Guest Karl H. Posted October 26, 2012 Posted October 26, 2012 (edited) Hallo, ich wollte hier mal von einer Methode berichten, die bei mir die Kultivierung von Cephalotus follicularis sehr vereinfacht hat. Nach ein paar Experimenten Zwecks Bewässerung, habe ich nun eine zufriedenstellende Methode gefunden, wie man Cephalotus ohne großen Aufwand im Anstau kultivieren kann. Der Aufbau: Ein hoher Topf (hier 22cm) (die Methode funktioniert auch mit kleineren Töpfen) wird am Boden mit einem Vlies ausgelegt. Ich habe ein einfaches Gartenvlies verwendet. Auf dieses Vlies wird eine ca. 2cm hohe Schicht aus Perlite gebracht. Je nach späterem Wasserstand und Topfhöhe muss man die Dicke dieser Schicht anpassen. Auf diese Schicht Perlite kommt wieder ein Vlies. Dieses Vlies sollte etwas stabiler sein als das erste, oder man nimmt selbiges Vlies einfach doppelt. Diese Vlies soll verhindern, das der Caphalotus in die nasse Perliteschicht wurzeln kann, und somit Wurzelfäule auftreten kann. Auf dieses Vlies kommt nun das Substrat. Es sollte ein sehr lockeres Substrat verwendet werden, um die ganze Sache noch etwas durchlässiger zu gestalten. Ich kann folgendes Substrat empfehlen: (Charles Brewer mix) 45% Perlite 45% Sphagnum 8% Torf/Sand 2% Holzkohle Der Topf steht bei mir immer ca. 2-3cm im Anstau, und das Substrat ist immer leicht feucht, so wie es Cephalotus mag. Auf die Substratoberfläche habe ich noch etwas reinen Torf gelegt, da das Sphagnum auf diesem schneller eine dekorativen Moosteppich bildet. Hier noch zwei Bilder: Ob diese Methode für einen perönlich sinvoll ist, muss man selbst herausfinden. Wenn man aber z.B. nicht jeden Tag im Hause ist, so braucht man (so war es bei mir) nur ca. alle zehn Tage den Untersetzer mit Wasser füllen. Viele Grüße Karl H. Edited October 26, 2012 by Karl H. 2
Kevin G. Posted October 26, 2012 Posted October 26, 2012 (edited) Hallo Karl, In der Tat ein sehr interessanter Bericht. 45% Perlite 45% Sphagnum 8% Torf/Sand 2% Holzkohle Aber warum Holzkohle? Soll damit das Risiko für Wurzelfäule oder ähnliches gesenkt werden? Gruß Kevin Edited October 31, 2012 by Karnivoren-Freak
Guest Karl H. Posted October 26, 2012 Posted October 26, 2012 Hallo, warum Holzkohle? Um ehrlich zu sein kann ich dir das so garnicht sagen. Im CPUK-Forum stand einmal das diese Unreinheiten absorbieren soll, aber ob da was dran ist wage ich fast zu bezweifeln. Ich diesem Falle dachte ich mir nur, das das schon so passen wird, wenn diese Mischung von einem sehr erfolgreichen Cephalotus-Züchter verwendet wird. Grüße Karl H.
Guest Posted October 26, 2012 Posted October 26, 2012 hallo, interessanter bericht...werde dies bei meinen cephis demnächst auch einleiten, da ich auch kaum zu hause bin! gruß kamil
Feldenberg Posted October 26, 2012 Posted October 26, 2012 Hi Karl, danke für den Tipp. Das Setting schaut mir ja ein bissel fast wie "Slack Potting" ohne inneren Topf aus :-). Wie auch immer, ich denke die Lösung verhindert ja letztlich, dass es stehendes Wasser im Wurzelbereich gibt und das ist sicherlich gut für den Cephi. Im Übrigens dürfte der "Speichereffekt" in Bezug aufs Giessen bei Dir im Kern auf das große Topfvolumen zurückzuführen sein. Meiner Erfahrung nach reichte ein richtig großer Pott voller totem Spahgnum aus und man könnte Cephis mit 2x im Monat giessen gut übers Jahr bringen... viele Grüße Feldi
Guest Karl H. Posted October 26, 2012 Posted October 26, 2012 Hallo Andreas, das Substrat bzw. dessen Durchlässigkeit spielt natürlich auch eine große Rolle. Allerdings macht hier die Schicht aus Perlite nochmal einen signifikanten Unterschied. Ich hatte mit 7cm hohen Töpfen, und reinem Torf ähnliche erfolge. Das Substrat hatte immer die perfekte Feuchtigkeit. (bei solchen kleinen Töpfen muss man das Perlite allerdings mahlen, und gute Erfolge zu erziehlen) Viele Grüße Karl H.
Tobias Kulig Posted October 27, 2012 Posted October 27, 2012 (edited) Hallo, Holzkohle hat eine desinfizierende Wirkung (man soll ja auch die Schnittstellen von Rhizomteilungen mit Holzkohle einpudern, um das Risiko einer Infizierung zu verringern). Ich kultiviere viele Cephaloten in relativ kleinen Töpfen (9x9x10cm), die im Sommer ca. 2-3cm im Wasser stehen. Ich fülle aber erst wieder nach, wenn der Untersetzer bereits 3-5 Tage leer ist. Im Winter bei 5-10°C sehr trocken. Meiner Meinung nach ist eine sehr lockere Substrat-Mischung das A und O einer erfolgreichen Kultur. Mein Hauptbestandteil ist Sand (1-2mm Körnung). Ich habe in den letzten Jahren viele Mischungen ausprobiert, wobei die folgenden am besten funktionierten : Sand - Torf 3:2 Sand - totes, gehacktes Sphagnum 2:1 (am besten) Sand - Perlite - Torf 3:1:1 Perlite - Torf 1:1 Fakt ist, je mehr Luft an die Wurzeln kommt, umso kräftiger werden diese und die Pflanzen. Es minimiert außerdem das Risiko der Wurzelfäule oder ähnliches. Beste Grüße Tobias Edited October 27, 2012 by Tobias Kulig
Henrik J Posted October 27, 2012 Posted October 27, 2012 Hi, kann ich statt Perlitte auch Seramis oder Pflanzton nehmen? Deine C. sehen sehr gut aus. MfG Henrik
Kevin G. Posted October 27, 2012 Posted October 27, 2012 Hallo, Holzkohle hat eine desinfizierende Wirkung (man soll ja auch die Schnittstellen von Rhizomteilungen mit Holzkohle einpudern, um das Risiko einer Infizierung zu verringern). Dann hat sich meine Vermutung ja bestätigt. Danke! Kann ich statt Perlite auch Seramis oderPflanzton nehmen? Ich denke schon, da Seramis, Pflanzton und Perlite sehr ähnliche Eigenschaften besitzen.
Guest Karl H. Posted October 27, 2012 Posted October 27, 2012 Hallo kann ich statt Perlitte auch Seramis oderPflanzton nehmen? Wie Kevin schon geschrieben hat ist das auch möglich. Man sollte das Seramis oder den Pflanzenton aber mit reichlich Regenwasser auswaschen. Ebenso sollte man den Pflanzton in kleinere Stücke zerbrechen, sonst wird nicht genügend Wasser gezogen. Grüße Karl H.
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