeugen.

mein gedankenansatz ist der, dass die kannenflüssigkeit von nepenthes ja zum grössten teil aus wasser besteht. enzyme und säuren etc. dürften doch dann in bezug auf die masse nur einen sehr geringen teil ausmachen. wenn die pflanze aufgrund von standortänderung (und damit verringerter luftfeuchte) oder sonneneinstrahlung ihren kannen die flüssigkeit selbst entzieht, könnte es doch sein, dass sie lediglich das reine h2o nutzt und der verbleibende rest eine konzentriertere form der verdauungsflüssigkeit darstellt.(?) wenn dem so wäre, müsste die flüssigkeit doch durch neu eingespritzes regenwasser wieder dem ursprünglichen zustand nahekommen.

ausserdem kann ich mir schlecht vorstellen, dass der deckel der kanne einen absoluten regenschutz darstellt. starker regen, möglicherweise noch in verbindung mit wind, wird also auch am naturstandort für wassereintrag in die kanne sorgen. was ja zumindest bei n.bicalcarata (wenn ich das recht verstanden hab) auch noch erwünscht ist.

desweiteren wird eine drüsenzone beschrieben, die verdauungsflüssigkeit produziert. mich interessiert, ob diese zone nur während der entstehung der kanne, oder auch danach aktiv ist. an dieser stelle verlinke ich mal auf einen artikel, der mir den hinweis auf diese zone gab: http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/volltexte/2008/2610/pdf/Dissertation_Bohn_HF.pdf

fakt ist, dass die kannen, die ich mit zusätzlichem wasser versorgt hab, auch danach noch lange zeit beutetiere fingen, ohne durch fäulniss oder schimmel beeinträchtigt zu werden. auch konnte ich beobachten, dass die oberflächenspannung der flüssigkeit (zumindest nach einiger zeit des nachfüllens) ein teilweise sofortiges abtauchen der beute bis auf den kannengrund zuliess. was, meiner meinung nach, erstens in normalem wasser nicht passieren würde (hab ich jedenfalls noch nie beobachten können); und zweitens den schluss zulässt, dass die flüssigkeit wenigstens einige ihrer ursprünglichen funktionen erhalten oder zurückerhalten hat. das hiesse, wenn die kanne während ihres bestehens auch noch enzyme produziert, oder selbige im restwasser ausreichend vorhanden waren, befände sich nach dem auffüllen auf kurz oder lang wieder intakte verdauungsflüssigkeit.

dazu muss ich noch erwähnen, dass die flüssigkeit in einigen kannen trübe wurde, in anderen wiederum klar blieb. offensichtlicher schimmel trat erst dann auf, wenn soviel beute in den kannen war, dass nachfolgende tiere nicht mehr komplett eintauchen konnten, weil die kanne im verdauungsbereich einfach voll war.

der trübheitsgrad der flüssigkeit liess keinen schluss auf probleme für die kannen zu. sie blieben intakt bis zur überfüllung.

an dieser stelle interessiert mich noch, ob die vertrübung bei beutefang normal ist, oder ob die flüssigkeit klar bleiben sollte.

die verlinkung zu derartigen studien würde mich sehr freuen. natürlich bin ich auch sehr gespannt auf eure gedanken und erfahrungen zu diesem thema.

zu wissen glauben, was den pflanzen gut tuen könnte, reicht mir nicht. ich möchte sie verstehen.

lg gruen

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ach mist, jetzt hab ich grad gesehn, dass es dieses thema für nepenthes schon gibt. vllt kanns ja mal jemand verschieben.

lg

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