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Neues Moorbeet - zwei Fragen


Maik Rehse

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Hallo,

meine Frau und ich bauen uns derzeit ein etwas größeres Moorbeet (2,50 m x 2,80 m). Wir haben eine ganze Menge 12 Liter Mörteleimer gekauft und mit einem Schraubenzieher etwa 2-3 mm große Löcher an der Oberseite und an den Seiten hineingestochen. Wir fragen uns aber, ob diese Größe ausreicht damit Wasser hineinläuft, der Torf aber draußen bleibt. Welche Lochgröße habt ihr denn gewählt?

Unser zweites Problem ist, dass wir derzeit nicht genug Regenwasser haben um den Torf ausreichend zu befeuchten. Leider waren die letzten Wochen nicht gerade sehr niederschlagsreich. Denkt ihr es ist möglich den Torf einmalig mit Leitungswasser zu befeuchten? Oder können die Pflanzen die anschließend hineinsollen dadurch schon Schaden nehmen? Leider weiß ich nicht welche Härte unser Wasser hat aber ich glaube nicht, dass es überdurchschnittlich kalkhaltig ist.

Viele Grüße, Maik

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Ist denn eine Drainage zwischen den Eimern?

warum deckst du die Eimer oben nicht mit Vlies ab.damit kein Torf reinkommt?

Ich behaupte ,dann reichen die Löcher ,wenn es genug sind.

Leitungswasser würd ich nicht verwenden.was einmal im Moor ist ,geht so schnell nciht wieder raus.Besonders.weil du nciht weißt ,wie hart dein Wasser ist.

Dest.Wasser geht doch auch...Geht aber natürlich arg ins Geld

Vielleicht hilft dir das ein wenig weiter

Gruss

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Frage: Kann ich enthärtetes Wasser auch verwenden ?

Wir haben nämlich 28,5°dH in unserem Leitungswasser. Darum haben wir eine Enthärtungsanlage die das Wasser theoretisch auf 0°dH runterenthärten könnte. Tatsächlich hab ich sie auf ~7°dH eingestellt.

Könnte man dieses Wasser verwenden ??

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Moin Moin,

warum klebst du nicht den Boden mit Teichfolie ab geht dann doch einfacher der Wasserauffang macht dann die Natur mit der zeit.

Und dein Problem mit dem Wasser, schnapp dir alle deine verschliessbaren Behälter und fahr zum nächsten See und füll die dort auf, nirgends findest du mehr Regenwasser.

mfg

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Frage: Kann ich enthärtetes Wasser auch verwenden ?

Wir haben nämlich 28,5°dH in unserem Leitungswasser. Darum haben wir eine Enthärtungsanlage die das Wasser theoretisch auf 0°dH runterenthärten könnte. Tatsächlich hab ich sie auf ~7°dH eingestellt.

Könnte man dieses Wasser verwenden ??

das kann ICH dir nicht sagen,aber es werden sicher andere anworten..

mit dem Seewasser wäre ich sehr vorsichtig.das sind viele Nährstoffe von anderem Krams enthalten.

Ob das so gut fürs Moor ist bezweifel ich

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Gordon Shumway
Und dein Problem mit dem Wasser, schnapp dir alle deine verschliessbaren Behälter und fahr zum nächsten See und füll die dort auf, nirgends findest du mehr Regenwasser.

Die meisten Seen sind grundwassergespeist, du hast also darin etwa mit der gleichen Härte zu rechnen, wie der des Wassers des örtlichen Trinkwasseranbieters.

Als Faustregel kann man sagen, je höher du wohnst, desto weicher ist dort das Grund- und damit auch das Leitungswasser.

Kann aber auch stark von dieser Faustregel abweichen, wenn euer Untergrund sehr kalkhaltig ist oder viel Landwirtschaft in der Region betrieben wird.

Natürlich sollten Kalk- / Salzeinträge ins Moor vermieden werden, da diese, wie bereits erwähnt, das Moor nicht so ohne weiteres wieder verlassen können (außer z.B. dadurch, dass diese in Biomasse gebunden werden, welche aus dem Moor entfernt wird). Andererseits reagieren viele auch mit übermäßiger Panik auf das Thema Leitungswasser.

Meiner Meinung nach kann man das schon mal machen, so lange es nicht zur Gewohnheit wird und in nicht allzu großen Mengen eingebracht wird. Normalerweise gibts so schnell keine Komplikationen. Mein kleiner 90L-Kübel hat auch schon so manche Kanne Fischteichwasser weggesoffen und den Pflanzen gehts trotzdem noch gut!

Hab eben mal Erfurt earth-gegoogelt und das sieht schon nach eher hartem Grundwasser aus: miitelmäßig hoch und sehr viel Landwirtschaft. Die Idee mit dem destillierten Wasser wäre nicht schlecht. Mit ein paar Kanistern könntest du das Leitungswasser zumindest verdünnen.

