Andy Böhnke Posted October 2, 2012 Posted October 2, 2012 Hallo, Janine hat in diesem Jahr einen sehr informativen Artikel über den Karnivorenversand in die Schweiz geschrieben. Zur Gesetzeslage ist mir soweit alles klar. Auch jusch hatte bereits einige interessante Artikel über den Versand geschrieben. Was mir jetzt aber noch nicht so klar ist, wie und wo man CITES-Dokument erstellen lässt. Andreas Wistuba hat in dem oben verlinkten Artikel folgende Ergänzung gemacht: Dazu ist vielleicht noch zu ergänzen, dass die Schweiz das "vereinfachte CITES-Verfahren" - ich habe keine Ahnung, wie das offiziell heisst - zumindest von Deutschland aus akzeptiert. D.h. ein Pflanzengesundheitszeugnis, in dem das Landwirtschaftsamt die künstliche Vermehrung gemäß Artikel VII Absatz 5 WA bestätigt, wird als CITES-Ersatzdokument akzeptiert. Kann ich als Privatperson jetzt einfach von Landwirtschaftsamt gehen und sagen ich hätte gerne eine CITES-Dokument erstellt und dann kommt der Beamte mit und schaut sich mein Gewächshaus an? Muss man die Bescheinigung für jede einzelne Pflanze erstellen lassen oder wird generell vermerkt, dass man die Pflanzen künstlich vermehrt? Wie hoch sind die Kosten? Schöne Grüße Andy
Andreas Wistuba Posted October 2, 2012 Posted October 2, 2012 Hallo Andy, was willst Du denn genau machen? Viele Grüße Andreas
Andy Böhnke Posted October 2, 2012 Author Posted October 2, 2012 Hallo Andreas, also ich habe eine Anfrage von einem Schweizer, der gerne eine Sarracenien haben möchte. Sarracenien dürfen nicht ohne CITES in die Schweiz verschickt werden. Nun ist halt die Frage, ob und wie man CITES Dokumente erstellt. Für die Schweizer bleibt ja ansonsten kaum eine Möglichkeit an geschützte Pflanzen heranzukommen. Ich mein das Land ist klein und mit 8 Millionen Einwohnern auch nicht stark bevölkert. Die Bezugsquellen sind somit vermutlich gering. Wenn man nun mit verhältnismäßigem Aufwand und Kosten CITES Dokumente erstellen lassen könnte, wäre ja auch ein Versand von Dionaea, Nepenthes und Sarracenia möglich. Ansonsten lehne ich es ganz klar ab, diese Gattungen in die Schweiz zu schicken. Auf probieren oder tricksen will ich mich nicht einlassen. Schließlich sind ja Karnivoren mein Hobby. Die Gesetze wurden nicht ohne Grund erlassen und wenn man Siggis Beitrag zum Verschwinden einiger Sarracenien-Arten verfolgt hat, gibt es eine Menge schwarze Schafe auf der Welt, die tatsächlich Pflanzen aus der Natur zur Kultur und anderen schwachsinnen Dingen verwenden. Schöne Grüße Andy
Andreas Wistuba Posted October 2, 2012 Posted October 2, 2012 Hallo Andy, Eine vollwertige CITES bekommst Du vom Bundesamt für Naturschutz. Das lohnt für eine einzelne Pflanze aber nicht. Die wird dadurch unbezahlbar. Die kleine Lösung mit dem CITES-Eintrag im PGZ ist der Weg, den ich gehe. So ein PGZ kostet aber auch mehr als EUR 10,- Insofern ist das für einzelne Pflanzen ein teurer Spass. Ob Du registriert sein musst um den CITES-Eintrag zu bekommen, kann ich Dir nicht sagen, weil wir das eh schon ewig sind als Labor in dem CITES-Material vermehrt wird. Viele Grüße Andreas
Andy Böhnke Posted October 2, 2012 Author Posted October 2, 2012 (edited) Hallo Andreas, vielen Dank für den Hinweis mit dem PGZ. Ich werde da mal anfragen. Wobei ich jetzt schon weiß, dass ich wohl diesen Aufwand nicht betreiben werde. Ist zwar blöd für die Schweizer, aber was halten sie sich auch immer aus allen raus :lol: Aber interessieren tut es mich jetzt schon, wie so etwas abläuft und was es kostet. Ich werde mal von der Antwort des PGZ berichten. Wenn einer nun seltene Nepenthes verkauft, mag es sich ja lohnen, aber ich mit meinen 08/15 Sarracenien betreibe diesen Aufwand sicherlich nicht. Schöne Grüße Andy Edited October 2, 2012 by Andy Böhnke
matthias258 Posted October 3, 2012 Posted October 3, 2012 Hallo zuammen, Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es beim CITES doch in erster Linie darum, die Pflanzen zuschützen, welche in der ''freien Natur'' leben und so dessen Ausrotung zu verhindern. Wenn man das so sagen kann/darf. Nun zu meiner Frage: Warum benötige ich dann beispielsweise ein CITES-Papier für Dionaea muscipula ''big mouth''. Das ist ja keine Naturform sondern eine Qualzüchtung, wie es die einen nennen. Auf eure Antworten und Anregungen bin ich sehr gespannt. Viele Grüsse matthias
Andreas Wistuba Posted October 3, 2012 Posted October 3, 2012 Hallo Matthias, aber wie soll ein Zöllner entscheiden, ob es sich um einen Kultivar handelt? Das ist ja das Elend und der Grund, weshalb meistens ganze Gattungen gelistet werden... Viele Grüße Andreas
matthias258 Posted October 3, 2012 Posted October 3, 2012 Hallo Matthias, aber wie soll ein Zöllner entscheiden, ob es sich um einen Kultivar handelt? Das ist ja das Elend und der Grund, weshalb meistens ganze Gattungen gelistet werden... Viele Grüße Andreas Hallo Andreas, Daran hab ich nicht gedacht und muss dir natürlich recht geben. Ich hab die Konsequenzen bereits durchgelesen, kann mir aber nicht vorstellen, dass der Zoll solche Massnahmen durchziehen wird. Kennt jemand solche Fälle und/oder wurde selbst schon einmal bestraft/ermahnt? Liebe Grüsse matthias
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