Lutz Posted August 30, 2012 Posted August 30, 2012 Hi, meine Knollendroserasammlung umfaßt nun schon mehr als 30 Töpfe und (bisher) habe ich meinen Spaß daran, die Knollen an Ende der Saison auszubuddeln und mich zu freuen, wenn es denn mehr geworden sind. Das Problem dabei ist, die ganz kleinen Knollen zu finden, insbesondere, wenn die auch noch weiß sind, so wie der Sand/Kies, den ich z.Zt. verwende. Subjektiv habe ich das Gefühl, dass ich etliche ganz kleine Knollen übersehen habe. Da es nun keine schwarzen Knollen gibt wohl aber schwarzen Aquariumkies müßte man die Knollen in einem total schwarzen Substrat ja wohl ganz gut finden. Nur handelt es sich dabei wohl immer um eingefärbten Auqariumkies und ich wollte mal fragen, ob jemand mit dem schwarzen Kies Erfahrungen hat oder vielleicht auch mit anderen eingefärbten Kiessorten. Nebenbei ist schwarzer Kies bestimmt auch ein Hingucker als Bodenbedeckung mit einer schön rot ausgefärbten Pflanze. Hier mal eines der Angebot, das sich von der Produktbeschreibung her ganz gut ließt: AQUACOLOR Aquarienkies schwarz AQUACOLOR ist mit Pigmenten eingefärbter Aquarienkies, um Ihr Aquarium besonders dekorativ zu gestalten. AQUACOLOR ist: frei von härtebildenden Stoffen farbecht und wasserfest 100% seewasserfest ohne Einfluß auf den pH-Wert des Wassers hygienisch einwandfrei ohne Verletzungsgefahr für die Fische wegen der abgerundeten Kanten des Kieses geprüfte Sicherheit Füllmenge: Für ein 100 Liter Aquarium sind 25 kg Aquarienkies erforderlich. Das Schüttgewicht von unserem Aquarienkies beträgt 1,67 kg/l. http://www.aquaristi...es-schwarz.html Danke im Voraus und mfg und gD (grünen Daumen) Lutz
Dieter Posted August 30, 2012 Posted August 30, 2012 Hallo Lutz, vielleicht keine schlechte Idee, es mal mit schwarzem Kies zu probieren. Für die Knollen verwende ich zur Zeit vor allem den (ungefärbten) weißen Kies, was bei weißen/weißlichen kleinen Knollen in der Tat manchmal recht schwierig ist, etwas zu finden. Außerdem werden meine Augen mit der Zeit leider nicht besser. Nun ist es sicherlich nicht unbedingt nötig, jede einzelne kleine Knolle zu finden, aber wenn man im Topf gräbt, möchte man ja doch vermeiden, dass allzu viele zu nah an der Oberfläche (und damit dem trockensten Bereich) zu liegen kommen. Die Abdeckung mit schwarzem Kies könnte problatisch werden, wenn der sich in der Sonne sehr stark aufheizen sollte und damit lokal die Temperaturen erhöht (bei dann natürlich gleichzeitig niedriger relativer Luftfeuchte). Es käme auf einen Versuch an, ob die Rosetten das vertragen oder nicht. Bei den Farbstoffen wäre noch die Frage, ob sie den schwach sauren pH vertragen. Viele Grüße Dieter
Nimpe Posted August 30, 2012 Posted August 30, 2012 Hallo, ich denke, dass es aus chemischer Sicht keine Bedenken geben sollte bei dem Kies. Das einzige Problem sehe ich in der zu starken Aufheizung, da sollte man aufpassen und probieren. Meist is der Kies ja auch "lackiert", also mit einer Glanzschicht umgeben, die Sonnenstrahlung in bestimmten Umfang einfach wieder zurückwirft. Probieren geht über studieren ;-) LG
Guest Posted August 30, 2012 Posted August 30, 2012 Ich habe zwar noch nie Knollendroseras kultiviert, würde aber vorschlagen ggf 90% schwarzen und 10% weißen Ließ zu nehmen der oben drauf kommt.
Lutz Posted August 31, 2012 Author Posted August 31, 2012 (edited) Danke für die Antworten. Ich denke ich werde mir mal einen kleinen Sack kaufen und es bei ein paar Problemtöpfen probieren (z.B. D. macrantha, schöne, weiße, runde Knolle und die kleinen sehen bis auf das Auge exakt so aus wie ein kleine Kieselsteine). Ich bin nämlich noch nicht so ganz überzeugt, dass die eingefärbten Teile, wenn sie denn ein halbes Jahr praktisch in einer schwachen Säure eingelegt sind, nicht doch etwas abgeben. Das ist ja nicht nur Stein und Kohlenstoff sondern ggf. ein orgnisches Pigment, ein Kleber und andere Zusatzstoffe. Schwarzer Kies für die Substratoberfläche sieht zwar bestimmt schick aus, aber das mit der Aufheizung ist natürlich gerade bei den Knollis ein KO-Kriterium. Dann wird es wohl wieder weißer Kies sein. Grüße Lutz Edited August 31, 2012 by Lutz
Roman.P Posted August 31, 2012 Posted August 31, 2012 Hallo, Bei der Produktbeschreibung des Schwarzen-Kieses steht ja "100% seewasserfest". Seewassser bzw. Salzwasser ist doch auch eine Säure und greift z. B. Beton massivst an. Wo ist da der Unterschied ...........im PH Wert?
