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Beleuchtung fürs Hochterrarium im Keller


Philipp H.

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Philipp H.

Hallo,

auch auf die Gefahr hin, daß ich ausgeschumpfen werde, da das Thema wohl schon so oft behandelt wurde, bin ich mir trotz ausgiebiger Recherche nicht sicher, wie ich mein Terrarium beleuchten soll:

  • Terrarium steht im Keller (null Sonnenlicht)
  • konstante Temperatur im Sommer und Winter beträgt dort 10°C bis 15°C
  • Vollglasterrarium
  • Größe: l x b x h = 80 cm x 50 cm x 100 cm
  • es soll ein Hochland-Terrarium für Nepenthes werden

Ich möchte natürlich so wenig wie möglich Strom verbrauchen, daher soll die Beleuchtung (ca. 12 h / Tag) auch für die notwendige Erwärmung tagsüber auf ca. 20°C - 25°C sorgen. Die nötige Nachtabsenkung erfolgt dann über das Ausschalten der Beleuchtung. Notfalls kann kalte Außenluft vom Kellerfenster angesaugt werden.

Nun meine Fragen:

  • Leuchtstoffröhren (mit Reflektor): müssten ja innerhalb des Terrarium angebracht werden (wegen der Erwärmung des Terrariums), natürlich so hoch wie möglich (die Nepenthes klettern ja), reicht diese Beleuchtung denn dann bis zum Boden? Hat einer Erfahrung, wieviel LSRs ich für eine Erhöhung der Temperatur um ca. 8°C benötige? Wieviele Röhren bräuchte ich denn für eine ausreichende Beleuchtung der Pflanzen? Sollte das Terrarium oben geschlossen sein (außer dem Lüftungsschlitz natürlich)? Halten die Lampen die hohe Luftfeuchtigkeit problemlos aus?
  • Hochdruck-Metall-Halogenlampen (z.B.CDM): reichen 2 (bis 3) x 70W? Diese Lampen müßte ich ja dann überhalb des Terrariumdeckels anbringen, sonst wirds wahrscheinlich zu warm (d.h. dann keine Erwärmung des Terras tagsüber). Oder den Deckel des Terras abmachen und irgendwie halbwegs wieder mit den Lampen abschließen. Oder: Vorschaltgeräte außerhalb des Terras, Lampen innerhalb und Deckel geschlossen?
  • NaHD möchte ich lieber nicht, das Licht gefällt mir nicht.

Es gibt hier bestimmt viele praktische Erfahrungswerte, vielleicht könnten ja ein paar ihre Settings mit den daraus erzielten Temperatur - und Beleuchtungswerten beschreiben, das würde mir sicherlich sehr helfen (vor allem Bilder).

Ich weiß, daß man keine generellen Aussagen treffen kann, jeder muß schlußendlich selber die Feinarbeiten herausklamüsern, aber so ein paar Anhaltswerte wären ja schonmal nicht schlecht. Ich kann ja jetzt in der Planungsphase noch alles problemlos umändern. Auch negative Erfahrungen wären hilfreich.

Vielen herzlichen Dank schonmal im Vorraus,

Philipp

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Hallo,

ich habe ein ganz ähnliches Terrarium (bei mir 12cm breit) ebenfalls im Keller.

Das Problem ist eher, das Ding warm zu bekommen.

Für deine Anforderungen wüde ich definitiv Leuchtstoffröhren nehmen, da bei denen der Stromverbrauch am geringsten ist.

Für das Terrarium würde ich eine Kombination aus 2 39W T5 high-output Lampen (zunächst; wenn es nicht reicht (= Pflazen nicht gut ausgefärbt) kann man noch eine nachrüsten) und einer 30W T8 Lampe empfehlen. Die T8 Lampen geben mehr Wärme ab ... Lichtfarben würde ich zwischen kalt-weiss und tageslicht-weiss (LF 840 und 865 glaub ich) mischen. Das funktioniert bei mir super.

Ich habe die Leuchten oben auf dem Terrarium drauf, da man innen gleich mal 10-15cm Höhe wegnimmt. Einige Pflanzen kommen da ruck zuck dran und verbrennen dann. Außerdem ist es ziemlich schwierig, die Lampen von innen an der Terrariumdecke anzubringen.

