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Pinguicula mag kein Schneckenkorn!


Volker S

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Ist bestimmt für viele nichts Neues - da aber Dionaea und Drosera nicht diese Empfindlichkeiten zeigten erwähne ich es mal, auch für andere Moorbeetanfänger.

Meine P. corsica trifft es zur Zeit am Schlimmsten. Erstens liegen dort 2 Schneckenkörner mit Kontakt zum Unterblatt (Primärschaden) und zweitens steht die P. corsica auf eine Art waagerechte Terrasse, die recht langsam Gießwasser von oben abfließen lässt. Es entsteht dann immer eine kleine Pfütze, die auch von Zeit zu Zeit die Ping kurzzeitig überflutet. Dabei kann dann wohl auch Schneckenkorn'wasser' auf die Blätter kommen.

Den Abfluss der Terrasse habe ich heute verbessert und Schneckenkorn wird nun nur noch außerhalb des Moorbeetes gestreut - oder an unkritischen Stellen.

m_ping_corsica_blaukorn.jpg

Die Pinguicula fiorii steht etwas höher und kann nicht kurzzeitig überspült werden. Im Hintergrund ist die P. corsica zu sehen.

m_ping_fiorii.jpg

-volker-

Edited by Volker S
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Autsch! Deine Ping tut mir leid und du mir auch.

Dürfte ich fragen, von welcher Marke das Schneckenkorn ist?

Edited by Karnivoren-Freak
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Hi Kevin,

ist von Celaflor. Im Vergleich zu anderen Anti-Schneckengranulate schneidet Celaflor allerdings ganz brauchbar ab, da es selbst im Moorbeet nicht schimmelt. Ich hatte bis dato auch noch nie in Pingnähe gestreut - nur bei den zwei vereinzelten Pflanzen habe ich das mal probiert. Und wenn ich nicht gerade Fotos gemacht hätte wäre es mir wohl auch nicht so stark aufgefallen.

Ist aber nicht hoffnungslos - die wird sich schon noch regenerieren.

-volker-

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Hallo Volker,

brauchst du wirklich so massiven Einsatz von Schneckenkorn? Ich konnte nie einen Befall bei Drosera, Pinguicula und Dionaea feststellen. Letztere hat im Gegenteil, di über sie hinweg rasenden Schnecken gerne als Beute vernascht. Lediglich Sarracenien zeigten sich als beliebte Futterpflanze für die lästigen Schleimer. Aber selbst da habe ich wieder Abstand von Korn genommen, da es nicht den erwünschten Effekt erreichte.

Laut der Beschreibung meiner Sorte (Bayer) zerfällt das Korn nach einiger Zeit und wirk dann düngend im Substrat, was zusätzlich nicht positiv ist. Lies doch mal in deinem Beipackzettel.

Die schonenste und beste Methode finde ich immer noch in der Abend- oder Morgendämmerung evtl. mit einer Taschenlampe bewaffnet, das Viehzeug ab zu sammeln. S. purpurea und, für kleine Schnecken, Dionaea sind dankbar für die fetten Brocken.

Waidmannsheil, Gruß

Piesl

Edited by Piesl
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Hallo Peter

Ich konnte nie einen Befall bei Drosera, Pinguicula und Dionaea feststellen.

Normalerweise habe ich bisher auch noch nie Schneckenbefall an den, von Dir, genannten Pflanzen feststellen können, wenn auch eine Ping. alpina red verdächtig aussieht

m_ping_alpina_r02.jpg

...aber geschätzte 40 andere Pings haben keine Blattlöcher (und hier im Kiesbeet hatte ich definitiv kein Schneckenkorn eingesetzt).

Auch meine große Sarracenia purpurea ssp. purpurea verträgt so einiges an Schneckenfraß - also auch für diese Pflanze würde ich nicht unbedingt zu Schneckenkorn greifen. Die Gefährdung geht in Richtung Orchideen. Meine Pleione ist nun in der Phase der Blätterbildung (die Pflanze hat aber Ihre Blütezeit hinter sich) und die Pogonien sind (wie ich voriges Jahr feststellen konnte) von Schneckenfraß arg gefährdet. Dort ist der zarte Blattstiel mit samt Blättern ratzfatz wegschnabuliert.