Marc1234 Posted August 31, 2012 Posted August 31, 2012 Seewassser bzw. Salzwasser ist doch auch eine Säure Hallo Roman, Salzwasser ist eine Lösung von Salz in Wasser. Du meinst vielleicht Salzsäure, das ist aber Chlorwasserstoff gelöst in Wasser. Gruß Marc
Roman.P Posted August 31, 2012 Posted August 31, 2012 Hallo Roman, Salzwasser ist eine Lösung von Salz in Wasser. Du meinst vielleicht Salzsäure, das ist aber Chlorwasserstoff gelöst in Wasser. Gruß Marc Okey Säure war ein blöder Ausdruck. Aber ich meine halt das Salzwasser doch auch Materialien gerade wegen des Salzgehaltes zerstört wenn das der Kies aushält dann müsste Moorwasser kein Problem sein.
Dieter Posted August 31, 2012 Posted August 31, 2012 Hallo, Bei der Produktbeschreibung des Schwarzen-Kieses steht ja "100% seewasserfest". Seewassser bzw. Salzwasser ist doch auch eine Säure und greift z. B. Beton massivst an. Wo ist da der Unterschied ...........im PH Wert? Salzwasser ist keine Säure wie Marc schon geschrieben hat. Der pH-Wert dürfte ziemlich genau bei 7.4 liegen (sofern die Temperatur stimmt). Die Korrosion von Beton (oder genauer der Stahlstreben im Beton) ist genau wie die aller Eisenprodukte, die Seewasser oder auch der salzhaltigen Luft ausgesetzt sind, ausschließlich auf das Salz (letztlich als Katalysator) zurückzuführen, nicht auf von einer Säure freigesetzten Protonen. Lutz, bei mir wären wohl noch Arten wie D. zigzagia und salina potentielle Kandidaten, weil deren Knollen (zumindest die der kleineren Exemplare) auch bei dem von mir verwendeten Sand sehr schwer zu finden sind. Bis Sonntag :-) Dieter
Stefan H. Posted August 31, 2012 Posted August 31, 2012 Hallo Schön, dass du es mal probierst und wir dann wissen, ob der Sand ev. nicht doch ungeeignet ist und auf Dauer irgendwelche Stoffe abgibt. Vielleicht entfärbt er sich ja sogar nach einer gewissen Zeit?! Für das Hitzeproblem kann man doch einfach so vorgehen, dass man die normale Substratmischung eben mit dem schwarzen Sand macht und den normalen hellen Sand als dünne Deckschicht dazu gibt. So ist die Oberfläche hell aber die Mischung dunkel. Beim Topfen kippt man dann eben die Deckschicht ab und gut ist. Oder bilden sich viele Knollen in der Nähe der Substrat-Oberfläche (mit Knollendrosera kenne ich mich nicht sonderlich gut aus)? Viele Grüße Stefan
Lutz Posted August 31, 2012 Author Posted August 31, 2012 (edited) Hi Joh, genau so wollte ich es machen schwarzer ins Substrat und weißer oben drauf. Ja, es bilden sich auch Knollen knapp unter der Substratoberfläche, aber zumindest bei mir bisher nicht in der Deckschicht aus Kies (so 0,5 cm) sondern knapp darunter, wo halt das normale Substrat anfängt. Insbesondere hatte ich das bei Aussaaten, wo es eh nur winzige Knollen gibt und die sitzen dann knapp unter dem weißen Kies, sind womöglich weiß und exakt so groß, wie die Kieskörner. Da sitzt man dann mit einer beleuchteten Lupe und dreht fast jedes Sandkorn um. 30 Töpfe 7*7*10 alle mit Torf-Sand 1:1! Hört sich wirklich langweilig an, aber wenn man dann einen Brocken auseinanderbröselt und eine kleine Knolle findet und wenn es denn noch eine seltsamere Art ist, die man gerade ausgesät hatte (z.B. D. neesii ssp. borealis, 4 Knöllchen), dann hat das schon was von Weihnachten. Grüß Lutz Hihi, verschrieben aber so blöd, dass ich es mal stehenlasse. Nächster Versuch: Grüße Lutz Übrigens nur mal so, sind bei euch Knollikultivierende auch schon die ersten Austriebe da? Ich habe etwa 5 Tütchen mit ausgebuddeltenh Knollen, die schon bis zu 3 cm lange Austriebe habe (D. bicolor, D. stolinifera, D. fimbriata und noch was)? Edited August 31, 2012 by Lutz
Jan Z. Posted August 31, 2012 Posted August 31, 2012 (edited) Hallo Lutz, ich bin zwar erst seit dieser Sasion mit Knollen dabei, hoffe aber trotzdem etwas beitragen zu können. Bis jetzt zeigt sich bei mir nur D. auriculata an der Substratoberfläche. Von D. moorei, D. menziesii subsp. menziesii und D. menziesii `Manjimup`zeigt sich noch nichts, wie es unter der Oberfläche aussieht, kann ich leider nicht sagen. Ich hoffe aber auf baldigen Austrieb! Mit freundlichen Grüßen, Jan. Edited September 1, 2012 by JanZ.