Meine Pflanzen sind trotzdem alle super ausgefärbt; da kann ich mich nicht beklagen.

Ich habe dann über die Lampen großzügig Alufolie ausgebreitet; diese dient als Reflektor und strahlt auch die Wärme nach unten ab.

Ich verwende für meine Terrarium (120cm breit, 100 hoch, ? tief) 2x 54W T5 HO und 1x 30W T8, wobei letztere insbesondere für die mit Orchideen behängte Rückwand und die Ampeltöpfe, die kurz vor der Rückwand an dem Belüftungsgitter aufgehängt sind, zuständig ist.

Die Belüftung musst du testen! In meiner vorigen Wohnung konnte ich den Lüftungsschlitz oben auflassen. Der Keller hatte eine gute Luftfeuchte. In meinem jetzigen Keller (Betonwände; furztrocken) habe ich den Schlitz oben zugemacht, da sonst die Luftfeuchte im Terrarium ganz schnell abfällt.

Ich hatte in diesem Winter ein wenig Probelem mit Kälteschäden: Der Keller grenzt an die Tiefgarage; da hatte es zeitweise -7°C und im Keller waren es sicher unter +10°.

Da schaffen die Lampen dann auch nur noch max. 15°C tagsüber ... ich werde mir im nächsten Winter über eine Isolation mit Styropor Gedanken machen müssen ...

Viel Spaß beim Planen!

Thomas.

PS Diese Dinger hier kann man super oben auf das Terrarium legen. Ich habe die 54W Version davon ...

http://www.terrarien...tput::7453.html

Edited by Thomas G
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Philipp H.

Hi Thomas,

toll, vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht!!

Das hilft mir schon ziemlich weiter. Wäre es denn viel Aufwand, mal ein paar Bilder der Anlage zu posten, würde mich echt interessieren.

Die Luftfeuchtigkeit wird wahrscheinlich bei mir OK sein, es ist ein ("älterer") Keller mit so roten Klinkersteinen als Boden, also sogar eher feucht. Unter 10 °C geht die Temperatur nur, wenn ich im Winter das Fenster offen lassen würde. Interessant, daß die Leuchtstoffröhren trotz der Höhe (sie liegen ja auf dem 1 m hohen Terrarium) ausreichend bis zum Boden beleuchten. Das Lüftungsgaze dimmt doch bestimmt auch noch die Beleuchtung ein wenig.

Wegen deiner Erwärmung: Du erzeugst ja mit außenliegenden 138 Watt ca. 5 - 8 °C Temperaturerhöhung im Terra, oder? Hast du dir schonmal überlegt, die Terrariumwände oben irgendwie mit einem selbstgebauten "Lampenaufsatz" zu verlängern (da muß es ja kein Glas sein), den Deckel abzumachen und somit die LSR innerhalb des Terras zu haben ohne die Höhe zu vermindern. Wäre das vielleicht eine Möglichkeit?

Nochmals herzlichen Dank,

Grüße Philipp

Edited by Philipp H.
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Hallo,

ich habe einen Glasdeckel, in dem im hinteren Drittel über die gesamte Breite ein ca. 5cm breiter Lüftungsschlitz mit Metallgitter eingearbeitet ist. Wenn dein Deckel komplett aus Gaze besteht, kannst du das natürlich alles vergessen. Da kriegst du auch die nötige Luftfeuchte nicht hin; das geht alles incl. Wärme oben raus.

Da bleibt dir nur, die Gaze komplett zu entfernen und oben einen geschlossenen Beleuchtungskasten drauf zu setzen.

Ich habe auch die 1m Höhe nicht komplett ausgenutzt:

1) stehen die Töpfe auf einem "aufgebockten" Lochgitter, das sich ca. 5-10cm über dem Boden befindet. Darunter kann sich das übeschüssige Giesswasser sammeln und leicht abgesaugt werden.

2) stehen die kleineren Pflanzen auf umgedrehten Töpfen; dadurch sind sie näher am Licht ...

