Andreas.f Posted September 2, 2012 Posted September 2, 2012 Guten Abend Ich habe ein ca drei Quadratmeter grosses Moorbeet, welches ich im Frühjahr erbaut habe. Das Moorbeet wurde beim Bau so mit Torf gefüllt, dass die Substratschicht ca 10 cm über die Teichfolie hinausragt.( leichter Hügel) Mit anderen Worten: Das Moorbeet hat 10 cm unter der Substratschicht einen natürlichen Überlauf.... Die Schlenken füllt es bei Regen mit Wasser, jedoch fällt der Wasserstand nach dem Regen innert zwei Tagen um ca 10cm Wenn die Schlenken dann ausgetrocknet sind stabilisiert sich der Wasserstand jedoch wieder bei ca 10- 25 cm unter der Erdoberfläche... Nun frage ich mich ob ich im oberen Bereich der Teichfolie ein Leck habe, da in den ersten Tagen nach dem Regen der Wasserstand so schnell fällt. Oder saugt die obere Torfschicht welche nicht geflutet werden kann (wegen dem Überlauf) das Wasser die ersten zwei Tage einfach auf? Oder verdunset im Moorbeet so viel Wasser? Ist etwas kompliziert, aber ich hoffe Ihr versteht was ich meine... Mit freundlichen Grüssen Andreas Fuhrer
jusch Posted September 2, 2012 Posted September 2, 2012 Oder verdunset im Moorbeet so viel Wasser? Ja, natürlich. Wenn die obersten 10cm Verbindung zum umgebenden Erdreich haben, dann zieht das umgebende Erdreich rund um das Moorbeet durch "Kapillarwirkung" erhebliche Wassermengen aus dem Moorbeet ab, und zwar immer dann, wenn das umgebende Erdreich trockener ist als Dein Moorbeet. Also "fast immer".
Andreas.f Posted September 2, 2012 Author Posted September 2, 2012 (edited) An Jusch Die obersten 10cm sind nicht mit dem übrigen Erdreich verbunden! Die Teicholie geht bis an das umliegende Erdreich, jedoch wurde der Torf noch weiter aufgefüllt, so dass ein Hügel entsteht(Übertrieben gesagt) Ich wunderte mich nur wie schnell die Schlenke aufgesaugt wird, danach bleibt der Wasserstand jedoch stabil! Eigentlich kann ich mir auch fast nicht vorstellen dass da ein Loch sein soll! Aber so 5cm pro Tag sind also nicht ungewöhnlich? Mit freundlichen Grüssen Andreas Fuhrer Edited September 2, 2012 by Andreas.f
Florian S. Posted September 2, 2012 Posted September 2, 2012 (edited) Aber so 5cm pro Tag sind also nicht ungewöhnlich? Nein, nicht ungewöhnlich. Je nachdem wieviel Sphagnum du drin hast, verdunstet auch das Wasser schneller oder langsam, da sich die Oberfläche eben erheblich vergrößert. An Tagen wie heute, trocken, 24°, gieße ich in meinem Beet (2m²) täglich 15Liter Wasser nach und damit halte ich es bloß feucht. Edited September 2, 2012 by Florian S.
Piesl Posted September 3, 2012 Posted September 3, 2012 Hallo Andreas, nein, absolut kein Problem. Bei mir kommen im Beet (ca. 1,5 x 3,5 m x 0,6m) an warmen Tagen locker 20 Liter weg. Trockene Luft, Wind und Sonne nehmen da einen gewaltigen Schluck. An richtig heißen Sommertagen ist die Verdunstung deutlich höher. Da kann meine Schlenke mal gut nen knappen halben Meter ins Beet überflutet sein, am Abend ist sie bis etwa 5 cm unter der Oberfläche trocken. Letztlich verdunstet nicht nur der Torf selbst große Wassermengen, sondern auch die Pflanzen, allen voran Sphagnum. Dieses nimmt ja bis zum 10 fachen seines Volumens an Wasser auf. Das heißt aber nicht, dass darauf besser zu verzichten ist. Die Verdunstung kühlt und verbessert das Mikroklima (siehe z. B. Blumenbeet im Garten, wie schnell da alle die Köpfe hängen lassen). Da hilft einfach nur nachgießen. So ein Beet ist und bleibt am Ende nur ein sehr großer Blumentopf. Gruß Piesl
Andreas.f Posted September 4, 2012 Author Posted September 4, 2012 Guten Abend Danke für eure Antworten! Dann ist es wahrscheinlich doch normal, obwohl ich -leider- keinen Spaghnumteppich habe.. Apropo Spaghnum: Noch eine Frage: Ich habe im Frühjahr die Spaghnumköpfe in den Torf gedrückt, jedoch ist bis jetzt noch nicht viel gewachsen. Erst ca 1-2 cm hoch und immer noch nicht eine geschlossene Fläche. Wie lange dauert es normalerweise bis Spahgnum richtig wächst? Eure Erfahrungen würden mich sehr interessieren! Mit freundlichen Grüssen Andreas Fuhrer
Volker S Posted September 4, 2012 Posted September 4, 2012 ...ohne Relation zur bepflanzten Größe, und mit wie viel Köpfen diese Fläche dann geimpft wurde, ist es natürlich schwer hier eine Antwort zu geben. Das beste Stichwort dazu heißt aber Geduld. Im Normalfall dauert das Anwachsen halt einige Zeit. Auch später reicht es eigentlich aus, 1 bis 2 Mal im Jahr zu roden - je nachdem ob Du überhaupt Flächen freihalten möchtest. Bei mir geht z.Z. am Meisten Sphagnum bei der Bekämpfung von Frauenhaarmoos drauf. Bevor das Frauenhaarmoos beim einzelnen Strang ziehen reißt, rupfe ich lieber das ganze Moos raus (inkl. Sphagnum + Torf). -volker-
Piesl Posted September 4, 2012 Posted September 4, 2012 Hallo, wie es Volker schon sagte: die Masse macht's! Bei guter Pflege wirst du im kommenden Sommer einen deutliche Zuwachs haben. Wie hoch oder dicht der jedoch ausfällt hängt aber von der Sorte ab und somit von welchen Voraussetzungen das Sphagnum kommt - nasser Ursprung schnelleres und höheres Wachstum - trockener Ursprung, zumeist die roten und braunen Arten, kürzer und dafür dichterer Wuchs. Übrigens, das Zeug heißt Sphagnum (sprich: SFAGNUM), das "h" kommt hinter das "P" Piesl
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