Lutz Posted June 28, 2013 Author Posted June 28, 2013 (edited) Hi, hier mal ein kleines Update zum schwarzen Aquarienkies. Ich habe zu Beginn der letzten Saison bei einigen großen Töpfen (7*7*10) und etlichen kleinen (5*5*8,5; für Aussaaten) o.g. schwarzen Kies und Torf 1:1 verwendet. Vorzugsweise habe ich das bei den großen Töpfen mit Knollen gemacht, von denen ich etliche hatte und eh 2 Töpfe machen mußte (D. stolinifera, D. rupicola, D. erythorhiza ssp. collina, D. moorei). Zwischen den Töpfen mit "normalem", weißen, gewaschenem Aquariumkies, den ich gewöhnlich verwende und den Töpfen mit dem schwarzen Kies habe ich keinerlei Unterschiede bezüglich Wachstum, Ablagerungen, Knollenausbeute o.ä. bemerkt. Bei den Aussaaten habe ich etwa 10 Arten in o.g. Mischung ausgesäät. Das waren alles Samen von Dieter, die üblicherweise sehr gut Keimen. Auch da keine Besonderheiten zu vermelden, obwohl ich natürlich nicht sagen kann, ob ich bei der "normalen" Mischung nicht vielleicht mehr Miniknollen erhalten hätte. Die Ausbeute war bisher jedoch gut (immer >10 Minis). Insofern läßt sich mit den Einschränkungen, die ein so begrenzter Versuch hat, sagen, dass es mit dem schwarzen Kies genauso gut geht wie mit dem Weißen. Nun zu dem, was ich eigentlich wollte, nämlich die Knöllchen besser finden. Ich muss sagen, dass ich im höchsten Maße begeistert bin. Hier mal ein Bild, das jeder, der schon mal Knollen ausgebuddelt hat, so ähnlich kennt: Das sind D. gigantea-Knollen, schon ein wenig größer und auch im weißen Kies relativ gut zu erkennen. Von Dieter hatte ich u.a. D. macarantha ssp. planchonii-Samen bekommen. Das waren dann nach einem dreiviertel Jahr 16 niedliche, weiße Knöllchen und alle etwa 1 mm und kleiner. Stellt euch die bitte anstatt der D. gigantea-Knollen im obrigen Bild vor. Hier das entsprechende Bild dazu, wie es bei mir aussah: Man hat die weißen Miniknöllchen hervorragend gesehen. Mein Fazit: Der schwarze, künstlich gefärbte Kies scheint vom Material her genauso gut wie der von Natur aus weiße. Er hat allerdings den Nachteil, dass es ihn (zumindest hier in Berlin im Futterhaus) nur in einer Körnung gibt und das er teurer ist als der Naturweiße. Das Auffinden von kleinen und weißen Knollen ist wesentlich leichter, als wenn man weißen Kies/Sand verwendet und er ist auch psychoaktiv! Er hat eine beruhigende Wirkung, denn man hat nicht mehr das schlechte Gefühl, dass irgendwo im Haufen noch kleine Töchterknöllchen liegen, die man vergessen hat und die dann wahrscheinlich verkommen. Ich werde zukünftig bei Aussaaten den schwarzen Kies verwenden und bei allem, was weiße oder weißliche Knollen hat, ebenfalls. Eventuell werde ich ganz darauf umstellen. Grüße Lutz Edited June 28, 2013 by Lutz
Dieter Posted June 30, 2013 Posted June 30, 2013 Hallo Lutz, die Suche nach den weißen Knöllchen kann in der Tat beliebig viel Zeit in Anspruch nehmen. Bei den D. heterophylla von Henry habe ich schlicht aufgegeben und warte einfach darauf, was im Herbst wieder erscheint. Das mit dem schwarzen Kies muss ich mir auch mal überlegen. Viele Grüße Dieter
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