Foto ist schwierig, da zwischen Terra und Kellerwand nicht viel Platz ist - das kriege ich selbst mit Weitwinkel nicht in der Überswicht drauf. Außerdem habe ich zZt da keine Zeit für.

Gruß

Thomas.

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Hallo,

also in meinem Hochlandterrarium habe ich die obere Glasplatte entfernt, da es keine Belüftungsschlitze oben hatte und mir das Glas zuviel Licht geschluckt hat. Anstelle der Glasplatte habe ich oben ein Metallgitter angebracht, an welchem ich die Beleuchtung und sonstige Hängetöpfe befestigen kann. Da ich den Stromverbrauch etwas reduzieren wollte, habe ich mich für ein Leuchtmittel mit höherer Lichtausbeute (lumen/W) entschieden. Somit habe ich von T5 LSR (80 lumen/W) zu HCI (100 lumen/W) gewechselt und bin bis jetzt sehr zufrieden.

Die Luftfeuchtigkeit ist nun nicht so hoch, wie es vielleicht oft vorgeschrieben wird, aber ich bin bis jetzt zufrieden mit den Resultaten...

Grüsse

Marc

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Hallo Thomas

Ich muss doch mal eine kurze Frage zu deinem Link los werden. Und zwar würde mich interessieren, ob man bei den "High Output" Lichtleisten nur entsprechende "High Output" Röhren nutzen kann oder auch normale? Wie sieht das andersrum aus, funktioniert es bzw. bringt es was, die "High Output"-Röhren in normale T5-Lichtleisten zu integrieren? Oder ist das keine besonders andere Technik nur weil "High Output" dransteht sondern steht eher für weniger Wärmeverluste und besseren Wirkungsgrad? Oder bringen die deutlich mehr Lumen als "normale" T5-Beleuchtung?

Viele Grüße

Stefan

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Martin Reiner

Mein aktuelles Terrarium ist 100cm hoch (160cm breit und 44cm tief). Die Substratoberfläche liegt so bei 16-17cm.

Ich beleuchte mit 4x T5 Leuchtstoffröhren in 1449mm Länge und zwar in der schwächsten 35W (32W) Version. Dazu kommt noch, dass ich die Lichtfarben so gewählt habe (830, 840, 958 und 865), dass das Licht mir gefällt und ich farbige Sonnenauf- unnd untergänge sowie die "blaue Stunde" halbwegs simulieren kann und weniger nach maximaler Effizienz bei der Lichtausbeute.

Die Rückwand und die Seitenwände meines Terrariums sind mit verspiegeltem Acrylglas konstruiert und die Röhren sind mit M-förmigen Reflektoren versehen.

Ich habe die LSR im Terrarium hängen und bei ca. 20°C Zimmertemperatur erwärmt sich der untere Bereich im Terrarium auf ca. 23-25°C, die oberen Bereiche auf ca. 25-28°C und in der Umgebug der LSR hat es ca. 32-35°C, was ideal für deren Lichtausbeute ist. T5 bei 20°C Umgebungstemperatur erzeugt nämlich sehr viel weniger Licht.

Die Temperaturen im Terrarium hängen stark von der Lüftung ab, ich kann sowohl das Front"glas" unten öffnen als auch oben den Deckel verschieben, dadurch habe ich optional eine Kaminlüftung und eher geringere Temperaturen, mache ich alles zu wird ein paar Grad wärmer.

Was die Ausfärbung der Pflanzen angeht habe ich mit den ca. 14.000 lumen, die mir die o.g. Leuchtmittel bei 35°C angeblich liefern eine ausreichende Lichtmenge, damit sich die Pflanzen färben und die Heliamphora charakteristische Deckel ausbilden. Für super Ausfärbung braucht es mehr Licht. Ich hab aber zunehmend das Gefühl, dass sich sehr starke Ausfärbungen oft dann ergeben, wenn es kälter wird und wenn man das Spektrum der Leuchtmittel ändert, Nahezu egal von wohin zu wohin, Nur die Veränderung erscheint wichtig. Ist aber nur meine Theorie.