Laut der Beschreibung meiner Sorte (Bayer) zerfällt das Korn nach einiger Zeit und wirk dann düngend im Substrat, was zusätzlich nicht positiv ist. Lies doch mal in deinem Beipackzettel.

Beim Celaflor Limex steht nur, das es biologisch abgebaut wird. Auch sehe ich bei dem Wirkstoff Metaldehyd C8H16O4 eigentlich keine Düngewirkung. Vielleicht setzt Dein Schneckenkorn auf den ebenfalls bekannten Wirkstoff Eisen-III - Phosphat. Sowas sollte wegen der Düngewirkung natürlich nicht ins Beet.

Das Metaldehyd (Zersetzungsprodukte sind Alkohol - später Essig -> http://www.praxis-pr...hneckenkorn.pdf) nicht gut auf den Pingblättern wirkt, habe ich mir schon gedacht. Deshalb habe ich die Körner auch immer sofort von den Blättern transportiert, falls welche drauf gefallen sind. Das sie allerdings auch von unten wirken hatte ich nicht angenommen.

Die schonenste und beste Methode finde ich immer noch in der Abend- oder Morgendämmerung evtl. mit einer Taschenlampe bewaffnet, das Viehzeug ab zu sammeln. S. purpurea und, für kleine Schnecken, Dionaea sind dankbar für die fetten Brocken.

Du verfütterst echt die schleimigen Kerle beispielsweise an eine S. purpurea?

-volker-

Edited by Volker S
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Marcus Vieweg

Hallo Volker,

in deinem Beitrag sind so einige Dinge schief gegangen, die ich als halber Chemiker (ja sowas geht :D ) so nicht stehen lassen kann.

Beim Celaflor Limex steht nur, das es biologisch abgebaut wird. Auch sehe ich bei dem Wirkstoff Metaldehyd C8H16O4 eigentlich keine Düngewirkung. Vielleicht setzt Dein Schneckenkorn auf den ebenfalls bekannten Wirkstoff Eisen-III - Phosphat. Sowas sollte wegen der Düngewirkung natürlich nicht ins Beet.

Das Metaldehyd (Zersetzungsprodukte sind Alkohol - später Essig -> http://www.praxis-pr...hneckenkorn.pdf) nicht gut auf den Pingblättern wirkt, habe ich mir schon gedacht. Deshalb habe ich die Körner auch immer sofort von den Blättern transportiert, falls welche drauf gefallen sind. Das sie allerdings auch von unten wirken hatte ich nicht angenommen.

Zum Ersten ist Methaldehyd oder auch Methanal die oxidierte Form von Methanol, dem einfachsten einwertigen Alkohol. Dieses Methaldehyd ( HCOH) wird grundlegend aus Glucose hergestellt, die vergärt wird usw.

Auch ich benutze nur die Linsen mit diesem Wirkstoff, ohne je schadhafte Wirkung an den Pflanzen festzustellen und kann mir ehrlich gesagt auch gar nicht richtig vorstellen, das es an diesem Stoff liegen soll. Entweder liegt es an einer anderen Komponente in dem Produkt, oder die Pflanzen haben vielleicht ein anderes Problem.

Schnecken fressen bei mir übrigens gern auch mal die Pings an. Eher die kleinen Schnecken, da bei den großen recht zügig nichts mehr von der Pflanze übrig wäre.

Ich für meinen Teil würde erst einmal schauen wie sich die Pflanzen verhalten. Ein kleines Experiment mit zwei Pflanzen wäre natürlich auch nett ;)

LG Marcus

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in deinem Beitrag sind so einige Dinge schief gegangen, die ich als halber Chemiker (ja sowas geht :D ) so nicht stehen lassen kann.

Zum Ersten ist Methaldehyd oder auch Methanal die reduzierte Form von Methanol, dem einfachsten einwertigen Alkohol.

Und was war an meiner Originalaussage nun verkehrt (zumal ich den Link beigefügt habe, wo ich diese Aussage her habe) [wenn es reduzierter Alkohol ist, wird dieser durch Sauerstoffeinwirkung doch wieder zu Alkohol oxidiert und später zu Essig vergoren / und das der Grundbaustein aus Glucose besteht wird ebenfalls in dem Link abgehandelt]?

