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Als Normalsterblicher Wasser testen?!


Guest OlliK1983

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Guest OlliK1983

Hallo zusammen!

Ich habe da mal eine Frage:

Nebenan fließt ein Bach an unserem Haus entlang. Er entspringt aus einer Quelle. Diese Quelle ist als "Heilquelle" in Straßen-/Gebietskarten verzeichnet.

Ich weiß nun nicht wie ich prüfen kann, ob das Wasser für meine VFF geeignet ist.

Mein Problem:

Die ersten 50 Meter fließt das Wasser durch ein kleines Wäldchen mit vielen Bäumen. Das Wasser ist super klar, das ist nicht das Problem, aber der Bachlauf scheint regelrecht zu "rosten"... :blink:

Die Blätter die im Wasser liegen, die Äste oder Wurzeln der Bäume sind alle Orange/Kupfer/Bräunlich überzogen...

Wie kann ich denn nun herausfinden, ob dieses Wasser für meine Dionaea geeignet ist?

Liebe Grüße, und Danke im Voraus!

Oliver

Edited by OlliK1983
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Wenn es als Heilwasser o.ä. ausgezeichnet ist, müssten eigentlcih bei den örtlichen Behörden (sprich Trinkwassergesellschaft) Wasserwerte vorliegen. Man zeichnet ja nicht einfach so irgendeinen Bach oder Fluss als Heilquelle aus ohne zu wissen, was überhaupt drin ist. Also anrufen und sich erkundigen.

Zweite Möglichkeit wäre sich für teuer Geld Wassertests zu kaufen, sprich Carbonathärte, Eisen usw. Geht allerdings für eine VVF ganz schön ins Geld --

Ohne ein Bild zu sehen ist es natürlich auch schwierig zu beurteilen, was da genau vor sich geht. Es muss nicht unbedingt an Wasserwerten liegen, möglich wären auch Mikroorganismen die das Material überziehen und dementsprechend gefärbt sind.

Grüße

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Hi,

die einfachste Möglichkeit wäre aus meiner Sicht, dass du es einfach mal ausprobierst.

Nimm doch einfach einen Ableger, eine junge Pflanze o.ä., damit ein ggf. auftretender Verlust nicht ganz so stark ins Gewicht fällt.

Ich kann dir nur sagen, dass ich in Trockenperioden auch Wasser aus einem Fluss nehme, allerdings ist das keine Heilquelle.

Grüße

Daniel

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Hi,

wenn ein gutes Tiergeschäft in der Nähe ist kannst du in der Aquarienabteilung oft das Wasser testen lassen. Wäre billiger als extra Wassertests zu kaufen. Bei den Behörden nachfragen ist aber einfacher ^^.

Evtl kannst Du auch über die Vegetation am Bach SEHR grobe Rückschlüsse zur Eignung des Wassers als Gießwasser ziehen. Wenn z.B. sehr Nährstoffhungrige Pflanzen dort wachsen braucht man nicht extra nen Test machen um zu wissen, dass es für eine VFF kaum geeignet ist.

Gruß Stephan

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Gordon Shumway

Hallo!

Grundsätzlich würde ich eher abraten, da 'Heilquellen' im Vergleich zu normalem Quellwasser meist ganz besonders mineralhaltig sind.

Von deiner Beschreibung dieses roten Zeugs her ist die Quelle stark verockert.

Das passiert, weil im sauerstoffarmen Grundwasser sich größere Mengen an zweiwertigem Eisen lösen können.

Kommt dieses Wasser jetzt aber an die Oberfläche und der atmosphärische Sauerstoff löst sich im Wasser, oxidiert das Eisen und wird dreiwertig.

Dreiwertiges Eisen ist schlechter löslich in Wasser und fällt deshalb als lebensfeindlicher Niederschlag aus.

Weil er den gelösten Sauerstoff aufzehrt und Poren verstopft, ist Verockerung meist ein Zeichen dafür, dass du dort kaum höheres Leben finden wirst.