Mit den 70W HCI Lampen hatte ich die letzten 5 Jahre beleuchtet, auch aus ca. 1m Höhe. Ob HCI oder LSR spielt bzgl Erwärmung des Terrariums meiner Meinung nach keine Rolle, am Ende wird die Leistung in Wärme gewandelt, die LSR verteilt sie halt gleichmäßiger.

HCI machen ein sehr angenehmes Licht, meiner Ansicht nach ist das 942 Spektrum der HCI das schönste Spektrum zum ansehen, Gefällt mir auch besser als die Vollspektrum LSR. Den Pflanzen ist das aber wurscht. Für 80cmx50cm recht meiner Meinung nach 1x 70W auch aus, man hat halt dann einen hellen Spot in der Mitte und ggf. Schatten. Lässt sich mit verspiegelten Seiten (keine Alufolie, dann besser noch weiß anmalen) aber auch etwas reduzieren. Wichtig ist hier ein geeigneter Abstrahlwinkel des Reflektors.

Ich selbst würde eigentlich zu LSR raten, aber mit 80cm Breite gibt es da kaum eine vernünftige Lösung für T5. Die gibt es mit 55cm und mit 85cm Länge.

Also vielleicht doch 1x 70W HCI. Das Problem sind die hoch wachsenden Pflanzen. Ranken sie an den Seiten wirds finster, rankend sie in der Mitte verbrennen sie und werfe Schatten auf den ganzen Rest.

Gibt noch HCI mit 35W und davon dann 2 Stück? Zahlt man halt in Relation recht viel Geld pro Leistung, auch beim Leuchtmitteltausch.

Das Terrarium ist ja recht klein. Vielleicht kann man hier schon mit LED experimentieren. So 60-80W LED Beleuchtung mit high power LED könnte ja heute schon machbar und halbwegs bezahlbar sein. Ich selbst hab mir das Experiment noch nicht zugetraut.

Martin

Edited by Martin Reiner
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Gordon Shumway

Hallo Stefan!

Da die High-Output-Röhren andere Längen haben wie die High-Efficiency wirst du die sowieso nicht in die anderen Lichtleisten bekommen.

Wenn aber du ein Gerät, wie z.b. einen Glomaten oder andere Vorschaltgeräte für beliebig lange Röhren benutzst, haben die oft ein Leistungsspektrum von z.B. 30-40 Watt.

In dieser Halterung könnte man sowohl HO als auch HE-Röhren verwenden.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die HE-Röhren aus weniger Watt mehr Lumen machen, jedoch verteilen sie das Licht über eine ziemlich lange Röhre.

Die HO-Röhren fressen zwar etwas mehr Strom, jedoch hast du deutlich mehr Lumen pro cm Röhre.

Da mir dieses Konzept zum Beleuchten meines Terras und Regals sinnvoller erschien, habe ich mich für HO-Röhren entschieden!

MfG,

Gordon

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Philipp H.

Hallo,

klasse, da habe ich ja schon Einiges an Anhaltspunkten!! Vielen Dank!

@ Martin: du kannst ja scheinbar mit ca. 140 Watt die Innentemperatur des Terrariums um etwa 5 °C erhöhen (eine gewisse Luftumwälzung muß für Nepenthes ja auch gegeben sein). Das wird bei mir wohl nicht reichen, da die Kellerraumtemperatur ja zwischen 10°C und 15°C liegt. Kann es nicht sein, daß die HCIs doch mehr Wärme erzeugen, da das Vorschaltgerät ja auch noch zusätzlich Strom benötigt, den es dann in Wärme umwandelt? Ich müsste halt das Vorschaltgerät mit ins Terrarium einbringen. LED erzeugen, glaube ich, nicht genügend Wärme. Welche Farbtemperatur (Kelvin) ist denn bei den Halogenmetalldampflampen für die Nepenthes am Besten und Gebräuchlichsten?

Also, viele Grüße

Philipp

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Michi Zehnder

Hallo Philipp,

Beim Plan meines Terrariums stand ich vor genau den selben Problemen wie du. ;)

Meines steht in der Werkstatt, wo die Temperaturen, wie bei dir auch, relativ konstant tief sind. Im Sommer sind sie aber schon etwas höher als im Winter.