...und kann mir ehrlich gesagt auch gar nicht richtig vorstellen, das es an diesem Stoff liegen soll. Entweder liegt es an einer anderen Komponente in dem Produkt, oder die Pflanzen haben vielleicht ein anderes Problem.

Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass der Köder, der auch in dem Korn verarbeitet ist, ein zu hoch konzentriertes Nähstoffangebot für die Ping darstellt.

Anders herum haben Alkohol und Essig wohl nichts auf den Ping-Blättern verloren. Durch die 'Pfützenspülung' wird das Pingblatt ja kurzzeitig überschwemmt. Wenn nun diese Alkohol-/Essigspülung die Blattoberfläche benetzt kann ich mir durch die Verringerung der Oberflächenspannung schon vorstellen, dass sich alle Klebepunkte des Oberflächenblattes auflösen. Jedenfalls ist das meine Interpretation meines oben geposteten Bildes.

PS: ...was meinst Du mit "...ich benutze nur die Linsen"?

-volker-

Edited by Volker S
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@ Volker: das wäre möglich, da muss ich mal in den Keller und die alte packung herauskramen, wird ja wie gesagt nicht mehr eingesetzt.

Thema Futterverwertung: na logisch, why not? Zum Einen wohne ich sehr nahe an der Franzosengrenze und dort leben Schnecken ständig in Todesangst (ich mag sie nicht, also die Schnecken) und zum Andern in meiner Purpurea haben selbst rote Wegschnecken schon ihr Ende gefunden - ohne mein Zutun! Warum also nicht die den Pflanzen weggefressenen Kalorien in Form von Frischfleisch zurück erstatten? Ist dann so wie Hackfleisch vom Discounter im Vergleich zu Filetsteak vom Metzger ;)

Für meine Orchideen habe ich mir den zugegebenrmaßen wenig schönen, doch sehr effektiven Schutz durch 1,5 liter Einwegflaschen ausgedacht. Nachdem ich schon Totalverluste durch Fras hin nehmen musste, einfach beim Schneckenring abgekupfert: Oben und unten die Flaschen abgeschnitten und etwas ins Substrat eingedrückt, gegen Umwehen mit einem Zelterdnagel gesichert. ist zwar wiklich nicht toll anzusehen, doch für die kurze Knospen bis Blüzeit der Orchies zu ertragen.

Gruß Piesl

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Hallo Peter

Oben und unten die Flaschen abgeschnitten und etwas ins Substrat eingedrückt, gegen Umwehen mit einem Zelterdnagel gesichert.

...das ist dann doch nur ein hohler Zylinder (ohne Überhangkante - wie bei einem Schneckenring)? Wenn's scheee macht - äh, wenn es funktioniert, warum nicht! Aber was hindert die Schnecken daran da einfach rein zu krabbeln? Die spanischen Nacktschnecken können doch - laut hören und sagen - sogar über eine Rasierklinge (also über die scharfe Kante) drüber schleimen.

Bis jetzt hat mein Schneckenkorn in Sachen Pogonia-Schutz funktioniert. Ist mir irgendwie sichere jeden Tag tote Schnecken abzusammeln, als abends bei Taschenlampenlicht durchs Moor zu robben :laughing: um lebende Schleimer aufzusammeln. Es darf bloß nichts in unmittelbarer Nähe von Pings landen. Vielleicht bastel ich mir auch mal ein Schneckenstreu-Rohr, welches zum direkten Zielen auf die Substratunterlage mir bestimmt behilflich ist. Dann kann ich auch wieder die Fläche berücksichtigen, wo augenblicklich die 2 Pings stehen (siehe Bilder oben)

Wenn ich das Korn so ins Moor rein gebe springt das tierisch hin -und her.

-volker-

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Hallo zusammen,

also Marcus diesen "dicken Hund" Deinerseits kann ich als ebenfalls Halbchemiker auch nicht so stehen lassen:

Zum Ersten ist Methaldehyd oder auch Methanal die reduzierte Form von Methanol, dem einfachsten einwertigen Alkohol.

Das ist schlichtweg falsch, weil Aldehyde immer höher oxidiert sind als Alkohole. (Lernt man übrigens in Bayern in der 10. bzw. 11. Klasse Gymnasium :-))

In dem von Dir genannten Beispiel besitzt das C-Atom im Methanal die Oxidationsstufe 0; die des Methanol C-Atoms dagegen -II.

