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Welches Sphagnum eignet sich am besten


Chris Vorreier

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Chris Vorreier

Hi,

Da ich einen Moorkübel besitze habe ich mir mal meinen Kopf über Sphagnum zerbrochen...

Welches ist nun das passenste und optisch ansprechendere???

Ich hab hier eineiges an, ich sag mal...Feld, Wald und Wiesensphagnnum, welches man immer in moorigen Wäldern antrifft oder im heimischen Gartenteich.

Diese wächst allerdings so "bäumchenartig" in die Höhe...

Dann gibt es das häufg angebotene welches so weißlich bis grünlich wirkt...dies ist dann eher Bodendeckend so wie es aussieht....

Gibt es denn ein Sphagnum Moos welches im Moorkübel schön am Boden bleibt und aUch grün bleibt?

MfG

Chris

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Guten Morgen,

bei Spaghnum gibt es doch eine gewaltige Auswahl wie ich feststellen konnte.

Du kannst dir ja mal diese Seite hier ansehen

http://offene-naturf...rhard_Ludwig%29

Rechts an der Seite kannst du über den Namen bei etlichen die Bilder aufrufen.

Mir persönlich gefallen am besten

Sphagnum fuscum

Sphagnum denticulatum var. inundatum

Sphagnum rubellum

Sphagnum subnitens

Sphagnum majus ssp. majus

Sphagnum warnstorfii

Allerdings habe ich leider bisher noch keines der besagten Sorten.

Ich hoffe das hilft dir einigermaßen weiter.

Viele Grüße

Ulrich

Bearbeitet von Redstav
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Thomas Carow

Hallo Chris,

ich bin mir relativ sicher, dass das Moos dass Du meinst kein Sphagnum ist.

Es wächst nur in sauren Wäldern und Hochmooren und nicht auf 'Feld, Wald und Wiesen....'. Es ist geschützt und selten, darf also nicht gesammelt werden.

Man kann vor Ort Sphagnum von den zahlreichen anderen Moosarten dadurch unterscheiden, dass es stark wasserspeichernd ist.

Wenn Du eine Hand voll von dem nassen Moos in die Hand nimmst und presst, fließt wie bei einem Schwamm Wasser hinaus.

Es gibt in Deutschland ca. 40 verschiedene Arten, die nur vom Experten zu bestimmen sind. Genau bestimmte Arten wirst Du vom Händler selten oder nie bekommen.

Die einzelnen Sphagnumarten haben durchaus ein spezielles Verbreitungsgebiet (einige Arten mehr im Wald, andere im Moor wieder andere im Wasser) es ist für unsere Karnivoren und Moorbeete jedoch ein breiteres Artenspektrum geeignet und so ist man froh, wenn man überhaupt eine gute Qulalität bekommt.

Über die Bestimmung von Sphagnumarten wurde hier übrigens schon des öfteren sehr gute Literatur empfohlen.

Einfach mal die Suchfunktion nutzen.

Grüße

Thomas

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Hallo Chris,

das mit dem Sphagnum ist so eine Sache, wenn du zum einen nur die Liste in Ulrichs Link durch siehst, zum Anderen überhaupt an eine sicher bestimmte Art zu gelangen und das noch in ausreichender Menge. Ich weiß von jemand, der hier im Forum bei einem Sp.-züchter bestimmte Arten erhalten hat - aber alle nur in Einzelfäden!

Nach meinen Beobachtungen hier im Schwarzwald gilt eigentlich generell: Je grüner das Sp., desto nasser der Standort und somit auch hochwüchsig. Je bunter, desto trockener der Standort, bis hin zum wuchs nur auf verrottendem Totholz und dann auch relativ flachwüchsig.

Im Großen und Ganzen kannst du aber davon ausgehen, dass Sp. bis ca. 10cm dicke Polster, oder bei nass deutlich höher, bildet. Flach und grün ist somit kaum möglich. Bodendeckend ist Sp. generell, sonst gäbe es ja keine Hochmoore. (Für Interessierte gibt es am 20. Mai wieder die 1/2 Tageswanderung vom Infozentrum Kaltenbronn durch den Bannwald = Quadratkilometer an Sp.!)

Und hier noch ein Tipp für Freunde von Torfmoos: kann dort auch direkt ab Verlag bestellt werden

Hölzer, Adam Die Torfmoose Südwestdeutschlands und der Nachbargebiete

Verlag : Weissdorn-Verlag Jena ISBN : 978-3-936055-62-7

Bearbeitet von Piesl
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Chris Vorreier

@ Thomas:

Ich bin mir eigentlich sicher, dass es Sphagnum ist...das mit Feld und Wiese ist halt nur so ein Ausdruck für was bei unsganz normales.

Wenn ich davon eine Hand voll nehme und es ausdrücke, dann kommt da schon eine beachtliche Menge Wasser heraus.

Dies wächst bei uns in den umliegenden Wäldern sobald es etwas sumpfiger wird.

Ich komme aus Freiberg (Sachsen) und unser Boden ist extrem versäuert....was der hunderte von Jahren aktiven Sulfidmineral-Verhüttung zu schulden ist..

Da man erst später die Rauchgasentschwefelung entwickelte, kamm es hier zu stark versäuerten niederschlägen und die Baumbestänge gingen zur Neige.

Heute hat es sich die Natur wieder halbwegs erholt, jedoch kann man in den Wäldern immer noch moorige Gebiete finden wo das Sphagnum on mass in die Höhe sprießt....

Ich danke euch für eure Informationen...ich habe derzeit 3 Sorten Sphagnum bei mir...mal sehen welches ich nehme....

Mit freundlichen Grüßen und Glück auf!

Chris

Bearbeitet von Chris Vorreier
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