Ich beleuchte meines (150x80x80) mit 4x80Watt LSR (6500K und 4200K im Verhältnis 1:1 gemischt). Alleine durch die Abwärme der Röhren (und das trotz intensiver Duchlüftung) steigen die Temperaturen locker um 10° im Vergleich mit der Raumtemperatur.

Die Leuchtstoffröhren sind in genau so einem selbstgebauten Aufsatz und der Abstand zu den Pflanzen beträgt je nach Pflanzengrösse zwischen 20 und 50cm. Ich habe aber noch eine Glasplatte zwischen Licht und Pflanzen. So kann ich den Lichtaufsatz separat durchlüften. Die Lüftung ist absolut entscheidend! Die Abwärme wird ständig unter den Röhren abgesaugt (von mehreren Lüfter) und direkt nach draussen geleitet. Das ist nötig, weil bei einem gechlossenen Gefäss würde die Temperatur im Sommer bei dieser Beleuchtungsstärke sonst sofort die 40°C Grenze überschreiten. Also warm wird dein Terrarium mit Leuchtsoffrören bestimmt schneller als du denkst. Die geben mehr Wärme ab, als ich dachte. Wenn du aber schreibst, dass du wirklich ganzjährig konstant tiefe Temperaturen hast, dann sollte sich dieses Problem mit zu hohen Temperaturen (v. a. im Sommer bei mir) im Rahmen halten. Zudem sind deine Masse des Terrariums und die Stärke der Beleuchtung noch einiges kleiner als meine.

Ich könnte mir aber trotzdem gut vorstellen, dass sich die Kellertemperatur durch das Terrarium und die Beleuchtung um ein paar Grad erhöht und somit schlussendlich der ganze Raum und das Terrarium etwas wärmer sein wird. Kommt natürlich auch auf die Raumgrösse draufan. Aber ich denke das musst du einfach ausprobieren und evt. später, falls nötig, noch eine Lüftung installieren.

Bei deinen Massen würde ich dir zu 4x39 Watt raten. Das gibt warm und ausreichend Licht.

Hier noch ein etwas älteres Bild, wo man meine Beleuchtung, Belüftung und sogar noch die Düsen der Beregnungsanlage sehen kann:

dsc00064vd.jpg

Die Glasplatten reichen nicht bis ganz nach hinten, da hinten die frische Aussenluft ins Terrarium geblasen wird. Die beiden Lüfter, die man erkennen kann, blasen die Luft aus dieser Sicht Richtung Betrachter und die warme Abluft der Röhren wird dann vorne links nach draussen befördert.

Viele Grüsse,

Michi

Edited by Michi Zehnder
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Hallo Gordon

Danke für die Antwort. Ich habe zuerst garnicht gemerkt, dass die eine andere Länge haben. Auch die Wattzahlen sind da ja etwas unterschiedlich. Ich hatte mir also bisher immer die HO Röhren und Balken (für 100er Terrarien 39W, 120er 54W und 150er dann 80W) angesehen, aber nicht bei jeder steht das mit dran. Ich dachte eben, dass sind die selben Längen und Wattzahlen und ggf. nur eine andere Technik. So kann man sich täuschen. ;)

Viele Grüße

Stefan

Edited by Stefan H.
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Martin Reiner

Hallo,

klasse, da habe ich ja schon Einiges an Anhaltspunkten!! Vielen Dank!

@ Martin: du kannst ja scheinbar mit ca. 140 Watt die Innentemperatur des Terrariums um etwa 5 °C erhöhen (eine gewisse Luftumwälzung muß für Nepenthes ja auch gegeben sein). Das wird bei mir wohl nicht reichen, da die Kellerraumtemperatur ja zwischen 10°C und 15°C liegt. Kann es nicht sein, daß die HCIs doch mehr Wärme erzeugen, da das Vorschaltgerät ja auch noch zusätzlich Strom benötigt, den es dann in Wärme umwandelt? Ich müsste halt das Vorschaltgerät mit ins Terrarium einbringen. LED erzeugen, glaube ich, nicht genügend Wärme. Welche Farbtemperatur (Kelvin) ist denn bei den Halogenmetalldampflampen für die Nepenthes am Besten und Gebräuchlichsten?