Also: Methanal ist die oxidierte Form des Methanols und nicht umgekehrt!!

Viele Grüße

Stefan

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Marcus Vieweg

Hallo Stefan,

Hallo zusammen,

also Marcus diesen "dicken Hund" Deinerseits kann ich als ebenfalls Halbchemiker auch nicht so stehen lassen:

Das ist schlichtweg falsch, weil Aldehyde immer höher oxidiert sind als Alkohole. (Lernt man übrigens in Bayern in der 10. bzw. 11. Klasse Gymnasium :-))

In dem von Dir genannten Beispiel besitzt das C-Atom im Methanal die Oxidationsstufe 0; die des Methanol C-Atoms dagegen -II.

Also: Methanal ist die oxidierte Form des Methanols und nicht umgekehrt!!

Viele Grüße

Stefan

Au weia! Das passiert wenn man erst schreibt und dann denkt... Verzeih mir Stefan ich habs gleich geändert! Natürlich die oxidierte Form. Hab gerade vorher den Chromsäurenachweis der Oxidation von Alkoholen am Beispiel Butanol mit den Studies gemacht. Kannste mal sehn wie schnell ein Wort alles andere zu großem Käse werden lässt :(

Ich erkläre es im Praktikum übrigens immer wie du anhand der Ox-Zahlen. Nachdem man dann eine Weile diskutiert hat, wird man selbst so kirre, dass so ein Blödsinn wie der den ich da verzapft habe, raus kommt.

Und was war an meiner Originalaussage nun verkehrt (zumal ich den Link beigefügt habe, wo ich diese Aussage her habe) [wenn es reduzierter Alkohol ist, wird dieser durch Sauerstoffeinwirkung doch wieder zu Alkohol oxidiert und später zu Essig vergoren / und das der Grundbaustein aus Glucose besteht wird ebenfalls in dem Link abgehandelt]?

Na zum einen war verkehrt, das die Summenformel von Methanal angeblich C8H16O4 ist. Wie Stefan jetzt noch einmal super erklärt hat ist Methanal ein Aldehyd mit nur einem Kohlenstoffatom. Zum anderen sagt der Hersteller lediglich das Zucker zunächst zu Alkohol und dann zu Essig vergoren wird. Methanol kann sicherlich verschiedene Wege durchlaufen um abgebaut zu werden. Oxidiert zu Ameisensäure oder vielleicht auch reduziert zu Methanol, das kann ich nicht sagen, da haben Bakterien so einiges drauf.

Auf alle Fälle ist die Konzentration doch recht gering, könnte sich natürlich in einem Tropfen der verdunstet auch vergrößern. Ich werd wenn ich Zeit hab mal etwas damit probieren. Interessiert mich jetzt selbst!

Anders herum haben Alkohol und Essig wohl nichts auf den Ping-Blättern verloren. Durch die 'Pfützenspülung' wird das Pingblatt ja kurzzeitig überschwemmt. Wenn nun diese Alkohol-/Essigspülung die Blattoberfläche benetzt kann ich mir durch die Verringerung der Oberflächenspannung schon vorstellen, dass sich alle Klebepunkte des Oberflächenblattes auflösen. Jedenfalls ist das meine Interpretation meines oben geposteten Bildes.

Also wenn dann sind das wahrscheinlich schon echte Verätzungen. Das hat aber nichts mit der Oberflächenspannung oder dem Fangsekret der Drüsen zu tun, sondern mit dem gesammten Blattgewebe denke ich.

Du musst auch unterscheiden zwischen der P. alpina, bei der kein Blattgewebe mehr erkennbar, sondern ein glatter Rand entstanden ist. Das sieht für mich eher nach Fraßspuren aus. Bei der P. corsica und P. fiorii scheinen tatsächlich die Schneckenkörner das Problem zu verursachen. Vor allem die von dir gezeigten Primärschäden sind recht eindeutig. Was das allerdings genau verursacht, kann man wohl kaum sagen, zumal der Hersteller ja nur die eine Komponente verrät.