Als Faustregel für Quellen kann man übrigens noch sagen, je höher sie sich im Gelände befinden, desto weniger gelösten Mineralien enthält deren Wasser.

Dies liegt daran, dass Quellen meist von Regenwasser gespeist werden. Je länger dieses durch den Untergrund wandert, desto mehr Mineralien kann es lösen und desto härter wird es.

Ist aber nur eine Faustregel und die tatsächlichen Werte können lokal sehr stark davon abweichen, besonder wenn mineralhaltige Böden oder Landwirtschaft noch mit im Spiel sind.

Als ganz einfache Untersuchung könntest du einfach mal eine Schale von diesem Wasser verdunsten lassen und dir anschauen, wieviel Salz noch übrig bleibt.

Ich vermute, es wird bei deiner Heilquelle mehr sein, als beim örtlichen Leitungswasser!

MfG,

Gordon

Edited by Gordon Shumway
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Benedikt Schmitt

Hi,

also wir hatten fuer unser Aquarium fuer ein paar Euros solch Teststaebchen gekauft, glaub so 5-6 €. Die sind zwar nicht die genauesten, aber fuer das Geld auf jedenfalls gut genug. Beim Test in Zooladen ist es auch so das man nicht gesagt bekommt wie Hart das Wasser ist, die pruefen nur ob das Wasser eben fuer die Tiere brauchbar ist und das haengt vor allem von der Konzentration an Nitraten im Wasser ab.

Hatte mit dem Test spasseshalber mal unser Leitungs- und Regenwasser gemessen. Das Regenwasser war bei <3°d Gesamthaerte, das Minimum bei diesem Test, das Leitungswasser war bei ca.14°d GH.

Karbonhaerte laesst sich auch messen, da weiss ich allerdings nicht mehr was raus kam.

jbl_wassertest_6in1.jpg

EDIT: Mir faellt gerade auf das ich mich vll im Preis getaeuscht habe, oder es ist eben teurer geworden.

Edited by Benedikt "Smir"
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Guest OlliK1983

Hallo zusammen!

Danke für die ganzen Antworten!

Ich werde wirklich einmal bei den Behörden nachfragen, ob irgendwelche Unterlagen zu dieser Quelle vorliegen.

Unsere Straße wurde ja sogar indirekt nach der Quelle benannt. Meine Straße heißt "Bornstraße" und "Born" ist ein altes Wort für Quelle...

Da wir in einem alten "Badehaus" wohnen, und damas eine Leitung direkt von der Quelle in unseren jetzigen Keller gelegt wurde, muss ja etwas in dem Wasser sein, was die Menschen dazu veranlasst hat, ein Bad darin zu nehmen. :)

Und @Alf... öhm @Gordon: Also "höheres Leben" in Form von Fischen (Stichlinge) findet sich schon ca. 50 Meter von der Quelle entfernt. Und mein Onkel pumpt sich immer ab einer Entfernung von 100 Meter Wasser in seinen Teich mit Goldfischen und Kois. Aus dem Bach selber trinken Schafe, Schweine, Gänse und Hühner... :)

Naja... vielleicht frage ich doch besser die Behörden und lasse das Wasser testen :dntknw:

Liebe Grüße,

Oliver

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Gordon Shumway

Okay, war wohl etwas missverständlich ausgedrückt.

Die Todeszone für höhere Wasserlebewesen erstreckt sich natürlich von der Stelle, an der das zweiwertige Eisen ins Wasser gelangt (normalerweise die Quelle) bis zu dem Punkt an dem alles zu rotem Eisen oxidiert ist (am Ende des Ockerfeldes). Danach kann sich das Wasser wieder ganz normal mit Sauerstoff anreichern.

Und dieser Eisenniederschlag ist eben schon ein eindeutiges Anzeichen, dass in dem Wasser wahnsinnig viele Ionen gelöst sind.