Und zur Sache mit den Löchern im Eimer: Mach sie ruhig großzügig und decke, wie bereits erähnt, danach die Eimer mit einem Flies ab. Dafür eignen siche alle möglichen Stoffe. Habe dafür schon Leintücher, Küchenhandtücher und saubere Putzlappen benutzt.

MfG,

Gordon

Edited by Gordon Shumway
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Andreas Wistuba

Frage: Kann ich enthärtetes Wasser auch verwenden ?

Wir haben nämlich 28,5°dH in unserem Leitungswasser. Darum haben wir eine Enthärtungsanlage die das Wasser theoretisch auf 0°dH runterenthärten könnte. Tatsächlich hab ich sie auf ~7°dH eingestellt.

Könnte man dieses Wasser verwenden ??

Würde ich nicht verwenden. Das Wasser ist ziemlich Natrium-reich.

Wie wäre es mit einer kleinen Umkehrosmose-Anlage?

Grüße

Andreas

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Nachtrag,

naja vielleicht hab ich übertrieben mit dem begriff " See" natürlich gibt es mehrere Faktoren zu beachten, ich habe in meiner Nähe mehrere Wasserstellen die deutlich größer sind als nur Teiche, diese sind grade in der Regensaison im Frühling und Herbst gute anlaufstellen um sich einen Vorrat an Giesswasser zu holen, günstiger geht es garnicht. :geek:

mfg

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Thomas Carow

Hallo Maik,

2-3 mm ist schon etwas wenig sollte aber reichen (vor allem wen es mehr sind), das Wasser braucht dann halt etwas länger bis es reinläuft. Außerdem ist ja meist der Boden nicht 'topfeben' so ist auch dort meist ein Spalt vorhanden. Als ideal habe ich Löcher von ca. 8 - 10 mm getestet (8-10 Stück/Eimer).

Jeder Kalkeintrag in das Moorbeet bleibt im Moorbeet!! Der Kalk fördert die Zersetzung des Torfes und reichert sich durch die Verdunstung in den oberen Schichten an.

Ich persönlich würde nicht gleich bei der Anlage des Moores mit Kalkeinträgen loslegen und warten, bis ich Regenwasser habe oder organisieren kann.

Als oberen Grenzwert für gutes und dauerhaftes Gießwasser (eines Moorbeetes) würde ich 2° dh ansehen (besser wäre 0° dh). Leitungswaaser mit diesem Wert ist nur sehr wenigen beschert! Oberflächenwasser hat übrigens meist die gleichen Kalkgehalte wie das Leitungswasser der Region.

> Darum haben wir eine Enthärtungsanlage die das Wasser theoretisch auf 0°dH runterenthärten könnte. Tatsächlich hab ich sie auf ~7°dH eingestellt.

Wenn man das Wasser vor der Verschneideeinrichtung entnimmt hat man 0° dH, ich kenne einige, die damit seit Jahren arbeiten. Der erhöhte Natriumgehalt ist längst nicht so schädlich auf das Moorbiotop wie der Kalkgehlt des Wassers.

Ich drück Dir (und uns) die Daumen dass es bald regnet!

Gruß

Thomas

Edited by Thomas Carow
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Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für die vielen aufschlussreichen Antworten! Ich werde dann wohl am Wochenende die Löcher auf etwa 8 mm erweitern um sicherzugehen. Wenn man bei einer solch großen Anlage am Anfang einen Fehler macht kann man ihn später schließlich nie wieder ausbessern ohne es wieder komplett zu entleeren (immerhin hat das Beet ein Volumen von 3,5 m³)!

Was das Wasser angeht so werde ich wohl doch warten müssen, auch wenn ich es kaum erwarten kann endlich die Pflanzen einzusetzen... Der Torf sollte schon zu Beginn sehr nass sein, denn wenn er doch mal richtig austrocknet gibts Probleme. Aber das kennt ihr ja sicher alle ;)

Ich kann nur hoffen, dass wir nicht wieder so ein trockenes, heißes Frühjahr wie im letzten Jahr bekommen. Da gab´s bei uns im April und Mai so gut wie keinen Niederschlag verbunden mit viel Sonne und Hitze.

Eine Umkehrosmoseanlage habe ich zwar auch aber bis die mal 1000 Liter Wasser produziert hat ist das Jahr um - von den Wasserkosten mal ganz abgesehen...

Bilder des Moorbeetes folgen wenn es fertig ist - also nächstes Jahr :D

Viele Grüße, Maik

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  • 2 weeks later...
bernhardh

Ich hätt auch noch einen Kati/Anionen-Austauscher. Damit mache ich das Wasser für mein Meerwasserquarium.

Das wird dann aber schon gehen ?!

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hi bernhard,

kommt drauf an mit was Du regenerierst. Generell pumpst Du halt andere Ionen rein (Na+ / CL- beispielsweise). Ob das im Sinne des Erfinders ist?

-volker-

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