Nunja sei es drum. Ich nutze, wenn es wirklich Not tut diese Linsen hier. Bisher kann ich da keine negativen Wirkungen feststellen, auch wenn mal eine direkt auf den Blättern lag. Jedenfalls ist mir da nie etwas aufgefallen. Dazu sagen muss ich allerdings noch, das ich meine großen Pötte kaum von oben gieße. Das macht sicherlich viel aus!

LG Marcus

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Hallo Markus,

also ich weiß ja nicht, aber laut Hersteller (diesmal ein Anderer -> http://www.glanzit.de/sidask01.htm) und laut andere Quellen nennt sich das Zeug ja Metaldehyd oder genauer 2,4,6,8-Tetramethyl-1,3,5,7-tetroxocan und die Summenformel ist dann C8H16O4. Unter Wiki (http://de.wikipedia....wiki/Metaldehyd) steht, dass auch Acetaldehyd (CH3CHO)n unter dem gleichen Namen vertrieben wird. Wenn n=4 (also wenn man 4 Moleküle Acetaldehyd zusammen bringt) hat man auch wieder obige Summenformel.

Also irgendwie sehe ich da keine Übereinstimmung von, beispielsweise, Deinem genannten Methaldehyd ( HCOH) mit den Herstellerangaben. Selbst wenn HCOH ein Baustein einer Polymerverbindung sein soll kommst Du nicht an C8H16O4 heran.

-volker-

Edited by Volker S
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Marcus Vieweg

Hallo Volker,

na das ist ja blöd! Da sieht man mal was Trivialnamen für einen Schaden anrichten können. Ich habe immer nur auf der Packung Metaldehyd gelesen und wirklich gedacht es handelt sich um Methaldehyd! Würden die Leutchen mal den richtigen IUPAC-Namen der dann wohl 2,4,6,8-Tetramethyl-1,3,5,7-tetroxocan ist verwenden, würde es auch nicht zu Verwechslungen kommen. Es handelt sich also um das Tetramer von Acetaldehyd. Das passt dann natürlich genau mit n=4.

Ich hab mich ja schon immer gewundert, dass das Methanal überhaupt so beständig ist. So erklärt sich natürlich einiges :D

Der Stoff ist an sich ja auch in Wasser schwer löslich. Was da dann für Abbauprodukte auftreten, keine Ahnung.

Aber ich Teste einfach mal mit meinen Linsen und geb dir mal Bescheid, ob es bei mir auch Probleme gibt oder nicht.

LG und danke für's Aufklären!

Marcus

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... 2,4,6,8-Tetramethyl-1,3,5,7-tetroxocan ...

Also wenn ich euer Chemotherapie-Mix-Ox-Hyd-had-und-wer-weiß-was lese habe ich volles Verständnis für die Schleimfüße! Die gehen nicht am Wirkstoff ein, sondern sind einfach verhungert bis sie wissen was da vor ihnen liegt :SOS:

@ Volker: ja das mit dem Kragen ist mein einziges bislang ungelöstes Problem, vielleicht ließe sich das ja chemisch lösen??? ;)

In der Tat haben die Schnecken kein Problem mit der Kante. Das mit der Klinge kannte ich auch von der guten alten Weinbergschnecke, die selbst längs der Schneide kriechen können soll. Doch offenbar haben sie Schwierigkeiten mit der Witterung und finden die Orchies einfach nicht. Leider trifft das nicht auf unsere Heuschrecken zu, die springen rein, fressen aber zum Glück nur an den Blättern.

Sollte ich das Kragenproblem in den Griff bekommen werde ich es mitteilen.

Du könntest aber doch einfach solche Röhren über die Pings stülpen wenn du 'Korn ausstreust, so kommt garantiert nix drauf.

Gruß Piesl

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Hallo Peter

...ja das mit dem Kragen ist mein einziges bislang ungelöstes Problem, vielleicht ließe sich das ja chemisch lösen??? ;)

Webkamera - Software mit Gesichtserkennung auf Schneckenprofil umstricken und an ein Laserzielsystem anbinden.

Du könntest aber doch einfach solche Röhren über die Pings stülpen wenn du 'Korn ausstreust, so kommt garantiert nix drauf.