Schafen & Co ist das natürlich egal, denen machts nix, ob sie Wasser mit einem Sauerstoffgehalt trinken, welcher nahezu bei null liegt. Und die feinen Eisenpartikel stören im Verdauungstrakt ebenfalls nicht.

muss ja etwas in dem Wasser sein, was die Menschen dazu veranlasst hat, ein Bad darin zu nehmen

Richtig, und genau deshalb wird das Wasser für Gießzwecke besonders ungeeignet sein, weil du dafür ja gerne Wasser hättest, in dem möglichst nichts drin ist.

Während meines Studiums habe ich mal im Rahmen eines Seminares Quellen unter die Lupe genommen und deren Wasserwerte, Flora und Fauna untersucht.

Bei dieser Untersuchung war ebenfalls eine Heilquelle dabei. Die Untersuchung der elektrischen Leitfähigkeit zeigte einen Wert von 504 µS/cm, einem Vielfachen dessen, was 'normale' Quellen im Schnitt aufweisen.

Kann man jetzt natürlich nicht Verallgemeinern, aber ich denke, bei deiner Quelle werden die Ergebnisse in einem ähnlichen Bereich liegen.

MfG,

Gordon

Edited by Gordon Shumway
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Wie kann ich denn nun herausfinden, ob dieses Wasser für meine Dionaea geeignet ist?

Der einzig sinnvolle und für Heimanwender praktikable Test ist die Messung des elektrischen Leitwerts.

Mit einem Leitwert unter 100 Mikrosiemens bzw. 50..60 ppm bist Du beim Wasser auf der relativ sicheren Seite für Dionaea, ansonsten ist es ein Experiment.

Die preiswertesten Leitwertmeßgeräte gibt es bereits für ab 10 bis ca. 20 EUR, wobei der untere Preisbereich für Direktbestellungen in China gilt (4-6 Wochen Lieferzeit).

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Moin,

Bei mir Fließt auch ein Fluss und der soll laut dem Nabu Gewässergüteklasse 2 Haben

1-2 KM weiter ist ein See der sollte ein naturschutzgebiet werden wurde es aber nicht.

da sollen laichfische leben und der boden soll mit kies bedeckt sein,

Könnte ich das wasser benutzen?

Gruß

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Gordon Shumway

Die Gewässergüteklasse sagt eigentlich überhaupt nichts über die chemischen Eigenschaften des Wassers aus.

Dabei geht es eigentlich nur um den Grad der Naturbelassenheit des Flussbettes und des Ufers, sowie das Vorhandensein gewisser Indikatortiere.

Also kann das Wasser selbst bei Güteklasse 1 knüppelhart und damit völlig ungeeignet für Pflanzenbewässerung sein!

Es ist ein absoluter Trugschluss, dass Wasser aus Seen und Flüssen besser zum Gießen geeignet sein soll als Leitungswasser.

Meistens ist eher sogar das Gegenteil der Fall, außer man entnimmt das Wasser ausschließlich regenwassergespeisten Gewässern.

MfG,

Gordon

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Feldenberg

Hi,

was freie Gewässer angeht kann ich Gordon nur zustimmen; aber natürlich ist ein sumpfiger Angelteich im Tiefland noch was anderes als ein torfiges Mittelgebirgsgewässer.. wie auch immer: ich wollte nur zu Jusch ergänzen, dass es günstige und funktionale ppm-Meter mittlerweile beim grossen Onlineauktionator für 8 EURO INKL Versand AUS DTL. gibt. Ich hatte mir so ein DIng zum Testen meines Abwassers aus dem Wäschetrockner gekauft und war sehr zufrieden (sowohl mit dem Teil wie mit den Werten :-). Roter Belag im Wasser hat wirklich meist mit Eisen zu tun, aber muss nicht gleich toxisch wirken. Auf dem Grundstück meiner Eltern fließt ein solches Bächlein auch und darin lebt allerlei Getier, zum Teil sogar Zeigerarten für gute Wasserqualität (Steinfliegenlarven und Bachflohkrebse sowie Erbsenmuscheln). Aber das alles nützt uns Karnihaltern herzlich wenig, denn es kommt halt auf den Mineralstoffgehalt an.. Ich würde also nachdrücklich für die Anschaffung bzw. Benutzung von so einen PPM Wassertester plädieren!

Meint

Feldi

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