Also, viele Grüße

Philipp

Wo soll denn die Wärme herkommen?

Mal abgesehen von der geringen Lichtleistung, die das Terrarium n Form von sichtbarem Licht verlässt heizt eine 140W LSR Beleuchtung genauso wie eine 140W Beleuchtug aus LED oder eine 140W Beleuchtung aus Metalldampflampen oder eben wie ein 140W Heizstab.

Der Unterschied liegt darin, ob man das Zeug innerhalb oder außerhalb des Terrariums aufbaut, wie das Terrarium gedämmt und belüftet wird und in der Verteilung der Wärme. Eine HCI wird halt punktuell sehr heiß, LSR verteilen das stärker. Abwärme der Vorschaltgeräte hat ma bei allen Lichtsystemen mit Vorschaltgeräten, also allem hier diksutierten.

Mit der Lichtquelle außerhalb des Terrariums wirst Du vermutlich wärmemäßig kaum was ausrichten, wenn die Lichtquelle innerhalb verbaut wird hängt es eben von Belüftung und Isolation ab.

Bei einem halbwegs gut gedämmte Terrarium spilet schlussednlich auch noch die Art der Bepflanzung eine Rolle. Wenn Du unten 5cm Wasser i der Drainage stehen hast, dann ist das eine ziemliche thermische Masse, die hohe Nacht-Tag-Unterschiede (wie ma sie ja habe möchte) schon mal gaz gut dämpft. Wen Du alle Pflanze i Töpfe stehen hast mit Zwischenräumen, so kühlt bzw heizt sich auch immer die Substratmasse mit auf. Den Effekt schätze ich geringer ein, wen das Terraium bepflanzt wird, weil dann die Oberfläche zum Wärmaustausch zwische Substrat und Luft reduziert wird gegenüber Dutzenden Einzeltöpfen und oben drauf oft auch ein Moospolster wächst.

Kurz und gut, sowas ist nur schwer abzuschätzen. Ich selbst hab mich z.B. beim Kühlkonzept für mein neues Terrarium gewaltig verschätzt und mit ei Grund dafür dürfte sein, dass ich die thermische Masse des Substrats und des Drainagewasser ignoriert hatte. Ein blöder Fehler.

Umgekehrt stellt sich auch die Frage, wie warm es die Pflanzen denn überhaupt brauchen. Die typ. Hochlandarten dürften mit 18-20°C am Tag auch gut klar kommen, wachsen evtl. halt langsamer.

---

Bei dem Metalldampflampen finde ich die Keramikbrenner mit Lichtfarbe 942 super. Mittlerweile gibt es auch 930, wüsste aber nicht, warum man die vorziehen sollte... Höhere Kelviwerte gibt es bei Metalldampflampenn meines Wissens nicht mit Keramikbrenner und so ne gewöhnliche HQI würde ich nicht mehr verwenden.

---

In Deinem Fall erscheint es mir nicht sooo kompliziert zu sein. Leuchtstoffröhren für den Einbau in ein Terrarium mit 80cm Länge gibt es meines Wissens keine wirklich gut passenden, das sind dann teure Sonderlängen, oder man baut was viel zu kurzes rein.

Ich würde 1x 70W HQI/HCI kaufen mit elektronischem Vorschaltgerät und einem Keramikbrenner der Lichtfrabe 942. Das Vorschaltgerät würde ich außerhalb montieren, das mag es lieber kühl. (ich hatte drei Stück gebraucht gekauft, 5 Jahre in Betrieb und das ohne Ausfall, auch die Brenner sind bei mir nie kepautt gegangen, ich hab nach Jahren zwei davon einfach mal so getauscht).

Wichtig ist ein Reflektor, der relativ breit strahlt. Die Seitewände und die Rückwand dämmst Du. Stypropr ist z.B. weiß, das ist gleichzeitig ein guter Lichtreflektor. Die Leute heute beleuchten mit unglaublichen Lichtmengen, früher hat man mit 70W doppelt so großer Flächen ausgeleuchtet wie bei Dir, auch das ging.

