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Sarracenia Leucophylla extrem schmale Schläche


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Chris Vorreier
Posted

Hallo werte Gemeinde,

Ich bins wieder mal.

Ich wollte mich noch erkundigen woran es liegen könnte, dass meine leucophylla Triebe von einem halben meter bildete, diese jedoch nur eine Öffnug von maximal 1cm hatten.

Ich hab mich so gefreut als die ersten kamen und dann waren es solche mickrigen Schläuche die ständig umkippten sobald es ein paar Insekten in die Pflanze schafften.

MfG

Chris

Posted

Hallo Chris,

gib ihr einfach Licht!

Grüße Stefan

Posted

Hm, das könnte jetzt viele Gründe haben. Fotos wären hilfreich.

Vielleicht wirklich Lichtmangel aber vielleicht auch einfach die ersten Anzeichen von Phyllodienbildung oder auch was ganz anderes.

Schöne Grüße, Andre

Chris Vorreier
Posted

mhhh ein Bild könnte ich morgen machen...die Pflanze befindet sich in meinem Moorkübel im Garten, der den ganzen Sommerlang vom 9-16 Uhr volle Sonne bekam. Die anderen Pflanzen haben sich auch ganz gut entwickelt. kann es auch an etwas anderen liegen?

Posted

Hallo,

das Phänomen konnte ich auch bei meiner Leucophylla im Moorbeet auf der Dachterasse

feststellen. Diese war den kompletten Winter (-25°) draußen und hat sich nur sehr schwer

wieder erholt. Der erste Schlauch kam erst gegen Juni. Mitlerweilen sind es wieder vier

Schläuche, sehr gut ausgefärbt aber auch wie du schon sagst sehr sehr schlank :(

Also wenn du die Pflanze über den Winter draußen hattest kann es denke ich mal durchaus

auch daran liegen.

Viele Grüße

Ulrich

Posted (edited)

Das Problem hatte ich auch Jahrelang. Habe nie herausgefunden, woran es lag. Irgendwann habe ich Sarracenia leucophylla dann aufgegeben. Seit ein paar Jahren habe ich wieder welche, jedoch andere Klone, die ohnehin breiter sind. Diesmal klappt es komischerweise. Vielleicht lag es tatsächlich, wie Ulrich es schreibt, an den Temperaturen bei Freilandhaltung. Ich denke, Sarracenia leucophylla braucht lange, um sich von unsere kalten Wintern zu erholen, außerdem braucht sie es im Sommer - glaube ich - sehr warm. Meine Leucophylla sind auf meiner Fensterbank (Südfenster) auch schöner gekommen als auf dem Balkon. Vielleicht war es auch ein durch das Gießen mit destilliertem Wasser hervorgerufener Nährstoffmangel? Wenn allerdings in Deinem Moorkübel andere Sarracenien daneben prima wachsen, liegt es wohl nicht daran. Also vielleicht doch die Temperatur? Das hieße also frostfrei überwintern und im Sommer hinter Glas halten - einen Versuch wäre es vielleicht wert.

Gruß,

David

Edited by David M.
Posted

Hallo zusammen,

ich kann Davids Vermutung bestätigen: Ich halte hier im Breisgau erfolgreich eine wunderhübsche S.leucophylla-Hybride am Fenster, deren Ableger bei meinen Eltern (Freiland, Mittelgebirgslage) allerdings genau so ausschauen wie oben beschrieben - und das trotz frostfeier Überwinterung drinnen. Es kann also wirklich mit den sommerlichen Durschnittstemperaturen zu tun haben. Wahrscheinlich muss man, wenn man klimatisch ungünstig wohnt, bei S.leucophylla sehr mit dem Standort experimentieren - eben so sonnig und geschützt wie möglich.

viele Grüße

Feldi

Posted

Hallo,

wie hier schon geschrieben, sind S. leucophylla und deren Hybriden nicht die tollen Pflanzen für das Moorbeet.

Sie überleben zwar den Winter (meist) ganz gut, haben jedoch im Sommer nicht die Temperaturen die sie benötigen um schöne Schläuche auszubilden (nur wenige lange dünne Schläuche, bei 30° bis 40° C fangen die sich erst an wohl zu fühlen). Dazu kommt, dass die eigentliche Wachstumszeit der S.leucophylla im Herbst liegt (an den Naturstandorten nach dem trockenen Sommer). Auch an den Naturstandorten kann man schöne große S. leucophylla nur im September/Oktober beobachten. Da haben die Pflanzen aber hierzulande schon den ersten Frost abbekommen. Wer schöne Pflanzen haben will, sollte ein Gewächshaus haben oder in südlicheren Gefilden leben (Ihr müsst Euch die Pflanzen mal in Italien bei den Sammlern ansehen)

Es gibt zahlreiche verschiedene Klone, die durchaus auch etwas besser wegkommen können, das Grundproblem bleibt jedoch immer das Gleiche.