Womit wir wieder beim Styling wären. Ich mag lieber blaue Punkte im Beet als Leergut zu züchten. Evtl. sind aber Markus Linsen der Schlüssel zum Erfolg (so eine Bezeichnung für Schneckenkorn ist hier nicht geläufig) - obwohl ich auch dann den direkten Kontakt zu Pingblättern vermeiden würde. Da ich weitsichtig bin, und selten eine Brille am Beet auf habe, sehe ich nur grobe Sachen (Ping da, oder nicht da - ganz so schlimm ist es noch nicht). Wenn ich nicht gerade Bilder gemacht hätte, wären mir so kleine Veränderungen des Blattes kaum aufgefallen.

-volker-

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Hey Leute!

Es gibt Alternativen bei der Schneckenabwehr! Man(n) muss nicht gleich die chemische Keule rausholen.

1. Die Bierfalle:

Funktionsweise: Die Schnecken werden durch das Bier angelockt und kriechen in die Behältnisse rein. Sie trinken davon, werden besoffen und ersaufen!

Vorteile: Die Materialien sind günstig und im jedem Haus vorhanden. Die Anwendung ist einfach und nicht umweltschädlich.

Nachteile: Die Bierfallen funktionieren nur dann am besten, wenn nur geringes Nahrungsangebot herrscht! Spätestens im Frühsommer kann man es vergessen. Außerdem lockt der Biergeruch evtl. andere Schnecken an (z. B die artengeschützte Weinbergschnecke!). Ohne ein Vorhandensein einer Abdeckung wird bei Regen das Bier verwässert und die Wirkung lässt nach.

Mehr Info:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bierfalle

2. Ansiedlung und Schutz von natürlichen Feinden der Schnecke wie Laufenten, Frösche, Igel...

Ich glaube das muss ich nicht vertiefen! ;)

3. Schneckenzaun (herkömmlich):

Funktionsweise: Der Schneckenzaun besteht aus Metall oder Kunststoff, über den die Schnecken nicht kriechen können. Nach dem Erklimmen des ca. 10 cm hohen Zaunes, der bis zu 15 cm tief im Erdreich vergraben werden sollte, stürzen sie an einem abgewinkelten Stück ab.

Für bessere Ergebnisse sollten überstehende Pflanzenteile entfernt werden!

Vorteile: Die Schnecken werden nicht verletzt/umgebracht. Sie locken keine weiteren Schnecken an - im Gegensatz zur voher beschriebenen Bierfalle.

Nachteile: Der Aufwand ist z. T hoch, vor allem wenn man eine größere Fläche schützen will. Außerdem sind manchen Leuten Schneckenzäune ein Dorn im Auge, also sind ästhetische Probleme keine Seltenheit.

Mehr Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Schneckenzaun

4. Schneckenkragen:

Funktionsweise: Sie funktionieren ähnlich wie herkömmliche Schneckenzäune, gleichen aber einem Rohr, dass nach außen geklappt ist.

Vorteile: Schneckenkragen gelten als besonders effektiv. Das Problem ist nach einer einmaligen Installation gelöst. Schnecken auch hier nur abgewehrt und nicht getötet, außerdem werden auch keine weiteren angelockt. Besonders geeignet, wenn man einzelne/weit auseinanderstehende Pflanzen schützen will . Sie belasten nicht den Boden wie Schneckenkorn.

Nachteile: Der hohe Preis und eventuelle Ästhetikprobleme.

Mehr Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Schneckenkragen

5. Lebermoosextrakt:

Funktionsweise: Macht besprühte Pflanzen für Schnecken ungenießbar. In einem Versuch von Prof. Dr. Jan-Peter Frahm vom Botanischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wurde nachgewiesen, dass Schnecken solche behandelte Pflanzen selbst dann meiden, wenn keine weitere Nahrungsquelle existiert.

Vorteile: Effktiv, billig, tier- und umweltfreundlich. Einfach anzuwenden und sehr ergiebig.

Nachteil: Nach starken Regenfällen sollte der Schutz aufgefrischt werden.

6. Kaffeesatz:

Funktionsweise: 1-2% Koffein ist tödlich für Schnecken.

Vorteile: Ist billig, einfach und umweltfreundlich.

Nachteile: Nach Regen sollte erneut ausgestreut werden!

Das waren erstmal meine bekannten Methoden. Wenn es weitere Alternativen gibt - außer das hier heiß disktutierte Schneckenkorn! - dann immer her damit! :D

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Hallo Markus

Bei der P. corsica und P. fiorii scheinen tatsächlich die Schneckenkörner das Problem zu verursachen. Vor allem die von dir gezeigten Primärschäden sind recht eindeutig.