Wenn das Terrarium eh im Keller steht und selten angeschaut wird kann man evtl an die Frontseite auch noch einen Reflektor anbringen.

Und dann eben mal messen und schauen was passiert.

Martin

Edited by Martin Reiner
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Philipp H.

Hi ihr lieben alle,

wow, das sind ja mal richtig praktische Vorschläge, super!

Ich fahre jetzt übers Wochenende weg, da laß ich mir die verschiedenen Möglichkeiten einfach mal schön durch den Kopf gehen. Und rechne mal.

Im Endeffekt wird´s eh erstens anders kommen und zweitens als man denkt.

Liebe Grüße

Philipp

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Martin Reiner

Hier st eine Aufzeichnung von Temperatur und Luftfeuchte in meinen Terrarium, allerdings im oberen Bereich, In Bodenhöhe sind die Temperaturen tatgsüber ca. 5°C kühler und nachts ca. 1-2°C.

Ich habe derzeit keinen Lüfter drin, der könnte diese Temperaturschichtung verändern.

Zimmer Temperatur lag in dem Zeitraum bei ca. 18-22°C. Die Kühlung ist nur an manche Tagen gelaufen, ich bi da noch am rumprobieren....

Der Anstieg der Luftfeuchte abends ergab sch durch die Abkühlung in diesem Messzeitraum ganz von selbst.

Martin

post-284-0-37953600-1337366289_thumb.jpg

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Philipp H.

Hallo Martin,

vielen Dank für die aufschlußreiche Grafik. Mit den LSR kann man also definitiv schön das Terra beheizen, wenn sie innen drin sind.

Nun habe ich mir am Wochenende überlegt, eventuell doch ein größeres Terrarium zu kaufen, wenn schon, denn schon!

Da bin ich jetzt erst mal auf der Suche, dann kommt der Rest der Technik.

Viele Grüße

Philipp

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  • 1 month later...

Hallo,

also, nun habe ich endlich ein gebrauchtes Terrarium (L x T x H: 1m x 0,7m x 1,2m) ergattert.

Aufgrund der Höhe möchte ich nun 2 HQI-Strahler mit jeweils 70W mitsamt den Vorschaltgeräten in das Terra hineinhängen und erhoffe mir die nötige Wärmeentwicklung. Das Terrarium wird mit Styropor außen noch isoliert und Ventilatoren sollen die warme Luft dann nach unten bringen.

Meine Frage: was haltet ihr von diesem Angebot:

http://www.btec24.de...oduct&info=5262

Da kann man als Leuchtmittel: "4200k neutralweiss" auswählen, ist das die oben vorgeschlagene Lichtfarbe 942?

Er wird ja als HQI-Brenner verkauft, ist also leider kein Keramikbrenner. Könnte ich beim Leuchtmittelwechsel dann später einfach ein 70W Keramikleuchtmittel einsetzen?

Oder dieser hier:

http://www.terrafun....products_id=720

Ist da das eigebaute Leuchtmittel "Leuchtmittel von Osram in der Lichtfarbe NDL" auch geeignet, was bedeutet denn NDL?

Habt ihr bessere Vorschläge oder Quellen?

Vielen Dank schonmal

Philipp

Edited by Philipp H.
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Andy Böhnke

[...]

Die Rückwand und die Seitenwände meines Terrariums sind mit verspiegeltem Acrylglas konstruiert und die Röhren sind mit M-förmigen Reflektoren versehen.

[...]

Hallo Martin,

das Terrarium mit verspiegelten Wänden auszustatten, finde ich sehr interessant. Dadurch hat man natürlich eine schöne Lichtausbeute und das Terrarium wirkt groß.

Hast Du ein Foto?

Wo bekommt man denn verspiegelte Acrylscheiben günstig her?

Ich habe gerade mal einwenig gesucht, aber für eine kleine Scheibe wollen die 80,- Euro haben.

Schöne Grüße

Andy

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