Natürlich gibt es auch immer Unterschiede in den Jahren. Dieses Jahr war nach meinen Erkenntnissen wegen dem Winter/Frühjahr nicht das Beste.

Tolle Pflanzen im Freiland erhält man natürlich mit S. purpurea und deren zahlreichen Hybriden, mit S. oreophila und deren Hybriden. S flava geht auch, die Unterschiede zu den Gewächshauspflanzen sind jedoch auch hier schon erheblich.

Grüße

Thomas

Posted (edited)

Ich denke, daß es an den diesjährigen Wetterbedingungen im Frühjahr/Sommer liegt. Kaum eine der Sarracenien in meinen Moorkästen sieht heuer besonders toll aus. S. leucophylla beginnt jetzt erst mit dem Schlauchwachstum. Die Schläuche sind allerdings wesentlich schlanker, aber auch kürzer als normal. Allerdings stark genug, um den seit Wochen herrschenden starken Winden zu trotzen. Selbst meine S. purpurea ssp. purpurea sind um die Hälfte kleiner als gewöhnlich. Die Pflanzen sind alle gut ausgefärbt, aber eben weniger und kleiner als noch im Vorjahr.

An der zu kalten Überwinterung kann es bei mir nicht liegen, da ich meine Sarracenien (mit Ausnahme der purpurea) nicht mehr im Moorkasten, sondern etwa 10cm dahinter, überwintere. Da stehen sie hinter Einfachglas bei -2 bis +8 Grad bei draußen herrschendem Frost von -10 bis Spitzenwerten von -28 Grad. Also bei normalerweise idealen Bedingungen.

Nachtrag:

Die einzige Sarracenia (leucophylla-Hybride), die bei mir das ganze Jahr über und das seit vielen Jahren sehr gut aussieht, ist die im unbeheizten Stiegenhaus hinter Einfachverglasung. Und das bei Ostseite! Toll ausgefärbt, schöne und stabile Schläuche und jedes Jahr mit 2-3 neuen Austrieben. Substrat ist das gleiche wie bei denen im Moorkasten draußen. Aber sie steht halt wettergeschützt.

Liebe Grüße

Eve

Edited by Eve
Posted

Hallo Chris,

ich kann die Ausführungen meiner Vorredner nur bestätigen. Ich hatte auch jahrelang leucos im Moorbeet im Garten meiner Eltern - jedes Jahr das gleiche Ergebnis, mal besser mal schlechter: lange dünne Schläuche, kleine Öffnungen, breite Flügelleisten... kurz gesagt weit entfernt davon wie leucos aussehen können. Am besten wachsen die einfach entweder im Gewächshaus, mit deutlich verlängerter Wachstumsperiode, oder an einer sehr warmen und geschützten Stelle im Garten/Balkon. Tatsächlich ist hier die Wärme fast entscheidender als das Licht (also Ostseite statt Süd- oder Westseite, Nordseite oder ein dunkles Fenster geht natürlich auch bei viel Wärme nicht). Ich halte meine Sarras ja in einer Dachrinne auf der Westseite, wo im Sommer leicht mal Tagestemperaturen von 45° und mehr herrschen und seit dem klappts auch mit den leucos. Allerdings gibt es auch da Klone die wachsen besser, während sich andere schon noch mal extra bitten lassen müssen.

Ein sehr schöner (für mich der schönste) Klon ist Sarracenia leucophylla "Helmuth´s delight". Der ist nicht ganz so wärmebedürftig, sehr wüchsig und macht auch im Frühjahr schon schöne Schläuche. Christain Klein bietet diesen Klon übrigens an. Probiers mal mit dem, nimm die Pflanze den Winter über ins Haus (Keller frostfrei, oder kühles Treppenhausfenster...) und stell die Pflanze im zeitigen Frühjahr wieder raus. Du kannst dann noch ne große Glasvase drüberstülpen, oder sonstwas Frühbeetartiges basteln um die Temperaturen zu erhöhen.

Viele Grüße

Stefan

Posted

Aber vorsicht mit Glasvasen oder zu kleinen, geschlossenen Moorbeetkästen: Darin kann es bei Sonne schnell zu Verbrennungen kommen. Auch die Temperaturschwankungen können drastisch sein: An einem kühlen Tag kann es darin urplötzlich extrem heiß werden, sobald die Sonne ein bißchen herauskommt.

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