Jump to content

Cephalotus im Anstau kultivieren


Recommended Posts

Guest Karl H.
Posted (edited)

Hallo,

ich wollte hier mal von einer Methode berichten, die bei mir die Kultivierung von Cephalotus follicularis sehr vereinfacht hat.

Nach ein paar Experimenten Zwecks Bewässerung, habe ich nun eine zufriedenstellende Methode gefunden, wie man Cephalotus ohne großen Aufwand im Anstau kultivieren kann.

Der Aufbau:

post-2891-0-70609900-1351277098_thumb.jp

Ein hoher Topf (hier 22cm) (die Methode funktioniert auch mit kleineren Töpfen) wird am Boden mit einem Vlies ausgelegt. Ich habe ein einfaches Gartenvlies verwendet. Auf dieses Vlies wird eine ca. 2cm hohe Schicht aus Perlite gebracht. Je nach späterem Wasserstand und Topfhöhe muss man die Dicke dieser Schicht anpassen. Auf diese Schicht Perlite kommt wieder ein Vlies. Dieses Vlies sollte etwas stabiler sein als das erste, oder man nimmt selbiges Vlies einfach doppelt. Diese Vlies soll verhindern, das der Caphalotus in die nasse Perliteschicht wurzeln kann, und somit Wurzelfäule auftreten kann. Auf dieses Vlies kommt nun das Substrat. Es sollte ein sehr lockeres Substrat verwendet werden, um die ganze Sache noch etwas durchlässiger zu gestalten. Ich kann folgendes Substrat empfehlen:

(Charles Brewer mix)

45% Perlite

45% Sphagnum

8% Torf/Sand

2% Holzkohle

Der Topf steht bei mir immer ca. 2-3cm im Anstau, und das Substrat ist immer leicht feucht, so wie es Cephalotus mag. Auf die Substratoberfläche habe ich noch etwas reinen Torf gelegt, da das Sphagnum auf diesem schneller eine dekorativen Moosteppich bildet.

Hier noch zwei Bilder:

post-2891-0-61606800-1351276056_thumb.jp

post-2891-0-55621800-1351276084_thumb.jp

Ob diese Methode für einen perönlich sinvoll ist, muss man selbst herausfinden. Wenn man aber z.B. nicht jeden Tag im Hause ist, so braucht man (so war es bei mir) nur ca. alle zehn Tage den Untersetzer mit Wasser füllen.

Viele Grüße

Karl H.

Edited by Karl H.
  • Gefällt mir 2
Posted (edited)

Hallo Karl,

In der Tat ein sehr interessanter Bericht.

45% Perlite

45% Sphagnum

8% Torf/Sand

2% Holzkohle

Aber warum Holzkohle? Soll damit das Risiko für Wurzelfäule oder ähnliches gesenkt werden?

Gruß

Kevin

Edited by Karnivoren-Freak
Guest Karl H.
Posted

Hallo,

warum Holzkohle? Um ehrlich zu sein kann ich dir das so garnicht sagen. Im CPUK-Forum stand einmal das diese Unreinheiten absorbieren soll, aber ob da was dran ist wage ich fast zu bezweifeln. Ich diesem Falle dachte ich mir nur, das das schon so passen wird, wenn diese Mischung von einem sehr erfolgreichen Cephalotus-Züchter verwendet wird. :D

Grüße

Karl H.

Posted

hallo,

interessanter bericht...werde dies bei meinen cephis demnächst auch einleiten, da ich auch kaum zu hause bin! :)

gruß

kamil

Posted

Hi Karl,

danke für den Tipp. Das Setting schaut mir ja ein bissel fast wie "Slack Potting" ohne inneren Topf aus :-). Wie auch immer, ich denke die Lösung verhindert ja letztlich, dass es stehendes Wasser im Wurzelbereich gibt und das ist sicherlich gut für den Cephi. Im Übrigens dürfte der "Speichereffekt" in Bezug aufs Giessen bei Dir im Kern auf das große Topfvolumen zurückzuführen sein. Meiner Erfahrung nach reichte ein richtig großer Pott voller totem Spahgnum aus und man könnte Cephis mit 2x im Monat giessen gut übers Jahr bringen...

viele Grüße

Feldi

Guest Karl H.
Posted

Hallo Andreas,

das Substrat bzw. dessen Durchlässigkeit spielt natürlich auch eine große Rolle. Allerdings macht hier die Schicht aus Perlite nochmal einen signifikanten Unterschied. Ich hatte mit 7cm hohen Töpfen, und reinem Torf ähnliche erfolge. Das Substrat hatte immer die perfekte Feuchtigkeit. (bei solchen kleinen Töpfen muss man das Perlite allerdings mahlen, und gute Erfolge zu erziehlen)

Viele Grüße

Karl H.

Posted (edited)

Hallo,

Holzkohle hat eine desinfizierende Wirkung (man soll ja auch die Schnittstellen von Rhizomteilungen mit Holzkohle einpudern, um das Risiko einer Infizierung zu verringern).

Ich kultiviere viele Cephaloten in relativ kleinen Töpfen (9x9x10cm), die im Sommer ca. 2-3cm im Wasser stehen. Ich fülle aber erst wieder nach, wenn der Untersetzer bereits 3-5 Tage leer ist. Im Winter bei 5-10°C sehr trocken. Meiner Meinung nach ist eine sehr lockere Substrat-Mischung das A und O einer erfolgreichen Kultur.

Mein Hauptbestandteil ist Sand (1-2mm Körnung). Ich habe in den letzten Jahren viele Mischungen ausprobiert, wobei die folgenden am besten funktionierten :

Sand - Torf 3:2

Sand - totes, gehacktes Sphagnum 2:1 (am besten)

Sand - Perlite - Torf 3:1:1

Perlite - Torf 1:1

Fakt ist, je mehr Luft an die Wurzeln kommt, umso kräftiger werden diese und die Pflanzen. Es minimiert außerdem das Risiko der Wurzelfäule oder ähnliches.

Beste Grüße

Tobias

Edited by Tobias Kulig
Posted

Hi,

kann ich statt Perlitte auch Seramis oder

Pflanzton nehmen?

Deine C. sehen sehr gut aus.

MfG Henrik

Posted

Hallo,

Holzkohle hat eine desinfizierende Wirkung (man soll ja auch die Schnittstellen von Rhizomteilungen mit Holzkohle einpudern, um das Risiko einer Infizierung zu verringern).

Dann hat sich meine Vermutung ja bestätigt. Danke! :)

Kann ich statt Perlite auch Seramis oder

Pflanzton nehmen?

Ich denke schon, da Seramis, Pflanzton und Perlite sehr ähnliche Eigenschaften besitzen.

Guest Karl H.
Posted

Hallo

kann ich statt Perlitte auch Seramis oder

Pflanzton nehmen?

Wie Kevin schon geschrieben hat ist das auch möglich. Man sollte das Seramis oder den Pflanzenton aber mit reichlich Regenwasser auswaschen. Ebenso sollte man den Pflanzton in kleinere Stücke zerbrechen, sonst wird nicht genügend Wasser gezogen.

Grüße

Karl H.

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.