...die P. fiorii sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus. Ein bisschen speckig sehen die eigentlich immer aus. Hier mal ein Crop aus einem anderen Blickwinkel von der P. fiorii (aufzoombar)

m_ping_fiorii_nah.jpg

@Kevin,

Dankeschön für Deine genannten Alternativen. So manches davon ist leider definitiv nicht besonders wirkungsvoll. Ich habe selbst 2 Frösche und eine Erdkröte in meinem Beet. Demnach dürfte ich keine Schnecken mehr haben. Auch Bier ist doch nur ein Lockmittel. Da freuen sich die Schnecken, dass sie nicht nur Orchideen mampfen dürfen, sondern auch noch beim Bier abchillen können.

Aber die biologischen Methoden des Sudbrauens/Extraktion diverser Pflanzen klingt interessant.

-volker-

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Also ich hab bisher nur Gutes über Schneckenzäune gehört. Die werden einfach um das Beet drumherum gezogen, sind etwa 10cm hoch und die gibts sogar noch mit Mustern/versch. Farben ect...

Das sieht dann auch deutlich besser aus, als abgeschnittene Plastikflaschen. Angeblich sollen die Schneckenzäune aus Kupfer (oder wars Messing?? - irgendein buntes Metall jedenfalls) noch besser wirken. Man muss natürlich auf überhängende Pflanzen achten; sollte aber eigentlich kein Problem sein.

Ich werde die Zäune demnächst mal für ein Hochbeet ausprobieren, da hat man noch weniger das Problem mit überhängenden Pflanzen. Wenn der Thread dann noch aktuell ist, kann ich ja mal meine eigenen Erfahrungen berichten.

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6. Kaffeesatz:

Funktionsweise: 1-2% Koffein ist tödlich für Schnecken.

Vorteile: Ist billig, einfach und umweltfreundlich.

Nachteile: Nach Regen sollte erneut ausgestreut werden!

hallo

das mit dem Kaffe habe ich schon mal irgendwo gelesen und dieses Jahr ausprobiert um jede angefressene Pflanze(keine Karnivoren sondern andere Pflanzen) habe ich Kaffesatz gestreut

es hat wirklich funktioniert die Pflanzen wurden nicht mehr angefressen.

Jedoch gab es jetzt vor ein paar Tagen einen Rückschlag meine Clematis 'Aromatica' wurde trotz Kaffee sehr stark angefressen, habe jetzt noch mal Kaffee hingestreut und zusätzlich kleine Eierschalenstücke, soll ja angeblich auch gegen Schnecken helfen, da sie die scharfkantigen Eierschalen meiden sollen, ob das wirklcih stimmt werde ich bald sehen. und 3 Körnchen Schneckenkorn habe ich noch hingestreut.

Zum Schneckenkorn, es wird in der Regel immer zuviel ausgestreut ein paar einzelne Körner reichen meist völlig aus, es muss nicht der ganze Boden blau sein^^ den Schneckenkorn lockt ja auch die Schnecken und auch die toten Schnecken werden von Artgenossen gefressen und locken somit weitere Schnecken an

ich verwende Schneckenkorn nur gelegentlich da mir die großen und schön gefleckten Tigerschegel leid tun die leider auch das Scheckenkorn fressen. Diese gefleckten Schncken können zwar auch Pflanzen schädigen aber sie fressen auch andere Schnecken zudem sind sie aufgrund ihres Fleckenmusters und der Größe schon sehr interessant. Zudem gibt es bei mir Glühwürmchen und ich kann mir vorstellen das deren Larven eine mit Schneckenkorn vergiftete Schnecke fressen würden und daran sterben würden

Dieses Jahr gibt es sehr viele Gehäuseschnecken bei mir die leider auch an meinen Pflanzen fressen, die trage ich soweit wie es geht weg, da mir Schnecken mit "Häuschen" sympathischer sind als die "nackten"

ob man Lebermoosextrakt auch selbst herstellen kann?, etwas Lebermoos wächst zwar im Garten aber man wird sicher sehr viel Moos brauchen um den ganzen Garten Schneckensicher zu machen

Edited by Seitinger
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